Einführung
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Psychoanalyse in vielen westlichen Ländern als begleitender, in Deutschland gar als integraler Teil staatlich anerkannter und gewährleisteter gesundheitlicher Versorgung der Bevölkerung etabliert. In ebenso vielen Ländern hat an ihr jedoch gleichzeitig eine Kritik festgemacht, die an Umfang und wissenschaftlicher Stringenz alles in den Schatten stellt, was skeptisch den Lehren Freuds und ähnlicher „Seelen-Forscher“ von Anfang an, also seit rund hundert Jahren begegnet. Ihnen wirft die Kritik nicht weniger als wissenschaftlichen Betrug und Nasführung kranker, hilfesuchender, damit besonders verführbarer, aber auch besonders schutzbedürftiger Menschen vor. Auch seien die Folgen für die Allgemeinheit unabsehbar.
Nachdem Vertreter der „Gesundheitsberufe“, Medien und Gesundheitspolitiker den Schwindel weithin stützen, die wissenschaftlich umfassend belegte Kritik ignorieren und die Kritiker ausgrenzen, kamen einige ihrer Wortführer in verschiedenen Ländern im Sommer 2003 überein, gemeinsam eine Plattform zu schaffen, von der aus fortlaufend, kurz und bündig informiert werden soll
- über den Stand der kritischen Freud-Forschung wie
- über den aktuellen Stand der Freudianer-Etablierungen in den verschiedenen Ländern.
Eine wirkliche Durchdringung der Thematik ist natürlich nur durch ein eingehendes Studium der einschlägigen Literatur, einer Vielzahl von Büchern und Artikeln, fast schon einer Bibliothek möglich. Auch durch entsprechende Literaturhinweise wie auch Hinweise auf andere zweckdienliche Informationen im Netz will INFC zur Gewinnung einer möglichst umfassenden Übersicht beitragen.
Die Informationen des INFC auf englisch, französisch und deutsch werden von gleichem Geist getragen, können und werden im Einzelnen aber differieren. Sie wollen und müssen ja auch auf unterschiedlich in den verschiedenen Ländern sich stellende Probleme eingehen. Die Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie (GEP), eine seit über 30 Jahren nachhaltig für ethische Belange in den Psycho-Fächern eintretende Gesellschaft mit Sitz in München, stellt dazu ihre Website zur Verfügung.
Publikationen auf der INFC-Seite liegen in der gemeinsamen Verantwortung von
Jacques Bénesteau (F), Max Scharnberg (S), Friedrich Weinberger (D) und Robert Wilcocks (CDN).
Texte zur Veröffentlichung auf der INFC-Website sind bitte einzureichen unter
info-infc+gmx.de ( im E-Mailprogramm "+" bitte durch @ ersetzen - Spam-Vorkehrung).
Partner und Mitarbeiter des INFC sind:
Jacques Bénesteau, Psychologe an der Kinderklinik der Université de Toulouse, Autor von Mensonges Freudiens - Histoire d’unE désinformation séculaire (Mardaga 2002, Preisträger der Société Francaise d’Histoire de la Médecine, März 2003),
Jacques Corraze, Professor der Philosophie, Doktor in Geistes- und Humanwissenschaften, Doktor der Medizin, Psychiater, Verfasser zahlreicher Bücher und Artikel,
Franck Cioffi, Professor der Philosophie an der University of Kent, Canterbury, Autor zahlreicher Studien und insbesondere des Sammelbandes 1969-1998 FREUD AND THE QUESTION OF PSEUDOSCIENCE (Open Court, Chicago & La Salle),
Allen Esterson, Dozent für Mathematik (Southward College, London), Autor von SEDUCTIVE MIRAGE - AN Exploration of the work of Sigmund Freud (1993, Chicago, Open-Court) wie auch von zahlreichen Artikeln zum Thema,
Philippe Gouillou, Ersteller der Web-Sites www.douance.org & www.evopsy.org, Verfasser und Übersetzer mehrerer einschlägiger Bücher,
Nanna Hucke, promovierte Literaturwissenschaftlerin, legte 2009 eine umfangreiche Arbeit zum Verhältnis von Autor, Text und Leser vor: „Die Ordnung der Unterwelt“. Sie befaßt sich u. a. mit den theoretischen und praktisch-methodischen Problemen der psychologisch ausgerichteten Literaturwissenschaft und entwickelt auf diesem Gebiet einen sprach- und textlogisch begründeten Neuansatz. http://kops.ub.uni-konstanz.de/volltexte/2009/8775/
Josiane Praz, Psychologin (Diplom der Universität Genf), Autorin von „Le ‚petit Hans’ et sa famille: données historiques et biographiques (in J. Bergeret & M Houser, La sexualité infantile et ses mythes, pp. 121-139), 2001, Paris, Dunod),
Max Scharnberg, Dr., außerord. Professor am Departement für Erziehung der Universität Uppsala, Schweden, Autor mehrerer Werke, darunter The Non-Authentic Nature of Freud’s Observations (1993, 2 Bände, Ac. Universitatis Upsalensis), Texte von ihm auf englisch und schwedisch auf der Site www.dynam-it.com/forpsyk/index.html
Richard Webster, Autor von Why Freud was Wrong – Sin, Science and Psychoanalysis (Harper Collins, 1995) und von Freud (Weidenfeld & Nicolson, 2003) vgl. seine Website : www.richardwebster.net
Friedrich Weinberger, Dr. med., Nervenarzt in Garmisch-Partenkirchen, Vorsitzender der GEP und Herausgeber ihrer seit 1977 meist zweimal jährlich erscheinenden Rundbriefe. Für seinen "unschätzbaren ehrenamtlichen Beitrag zum Kampf für die Menschenrechte“ erhielt Dr. Weinberger 2006 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Nils Wiklund, Dr., Dozent für Psychologie, besonders Rechtspsychologie, Stockholm, Autor von THE ICARUS COMPLEX, Redaktör von Lehrbücher in Rechtspsychiatrie und Aussagepsychologie und zahlreiche Artikeln (auch über Brandstiftung und Parapsychologie). Texte von ihm auf englisch und schwedisch auf der Web-Site www.rpkab.se;
Robert Wilcocks Ph.D., em. Professor für französische Literatur an der University of Alberta, Edmonton, Kanada, Verfasser mehrerer einschlägiger Werke, darunter Maelzel's Chess Player: Sigmund Freud and the Rhetoric of Deceit, Lanham, Maryland, USA, Rowman & Littlefield, 1994, sowie Mousetraps and the Moon: The Strange Ride of Sigmund Freud and the Early Years of Psychoanalysis, Lanham: Lexington Books,
Die Genannten, die möglicherweise in allen über Freud und ähnliche „Seelen-Forscher“ hinausgehenden Fragen unterschiedlicher Meinung sind, verfolgen das gemeinsame Ziel, wissenschaftlicher Redlichkeit auf dem Gebiet der „Seelen-Heilkunde“ Geltung zu verschaffen und Beschädigungen durch hier verbreitete pseudowissenschaftliche
Phantastereien zu wehren.
Weitere Informationen auf deutsch bitten wir auch dem „blauen Teil“ der Web-Seite, den Rundbriefen der GEP zu entnehmen, die auch aktuelle Entwicklungen auf psychotherapeutischem Gebiet beleuchten.