Freud-Kritik und Antisemitismus

Freud-Kritik und Antisemitismus

Joseph Breuer, der eigentliche Erfinder der von ihm so benannten „Psych-Analyse“, hat eine natürliche Wahrheit klar ausgesprochen: Gewalterfahrung, Unterdrückung von gesunder Selbstentfaltung oder Konfrontation mit schwerem Schicksal kann so überwältigend sein, dass Erinnerungen daran (eventuell subtil vermittelt durch entsprechende Hinweisreize) noch viel später – unterbewusst – massive psychosomati­sche Symptome auslösen. Dieser im Grunde einfachen und doch revolutionären Einsicht hat Sigmund Freud vor über 100 Jahren eine gänzlich verdrehte Version von „Psychoanalyse“ übergestülpt: Alle Menschen sind (angeblich) von Kindheit an „polymorph-pervers“. Diese Perversionen sind in der Regel so überwältigend, dass sie ins Unbewusste verdrängt werden. Von dort aus lösen sie später psychische und/oder psychosomatische Symptome aus.

Dass bereits Freuds erste Veröffentlichungen zu seinen Thesen von der Entstehung psychischer und psychosomatischer Symptome von wohlmeinenden Fachleuten nur mit Kopfschütteln und Ablehnung bedacht wurden, ist wohl berechtigt. Aber im Windschatten einer durch Bestechung erworbenen Professur und im Verbund mit einer verschworenen Gefolgschaft inklusive zunehmender, mächtiger Propaganda hat sich Freuds Hirngespinst bis in die heutigen Tage prächtig entwickelt.

Dieses absonderliche Gedankengebäude benötigt mächtige Wächter, damit es nicht im Licht klarer Gedanken zu Staub zerbröselt. Die Gefahr, dass mit zunehmendem Aufkommen des Internets und damit breiterer Diskussionsmöglichkeit der böse Spuk von immer mehr Menschen immer leichter durchschaut wird, macht es immer dringender, diesem Gespenst mächtige Geister zur Seite zu stellen, die es verteidigen. Gegen die anschwellende  Kritik helfen jetzt keine rationalen Argumente, sondern es müssen archaische Ängste und dunkle Ressentiments geweckt werden. Einer dieser mäch­tigen Wächter ist der Vorwurf des Antisemitismus.

Mit seinem Buch „MENSONGES FREUDIENS“ („Freudsche Lügen“) (2002) handelte sich z.B. Jacques Bénesteau, unser INFC-Mitstreiter in Frankreich, von Elisabeth Roudinesco, der Anführerin der dortigen Psychoanalyse, den Vorwurf des „maskierten Antisemitismus“ ein. In der Folge kam es zu juristischen Auseinandersetzungen. Im übereifrigen Bemühen um „politische Korrektheit“ hatte Catherine Meyer, die Herausgeberin eines weiteren Freud-kritischen Werkes, des „Livre noir de la Psychanalyse“ („Schwarzbuch der Psychoanalyse“) (2005) sämtliche Ko-Autoren dazu aufgefordert, sich in ihren  „Schwarz­buch“-Bei­trägen nicht auf Bénesteaus Buch zu beziehen. Jacques Van Rillaer entsprach der Aufforderung zwar, bedauerte in einem Beitrag im Nachhinein diesen Schritt jedoch, prangerte seinerseits hier Roudinescos manipulative Verdrehungen an und unterstrich die Haltlosigkeit der Antisemitismus-Vorwürfe gegen Bénesteau.[1]

Eigentümlich gespalten reagiert Michel Onfray in seinem „ANTI FREUD“ (2011, 507 f), wenn er inhaltlich zwar Bénesteaus Buch ausdrücklich würdigt, ihm und einigen konkret benannten anderen Freud-kritischen Werken jedoch anlastet, dass sie „versinken in einem reaktionären, konservativen, manchmal rechtsextremen Kontext.“ Der fachfremde Onfray versteht in seinem Buch zwar durchaus, etliche grobe Ungereimtheiten der Freudschen Psychoanalyse aufzulisten. Aber auch er benennt nicht das eigentliche Problem – die Verschleie­rung der von Breuer gefundenen Zusammenhänge –, sondern deckt es weiter zu.

2009 wurde meiner eigenen, in der JUNGEn WELT abgedruckten Freud- und Kernberg-Kritik allen Ernstes das Antisemitismus-Etikett angeheftet[2]. Kultiviert wurde dieser Vorwurf auch in einem SPIEGEL-Interview mit dem Regisseur David Cronenberg zu dessen Film „Eine dunkle Begierde“ im Jahr 2011: „SPIEGEL: Sie schildern im Film auch, dass die Ablehnung der Lehren Freuds sehr oft antisemitisch motiviert war. CRONEN­BERG: „Für mich ist das ein zentraler Punkt. … Freud wollte … die judenfeindlichen Attacken auf seine Lehren entkräften. Er hat zeit seines Lebens erfahren, wie man die Psychoanalyse als jüdische Wissenschaft und als wertlos denunziert hat. So geschieht es bis heute.“ Cronenbergs Ahnungslosigkeit kommentiere ich auf meiner Webseite[3].

2011 erlebte ich in einer Korrespondenz zu Otto F. Kernberg mit Dr. Wolf Büntig[4]auch, dass dieser sich erst einmal nur zögerlich auf eine Diskussion einließ und dann nach Rücksprache mit jemand anderem den Kontakt ganz beenden wollte. Meine Frage an ihn, ob hier etwa das Antisemitismus-Argu­ment gezückt worden war, wollte er nicht beantworten.

Bereits Freud selbst entwickelt diese Argumentationsfigur im Jahr 1925[5]: „Endlich darf der Autorin aller Zurückhaltung die Frage aufwerfen, ob nicht seine eigene Persönlichkeit als Jude, der sein Judentum nie verbergen wollte, an der Antipathie der Umwelt gegen die Psychoanalyse Anteil gehabt hat. Ein Argument dieser Art ist nur selten laut geäußert worden, wir sind leider so argwöhnisch geworden, daß wir nicht umhin können zu vermuten, der Umstand sei nicht ganz ohne Wirkung geblieben. Es ist vielleicht auch kein bloßer Zufall, daß der erste Vertreter der Psychoanalyse ein Jude war. Um sich zu ihr zu bekennen, brauchte es ein ziemliches Maß von Bereitwilligkeit, das Schicksal der Vereinsamung in der Opposition auf sich zu nehmen, ein Schicksal, das dem Juden vertrauter ist als einem anderen.“ Freud will hier also keine Behauptung aufstellen, sondern lediglich – „in aller Zurückhaltung“ – eine Frage aufwerfen. Bei deren Beantwortung spricht er allerdings davon – im pluralis majestatis –, dass „wir nicht umhin können zu vermuten, der Umstand [– sein Judentum –] sei nicht ganz ohne Wirkung geblieben.“ Also speist sich – nach Freud – Psychoanalyse-Kritik offenbar doch gerne aus dumpfem Antisemitismus.

Dieses wissenschaftliche Märchen schmückt Freud noch weiter aus: Um sich zur Psychoanalyse „zu bekennen“, müsse man in der Lage sein, „das Schicksal der Vereinsamung in der Opposition auf sich zu nehmen“ – und dieses Schicksal sei eben „dem Juden vertrauter ist als einem anderen“. Auch an anderer Stelle[6] unterstreicht Freud diesen (angeblichen) Vorteil seines Judentums: „Weil ich Jude war, fand ich mich frei von vielen Vorurteilen, die andere im Gebrauch ihres Intellekts beschränkten, als Jude war ich dafür vorbereitet, in Opposition zu gehen und auf das Einvernehmen mit der ‚kompakten Majorität‘ zu verzichten.[7]

Ja, Pioniere der Wissenschaft stoßen mit ihren Bemühungen um Aufklärung nicht selten auf beharrliche Ablehnung und müssen gegen verrückte Überzeugungen ankämpfen, die sich – gegen jede Vernunft – entwickelt haben und aufrechterhalten werden. Freuds Thesen selbst stellen m.E. einen solchen fest etablierten Irr-Glauben dar. Diejenigen, die ihn kritisieren, haben gegen die Mai­n­stream-Medien und gegen die Ignoranz oder gar den Widerspruch der eigenen Zunft anzukämpfen.

Neben z.B. jüdischen Häretikern wie Alice Miller oder Jeffrey Masson vermochten zum Glück aber auch AutorInnen nicht-jüdischer Herkunft, sich von den Beschränktheiten des Intellekts oder auch vor­ur­teilsge­lei­teten Denkverboten frei zu machen, die Einsamkeit des Vorkämpfertums auszuhalten und an der weltweit propagierten Freudschen Psychoanalyse standhaft und tapfer Kritik zu üben.

Dass dies nichts mit Antisemitismus zu tun hat, das kann ich für meine Person wohl durch Verweis auf meine Veröffentlichungen und meine Webseite belegen. Dort lässt sich nachlesen, wie sehr ich die Bedeutung und Verdienste des jüdischen Arztes Joseph Breuer betone, die er sich seinerzeit z.B. um die Jüdin Bertha Pappenheim erwarb: Breuer half Bertha dabei, zurückliegende traumatisierende Erfahrungen, die ihrem Bewusstsein zunächst entzogen waren, wieder zu erleben und auszusprechen, womit sich die damit verbundenen Symptome auflösten. Er selbst benennt sein Verfahren in bewußter Analogie zum „König Ödipus“ von Sophokles – „Psych-Analyse“: Genau wie Ödipus, der rückwärts gewandt die Auflösung seines Schicksals betreibt [Schiller bezeichnet das Stück wohl deshalb als „tragische analysis“: ana (griech.) = zurück, rückwärts; lyein (griech.) = lösen], so löst auch Breuer mit Bertha zusammen rückwärts gewandt deren Traumata auf. Die Entdeckung dieses methodischen Vorgehens betrachte ich als Meilenstein in der Geschichte der Psychotherapie. Auf der Grundlage dieser wunderbaren Ermutigung in ihrer Behandlung durch Breuer engagiert sich Bertha Pappenheim später in großartiger Weise für die Rechte von Frauen.[8]

Verglichen mit Breuers Behandlung von Bertha ist die „Kur“ der etwa gleichaltrigen Jüdin Ida Bauer durch Freud eine glatte Verkehrung des Breuerschen Modells in sein Gegenteil, in eine systematische Opferbeschuldigung („Bruchstück einer Hysterie-Analyse  Krankengeschichte der ‚Dora’“). Dass Ida seit ihrem 14. Lebensjahr von Seiten des Freundes ihres Vaters sexualisierter Bedrängnis ausgesetzt ist und dies in der Familie toleriert wird – denn schließlich hat der Vater ein Verhältnis mit der Gattin dieses Freundes –, das hat, nach Freud, NICHTS mit ihren Symptomen zu tun. Stattdessen attestiert ihr Freud eine Neigung zu Inzest, Selbstbefriedigung und Homosexualität als Ursache ihrer seelischen Probleme. Die kluge junge Frau beendet schon nach zehn Wochen diese seltsame „Behandlung“. Ihrer Diffamierung durch Freud und seine Gefolgschaft bis in heutige Tage hinein widerspreche ich vehement.[9] Auch ihren Bruder, Otto Bauer, der als langjähriger Führer der Austro-Marxisten den Nationalsozialisten in Österreich den wirksamsten Widerstand entgegengesetzt hat, nehme ich gegen psychoanalytische Schmähungen[10] in Schutz. Diese Freud- und Psychoanalyse-Kritik ist ganz offensichtlich kein Ausdruck von Antisemitismus.

Ebensowenig ist es die Kritik an der Vergiftung des jüdischen Arztes Ernst Fleischl von Marxow mit Kokain durch Freud, die er in Fachartikeln dreist als gelungene Behandlung gegen dessen Morphinsucht ausgibt, obwohl er die katastrophalen Auswirkungen seiner „Medikation“ unmittelbar miterlebt[11]. Auch die Kritik an der „Behandlung“, die sein jüdischer Kollege Wilhelm Fließ auf Freuds Empfehlung an der Jüdin Emma Eckstein wegen deren Magenbeschwerden vornimmt, indem er Teile ihrer Nasenmuschel mit einer Knochenzange herausschneidet und dabei offenbar ein größeres Gefäß verletzt, dürfte kaum antisemitisch motiviert sein: Die junge Frau verblutet an dieser sinnlosen, von Fließens Wahn geleiteten Operation beinahe. Freud aber verteidigt seinen Freund über zwei Jahre hinweg gegen jegliche Vorwürfe, z.B. so: Emmas Blutungen seien „Wunschblutungen“ gewesen – „wahrscheinlich zu Sexualterminen[12].

Theodor Herzl, der Begründer des Zionismus, benennt in seinem Tagebuch den nichtjüdischen Autor Wilhelm Jensen[13] als den „Dichter meiner Jugend­­zeit“ bzw. „Leib- und Lieblingsdichter[14], nicht nur wegen der Anmut mancher seiner Gedichte, sondern auch, weil der Schriftsteller u.a.[15] in der Novelle „Die Juden von Köln“ (1869) ein Juden-Pogrom des Mittelalters verurteilt. Als Feuilleton-Redakteur der „Neuen Freien Presse“ in Wien bittet Herzl im Jahr 1902 Jensen, eine Fortsetzungsgeschichte für die Sonn­tags-Ausgabe beizusteuern: die Novelle „Gradiva[16], zu der Freud 1907 seine ausführlichste Literaturbetrachtung publiziert. Freuds vermeintlich geniale Fern-Analyse gerät dabei zu einem grandiosen Schlag ins Wasser: Er analysiert bei dem Dichter eine Verliebtheit in eine körperlich behinderte Schwester. Doch Jensen schreibt an Freud, er sei ohne jegliche Blutsverwandte aufgewachsen[17], habe aber z.B. unter dem frühen Tod einer Jugendfreundin gelitten. Wohl beleidigt wegen der unüberbrückbaren Kluft zwischen psychoanalytischer Deutung und nicht zu leugnender Wirk­lich­keit, überziehen Freud und seine Anhängerschaft den Dichter und seine Erzählung in der Folge mit einer Fülle von Schmähungen – bis in die heutigen Tage hinein und bis zur oben erwähnten E. Roudinesco. Jensen und seine Novelle gegen geistlose Diffamierungen in Schutz zu nehmen[18], auch das ist – leicht erkennbar – alles andere als Antisemitismus.

Und noch ein markantes Beispiel aus neuerer Zeit: Ein jüdischer Autor „analysiert“ bei einem (vermutlich jüdischen) Mann, der sich als Erwach­sener gegenüber Frau und Kindern auffallend aggressiv verhält, er habe diese „chronische Aggression“ als Säugling an der Mutterbrust entwickelt – und nicht in dem KZ, in dem er im Alter von zwölf bzw. von acht Jahren [es werden von dem Autor unterschiedliche Altersangaben gemacht; K.S.] die Ermordung seiner ganzen Familie miterleben musste. Das Kind müsse quasi, so Otto Friedemann Kernberg in Publikationen aus dem Jahr 1997 bzw. 1999, seine Aggression ins KZ mit hineingebracht haben. Und wenn ein solches Opfer brutalster Gewalt ihn als Therapeuten fragt: „Glauben Sie mir nicht? Sind Sie nicht meiner Meinung? War das nicht entsetz­lich?“, so hält Kernberg für die therapeutisch korrekte Reaktion: „Warum brauchen Sie meine Meinung, anstatt eine eigene zu haben?“ Soll auch die Kritik an einer derart kaltschnäuzigen, gewaltverharmlosenden, verständ­nis­losen Art von Therapie „antisemitisch“ sein?

Die Liste von Beispielen, die zeigen, wie verächtlich, rücksichtslos, manipulierend oder skrupellos schädigend die Einmischungen von Freud und seiner Gefolgschaft in das Leben anderer Menschen ausfallen können, ist mit der hier aufgeführten Sammlung keineswegs erschöpft. Sie stellt lediglich einen Ausschnitt von gut dokumentierten psychoanalytischen Entgleisungen dar.

Bis heute quittieren VertreterInnen der Psychoanalyse die Schilderungen hilfesuchender KlientInnen von ihrem auf der Hand liegenden Leid mit Opferbeschuldigung und besserwisserischer Deutung, was dann die Not der Betroffenen oft nur verschlimmert. Dies widerspricht eindeutig dem ärztlichen Gebot, Leidenden nicht zu schaden. Der leichtfertige Verstoß gegen dieses Prinzip durch die psychoanalytische Doktrin ist eigentlich klar zu erkennen. Um die wissenschaftlich und ethisch begründete Psychoanalyse-Kritik jedoch ins Leere laufen zu lassen, werden von den Hütern der Freudschen Lehre immer wieder mächtige Nebelkerzen angesteckt, wie z.B. der Vorwurf des Antisemitismus. In dieser bequemen Deckung kann der alte Irrsinn dann weiter seine Opfer suchen.

Wie lange noch?

 

[1] Réponse du professeur Jacques Van Rillaer à Madame Elisabeth Roudinesco
(http://esteve.freixa.pagesperso-orange.fr/reponse_jvr_a_roudinesco_vd.pdf)

[2] Der Gesamtzusammenhang dieser abstrusen Vorwürfe unter http://www.oedipus-online.de/Kunstreich_Naber.htm.

[3]  www.oedipus-online.de/Cronenberg.htm

[4] Die Diskussion mit Herrn Büntig, Leiter von ZIST, unter
www.oedipus-online.de/Buentig_Korrespondenz.pdf

[5] In: „Die Widerstände gegen die Psychoanalyse“, 1925, GW XVII, 110

[6] In: „Ansprache an die Mitglieder des Vereins B’nai B’rith“, 1926, GW XVII, 50

[7] Diese Position greift 1969 der damals führende Repräsentant der Psychoanalyse, Alexander Mitscherlich, auf in seiner Einleitung zu der von ihm mit herausgegebenen Freud-Studienausgabe: Die Juden seien auf­grund ihrer jahrhundertealten Unterdrückungserfahrung besonders gut in der Lage, sich selbst in Frage zu stellen – ein Satz, bei dem ich nur laut lachen kann, wenn ich ihn auf Freud beziehe und an seine penetrante Rechthaberei denke, so z.B. in den Fällen Ernst Fleischl von Marxow, Emma Eckstein, Ida Bauer oder Wilhelm Jensen.

[8] Vgl. Klaus Schlagmann: „ÖDIPUS – KOMPLEX BETRACHTET“, 2005

[9] Klaus Schlagmann: „Freuds verhängnisvoller Irrweg zwischen Trauma- und Triebtheorie. Der Fall ‚Dora‘ und seine Bedeutung für die Psychoanalyse“, 1997

[10] Eine solche Schmähung erlauben sich z.B. die Juden Arnold A. Rogow (1978) und Peter Loewenberg (1983) – vgl. www.oedipus-online.de/bauer.html.

[11] Vgl. Han Israëls: „Der Fall Freud. Die Geburt der Psychoanalyse aus der Lüge.“ Hamburg, 1999

[12] Vgl. Jeffrey Masson: „Was hat man dir, du armes Kind getan? Oder: Was Freud nicht wahrhaben wollte“, Freiburg, 1995

[13] Der Schriftsteller Wilhelm Jensen war mit Marie Brühl verheiratet; deren aus Düsseldorf stammender jüdischer Vater, Moriz Brühl, war zum katholischen Glauben konvertiert. Ihre Mutter, die katholische Maria Mayer, stammte aus Köln.

[14] In: Alex Bein u.a. (Hg.): Theodor Herzl. Briefe und Tagebücher. Bd. 1. Berlin u.a., 1983, 599

[15] Ein weiteres Beispiel für Jensens Auftreten gegen Antisemitismus in: Richter, Helmut (o.J.): Wilhelm Jensen und das deutsche Reich 1871. Eine Sammlung von Texten als Versuch der ersten Annäherung an einen unbekannten Autor. Manuskript

[16] Vgl. Hartmut Heyck: „Theodor Herzl, Wilhelm Stekel und Wilhelm Jensens Gradiva“. In: Luzifer-Amor. Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 2013, Jg. 26, 165-171

[17] Jensen wurde als uneheliches Kind des Kieler Bürgermeisters Sven Hans Jensen und der Dienstmagd Dorothea Bahr schon früh bei einer unverheirateten kinderlosen Professoren-Tochter in Pflege gegeben.

[18] Vgl. Klaus Schlagmann: „GRADIVA. WAHRHAFTE DICHTUNG UND WAHNHAFTE DEUTUNG“, 2012

 

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