Aktuelles

In der vorliegenden Rubrik stehen kürzere Mitteilungen zu aktuellen Ereig­nissen und Feststellungen, die zwischen den seltener, ein- oder halbjährlich erscheinenden Rundbriefen an­fallen. Diese Kurzmitteilungen werden vom Zeitablauf meist bald abgelöst. Was von ihnen langfristig festgehalten zu werden verdient, wandert dann zusammengefaßt in den näch­sten Rundbrief. Die jüngsten Einträge in dieser Rubrik werden im Folgenden rot markiert.

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10.  R. Möckli zur GEP-Jahresversammlung am 27.4.2019

Wir haben hier ein sehr gemischtes Publikum, Psychiater, Dissidenten aus der Ex-DDR und aus der Schweiz (!), Betroffene von Zwangsmassnahmen in Forensik wie allgemeiner Psychiatrie, im Ge­mein­­wesen und in Familien, sie alle mit unterschiedlichen beruflichen und psychosozialen Biografien. Es ist eine wichtige Aufgabe, für alle Anwesenden dieselbe Sprache zu finden.

Meine Arbeit in den verschiedensten Gruppierungen von Fachkreisen bis hin zu Selbsthilfe Suchen­den oder auch zu (gesundheits-)politisch sich Engagierenden besteht u.a. darin, bei Beibehaltung meines Wohlbefindens dieses auch ihnen zu vermitteln. Möge unser Treffen in diesem Sinn die Basis bilden für eine konstruktive deutschsprachig-internationale (deutsche und schwei­ze­rische) Zusam­menarbeit in Fragen von Ethik und Politik in der Psych­iatrie, bei der wir uns über den drängenden aktuellen Fragen im Interesse der von unserem Fach betroffenen Menschen offen ver­ständigen wollen und können.

Mit Hochachtung möchte ich hier alle würdigen, die sich für diese Ziele in dieser unendlich wich­tigen, hoch aktuellen Gesellschaft seit über 40 Jahren einbrachten und in ihr weiter aktiv sind. Meine Arbeit in diesem Bereich hat erst vor einem knap­pen Jahrzehnt durch eine per­sön­­­liche Betroffenheit begon­nen. Ich erhielt gezwungenermassen da Einblick in das Unrecht, das fo­rensisch-psychiatrische Be­ur­teilungen und Behandlungen im Fall eines Familien­ange­hö­rigen mit sich brachten. Was ich hier an un­bewusster oder bewusster Verachtung dem Be­troffenen und seinen Angehörigen gegenüber erle­ben musste, hat mich zu einer „politischen“ Arbeit und Haltung geführt, die darüber informieren und Brücken schlagen will.

Mit der Justiz und den Behörden entstehen nicht geringe Probleme dadurch, dass aus der Psychiatrie sich seit dem letz­ten Jahrhundert ungebrochen ein negativ verwahrender Charakter der Menschen­be­­handlung weiter­ent­wickeln konnte. Fachkreise und das ganze Volk, durch die Mainstream-Medien gebildet, mitunter verbildet, nehmen ausgrenzende, ab­schie­­ben­de, heimlich „weiss-fol­tern­de“ Manieren als solche nicht wahr. Deshalb ist die Arbeit unserer kleinen Gruppierung so wichtig. Wir brauchen investigativen Jour­nalismus um die Öffentlichkeit zu informieren, Mut unseren Stand zu reflektieren und Mut von Betroffenen und ihren Angehörigen, keine Öffentlichkeit zu scheuen. Falsche Ängste müssen durch­brochen werden. Durch einfachen pragmatischen Beistand und ein wohlwollendes mitmensch­liches Miteinander wird es leichter.

Dr. med. Regina Möckli, Mitglied des Vorstands

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9.   Bericht des Vorsitzenden zur GEP-Jahresversammlung 2019

Willkommen liebe Mitglieder, liebe Gäste, erstmals solche auch aus dem Aus­land. Die Tagesordnung lief mit der Ein­ladung rechtzeitig aus. Die Versamm­lung ist beschlußfähig. Mit Ihrem Einverständnis möch­te ich nach meinem Re­chen­schaftsbericht, vor der allgemeinen Dis­kus­sion unsere ähnli­ch arbei­tenden Schwei­zer Gä­ste, Frau Dr. Möckli und Herrn Ul­rich, zu Wort kommen lassen. Nach der Diskussion kommt wieder die interne Mitglie­derver­samm­lung.

Daß unsere Gesell­schaft, ehrenamtlich geführt und allein von Mit­glieds­beiträgen ge­tragen, seit über 40 Jahren fortbesteht, weist die Dringlichkeit ihrer Anliegen und die Ernsthaftigkeit ihrer Mitglieder aus. Im abge­laufenen Jahr haben wir die Ziele der GEP wieder nach­drücklich vertreten. Schlimme Mißstände, Miß­bräu­che im Fach kom­men wei­terhin vor. Wie heute in der großen Politik erleben wir seit über 40 Jah­ren in der Psy­ch­ia­trie Re­gle­men­tierungen der gängigen Mei­­nung, Aus­­grenzungen und An­fein­­dungen von unwillkom­me­nen Auf­fas­sungen. Wir konn­ten ihnen stand­­halten und konnten so manch arge Mißbräuche des Fachs überwinden. Daß un­sere Aus­füh­run­gen im Internet welt­weit ab­ge­rrufen werden, ist eine zu­sätz­liche Bestä­ti­gung un­serer Arbeit. In ihrem Vordergrund steht heute die große Zahl psycho-justitieller Kindsentziehungen. In zehn Jahren hat sie bis 2015 von 26.000 auf 48.000 zugenommen (Die Welt, 28.12.15).

Schon die Wahl eines Gutachters, die hierzuland allein dem Gericht obliegt, wirft gerade bei diesen familien-/ sorgerechtlichen Ver­fahren grund­sätz­liche Be­denken auf.[1] Daß Richter Gutach­tern grollen, wenn sie den ihnen vor­schwebenden Ur­teilen nicht zu­ar­beiten, hat die Kol­le­gin Dr. Ziegert in ihrem Fern­sehauftritt 2013 schön dar­ge­legt (RB 1/13,4.2). Meine Gutachten kamen bei manchen Rich­tern gut an. Andere igno­rierten sie wie 2011 im Fall Mollath offensichtlich aus besagtem Grund. Es erwies sich hier dann aber doch als höchst wirksam (s. Punkt 6 in dieser Rubrik).

Einen horrenden Fall von Kindsentziehung stellt der von Andrea Kuwalew­sky dar, hier bekannt. Durch mein Gut­achten, vor allem aber ihr eigenes Ge­schick ge­wann sie 2014 ihre vier psy­­­cho-ju­sti­tiell ihr ge­raubten Kinder zu­rück – am rich­­ter­li­chen Urteil vor­bei, ja gegen ein solches Urteil. Die Kin­der wach­sen seit fünf Jahren wie­der bei Muttern wohlbehalten und gesund her­an. Der Fall ist offensichtlich aber für Politik und Ju­stiz so pein­lich (RB 1/14), daß er medial weit­ge­hend ab­ge­deckt blieb. Er zeigt in jedem Fall deutlich genug, wie revi­sions­be­dürftig die sorge­recht­liche Verfahrensordnung ist.

Zu den aktuellen Fällen jetzt: Frau S., ansässig im bayerischen Alpen­vorland[2], bekam 2010 von der er­wähn­ten Psy­ch­iaterin Ziegert, einer Freu­dia­nerin, eine Ein­schränkung ihrer Er­zie­hungs­fähigkeit at­te­stiert [3]. 2012 ver­an­laßte diese den Ent­zug ihres Sohnes, eines Teenagers jetzt. Fünf ver­schie­dene Gutachten fielen im Verlauf an. Den Zu­schlag be­kamen beim Gericht im­mer solche, die auf Er­zie­hungs­­­­un­fä­hig­keit der Mutter er­kannten, nicht die, die sie er­zie­hungs­fähig fan­den. Der Sohn, der immer wieder betonte, bei seiner Mutter leben zu wollen, wur­de z­u­letzt in ein ka­tho­li­sches Kin­der­heim in Bayerns Norden gesteckt 350 km weit weg von ihr. Es geht dabei auch um er­heb­­liche Sum­­men: Knapp € 8.000 bekommt das Heim monatlich. Daß die in der Er­zie­hungs­­­in­du­strie Tä­ti­gen, Heimleiter, Heimerzieher, vor allem auch „Psy­chis“, Psy­cho­­lo­gen und Psy­ch­iater, auf die „Wis­sen­­schaft­lich­keit“, die Un­trüglichkeit ihrer Disziplinen pochen, versteht sich. Es geht ja auch um ihren Verdienst. Es steht hin­ter ihren Ansprü­chen aber auch schlichte Ideo­­lo­gie. Dazu später Genau­eres.

Die Geschichte von Frau A., einer in Westfalen tätigen Leh­rerin, haben wir letztes Jahr schon vorgestellt, die psycho-ju­sti­­ti­ellen De­tails im Rundbrief 1/18 festge­halten. Auch Frau A. fürchtet Re­pres­salien seitens der Behörden gegen sich und ihr Kind. Ich nen­ne deshalb ihren Klar­­na­men nicht. Sie ist heute leider wieder nicht an­we­send, nachdem der einmal pro Monat ihr dreistün­dig, „be­glei­t­et“, d.h. staatlich ob­ser­vier­­t bewilligte Um­gang mit ihrem Sohn A. ge­richtlich just auf den heutigen Tag gelegt worden ist. Ich möchte auf den Fall den­noch näher ein­ge­hen, einen Schlüs­­sel viel­leicht zum System dieser Mißbräuche. Auf ein amtsge­richt­liches Urteil wur­­den der Frau 2015 das Sor­ge­recht für den Sohn, 2016 die­ser selbst ihr ent­zogen und das Ur­teil auf ihren Einspruch hin von der nächsten Instanz, dem OLG Hamm, nochmals be­kräf­tigt.

Dieses Oberlandesgericht hielt sich bei der An­hö­rung im Oktober 2017 allein an seine er­wählte Gut­ach­terin, die Kinderpsychiaterin Möhrle, auch sie eine Freudia­ne­rin, Freud-Gläubige. Es über­ging drei Ge­gen­­gut­achten, eines von mir, eines vom Kin­derarzt Diers und eines von einem Hamburger Kin­der­psy­ch­iater. Wurden die Lehren Freuds von Anfang an als „wissen­schaft­liches Märchen“ (Krafft-Ebing, 1896), vom Psy­chologen D.E. Zimmer 1986 als „Tiefen­schwin­­del“ und von vielen weiteren Gelehr­ten international darüber hinaus bis heute als Pseudo­wis­sen­schaft einge­schätzt, so stützte sich das OLG Hamm doch hartnäckig just auf seine o.g. „Tiefenpsychologin“. Es befand die Mut­ter so erneut als er­zie­­hungs­­un­fä­hig und un­ter­stellte den Sohn weiter der Staats­­­er­zie­hung. Er darbt dort, wie ich höre, elen­dig­lich.

Sagt das Grund­­gesetz in Art. 6, Abs. 2: „Pfle­ge und Er­zie­hung der Kinder sind das na­tür­lic­he Recht der El­tern und die zu­vör­derst ihnen ob­lie­gen­de Pflicht“,  so kann das Lebens­glück von El­tern und vor allem Kin­dern im deutschen Rechts­­­­staat durch ideo­logie­ge­lei­tete Gut­achter und eine wohl ähnlich orien­tier­te Justiz doch lässig zer­stört werden.

Von vielen interna­tio­nalen Gelehrten wurden, wie gesagt, Freuds Lehren gerade in den letz­ten Jahr­zehnten nochmals als Schwindelwis­sen­schaft aus­ge­­wie­sen, u.a. so vom US-Psychiater E.F. Torrey als „Freuds Be­­trug“. Es wirkt sich aber aus, daß seine orga­ni­sier­ten Anhän­ger, viel­fach der linken Polit-Szene zuge­hö­rig, es ver­stan­den, seinen Leh­­ren dort und zu­neh­mend auch in der Allge­mein­heit, dem Estab­lish­ment, der Ärzteschaft und der Justiz An­­er­­ken­nung zu ver­schaf­fen. Auf Freuds Spu­ren, der, ob­wohl er nie Kinder be­han­delte, gern angeb­lich kind­li­che Er­fah­­run­gen an­führ­te, fügten sie seinen Leh­ren und Be­­grif­fen weitere hin­zu, die wie das „Kin­des­­wohl“, die el­ter­­liche „Fein­füh­lig­keit“, die „Bi­n­dung“ und „Bin­dungs­­störung“ ein­gän­gig sind, um­gangs­­­sprach­lich gar ge­läu­fig wurden und so heute in sor­ge­recht­­­li­chen Ver­fah­ren eine zentrale Rol­le spie­len. So dehn­­bar, so deut­bar sind sie wie schon Freuds Un­­bew­uß­tes, daß Gut­ach­­ter mit ihnen alles, aber auch das Ge­genteil da­von „be­grün­den“ kön­nen. Dazu passend wur­­den vom ein­fachen Ge­setzgeber mit ent­­spre­chen­­der Par­laments­­­mehr­heit ab der Ehe­rechts­reform von 1977 manch hu­man klin­gende Para­­gra­phen, etwa § 1666 ff oder nach der Kind­schafts­­rechts­reform von 1998 der § 1684 ins BGB hin­ein­ge­schrie­­ben und so unter of­fen­­sicht­lich ideo­lo­gi­scher Zielset­zung – spä­ter Ge­naueres dazu – de facto das Grund­­­ge­setz aus­ge­he­belt.

In Konsequenz des Hammer OLG-Urteils wie besagten Gutach­tens äußerte sich im letztggenannten Fall am 25.1.19 das exekutiernde Jugendamt, bzw. die ent­sprechende Amtsperson so: „Mein Mündel (der Sohn A.) …  ist weiterhin – auch aktuell – einer er­heb­lichen Be­ein­flussung durch die Kin­desmutter aus­gesetzt. Sie sug­geriert ihm im Rahmen der Um­gangs­­­­­­kon­takte als auch durch Briefe, daß er bald in ihren Haus­halt zurück­keh­ren wird. Mit sol­chen Briefinhalten gefährdet sie das Kin­deswohl er­heblich.“ Die Amtsperson fährt fort, daß nach dem Ur­teil des OLG Hamm und dem Gut­achten der „Sach­ver­ständigen Möhr­le…  die Persönlich­keits­de­fizite der Mutter die maß­geb­liche Ur­sache für die Schä­di­gung des Kin­des dar­stellen.“ Eine Rück­kehr Adrians zur Mut­ter sei  „mit an Si­cherheit gren­zen­der Wahr­scheinlichkeit und in­­so­fern langfristig aus­­ge­schlos­sen.“ Es ver­wun­dere nicht, daß „Adrian den Wunsch äußert, wieder bei seiner Mut­ter leben zu wol­len“. Der Wunsch ent­sprin­ge aber sei­ner angst­moti­vier­ten An­pas­sung  „an die Er­war­tungen und Be­dürf­nisse der Mut­ter“. Und dann der Ham­mer: Es sei deren „Um­­­­gangs­­ausschluß zur Ver­mei­dung einer wei­teren Kindes­wohl­­ge­fähr­dung … er­for­der­lich.“ Ähn­lich vernichtend die ent­sprechen­den Be­haup­­­­­tungen im er­wähnten Gut­achten selbst, aus­zugsweise im Rund­brief 1/18 wie­der­­ge­ge­ben. Von ähnlich unfundierten Phra­sen an­gefüllt auch die re­le­vanten Expertisen zu den Fällen S. und Kuwa­lewsky.

Ich habe Frau A. psy­ch­­ia­trisch begutachtet, kenne sie also gut. Sie, liebe Mit­glie­der, erlebten Frau Ku­wa­lewsky früher schon und er­le­ben Frau S. jetzt ähn­lich als lebens­tü­ch­tige, wohltemperierte Mit­men­schen, die gewiß den Schutz ihrer Rechte verdienen, die das Grundgesetz uns Bürgern zu­sichert. Die Kinder extra weit entfernt von den El­tern (-Tei­len) zu plazieren, diesen das weitere Kontakthalten so zu er­schweren, sie als ge­fähr­liche „Be­ein­flus­ser“ ihrer Kinder zu diffamieren, sie durch so immer neu vera­n­laß­te Begut­ach­tun­gen immer neu zu verunsichern, sie in ruinöse Unko­sten zu stürzen und ihren und ihrer Kinder freien Willen mit faden­schei­ni­gen Be­­grün­dungen zu ver­höhnen – nach immer gleichem Sche­­­ma läuft das ab -, das ist schon staat­lich ver­­hängte, pseudowis­sen­schaft­­­lich dra­pierte Teufelei ist „rechtsstaatlich“ ver­ordneter und prak­­ti­zier­ter Sadis­mus. Es kann einen bei solch kaltem, über mensch­liche Wirk­­lich­keit hin­weg­stolzierenden Amts­schim­mel­ge­stelz, wie eben vorgetragen, doch nur die helle Em­pö­rung packen. Ex-Bundesminister Blüm hat in seinem Buch EIN­SPRUCH! wi­der die Willkür an deutschen Gerichten, speziell Famili­enge­richten, Stel­lung bezogen. Die Willkür wird offensichtlich jedoch immer ab­struser.[4]

Wie­derholt bin ich schon auf die umfänglich vor al­lem im Eng­lisch­sprachigen seriös ausgewiesene[5] Schwindelnatur der Freud-Lehren ein­ge­gangen, die den hier behandelten gutachterlichen Expertisen zu Grunde liegen. Frau A. ist vom Staat als beamtete Leh­re­rin ge­halten, Kin­der just im Alter ihres Soh­­nes zu unterrichten und sie in ihrer persönlichen Ent­wicklung voranzu­bringen und bekommt von ande­ren staat­lichen Ein­­­­rich­tungen, Jugend­äm­tern und Ge­rich­ten[6] die Fähig­keit abge­spro­chen, ihr eige­nes Kind großzuziehen. Geht’s noch absur­der?

Da der Durchschnittsdeutsche von „Psycho“ nichts wissen will, er das Thema von den Medien sachlich-kritisch nie erklärt be­kommt, er es auch deshalb an Psycholo­gen, Psychiater und sonstige „Psy­chis“ abtritt, können die­­­se, gerade wenn von Ge­richten beauf­tragt, auf­dre­hen, wie sie oder ihre Auftrag­geber es wollen. Ab und zu ge­langen die Skandale der „Psycho-Ju­stiz“ wie et­wa im Fall Mollath noch in die Me­di­en. Meistens wer­den sie von ihnen, den kaum we­ni­ger abhän­gigen, aber unter den Tep­pich gekehrt. Die Be­trof­fenen wurden und wer­den von besagten Äm­­tern und Richtern mitun­ter gar drohend ermahnt, über ihre Er­leb­nisse bei ihnen ja zu schweigen, mit Ver­einen wie un­se­rem schon gar nicht Kontakt aufzunehmen.

Mir selbst wurde 2006 das Bun­des­ver­dienst­kreuz ver­liehen, allem Anschein nach aber nur, weil den Be­­hör­den bis dahin allein meine in den 1970 bis 80ern erhobene Kritik an Psy­ch­iatriemiß­­­­bräu­chen in der So­wjet­union ge­läu­fig war. Als wir nach unserer Satzung aufgrund entsprechender Vor­kommnisse dann Kri­tik an Psy­cho-Miß­bräu­chen im eigenen Land erhoben, ver­leg­ten sich un­sere Obe­ren in Po­li­tik, Justiz, Me­dien und Medizin in Stasi-Ma­nier auf üble Nach­­­reden, Aus­gren­zun­gen und Verleum­dungen gegen uns. Aus hohler Hand be­zwei­­felte ob unseres Ein­satzes für Mol­lath etwa die baye­ri­sche (Ex-) Justiz­mi­ni­sterin Dr. Merk (CSU) im De­zember 2011 öf­fent­lich die fach­li­che Kom­­­­­pe­tenz unseres Professors Dieck­­­höfer, meine natürlich nicht minder. Unserer Freud-Kritik we­gen schwei­gen uns die Medien seit vier Jahr­zehnten tot.

 Mit Marx zusam­men ist der Schwindler Freud die Grundsubstanz der 68er, heute der gei­sti­gen Grund­strö­mung im Land bis hin zur CSU. Da­mals, um 68, selbst jung, be­grüß­ten auch viele von uns die frei­ere Liebe, die aber nur den klein­sten Teil des­sen dar­stellt, was „68“ bedeutet. Recht hatte der alte Papst Be­nedikt gewiß, als er kürz­lich die 68er als Ursprung der sexu­ellen Über­­grif­fe be­nannte, die heute seine Kirche beu­­teln und nicht nur sie. Lan­ge ge­nug hat es ge­dau­ert, bis wenig­stens hier der Gro­schen fiel[7]. Ob die­ser Erkenntnis zürnt seit Jahr­­zehn­ten die ge­samte 68er Szene mit all ihren ärzt­lichen und juristischen Mit­läufern auch uns. Wie rotzig jetzt un­sere Me­di­en vom SPIEGEL bis zum CSU-frommen MÜNCHNER MERKUR den alten Papst abfertigten, zeigt, wie die 68er Freud-Marxi­sten heute doch überall oben auf sind.

Erstmals wurden Marx und Freud politisch von Trotzki zu­sammen­ge­spannt, nach Le­nin dem 2. Mann der frühen Sowjetunion, dem „Schläch­­ter der Kron­städ­ter Ma­tro­sen“. Wir kommen zum Kern der Malaise. Trotzki kam 1917 aus New York mit einem Schiff vol­ler Geld zur Auslösung und Durchführung der Okto­ber­­revo­lu­tion nach Pe­tro­grad. Er hatte und be­hielt aber auch in Amerika gro­ßen Ein­fluß, wie ihn auch Freud dort und in Rußland vordem schon hat­te. In der So­wjet­union forcierte Trotz­ki, der Kriegs­kom­mis­­sar, der die Sippenhaft einführte, um den „neuen (Sowjet-)Menschen“  zu schaffen, in der Folge die Staats­er­ziehung und mit dem Freu­dianer Reich zusam­men die Sexual­re­vo­lution, die Stalin für die UdSSR dann ab­brach[8]. In den USA trieb sie jedoch weiter Blüten. Von dort aus ge­langte Reichs Programm „Mar­xis­mus, Psy­cho­­ana­lyse, Sex­­­pol“ nach ’45 in die wei­te Welt und mit den 68ern nicht zuletzt nach Deutsch­land. Das Pro­gramm ging über die UNO, bei deren Welt­frau­en­kon­fe­renz 1995 in Pe­king von Hil­lary Clinton an­geführt[9], in das Gen­der Main­­­­stream­ing ein und wurde nach der „Ehe­­rechts­re­form“ von 1977 von den Alt-Par­tei­en insti­tu­tionell weiter be­festigt. Noch raffi­nier­ter, nämlich psy­­cho-ju­sti­ti­ell angeleg­t und ausstaffiert, wurde es hierzuland jetzt von ihnen in die  Staats­­­er­zie­­hung und El­tern­entrech­tung eingebracht. UNO-Pro­gram­me sind natio­nalen Regie­run­gen eben doch Befehl.

Ihre leichteste Beute werden geschiedene Eheleute, meist die zuerst mit dem Sor­­­ge­­recht betrauten Mütter, gegen die die ein­stigen, jetzt u.U. be­nach­tei­lig­ten Gesponse in oft unstill­barem Zorn verharren und weiter wühlen. Es geht primär natürlich um die Kin­der, an denen aber auch die Macht­­ha­ber besonderes In­ter­esse haben. Sagte doch un­ser jetziger Vi­ze­kanzler Scholz 2002: „Wir wollen die Luft­ho­heit über den Kinder­bet­ten er­o­bern,“ offen­sicht­lich damit UNO-Geistes­hal­tung wie­dergebend. Ihre Exe­ku­toren in Jugendämtern, Beratungs­dien­­sten, bei Gut­ach­tern und Ge­rich­­ten können  unter den zer­strittenen El­tern damit wal­ten. Was den eben vorgestellten Frau­en und an­de­ren Be­­trof­­fe­nen mit der Ent­zie­hung ihrer Kinder an­ge­­tan wurde und wird, hat seine ide­­el­len Wur­­zeln bei Marx und Freud und dem blutrünstigen Vor­kämpfer der So­wjet-Dik­ta­tur Trotzki. Es ge­nießt jetzt jedoch auch in höch­sten westlichen Kreisen eif­rige po­­li­­ti­sche Un­ter­­stüt­­zung. All das lief großen­teils dabei im Ver­bor­ge­nen ab, wur­de vom Estab­­lish­ment, den Medien der Be­­völ­ke­rung nie mitge­teilt und löst so in ihr jetzt helle Em­pörung aus, wenn etwa der alte Papst Bene­dikt zu den 68ern offen­kun­dige Wahr­­­heit aus­spricht. Des­halb ist und bleibt es auch so schwie­­rig, ge­gen die Skan­dal­ur­teile in Sorge­rechts­­­­ver­fah­ren, aber nicht nur solchen, auf­zu­kom­men. Ähnlich läuft’s auch in Österreich.

So psychologisch und rechtsstaatlich scheinbegründet die Ent­rechtung von El­tern und die Ver­bringung ihrer Kinder in staatliche Ob­hut am Grund­ge­setz vor­bei vorangekommen sind, so skandalös ist, daß diese  „Psy­­cho-Ju­stiz“ und ihr ideologischer Hintergrund auch bei füh­­renden Rech­ten, die es nun ein­mal im Land wieder gibt, kei­nerlei Inter­esse fin­den. Gegen das Gen­der Main­strea­ming, heute ein weiteres linkes Gesell­schafts­pro­jekt, agiert die be­kannte Publi­zistin Birgit Kelle. Sie trat gar dem baye­ri­schen Ex-Kul­tus­mi­nister Spaen­le (CSU) ent­ge­gen, der den „Haupt­­strom“ der neu-alten, Reich’schen UNO- „Richt­­linien zur Se­xualer­zie­hung“ beflissen auch nach Bay­ern lei­ten woll­­­­te. Aber auch Kelle geht in ihrem Buch Gen­der­GAGA mit keiner Silbe auf den Ur­sprung des „Haupt­­­­­­stroms“ eben bei den Freud-Mar­xi­sten in der UNO ein. Ver­kürzte Wahrheit ist auch Lüge. Wer Kel­le darauf an­spricht, muß auf eine Ant­­­wort nicht hoffen. Bei den Linken wie den Rech­ten traut sich nie­mand an Freud, den eigentlichen Ur­sprung der Malai­se, heran, so sehr die­ser heute, wie gesagt, als pseudowissenschaftlicher Be­trü­ger ausgewiesen ist. Daher rührt u.a., daß bei Fa­mi­lien­ge­rich­ten, wie es am 7.10.2015 in Pa­no­rama hieß, „jedes zweite Gut­ach­ten falsch“ ist, gleich­wohl aber zer­stö­rerisch wirken kann.[10]

Als konservativ-freiheitliche Partei sollten die AfD an DDR-Gebräuche er­in­nernde Beugungen der Eltern­­rech­te wohl alar­mie­ren. Am Gender Main­strea­ming mäkelt sie auch ein wenig. Aber wie die  Alt­par­­­tei­en hütet auch sie sich vor je­dem Rühren an seine ideo­lo­gi­schen Wurzeln wohl aus der Be­fürch­­­­­tung heraus, Kritik an Marx, Freud, Trotz­­ki etc. könn­te gerade ihr als Anti­se­mi­tismus aus­ge­legt werden. Für Hen­ryk Bro­der, den bered­ten jü­di­schen Für­spre­ch der AfD, ist solch angst­­­­dik­tier­ter ritualisierter Anti­-Anti­semi­tis­musga­ga“. Der jü­di­sche Ge­nius steht über jedem Zwei­fel und Israels Exi­stenz­­recht ebenso. Nackte Angst mehr oder min­der Eta­blierter ist es, die all­zu oft un­se­re Recht­spre­chung ent­glei­sen läßt, ritua­li­­sierte Will­­kür unter­hält und vie­len Kin­dern, Müt­­tern, Vä­tern ihr Le­bens­glück zerstört.

Strikter und länger schon als der Widerstand der Rechten ge­gen die Massen­zu­wan­­derung bringt unser Nein zur Psy­­cho­ana­­lyse das Estab­lishment gegen uns auf, unsere an ihr ver­dienen­den Fachkol­­­legen zuvörderst. Uneins, wie die „neuen Rech­­­­­­­ten“ und ihre Pres­se, COMPACT, JUNGE FREIHEIT etc. unter einander sind, decken auch sie über die Jah­re den lin­ken Psy­cho-Schwin­­del und mit ihm die Aus­­­höhlung des Grund­ge­set­zes mit.[11] Von Ame­rika aus wur­de uns die „per­ma­nen­te Kul­tur­re­vo­lu­tion“ des Marx-Freud-Trotzkismus leise, aber stetig zunehmend aufge­drückt. Er sitzt in­zwi­schen in al­len Po­ren der Ge­sell­schaft, sein erstes und ober­stes Ziel die Auf­lösung der Fa­mi­lie und der aus ihr er­wach­sen­den Wi­der­stän­dig­keit und See­len­kraft. Auch Herr Meuthen lobt die 68er [12]. Da die AfD zur Wahl emp­­feh­len? Im Psycho-Sumpf stecken die Alt-Par­teien gewiß noch tiefer. Mit­un­ter hal­te ich’s da schon mit dem linken Kurt Tu­chol­sky: „Nichts ist schwe­­­­­­­rer und er­for­dert mehr Charak­ter“, sagte er, „als sich im of­fe­nen Ge­gen­satz zu sei­ner Zeit zu be­­fin­den und laut zu sagen: Nein.Nichts ist bei den vielen Täu­schungs­­ma­nö­vern um uns herum auch not­wen­diger als das.

Linken wie Rechten diente Psy­ch­­­ia­trie­mißbrauch, zu dem Freud in Son­­der­­­­heit beitrug, in gleicher Weise schon als Macht­­­mittel. Das scheint der Haupt­­grund zu sein, war­um sie unsere Kritik an ihm nicht mögen. Ab und zu ha­ben sie für die Arroganz, mit der sie un­se­re Stel­lung­nah­men, Gut­­ach­ten etc. her­un­ter­­­mach­­ten, auch zu zahlen – im Fall Mol­lath etwa Beträge von meh­re­ren hun­dert­tau­send bis Mil­lionen. [13] Aber diese hal­sen sie ja lässig dann dem Steuer­zahler auf.

Sie konnten und können sich besagte Ungeheuerlichkeiten wie die Auto­ri­sierung ausgewiesener Schwin­dellehren als beweiskräftige Wissenschaft, den Beschluß zerstörerisch wirkender Ge­setze oder das anhaltende Quälen von Kindern und Erwachsenen leisten, weil sie, (Polit)-Herr und (Psychi-)Gscherr, auf Bun­des- und Landesebene von „ganz oben“, von der UNO und ähnlich erlauchten Instanzen, Orwellschen Big Bro­thers und Hux­ley­schen World Con­trollers ge­deckt, wenn nicht angespitzt wer­den. Auch un­ter Hitler trauten sich „Psychis“ an die vieltausendfa­che Tötung ihrer Schutz­­be­foh­lenen erst heran, als sie da­zu von „oben“ grünes Licht be­kamen. Auch das lief dann unter „Hilfe“ und „Hei­lung“.

Speziell der Fall A. aber ist ein Scharnier zwi­schen eviden­tem, leidvoll eine jü­di­sche Mut­ter tref­fen­­den Unrecht und der ihm zugrunde lie­gen­den Pseu­do­wis­senschaft Freuds, der lange als Idol des jüdi­schen Ge­nius galt, in­zwi­­­schen in­ter­national zwar ent­zau­bert ist, aber deutschen Po­litikern, Ärzten, Rich­tern und Jour­na­listen immer noch als großer Seelenkenner gilt. An sich war er im­­mer um­strit­ten, war zu­letzt nur sa­kro­­sankt[14], weil die Na­zis ihn und seine Fa­milie so übel ver­­­­folg­­ten. Seit Jahren aber ist die Kritik nun da. Inter­natio­nal wird sie auch von jü­di­schen Ge­­lehr­ten erhoben. „Die Absicht, daß der Mensch »glück­­lich« sei, ist im Plan der »Schöp­fung« nicht ent­hal­ten,“ be­haup­tete Freud falsch, eher seinen Plan und den sei­ner Jünger darbietend.[15] Glück und Freu­de sind dem Lebendigen im „Plan der Schöp­fung“  sehr wohl zugedacht, wenn auch selten auf Dauer. Daß hier ei­ne jüdi­sche Mut­­­­ter und ihr Sohn Op­fer der menschenverachtenden  freudschen  Auf­­­­blä­hun­gen wur­den und deut­sche Ge­richte sie um­setzen, sie hie Kindes-, da Mutterglück zerstören, wird doch vielleicht auch die jü­di­sche Ge­mein­­schaft auf­schre­cken. Es geht letzlich ja um viele Mütter und Väter und um viele Kinder und geht ganz allge­mein um die Rechts­sicher­heit von uns allen im Land und weltweit.

Natürlich resultieren Fehlur­teile im Fach und in der Ju­stiz aus vielen mensch­­li­chen Schwä­­chen, nicht nur aus Psycho-Pseu­­do­­wis­sen­schaft heraus[16], aus die­ser derzeit nur be­sonders häu­fig. Schon die dia­gno­sti­sche Nach­lässigkeit und Groß­­spu­rig­­keit, die uns in der heutigen Seelenheil­kun­de gera­de in den von uns be­han­­del­ten Ein­zel­fällen (bis hin zum Fall Mol­lath) ent­ge­gen­wehten[17], be­we­gen sich in den Spu­ren des Man­­nes, der sei­ne Geg­ner, auch eng­ste Mit­ar­bei­ter und Freunde, im Handumdrehen als krank abtat, wenn sie ihm ja ein­mal zu wi­der­­spre­­­chen wag­­­­ten, Freud. Solche Auf­spie­lungen trieben uns früh schon in den Wi­der­stand gegen un­sere lei­der da mit­spie­lenden Fachkollegen und die Ärzte­ver­tre­tung[18].

Unser Protest wird in der Welt ge­hört, weltweit jedenfalls angeklickt. Es folg­ten bisher nur keine Kon­­se­quen­zen. An einer Eindämmung der Psy­cho-Pseu­do­wis­sen­schaft[19] und der ihr ent­sprin­genden Beschä­di­gungen von Mensch und Gesellschaft scheinen weite Teile des Estab­lish­ments kein Inter­esse zu haben, weil sie damit vie­le Men­schen, letzt­­lich gan­ze Be­­völ­ke­rungs­grup­­pen gän­geln können. Vie­le Men­schen wer­den so weiter auf der Strecke blei­ben. Die Po­li­ti­ker, Me­­dien, Ärz­te­schaft und Ju­stiz ste­hen zum freudschen Geflun­ker anschei­nend aber auch, weil sie so tief in ihm drin­ste­cken, daß sie ohne Ge­sicht­s­ver­lust aus ihm nicht mehr her­aus­­kom­men. Der letzte Präsident der Sowjet­union Michail Gorba­tschow war der erste und bisher einzige, der als Staats­oberhaupt die Größe hatte, die aus Schwindelwissenschaft[20] resul­tierenden Mißbräuche des Fachs in seinem Land einzu­räumen und abzustellen.

Was die „große“ wie die „kleine“ fachbezogene Po­litik betrifft, habe ich heute wenig Hoffnung auf eine Wende zum Bes­se­ren. Die geistige Verfassung des einst christ­­lichen, von österlicher Zuversicht getragenen Abendlands ist weithin ins Depres­sive, Destruktive, in Gehäs­sigkeit und lauter Selbstauf­gabe ab­gerutscht. Wie in der Politik zählt auch in der Wis­sen­­­schaft Wahrhaf­tig­­keit[21] nicht mehr. Die Anstrengung, mit der wir uns über mehr als 40 Jahre ge­gen diese üble Ent­wick­lung stemmten[22], ist gewiß schon im Buch der Geschichte vermerkt. Wir haben ja auch in ein­­­zelnen konkreten Fällen Er­folge in Recht und Freiheit erzielt. Keine ganz schlech­te Bi­lanz. Auch stirbt die Hoffnung zuletzt. Aber hören wir jetzt erst ein­mal, was un­se­re Schwei­zer Gä­ste, die die Vor­gänge unab­hängig von uns be­ob­ach­te­ten, aus ihrer Sicht da­zu zu sagen haben und ziehen wir dann die Schlußfolgerungen. Frau Kollegin Möckli, bitte.

Dr. med. F. Weinberger, GEP                                   Nürnberg, 27.4.2019

Nach diesem Referat machten Frau Dr. med. Regina Möckli, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, aus Schaffhausen (CH) aus ähnlichen Erfahrungen mit ihren Fachkollegen und Herr G. Ulrich aus Morges (VD) aus seinen Erfahrungen mit der dortigen Justiz einige ergänzende Aus­füh­rungen (s.o.). Frau Möckli wurde im Verlauf der Mitgliederver­samm­lung zum Vorstand der GEP kooptiert. 
                                                                                         5.5.2019

Endnoten:

[1] In FuR, Familie und Recht 1/2001, Seite 16 bis 20 Das Sachver­stän­digengutach­ten im famili­engerich­tli­chen Verfahren, – ventiliert der Autor F.-W. Heumann da auch die Frage, “ob es überhaupt »Sachver­stän­dige« für ein solches Verfahren gibt,“  einen Sach­ver­­stän­digen, der die „entscheidende Wei­chen­stellungen für das künft­ige Leben der be­tei­lig­ten Fami­lienange­hörigen“ vornehmen kann. Auch wenn Landesärztekammern Gut­achterlisten herausgeben, schließt das (z.B. politi­sche) Präjudizierung nicht aus.

[2]  Die persönlichkeitsbezogenen Angaben müssen hier, auch wenn die Anschaulichkeit des Fallschilderung darunter leidet, abgedeckt werden, da die angeführten Mütter nicht grundlos Repressalien für sich, vor allem aber ihre Kinder fürchten

[3]  Solche „Einschränkung“ wiegt ähnlich wie in strafrechtlichen Fällen die der Schuldfähigkeit.

[4] Über die politische Durchsetzung der Justiz (in Brandenburg) erschien dieser Tage eine gar umfäng­li­che, an­nä­hernd wohl ehrliche Darstellung seitens der Bundeszentrale für politische Bildung – wie schön, solches einmal von einer Bundes­behörde sagen zu können!

[5] Literaturübersicht in dieser Rubrik unter 7, Endnote 5.  Auffällig, daß nur wenige der da genannten Freud-Kri­ti­ker die konkreten Beschä­di­gungen aufspießten, die in der Folge entsprechender Therapien folgten, auch nur we­­nige sich an unserem INFC beteiligten. Prof. Wilcocks, einer der INFC-Mitstreiter, erklärte, darauf ange­spro­chen, daß da per­sön­­­liche Animositäten auch gegen ihn die Ursache wären.

[6] Das Urteil des OLG Hamm sagt, Möhrle zitierend (RB 1/18), es liege beim Sohn A. „eine äußerst schwer­wie­gende und tief­greifende psychische Schädigung … als so­genannte reaktive Bindungsstörung vom gehemmten Typ“ vor. Sie weise „bereits die Qualität einer Per­sönlich­keitsentwicklungsstörung mit einer Borderline­orga­ni­sation und narzißtischen sowie antisozialen Zü­gen“ auf. Der Sohn habe „keinen Zugang zu seinen Emo­tion­en“. Auf Grund der elterlichen Persönlichkeits­eigen­schaften, vor allem der mütterlichen „Erziehungsdefizite“ sei es „für das Kind unmöglich gewesen, sogenannte sichere Selbst- und Objektrepräsentanzen zu entwickeln.“ „Seine gesamte Ich-Entwicklung sei zutiefst beein­trächtigt.“ Auch an der Mutter erkannte das Gericht über „ein zeit­über­­greifend uneinfühliges und vor allem unresponsives Verhalten“. Man sieht der Diktion an, wie sehr sich hier Rich­ter sich und Gutachterin auf der gleichen ideo­lo­gi­schen Schiene be­wegen. Diese aber wurde von der Deut­schen Ärzte­schaft gelegt. 1977 hat der Deutschen Ärztetag, der Enquête der Bundesregierung folgend, die „Tie­fen­psycho­logie“ als beweiskräftige Wissenschaft anerkannt.

[7] Bene­dikts zentrale Kritik an der 68er Mit-Urheberschaft an den sexuellen Übergriffen auch in der Kirche versucht die Presse, die entscheidend die 68er Ideologie voranbrachte, jetzt ins Lächerliche zu ziehen. Dabei begann das Ein­dringen der Freudianer   in die Kirche als Vorhut quasi der 68er, wie un­ser einstiger Mitstreiter Béne­steau in seinem Buch MENSONGES FREUDIENS auf­zeigte, schon unter Pius XII (RB 1/05,5) – vgl. RB 1/05,5.2  Freuds Eroberung des Katholizismus.

[8] Stalins Sohn Wassili wuchs in einem Reich-Trotzkischen Kinderheim-Laboratorium auf und endete, staatserzogen, als Alko­holiker. Was nach Stalin von Trotzki in Rußland noch virulent ist, darüber erfahren wir we­nig. Freud ist gewiß auch in Rußland noch aktuell  –  u.U. als Re-Import aus den USA durch Günter Ammon – ein Grund viel­leicht, warum sich letzlich auch die russischen Psychiater, so lange, so sehr sie seinerzeit von den Amerikanern düpiert wurden, 1999 den freudisch versifften Diagnosemanualen von APA und WHO anschlossen.

[9] Der Titel ihres Buchs: “It Takes a Village to Raise a Child, auf Deutsch: Um ein Kind groß­zu­ziehen, braucht’s eine Ge­meinde“ (Eltern wohl weniger oder gar nicht).

[10]  „Mindestforderungen an die Qualität von Sachverständigengutachten“ sollten laut Panorama „in Zukunft Trans­parenz, Nachvollzieh­bar­keit und wissenschaftlich fundiertes Vorgehen“ solcher Gutachten sichern. Was die Zusicherung wert ist, erhellt aus kritischen einzelnen dazu gestellten Betrachtungen  z.B. von F.-W. Heu­mann Das Sachver­stän­digengutach­ten im familiengerichtlichen Verfahren, FuR – Familie und Recht 1/2001, Seite 16 bis 20. Der Autor ventiliert auch die Frage, “ob es überhaupt »Sachver­stän­dige« für ein solches Ver­fah­ren gibt,“  einen Esperten, der die „entscheidende Wei­chen­stellungen für das künftige Leben der be­tei­lig­ten Fa­mi­lienange­hörigen“ vornehmen kann – s. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Familiengericht- Mangelhafte-Gutachten,gutachten126.html.

[11] Erinnern wir uns: Schon am Ende der DDR wur­den uns als „Bürger­recht­ler“, als (qua­si-rechte) Widerständler Leute vorge­stellt, die sich bald als SED-Günstlinge entpuppten. Daß die The­men Psy­­chiatrie­miß­brauch in der DDR, Freud und die 68er Kul­tur­re­vo­lution im Westen von unserer Polit-Pro­mi­nenz, auch der „christ­lichen“, un­ter Ver­­schluß gehalten wurden, muß nicht ver­wun­dern. Man­che ha­ben sich, wohl um damit besser voranzu­kommen, eine fal­sche Kappe auf­gesetzt.

[12]  Der Links-Trend, der über Freud und die 68er die Union ergriff und zur Wahl einer ehem. FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda zur Bun­des­kanzlerin führte, scheint sich auf gleicher, freudscher, 68er Schie­ne auch auf die AfD ausbreiten zu wollen.

[13] Saftige Strafzahlungen holten sich die Freudianer auch in den USA, etwa im Fall Chestnut Lodge vs. Osheroff (1990). Satte Blamagen brachte ihnen einschließlich der American Psychiatric Association, der selbst­­ernannten „Voice and Conscience of Psychiatry“, in den 1980- bis 90er Jahren ihr „weiches“ Mitwirken an der „False Memory“-Bewegung ein. (Crews, F., FOLLIES OF THE WISE, 2006 –  Nur ein Bruchteil der ge­wich­­­tigsten Freud-Kritiken wurde leider ins Deutsche übersetzt).

[14] Freuds oft ruinöses Wirken wurde von Anfang an immer wieder offenkundig, etwa seine anhaltende Pro­pa­gie­rung des Ko­ka­ins als Entziehungsmittel vom Morp­hinismus (1885), wäh­rend es sich rasch als des­sen Po­ten­­zie­rung er­wies. Ebenso berüchtigt die von Freud ver­anlaßte, fast tödlich ausgegangene und verstümmelnde Nasen­ope­ration an seiner Patientin Emma Eckstein durch seinen Freund Wilhelm Fließ (1895). Schlicht nieder­trächtig Freuds Um­­­­gang auch mit dem Fall Frink-Bijur 1923.

[15] Auffallend häufig weisen die fo­ren­sisch tätigen „Psy­chis“, denen wir begegneten, eine pro­noncierte Af­fi­nität zu Freud auf. Herr Pfäfflin, der den Fall Mollath mitver­bro­chen hat, führt den Zu­satz­titel „Psy­cho­­­ana­ly­se“; Frau Ziegert, die der Frau S. ihr Kind wegnahm – im Fernsehen klagte sie 2013  (s.o.), keine Be­gut­ach­tungs­auf­trä­ge mehr zu bekommen -, fungiert als  „Lehrana­lytikerin“. Und zum Fall A. gebärdete sich in ihrem Gut­­­achten als Kinderpsychiaterin die Freudianerin Möhrle be­son­­ders pene­trant.

[16] Ein weiterer Fall von vielen: Ein Taxifahrer (H., 50) sitzt wegen Vergewaltigung  (die real wohl gar keine war – die betreffende Dame legte sich selbst in sein Bett) seit Zeiten in der Forensik. Ein Fachkollege (ein Freudianer gar) hat ihn nachuntersucht und als gesund be­funden. Straf­rechtlich hätte H. dreieinhalb Jahre bekommen. Sei­ner­zeit psych­ia­trisch begutachtet, sitzt er jetzt seit 12 Jahren!!! Nachträglich bat er jetzt um Mitteilung seiner Adresse: M. Hochgürtel, Akazienstr. 67-69, D-52353 Düren.

[17] Selbst manch unmittelbar Betroffene wie Mollath, den wir aus siebeneinhalbjähriger Psycho-Internierung her­aus­ge­pauk­t haben, küm­­mern sich, sobald sie ihren eigenen Hals aus der Schlin­ge heraus haben, um die Ingre­dien­zien des Sy­stems, das sie glatt hätte verrotten lassen, einen feuch­ten Keh­richt. Viele winken bei „Psy­cho“ auch gleich ab. Sie kapieren nicht, daß es da um jedermann geht.

[18] s. unseren „Offenen Brief“ an den Bundesärztekammerpräsidenten (unter 8 in dieser Rubrik). Daß sie etwa beim Deutschen Ärztetag 1977 in Saarbrücken unsere Warnungen ausbuhten, auspfiffen, fällt den Ärzten jetzt auf die Füße. Auch der BVDN (nerven­ärzt­licher Berufsverband ) wendet sich jetzt gegen den Geset­zes­ent­wurf des Bundes­gesund­heitsmi­ni­sters Spahn (CDU), die Psychotherapie, im Klar­text Freuds Schwindel, wei­ter zu auto­risieren. Über vier Jahrzehnte unterstützte der BVDN den Kurs mit.

[19] Auch manche Freud-Fans wie der Kollege Meißner oder Nina Ha­gen bemühten sich um Psycho-Mißbrauchs­fälle, manche fragwürdig, manche anerkennenswert, nie aber kooperativ. Freud-Kritik verargen sie uns.

[20] Das war damals dort die Lehre von der „Schizophrenie ohne Symptome“ des A.W. Sneschnewsky, die die WPA schließlich auch zurückwies, was durchzusetzen uns Mühe genug kostete (RB 3/77 ff). Daß dabei noch eine andere Schwindellehre in Kraft war und sie anhaltend weiter Unheil stiftet, die Freudsche, tangiert die Welt bis heute kaum, so viel Mühe auch gegen sie international schon aufgebracht wurde. „Nicht mit der Lüge leben“ forderte Solschenizyn, mit dessen Worten wir 1976 unsere Kampagne be­­gan­nen.

[21] SPEKTRUM der Wissenschaft erhob kürzlich Klage über satte Schwindeleien des Di­rek­tors des Instituts für Kli­ni­sche Psycho­logie und Psychotherapie an der TU Dresden  H.-U. Witt­chen. Spektrum nennt (https://www.spektrum.de/news/neue-wendung-in-mutmasslichem-forschungsskandal/1636340) den Psycho­lo­gen eine „Psychiatrie-Kory­phäe“ (Photo zu ihm und seinem „raumgrei­fen­den Ego“ in RB 1/13,2.5.). Die seit über hundert Jahren gras­sierenden Schwindeleien Freuds fielen auch diesem Spektrum nie auf.

[22] Überraschende Umbrüche hat es auch in jün­gerer Vergangenheit gegeben, um 1990 die Wiedervereinigung un­seres Landes und den Kol­laps der Sowjet­dikta­tur, 2017 ge­gen alle Auguren die Wahl Donald Trumps, der zumindest im Wahlkampf 2016 noch „unser korruptes politisches Establishment“  und dessen Bemühungen hin auf eine „radikale Globalisierung … wider die arbeitende Bevölkerung“ geißete. Ob Trump dabei auch die korrupt ins Psycho­logisch-Fa­mi­li­en­­politische zielenden Bemühungen manch westlicher Psychis im Auge hatte, steht dahin. Manche von uns freut zumindest, daß ihr auch an ihm ver­suchter Psy­ch­iatrie­miß­brauch als Rohr­kre­­­­­pierer ende­te. Wladimir Putin sieht den Westen mit seinem extremen Liberalismus dagegen eindeutig in der Gewalt satanisch Pädophiler und sieht darin auch die Ursache seiner und der von ihm ausgehenden Krise. Überraschend, ja bewundernswert behaupten einige Länder, voran Viktor Orbáns Un­garn, ihre Un­abhängigkeit gegen alle Gleich­schaltungen.

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8.  Offener Brief an den Präsidenten der Bundesärztekammer

Mit einem Direktstudium und besseren Verdienstmöglichkeiten in der Weiterbildung stellt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Ausbildung der Psychotherapeutinnen und Psy­chotherapeuten auf eine neue gesetzliche Grundlage…“, heißt es auf der Webseite seines Ministeriums.

Im Deutschen Ärzteblatt Nr. 8 vom 22.2.2019 übte der Präsident der Bundesärztekammer Prof. Frank U. Montgomery unter der Überschrift Gesetzlicher Etikettenschwindel scharfe Kri­tik an dem Gesetzentwurf, ging aber an den wichtigsten Kri­tik­punkten dennoch vorbei. Seit über 40 Jahren üben wir selbst immer wieder Kritik an den offiziellen Regelungen in diesem Bereich. Wir schrieben Montgomery jetzt einen Offenen Brief, wissend, daß Schreiben an solche Herrschaften in der Regel nur für den Papierkorb produziert sind:

                                                                                                                        4.3.2019
Sehr geehrter Herr Kollege,

unter obiger Überschrift wandten Sie sich gegen das vom Bundes­minister Spahn (CDU) geplante Gesetz zur Reform der Psychothera­peuten­aus­bil­dung. Dessen Ent­wurf hierzu verfehle „völlig das ursprüng­lich gesetzte Ziel einer ver­bes­ser­ten Aus­bil­dung zu diesem wichtigen Versorgungsbereich“ und führe „zu einer Gefähr­dung von Patien­tinnen und Patienten“.

Die hier ministeriell geplante „Direktausbildung“ will allein auf sie, d.h. das Studium un­ga­rer, umfänglich als Betrügerei ausgewiesener Schwindellehren, zuvörderst der Freud­schen, den „neuen“ Beruf des „Psychotherapeuten“ aufsetzen und den Absolventen just solcher „Aus­bildung“ allein die genannte Be­rufsbezeichnung vorbehalten. Nun hat sich die deutsche Ärzteschaft, in­dem sie 1977 der Bundesregierung für deren getürkte, vom CDU-MdB Picard angeführte Psychia­trie-En­quête Dank und Aner­ken­nung aussprach – wie haben wir den Deutschen Ärztetag damals vor diesem Schritt doch gewarnt! -, selbst auf die schie­fe Ebene begeben, von der aus unsere Machthaber weiter abglei­tend „diesen wichtigen Ver­sorgungs­be­reich“ nicht nur zu jedem ihnen nützlich erscheinenden politischen Mißbrauch benützen können, sondern von der aus sie unsere einst wis­­sen­schaft­lich begründe­te Psy­ch­ia­trie in er­schrecken­dem Umfang bereits zu einer beliebig einsetzbaren Sozial-Agenda verdorben haben. Was an schänd­lichen Miß­bräu­chen des Fachs in jün­gerer Zeit bekannt wurde (vgl. die Fälle Mollath, Kuwalewsky etc.) und was jetzt der ge­­­sam­ten Ärz­teschaft zur Last liegt, geht auf jene Fehlentscheidung von 1977, die ärztlich zugelassene, ja begrüßte Übernahme un­­­se­res Fa­chs durch die Politik(er), zurück. Mit ihr hat die Ärzteschaft die entscheidend von Freudianern mitgetragene  68er Be­we­gung kritiklos gestützt und so das ganze Land in seine gegen­wär­tige Wirrnis und Zerrissenheit gestürzt.

Eine „Reform der (Psychiatrie-)Reform“, die Sie in Ihrem o.g. Beitrag jetzt anmahnen, hätten zu aller erst die Ärz­te selbst einzuleiten. Dafür aber sind sie wie die politische Szene ins­ge­samt einschließlich der neuen AfD selbst viel zu zerstritten. Ihr jetziger Protest als BÄK-Prä­si­dent gegen Spahns Gesetzentwurf wird als ohn­mäch­tiges, weil viel zu spät kommendes und zu kurz greifendes Aufbäumen gegen eine bereits fortgeschrittene, offensichtlich seit langem von „oben“ geplante Chaotisierung unseres Landes und seines Gesundheitswesens ge­wertet werden. Leider haben die Ärzte selbst an ihr mitgewirkt.

Besten Gruß

Dr. Friedrich Weinberger,
Arzt für Neurologie und Psychiatrie,
Psychotherapie,
Vorsitzender, GEP

Kalt, wie der Ärztekammerpräsident über Jahrzehnte an unseren Einwänden vor­beiging, wird der Minister jetzt an seinen scharfen, nur verspätet und verkürzt erhobenen Vor­würfen vorbeigehen. Nachdem den Inhalten des besagten Direktstudiums, weithin Schwindel, ja Betrügerei, ärzt­licherseits jahr­zehn­­te­­lang Glaub­würdigkeit zu­ge­spro­chen worden ist und das Publikum jetzt an sie ge­wöhnt ist, kann der Minister sein eigenes Narrativ auflegen und, so dürftig, so  gespenstisch es ist, da­von aus­ge­hen, daß die Medien es dem Wahlvolk günstig weiter verkaufen werden.

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7.  Nochmals zu Freud, Freud-Marxismus und Psychiatriemißbrauch

In unseren Rundbriefen der letzten Jahre – sie befaßten sich primär mit kon­kre­ten Psycho-Miß­brauchs­fällen – standen immer wieder ver­streut kritische Bemer­kungen zur Psy­cho­ana­lyse. Diese stellte sich uns dabei zu­neh­mend als das zen­trale Wirkmoment i­n all die­sen Mißbräuchen dar. Es ist deshalb an der Zeit sie nochmals umfassend abzuhandeln.

Anregung zur vorliegenden Übersicht gab jetzt auch das kleine Buch der Psychia­terin Hanna Ziegert (und ihrer Tochter Nora, einer Anwältin) DIE SCHULDIGEN. Wie so manche Fachkollegen glaubt die u.a. als Gutachterin und Lehranalytikerin tätige Autorin an Freud. Obwohl sie sei­nerzeit mit dem Fall Mollath gar nichts zu tun hatte, bauten sie die ebenfalls Freud-freudigen Medien etwa in der ARD-Ge­sprächs­run­de bei Beck­mann am 3.9.13 als berufene Exper­tin für sei­nen Fall auf. Unsereins, die wir Mollath gutachtlich tatsächlich freigekämpft haben (Punkt 6 in dieser Rubrik), blieben als Freud-Kritiker außen vor. Ziegert sagte bei dem Termin durchaus Tref­fendes. In ihrem Buch führt sie nun aber zwei Fälle an, die ganz nach Freuds zen­traler, kultur­stür­zender Doktrin vom Ödi­pus­komplex[1] den inze­stuö­sen, an­geb­lich von jedem Sohn er­sehnten Beischlaf mit seiner Mutter – den Vater möchte er angeblich töten – als etwas ganz Natürliches, Normales erscheinen lassen. Ziegert versuchte die Doktrin da nochmals zu stützen. Die Fra­ge der Schuld spielte sie gutachtlich herunter. All zu oft und all zu leicht sprechen Freudia­ner dem Menschen mit der Schuld auch die Selbstverantwortung ab. So will Ziegert gleich auch von dem Titel ihres Buchs abrücken.

Daß es im Alter zwischen zwei und sechs bis acht Jahren sexuelle Emp­fin­dun­gen gibt, ist All­gemeingut. Jedenfalls ­er­kann­ten und erkennen das nicht nur Freud und Ziegert an. Ich selbst habe lebhaft noch das Bild der flot­ten, jungen Mutter meines damaligen Spiel­ge­fährten Hansi vor Augen, die sich, auf­ge­macht – die Ehemänner wa­­ren da­mals im Krieg -, auf den Weg zu ihrem Ge­lieb­ten mach­te. Nur daß ich meine eigene liebe, schon etwas ältliche Mutter je ero­tisch begehrt hätte, die Vorstellung war und blieb mir über die Jahr­zehnte derart fremd, daß ich sie innerlich auch zurückwies, als ich sie bei eigener Lehr­ana­lyse immer wieder aufgedrängt bekam. Eine sol­che aber wurde vom Estab­lish­ment in den 1960ern zur Kom­plet­tierung der nervenärzt­lichen Weiter­bil­dung anemp­fohlen. Zwei Jahre lang kostete ich sie aus. Psychotherapie ist ja oft sinnvoll, oft nö­tig. Es gibt sie aber auch „Freud-frei“. Eine solche prak­ti­zierte ich dann über dreieinhalb Jahrzehnte in meiner nervenärztlichen Praxis in Starnberg – kritisch gegen Freud und andere fal­sche Pro­phe­ten, so penetrant, so kulturstürzend diese von den eta­blier­ten Parteien, der Presse, den Ärzte­kammern auch weiter gepusht wurden.

Freud ist umfänglich heute als Betrüger ausgewiesen (vgl. E.F. Torrey FREUDS BETRUG / Freudian Fraud). Er kam zu gesell­schafts­prägender Geltung erstmals in der frühen Sowjetunion durch Trotzki, der, um den „neuen  Sowjet-Menschen“ zu schaffen, Marx und Freud zusammen­­spannte. Trotzki, der blutigste unter den Sowjet-Revolutionären, hatte aber und behielt Rückhalt auch in Amerika, um so größeren Einfluß dort gerade nach seiner Exi­li­e­rung durch Stalin 1927. Er bereitete in den USA den geistigen Boden für den dort dann auf­kom­men­den Neo- oder Freud-Marxismus. Über die 68er Bewegung, fortgesetzt im Links-Li­beralismus, gelangte er dann zu geisti­ger Dominanz auch hier­zu­lande, wenn nicht im ge­samten Westen. Über ihren fragwürdigen gesellschaftlichen Aus­wir­kun­gen zeich­net sich nach Jahrzehnten in den USA durch Trump  jetzt eine Wende ab. Wir stiegen nach ’68 schon in die Kritik Freuds ein über den ins Auge sprin­genden Unstimmigkeiten seiner Theo­rie, insbesondere aber über den konkreten mensch­lichen Beschädi­gungen, die wir mehr und mehr der Psychoanalyse entspringen sahen – vgl. den eklatanten Fall A. in RB 1/18,5.2 (6-8).                                  

Als kulturstürzend werten viele jetzt die unkontrol­lierte Mas­sen­zu­wan­de­­rung. Die Ein­span­nung der Medizin, be­sonders der Psychia­trie und Psycho­the­­ra­pie, dazu prangert lebhaft mein AfD-naher Ham­burger Fachkollege, der Ge­richts­psych­iater Prof. Meins an. Von einem Artikel des angesehenen britischen Ärzte­journals LANCET ausgehend, nimmt er die Folge­rungen auseinander, die „ein viel­köpfiges internationales Autorenkollektiv unter Federführung einer Kommis­sion des University College London“ aus dem von Merkel unterstützten UN-Migrations­pakt für Ärzte ableitet, um „Migrations­skep­ti­ker“, so Meins, „zum wah­ren Glau­ben (zu) bekehren“ – vgl. das Positionspapier der DGPPN in RB 1/18,6.4).

Meins (https://www.achgut.com/artikel/medizin_fuer_migrations_ideologen), der einzige Psychiater im Land außer uns, der zu einem neo­libe­ral unter Mißbrauch des Fachs verfolgten Projekt ein kri­tisches Wort sagt[2], sagt nur zu Freud nichts, mit dem am längsten schon solche Projekte verfolgt werden. Freud wurde und ist nun einmal durch Trotzki, die Frankfurter Schule, die 68er[3] seit langem die tragende Säu­le des Neomarxismus bis -liberalismus, des Freud-Mar­xis­mus, des Zeitgeists hierzulande allgemein[4] wie in der Medizin in Sonderheit. Just von ihm und seinen Adepten gehen letztlich die kul­tur­stür­zenden Um­brü­che im Land aus ein­schließlich der aktuellen psych­iatri­schen Miß­bräu­che, einschließlich jetzt obwaltender „Gesinnungsethik“ bei aufgehobener  „Verantwortungsethik“ (Max Weber) und einschließlich auch des Gender Mainstreamings, das der Freud-Schüler W. Reich zubereitete.

An Freud, der hierzulande nach ’45 im Zug der ameri­ka­ni­schen Umerziehung  von den Altparteien, den Medien, den Ärztekammern zu solcher Säule auf­gebaut worden ist [5], gehen aber auch die AfD-Spitze und damit Meins nicht her­an. Zum Glück tun es et­li­che ihrer Mitglieder. Die AfD ist ja, wie ihr Vorsitzender Gauland sagt, ein erfreulich „gä­riger Haufen[6]. Es ist in der Kürze eines einzigen Artikels auch nicht möglich, alle Aspek­­te des breiten, vielfäch­rigen The­mas psychia­trischer Miß­bräu­che glei­cher­maßen abzu­handeln, neben den „politisch bekehrenden“ etwa die individ­uell beschädigenden Übergriffe. Das Thema Freud ist derzeit das tabuisierteste The­ma im ganzen Land. Ganz gegen den Main­stream zu schwimmen, ist zudem nicht jedermanns Sache. Aber auch wenn Meins an die tieferen Gründe der Malaise nicht rührt, ist’s doch erfreulich zu sehen, daß nicht alle Ärzte den Mißbrauch der Heilkunde zu plumper Meinungs­mache hinnehmen, von so hoher Warte er auch ausgeht.

Schon Anfang der 1970er, also lange vor der Gründung unserer Walter-von-Baeyer-Ge­sell­schaft für Ethik in der Psychia­trie e.V. äußerten wir uns kritisch zu Freuds Pseu­dowissen­schaft u.a. im Deut­schen Ärzteblatt [7]. Es war da­mals noch nicht wie heute gänzlich auf sie ein­ge­schwenkt. Die Kol­legen und die öffentliche Meinung kippten damals (Anfang der 1970er) erst in 68er Richtung. Freuds Hirngespinst war ihnen (wie auch mir selbst) in den vor­aus­gegan­genen Jahren, zuletzt mit der Psychiatrie-Enquête von 1975 poli­tisch mehr und mehr eingebleut worden. Dabei gab es  damals durchaus schon organi­sierte Freud-Kritik, nämlich von Seiten der zahl­reich nachge­wach­senen Psycho­lo­gen. Diese gibt es als Be­rufsstand in Deutsc­hland, mit einem staatlichen Di­plom versehen, seit 1941[8]. Nach ’45 leiteten sie ihre Be­hand­lungs­kom­petenz von der „Ver­­hal­tens­therapie“ des Briten Hans J. Ey­senck ab. Sie wollten dabei mit den Freu­dianern aber nur gleich ziehen, deren Dienste, obwohl nur an privaten Lehr-Instituten angelernt,  von den Krankenkassen schon bezahlt wurden. Wirk­liche Unter­stüt­zung für Freud-Kri­tik gab es im 68er-Mi­lieu der damaligen Bundesrepublik nicht mehr.

Ab 1970 erschienen zwar im Ausland, beginnend mit H. Ellenbergers DIE ENTDECKUNG DES UNBEWUßTEN dicke Freud-kritische Bü­cher, in­zwi­schen ganze Bü­cherschränke davon. Dieter E. Zimmer, der 1986 in Deutschland noch mit seinem Buch TIEFENSCHWINDEL her­auskam, wurde hier aber nur mehr niedergemacht. Teilweise scheint es darüber, als sei die Freud-Be­geisterung jetzt rückläufig. Die Freudianer treten teilweise schon vorsichtiger auf, nennen z.B. ihre Psycho­analyse tarnend jetzt „Tie­fenpsycho­lo­gie“ und schlagen ihr, um den Freud-Geruch ein wenig zu ver­dünnen, in­halt­lich grob abwei­chende Lehren zu, etwa die von A. Ad­­ler und C.G. Jung. Von Anfang an und ge­rade von jüdischer Seite wurde Freud über Jahrzehnte dabei in Frage ge­stellt. De facto wird sein Tie­fenschwindel mit allen auf­ge­setz­ten Atti­tü­den und allen üblen Folgen vom gesam­ten Estab­lish­ment aber weiter ge­stützt und auch von der AfD hingenommen.

Zu hinterfragen sind ein wenig freilich auch einige der prominentesten Freud-Kriti­ker selbst. Un­ternah­men sie doch über all den Schäden, die von der freud­schen Praxis her be­kannt geworden sind, ja teilweise von ihnen, den Kritikern, selbst an­gezeigt wur­­den, politisch oder auch juristisch nichts, um sie ab­zu­stel­len. Da­zu wä­ren über Landes- und Sprach­grenzen hinweg zuerst einmal enge Verbin­dun­gen unter ein­­­ander aufzu­nehmen gewesen. Das aber taten nur we­nig­e. So ganz konsequent waren die wenigsten der meist anglo-ame­rikani­schen Kritiker. Sie be­ließen es beim Abfassen ihrer ge­wiß trif­ti­­gen Kritiken, zitierten manchmal ein­an­der, beruhigten sich und andere aber etwas vorschnell mit dem Hinweis, der Nachwuchs der Freudianer sei rückläu­fig; sie stürben quasi von alleine aus. Dabei florieren diese zumindest hier­zu­lande unver­än­dert. Das Establishment, auch die deutsche Bundesregierung und die Ärzteschaft bestärken sie unverdrossen. So ging der Schwin­del bis heute weiter.

Manche Kritiker befeh­de­ten sich derweil gar unter einan­der. Wir waren die einzigen, die we­nigstens ver­such­ten, sie in einem Inter­nationalen Netz­­werk der Freud-Kritiker (INFC) zur Ak­tion zu­sammenzubringen. Sein fran­zö­sischer Vertreter Jacques Bénesteau, Autor des hoch infor­ma­tiven Bu­ches MENSONGES FREUDIENS (Freudsche Lü­gen), wurde vom ameri­ka­ni­schen Freud-Kritiker Borch-Ja­cobsen als „intel­lek­tuelles Braun­­­­hemd“ verrissen. L’Humanité und Le Monde stießen nach, so daß er rasch ver­stummte. Da­bei steht nicht der An­flug eines An­ti­semi­tismus in seinem Buch. Die Nazi-Keu­le wirkt auch im Nachbarland. Der kanadische INFC-Ver­tre­­ter Ro­bert Wilcocks, ein pen­sio­nier­ter Li­te­ratur-Pro­fes­sor, eben­falls Autor pro­funder Freud-Kritiken, erkrankte plötz­­lich und schied damit aus. So war auch das INFC bald am Ende. Medial wurden Freud-Kritiker noch strikter aus­ge­grenzt und tot­ge­schwiegen als unsere Kritik an konkreten Psych­iatrie­miß­bräu­chen. „Obere Regie“ schien am Werk zu sein.

Nachdem die Psychoanalyse hierzulande von den Alt-Parteien mit Nachdruck gepäppelt wor­­den war, klopften wir schließlich selbst bei der AfD an, die damit – „Gna­de später Geburt“ – nichts zu tun[9] hat. Um psycho-justitielle System-Fehler, durch die Men­schen Schäden erlei­den, sollten sich doch Politiker jeglicher Couleur kümmern, selbst wenn sie nur wenige Menschen direkt träfen. Sie tref­fen dabei gar viele, auch wenn brei­tere Un­ruhe im Land drüber kaum auf­kam und die Unruhe, die etwa im Fall Mollath einmal entstand, seine fachinternen Bedingungen kaum berührte (s.u. Punkt 5 in dieser Rubrik). Zuerst wäre Widerstand ge­gen be­trügeri­schen Mißbrauch der Wis­sen­schaft an sich Sache der Mediziner, der Psychiater, der Ge­lehr­ten aller Fa­kul­täten ge­wesen. Diese aber waren und sind politisch meist abhängig (s. Fn 3 – Pat­zelt) und deshalb in der Regel Duck­mäu­ser. Da halten gegenüber den übelsten Beimischungen des Globalismus zum Zeitgeist selbst AfD-nahe Gelehrte lieber den Mund. Und Ziegerts und sonstiges Freud-Lob verkauft sich weiterhin. Mundus vult decipi – Die Welt will betrogen werden, heißt ein geflügeltes Wort.

Dem System der Linksliberalen scheint dennoch allmählich die Luft auszu­ge­hen. Die SZ, mit dem Spiegel über Jahr­zehnte eines ihrer Haupt-Sturmge­schütze, schrieb am 30.12.18 angesichts des zähen Durchhaltens Trumps unter der Überschrift: „Nationalismus – die neue Welt­formel: Erstmals seit 70 Jahren gehen die USA und Europa getrennte Wege. Dieser Trum­pismus ist kein Persönlichkeitspro­blem (wie es die Psychis gern darstellten) …, son­dern eine ideologische Bewegung, die grundstürzender nicht sein könnte“ [10], grund­stür­zend für das heutige Europa der Trotzkisten, Freud-Marxi­sten, Globa­listen, grund­stür­zend für ihre Ideo­logie und ihre Praxis des Nie­derma­chens An­dersden­ken­der. Gern nähme ich die Feststellungen der SZ an, gebärdete sich Trump jetzt nicht immer aggressiver gegen Rußland, das als einziges Land der ehemaligen Alliierten seine Truppen aus Deutschland abzog und mit RT Deutsch heute zur Ausbalancierung der Information gut beiträgt. Immerhin scheinen unsere Globalisten, Freud-Marxisten begriffen zu haben, daß ihnen nach über einem halben Jahr­hundert ab­soluter Do­mi­nanz die Felle weg­schwim­men. In Trumps Amerika wie in mehreren Ländern Europas und der Welt gewinnen kein überzogener, enger Natio­na­lis­mus wieder Zuspruch , sondern die rechtsstaatliche Ordnung freier, einander respektierender Nationen, in der sozialer Frieden, Red­­lich­keit der Wissenschaft, Gesetzestreue und damit eine ruhige Ent­wicklung zu allgemeinem Wohl­stand am ehesten möglich waren und sind.

In der Folge der grundstürzenden Wende in Amerika hellt sich das Meinungsklima auch in Europa auf. Auch hierzulande wird klare Aussprache wieder möglich. Dem links-liberal-freud-marxistischen Establishment schlägt zunehmend Widerstand entgegen. Seine Hetzereien gegen „Rechtspopulisten“ von Trump bis zur AfD prallen ab. Trump, der mit freudschen Diagnosen (wie Narzißmus) psychiatrisch malträtierte erste Präsi­dent der USA, der seit ’45 aus dem System „schön-neu-weltlicher“ Meinungsdiktatur aus­steigt, hat weiter die Un­ter­stüt­zung seiner Lands­leu­te und hätte auch hierzulande gewiß mehr davon, irritierten jetzt nicht seine zunehmend aggressiven Töne. Hoffen wir, daß seine anfänglichen Ansätze zu friedlichem Ausgleich wieder die Oberhand gewinnen.

Ein Nachwort:

Haben wir über die Jahre böse Verfehlungen in der „Seelenheilkunde“ anzuzeigen, so bleibe abschließend nicht un­erwähnt, daß wir u.a. in sorgerechtlichen Gutachten von Kollegen zum Glück auch immer wieder hochkarätig wissenschaftliches Expertentum, große Sorgfalt und Unbestechlichkeit feststellen können.

Dr. med. Friedrich Weinberger

Endnoten:

[1] In seinem Buch Ödipus-komplex betrachtet zeigt Klaus Schlagmann, daß Freud schon die von Sophokles übermittelte Geschichte verfälschte, der Thebanerkönig keineswegs seine Mutter zu beschlafen be­gehrte.

[2] Die Kampagne gegen Diesel stieß auf den Widerspruch von immerhin 100 Lungenfach­ärz­ten.

[3] Schon um seine Lehre als Wissenschaft, gar Naturwissenschaft zu verkaufen, gab sich Freud betont „unpolitisch“, rein an „Wissenschaft“ interessiert. Nur Mussolini bekundete er einmal seine Verehrung.

[4] Prof. Patzelt, Politologe derzeit noch an der Technischen Universität Dresden, ereilte kürzlich der Vor­wurf sei­nes Dienstherren, er habe AfD-nah „auf unzulässige Weise die wissen­schaf­tliche und die politische Rolle ver­mengt“. Solche Vermen­gung, schlimmer noch Verbiegung von Wissenschaft zur Pseudowissenschaft und deren Einsatz für die neu-inke Agenda sind in den Psycho-Fä­chern gang und gäbe, ja werden von der „Obrigkeit“ ge­stützt, wenn sie in ihrem Sinn geschehen.

[5]  Hier nochmals eine Übersicht über Freud-kritische Bücher jüngerer Zeit (vgl. RB 2/16). Auf Deutsch liegen u.a. vor: Henry F. Ellenberger Die Entdeckung des Unbewußten, Christof Eschenröder, Hier irrte Freud, Adolf Grünbaum Die Grund­lagen der Psychoanalyse, Han Israels, Der Wíener Quacksalber, Wolfgang Kretschmer Psychoanalyse im Widerstreit, Michel On­fray Anti Freud, Herbert Selg Sig­mund Freud – Genie oder Scharlatan?, Frank J. Sulloway Freud, Klaus Schlagmann Ödipus–komplex betrachtet, Dieter E. Zimmer, Tiefenschwin­del; auf Englisch oder Französisch: Jacques Bénesteau, Mensonges freudiens, Mikkel Borch-Jacobsen The Freud Files und Making Minds and Madness,  Frank Cioffi, Freud and the Question of Pseudo-Science, Frederick Crews Follies of the Wise und Freud (Fraud) -The Making of an Illusion, Allen Esterson, Seductive Mirage, M. Macmillan, Freud Evaluated, Catherine Meyer, Le Livre noire de la Psychanalyse, Joel Paris, The Fall of an Icon, Max Scharnberg, The Non-Authentic Nature of Freud’s Observatiuons, Richard Webster, Why Freud was Wrong, Robert Wilcocks, Maelzel’s Chessplayer– Sigmund Freud and the Rhetoric of Deceit.

[6] Innerparteiliche Auseinandersetzungen gibt’s überall. Eine beachtliche Oppositionsgrup­pe (Stuttgarter Aufruf) wird sich, von „oben“ als „Narrensaum“ abgetan, zu wehren wissen.

[7] Weinberger F., „Seelenkundliches“ – Eine Betrachtung der Wege ins ‚rote Wunderland’ unter tiefen­psycho­lo­gischen Aspekten, DÄ 46/1972 sowie Vom „Fach“ und „Facharzt“ für Psychotherapie, DÄ 40/1975. Einzelne kritische Bemerkungen zu Freud druckte das Ärzteblatt vom Autor vereinzelt auch später noch ab, zuletzt den Artikel Zeitenwende in der Medizin? in DÄ 8/1985. Schon o.g. erste Kritik des Freudismus von 1972 brachte uns aber weithin schon Ha­ber­mas’sche „Ausgrenzung aus dem (psychiatrischen) Diskurs“ ein.

[8] Fraglos braucht es Psy­chologen in der heutigen Welt. Viele Menschen benötigen anhaltende, wohl­wollende Gespräche zum Überleben. Die dafür spezialisierten Ärzte reichen nicht aus. Zusatzweiterbildungen befähigen die Adepten beider unterschiedlicher Berufe, Psychotherapie auszuüben. Nur bei Vorweis von Wissenschaftlichkeit, sei deren Beweiskraft auch noch so fragwürdig, zahlen die Krankenkassen. Um sie und ihren Nachweis ist seit Jahr­zehnten so ein arges Gerangel, wobei derzeit Gesundheitsminister Spahn besonderen Druck für weitere „Aufweichung“ ihrer Wissenschaftlichkeit, d.h. Erniedriung der Berufs-Zugangs­schwel­len macht. An sich folgt weder aus „tiefen-“ noch anderweitig psycho­lo­gischen Thesen, Studien etc. gesicherte Be­weiskraft, weshalb Freud seine Psychoanalyse unentwegt, aber falsch als Naturwissenschaft ausgab. Just aus heute so verbreiteten wie halt­losen Annahmen beweiskräftig gesicherter Psycho-Aussagen resultieren bei Gerich­ten, wie an einigen der von uns vor­ge­­stellten Fällen gezeigt, schlichte Katastrophen. Zum Glück wehrt wenigstens jetzt die deutsche Ärzteschaft die erneute Übergriffig­keit des Ministers auf das wis­sen­schaftliche „Hoheitsgebiet“ ab.

[9] Dazu, daß Freuds Pseudowissenschaft auch in der AfD nicht aufstößt, scheint beizutragen, daß der viel publizierende Hallenser Psychoanalytiker Maaz von links (s. RB 1/18,3.4) nach rechts wechselte und auch diese Partei die inzwischen zahlreichen Freud-Gläubigen nicht verprellen will.

[10] Bei den Zerstörungen, die der extreme Nationalismus, der Nazismus und Antisemitismus angerichtet ha­ben, sind breite Vorbehalte gegen sie gewiß angebracht. Sie heben aber weder das Festhalten an der Nation noch an­de­­re tradierte Werte auf. Übertreibungen und Verabsolutierungen im Negieren geschehener Verfehlungen machen diese nicht rückgängig. Sie zeitigen eher neue schlim­me, mitunter groteske Folgen wie z.B. die heutige Hexenjagd selbst auf verdiente Sozialdemokraten wie Th. Sar­razin und H. Buschkowsky. Sie erzeugen neue Spaltungen, neuen Haß, neue Verblendungen. Sollte hierzulande nicht etwas mehr Gelassenheit die Lehre aus füheren nationalen Verhärtungen sein?

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6.   Um Wahrung der Rechtssicherheit im Land – nochmals zu Mollath

Der Fall Gustl Mollath erfuhr in der ersten Hälfte des Jahrzehnts breite Aufmerksamkeit im Land. Et­liche der daran Beteiligten wurden allgemein bekannt. Ausläufer werden da und dort immer noch in den Medien erwähnt. Dennoch blieben einzelne Punkte bis heute unklar. Jenen Beteiligten auch in Mollaths sei­nerzeitigem Unterstützerkreis (UK) ging es auch  um Wah­­rung der Rechtssicherheit im Land. Wir publizieren jetzt einen Brief, den wir kürzlich prmär an ein Mitglied dieses UK adressierten,  denn es mag manche interessieren, wie weiter an dem Fall Beteiligte ihn im Zeitabstand jetzt sehen Wenn einzelne Daten und Na­men den Le­sern nicht mehr geläufig sind (sie ließen sich in früheren GEP-Rundbriefen auffrischen), wird ihnen der Zusammenhang dennoch nicht entgehen.

Lieber Gerhard,

Dank nochmals für Deinen gestrigen Anruf. Wir kamen – wie sollte es anders sein? – u.a. auf Gustl Mol­lath und seine psychiatrische Zwangsinternierung (2006-2013) zu sprechen und stießen dabei – die lange Zeit verwischt man­ches – auf einige Unklarheiten. Nach meiner Erinnerung war es allein Herr Kaspero­witsch von den Nürnberger Nachrichten, der den Fall im November 2011 mit einem auf­rüt­teln­den Beitrag in Gang brach­te und so letztlich zu Mollaths Freilas­sung führte. Kasperowitsch stützte seinen Artikel, wie er selbst schrieb, auf die Expertise von Dr. Schlötterer und auf ein psychiatrisches Gutachten, meines. Ich kannte den Fall bereits lange vor Schlötterers Expertise aus wiederholt voraus­gegan­ge­nen Mitteilungen von Eberhart Herrmann, dem ich vordem gutachtlich zu etwas besserem Recht hatte verhelfen können. Mit ihm zu­sam­men hatte ich eine Begut­ach­tung Mollaths lange schon eingeplant, bevor ich von Dir oder sonst jemandem im Unter­stüt­zer­­kreis darum gebeten wurde, war also seit Monaten vorbereitet und war des­halb im April 2011 rasch bereit und in der Lage – es war vor einem erneuten gericht­li­chen Prüftermin im Mai ja drin­gend -, mit Heindl nach Bayreuth zu fahren und Mollath dort im BKH zu untersuchen.

Mein Gutachten war Voraussetzung, daß Kasperowitsch seinen Artikel überhaupt schreiben und publi­zieren konnte, er sich für Mollath öffentlich so weit aus dem Fester zu lehnen ver­mochte. Erst nach sei­nem muti­gen Beitrag in den Nürnberger Nachrichten ergriffen weitere Medien, u.a. die SZ und auch der SWR für Mollath Partei.

Mein Gutachten spielte wohl auch für Gustls endliche Freilassung im August 2013 die ent­scheidende Rolle. Denn durch all die breite Publizistik im Land unter Druck geraten, hat­ten im Sommer 2013 die Politik (vor Landtagswahlen!) und damit auch die Justiz ein erheb­liches Int­er­esse, den Skandal rasch aus der Welt zu schaffen, Mollath also freizulassen. Die Justiz aber brauchte nach (den mir mitge­teil­ten) ge­setz­lichen Bestimmungen zwingend ein psych­iatrisches Gutachten, auf das sie diese plötz­liche Frei­lassung, die ja allen offiziellen Verlautbarungen zuvor zuwider­ lief, stützen konnte. Kurz­fri­stig hatte sie aber ein anderes als mein „neues“, noch un­ver­brauch­tes Guta­chten von 2011 nicht zur Hand. So war es just dieses Gutachten, das nicht nur den langen Prozeß die­ser Freilassung in Gang brachte, sondern diese auch direkt und unmit­tel­bar bewirkte.

Daß mit Dank bei Mollath nicht unbedingt zu rechnen ist, die herbe Erfahrung hast auch Du mit ihm ge­­macht. Er scheint bis heute nicht gespannt zu haben, welch außerordentliches Gut­achten er 2011 von mir be­kom­­men hat, das nämlich eines unabhängigen Psychiaters. Nicht von ungefähr hat das Bun­desverfassungsgericht unter Verweis auf dieses Gut­ach­ten und mehrmaliger Nennung meines Na­mens die schlimmen Vor-Urteile des LG Bay­reuth und des OLG Bamberg aufgehoben. Anscheinend drängte Mollath dann nicht genug, daß ich als ausgewiesener, bereits seine Freilassung erwirkt haben­der Fachmann auch beim WAV 2014 vor dem LG Regens­burg gehört würde. Er hatte dafür dann zu zahlen. Es brachte ihm mit dem verschwurbelten Gutachten Prof. Nedo­pils letztlich den Fleck ein, zur „Tatzeit“ doch geistesgestört gewesen zu sein. Das muß ihn jetzt nicht allzu sehr stören. Wichtiger wird ihm verständlicher­weise sein, daß von den 2,1 Millionen, auf die er den Frei­staat Bayern ver­klagt, jetzt auch genügend bei ihm an­kommt. Mit Nedopils Expertise aber konnten einige der vor- und nachmaligen Falsch­spieler doch ihr Gesicht wahren und können manche sich gar die Hände reiben, u.a. Dr. Strate, der alte Maoist, jetzt bekennende 68er, der so Mol­­laths ver­sproche­nen „Frei­spruch 1.Klasse“ ver­siebte und mich (politisch motiviert?) in seinem Buch DerFall Mollath auch noch ver­leum­dete. Sonst tauchte mein Name bei dem ganzen Prozeß und all dem Hype drumherum nir­gends auf.

Besten Gruß
Dr. Friedrich Weinberger
                                            Kopien des Schreibens gingen cc./bcc.  an weitere Adrssaten

De facto war jener Unterstützerkreis (UK) von Anfang an eifersüchtig zerstritten, gab es ge­gen­sei­tige Kon­takt-Ausschlüsse und Anfeindungen, ähnlich wie heute in der großen Politik zwi­schen Etablierten und Ausgegrenzten. Dennoch war der UK auch sei­nes breiten, über den Einzelfall hinausgehenden Engagements wegen wert­voll, gingen aus ihm gu­te Ver­bin­dungen hervor. Hoffen wir, daß das heute oft haßerfüllte politische Klima im Land sich ähnlich wie­der besänftigen wird. Auf obiges (im weiteren Kreis verteiltes) Schreiben  kam rasch auch eine Antwort:

Sehr geehrter Herr Dr. Weinberger,

Sie haben den Ablauf sehr treffend geschildert. Ich gehe davon aus, dass nicht nur Sie und ich den Ablauf so bewerten, sondern eine Vielzahl von Unterstützern aus dem gesamten Spek­trum. 

Aus meiner Sicht brachten in erster Linie die Personen den Vorgang voran, die ruhig und doch entschlossen agierten, Rückschläge wegsteckten und sich nicht von ihrem Ziel ab­bringen ließen.

Daß Gustl Mollath bis heute nicht begriffen hat, was viele Einzelne für ihn leisteten, muss man als Tatsache hinnehmen. Es ging auch weniger um die Person Mollath, sondern darum im Fall Mollath zu versuchen, die Rechtsstaatlichkeit wieder herzustellen. Sicher im Namen und im Sinn anderer Unterstützer Ihnen nochmals besten Dank.
Grüße aus Nürnberg

Rainer Ruis (UK)

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5.  Die Spaltung der Gesellschaft begann in der „Seelenheilkunde“.  
Chancen ihrer Überwindung[1]

Liebe Mitglieder und weiter Interessierte,

Grundeinstellungen, die lange das gesellschaftliche Miteinander trugen, klaffen in vielen westlichen Ländern jetzt auseinander. Das herrschende links-liberale Establishment drückt weithin eine Geisteshaltung und eine Politik durch, die große Tei­le des Volks, ja große europäische und außereuropäische Staaten ablehnen. Ähnliches Regierungshandeln erlebten wir vor über vier Jahr­zehnten schon in unserem kleinen psychiatrischen Fachbereich. Es trieb uns damals schon in den Wider­stand. „Obere“ Projekte und Vor­gehens­weisen wie der Globale Pakt für Migration bringen jetzt weit mehr Men­schen gegen die „Elite“ auf. Es entstand dar­­über eine neue „po­pu­­li­sti­sche“, aber auch intel­lek­tu­elle „neu-rech­te“ Op­po­si­tion. Das Establish­ment wertet sie – wie uns seit 40 Jahren – arrogant als unzulänglich infor­miert, unerleuch­tet etc. ab. Die Umformung der Psycho-Fä­cher zu Mitteln der gesellschaftspolitischen Bewußtseins­prägung und ‑kon­­­trolle schien uns damals schon (wie heute die illegale Mas­senzuwanderung) einer fragwürdigen „Neuen Welt­­ord­nung“ zu dienen, einer schlimmen „Schönen neuen Welt“. So wuch­sen der neuen Opposition aus unserem Kreis Sympathien zu, so vielfächrig, ja gespalten auch sie im Grunde ist.[2] Neben dem breiten Widerstand ge­­gen diese NWO verblaßt der Widerstand gewiß, den wir im Vorfeld über Jahrzehnte gegen Psy­ch­ia­trie­miß­bräu­che leisteten. Dennoch verdienen die Vorgänge hier weitere Auf­merk­­sam­keit.

Für die „psycho-justi­tielle“ Aushöh­lun­g des Rechts­staats, nach wie vor unser Haupt­­thema, zeigen freilich auch viele „neue Rechte“ wenig Inter­es­se, so offen sichtbar der rote Faden Freud –Trotzki – 68er Reformen (RB 1/18,5.8) auch liegt. Eini­­­­ge haben natürlich erfaßt, was da anhebt und sind dennoch zuversichtlich, daß gegen die neue, von Trump, Netanjahu und Orbán bis zur AfD reichende Antimigrations-Op­position[3] das hoch, ja ganz hoch angesiedelte globalistische, neu-links-neo­li­berale Estab­lish­­ment der Rockefeller, Soros und Co. doch nicht durch­kom­men wird. Sie hal­ten auch Trump trotz mancher Vorbehalte deshalb die Stan­ge.[4] So­ros-Geld floß in die Psych­ia­trie-Re­form bereits zu deren Be­­ginn ähn­lich wie später in manchen Regime-Chan­ge.

Ich reiche Ihnen per Link noch einen Bei­trag von Vera Lengs­­feld wei­ter, einer tapferen Bürger­recht­lerin zu DDR-Zeiten, lei­der keiner Ver­bün­de­ten in un­­se­rem speziellen Kampf, jetzt aber auch einer rüh­rigen Merkel-Kriti­kerin. Sie zaust hier (https://vera-lengsfeld.de/2018/12/01/r-i-p-f-a-z/) die FAZ. Über deren Korres­pon­den­ten C.-E. Lan­gen, der damals unserem Vorstand (und IAPUP) angehör­te, ver­suchte sie zur Wen­de-Zeit um 1990 auch uns auf amerikanisch-neo­­libe­ra­len Kurs zu brin­gen. Mit Lan­gens Ab­wahl  und der Loslösung von IAPUP (RB 2/91,8) konn­­ten wir den Spuk damals be­enden. In den 40 Jahren un­seres Kampfs gegen Psy­ch­ia­trie­miß­bräuche war immer auch große Politik zu­gegen.

Nebenstehender klei­­ner Leserbrief, den ich kürz­lich beim Münch­ner Mer­kur unterbrachte, richtet sich gegen die mitunter gar geschickte  Mei­­­nungs­­­mache unse­rer etablierten Medi­en. Daß es zur Wahr­­­heits­fin­dung ge­hört, bei­de Seiten eines umstrittenen Vor­gangs zu hören, wertet der MM  als „rus­sische Version“. Wer aber kann sich noch wun­dern, daß halbe Wahr­­­­hei­ten bis ganze Lü­gen in solchen Medien oben auf sind, wenn of­fen aus­­­­gewie­sener Schwin­del im Wis­sen­schaf­tsbetrieb (s. E.F. Torrey: FREUDS BETRUG[5]), zumindest im medizinischen, an­stands­los durch­­­­­­geht, Fragen der Wissenschaft­­lichkeit hier nicht mehr diskutiert werden können, ja schon der Versuch einer Diskussion Ausgrenzung bewirkt?

Die Herr­­­schaft des Unrechts“ hat sich in der Folge in der Breite westlicher Gesellschaf­ten festgesetzt, hat ihre tiefe Spaltung bewirkt. Sie wird, wie der Staats­rechtler U. Vosgerau (https://www.youtube.com/watch?v=wklUR7i3beE) ausführt, nach innen wie außen am wirksamsten von den Me­dien gestützt. Den Schwind­ler Freud propagierten sie allesamt, der Spiegel 1953 schon, lange vor Relotius.

In der „Seelen­heil­kunde“ griff die von „oben“ lancierte 68er Bewußtseins­än­de­rung oder ‑einengung am schnellsten und gründlichsten Platz. Es klafften die Grundpositio­nen hier folglich schon am frühesten und schärf­sten auseinander. Das führte zu unserer Ausgrenzung aus der etablierten Ärzteschaft[6], zeitigte für andere Menschen aber noch schlimmere Folgen. In aller Kraßheit be­­gegnete uns die Kluft in den politisch-fach­­­li­chen Auffassungen zuletzt im Fall A., dem Fall einer weiteren psycho-justiziell ihres Kindes beraubten (jüdischen) Mutter. Über das in RB 1/18, 5.6-8 Mitgeteilte hinaus kann ich umständehal­ber zu ihr Näheres noch nichts be­rich­ten. Wir sehen insgesamt hier aber immer noch einem „guten“ Ausgang entgegen.

Der ­Fall stellt geradezu ein Scharnier zwischen individuellen „Psycho-Miß­bräu­chen“ und einer sie überwölbenden Schwindelwissenschaft dar. Ob sich über die­­sem Fall ähnlich wie seinerzeit den sowjetischen Mißbräuchen letztlich beiden Übeln, individuell treffendem Unrecht UND dem pseudowis­sen­schaft­lichen Lehr-Sy­stem (damals eines A.W. Snesch­new­ski mit seiner „Schizophrenie ohne Sympto­me[7]), beikommen läßt, steht noch dahin. Dieser doppelglei­sige Ansatz wirkte im Osten sei­ner­zeit entschei­dend, Psy­chiatriemißbräuche abzustellen, im Westen bisher leider nur vereinzelt.

Freud, Ur­sprung vieler un­lau­terer Diagnostik in der hiesigen „See­len­heil­kunde“, Ursprung damit vielen aktuellen Ungemachs im Psy­cho-Feld (s.o.: E.F. Torrey), wird in der Öffentlichkeit seelenruhig hin­ge­nommen.[8] Trotzki, der Freud vor hun­dert Jahren in der frühen Sowjet­­union zur tiefgreifen­den Ge­sell­schafts­än­­de­rung, zur Staatserziehung der Kinder und Schaffung des „neuen (Sowjet-Men­schen“ einsetzte und da­für auch in den USA seine Anhänger hatte[9], gibt über die 68er Bewegung dafür auch hierzulande weiter den Paten ab  ( s. auch). Ob anhand des skan­dalösen Einzel­falles A. der vertrackte Zusammenhang noch zu öffentlichem Bewußt­sein kommt, ist offen.

Der Mutter Kuwalewsky konnten wir gutachtlich zur Rückgewinnung ihrer psycho-justitiell entzogenen vier Kinder ver­helfen (RB 1/14). Sie bekam auch Schadensersatz. Gegen ähnlich verlaufende Entzüge von Kindern, Pflegekin­dern oder Enkeln kämpfen anhaltend und zäh, dabei oft vergeblich viele andere Mütter, Vä­ter, Pfle­gemütter, Großeltern etc. Für sie setzen sich zum Glück jetzt andere Unterstützer ein. Viele Hilfeersuchen ge­hen ja längst über unsere Kräfte hinaus. Wir kümmern uns im Moment noch um zwei seit zwölf bzw. acht Jahren im Maß­regel­vollzug Untergebrachte. Von staatlichen „Psycho-Ex­per­ten“ veranlaßte Kinds­entzüge stellen heute aber wohl den verbreitetsten Psycho-Miß­brauch dar.

Diese und viele andere Skandale werden öffentlich selbst in renommierten Organen von renommierten Autoren angesprochen. Manche Publizistik hat’s aber an sich, Skandale aufzuzeigen und gleichzeitig das Ge­fühl zu hinterlassen, auszurichten wäre gegen sie ohnedies nichts. Unsere Stellungnahmen, Rundbriefe etc. wurden von den Mainstream-Medien über 40 Jahre ignoriert. Sie werden, soweit im Internet stehend, in aller Welt zwar lebhaft angeklickt, nach der Men­ge der abgerufenen Information am meisten aus den USA, Deutsch­land, Ukraine, China, Großbritannien, Australien usf., werden, so sehr sie ge­­gen den Strich des Estab­lish­ments bürsten, offensichtlich auch ge­le­sen, ge­wiß nicht zuletzt von Fach­kollegen. Wer in­ter­essierte sich sonst so für sie? Fundier­te Stellungsnahmen ka­­men aber aus dem eigenen Land wie dem Aus­­­land nur sel­ten. Die Angelegenheit war und ist fachlich wie politisch halt heikel.

Wenn aber Etablierte wie der Berlin-Londoner Psycho-Pro­­fessor Priebe die Kollegen der Basis jetzt auf einmal mahnen, sie müßten „po­litischer werden“ und die Ärzte­Zeitung 12/18 dazusetzt, sie „sollten aktiver auf den gesellschaft­­li­chen Wandel reagieren“, sei man gewärtig, daß diese Leute, die über Jahrzehn­te die Kollegen politisch dumm und desinteressiert hielten, sie jetzt nicht zu selb­­­stän­digem Denken, sondern wie vordem nur zum laute­ren Nachplap­­pern ihrer (fach-)ge­sell­schaftlichen Polit-Pa­ro­­len anregen wollen (RB 1/18, 6.4), gewiß nicht mehr sneschnewskischer, um so nachhaltiger dafür WHO-, WPA-, APA- und DGPPNscher[10], gern So­ros-finan­zierter. Zivilcourage, die von solch Etablierten auch aufgerufen wird, geht anders. An einigen Stellen gibt es sie zum Glück immer noch.

Wir kamen bei der letzten Jahresversammlung in Nürnberg wegen des fortgeschrittenen Alters unserer Aktiven überein, die GEP nach über 40 Jahren jetzt auslaufen zu lassen. Die Einladung zur nächsten Versammlung erhalten unsere Mitglieder in Bälde. Wir glaubten mit von Baeyer seinerzeit, Miß­bräu­chen des Fachs aus ihm heraus am besten wehren zu können, solches unserem Beruf und unserem Land auch schuldig zu sein. Es gab ja vereinzelt auch Erfolge. Spannun­­gen und Streit­gespräche, wenn sie denn aufkommen, zeitigen mitunter gute Ergebnisse. Und die besseren In­formations- und Artikulationsmöglichkeiten des Volks begründen neue Zuversicht, gegen die Übergriffe der Etablierten nicht zu­letzt in und mittels der Seelenheilkunde könnte demnächst doch besser noch auf­zukom­men sein. Es gibt hier ja auch andere Vorkämpfer und Vereinigungen, die sich mit anderen Kontexten und anderen Akzentuierungen doch in ähnlicher Rich­­tung bemühen, teilweise gar umfänglicher und nachdrücklicher, als wir es ver­mochten. Psychiatriemißbrauch wird nicht hingenommen werden. Unser Kampf wird nicht enden. Dank allen, die uns über Jahrzehnte beigestanden sind. Mit Zuversicht gehen wir auch jetzt ins neue Jahr.

Dr. med. F. Weinberger, GEP,                               3.1.2019

[1]  Wer von den Besuchern unserer Webseite mit den einen oder anderen erwähnten Vorgänge nicht vertraut ist, sei auf vorausgegangene Mitteilungen verwiesen, insbesondere den jüngsten Rundbrief 1/18.

[2] Daß manche auch in GEP-Reihen in der Situa­tion kalte Füße bekamen, Dipl.Psych. Klaus Schlagmann etwa, der mit mir zu­sammen hierzulande die Freud-Kritik weiter hätte anführen können, sich dem Druck des Establish­ments, seiner Kammer, seiner Kollegen beugte, ist ver­­ständ­lich. Anders ist sein Absprung letzt­lich nicht erklärbar.

[3]  Daß auch die AfD besagte Verbindung Freud-Trotzky-Kulturrevolution nicht wahrnehmen will, ist ihr nachfühlbar. Eine weitere organisierte Gegnerschaft, die der Ärzteschaft, will sie doch vermeiden. Allzu sehr ist sie noch mit ihrer eigenen Festigung beschäftigt, der Trennung von Vertretern rechts-extremer Positionen.

[4]  Trump be­hauptet sich trotz fortgesetzter Miesmache seitens des Estab­lish­ments einschließlich „Psychis“ und Medien. Seine Dienstfähigkeit stellten sie von Anfang an in Frage . Trotz einiger irritierender Entscheidungen hat Trump im Gegensatz zu seinen Amtsvorgängern noch keinen neuen Krieg begonnen! Und just dieser Tage hat er eine Reform des harschen amerikanischen Strafsystems durchgesetzt.

[5] Über dem Einzeltitel mögen die Stapel ähnlich vernichtender Freud-Kritiken nicht übersehen werden.

[6]  Mit voluminösen Versprechungen, vielfach großmaulig-unverständlichen Sprüchen werden Freudsche Lehre, „Tiefenpsychologie“, auch als „Balint-Gruppen“ den jungen Ärzten von den Ärztekammern und ihren Organen weiter angedient (u.a. in Arzt-Patient-Beziehung gestalten, DÄ 50/18), wird von ihnen Kritik an dem Schwin­del abgewürgt, der gleich­zeitig Gehirnwäsche, Gleichschaltung und Kontrolle bedeutet. Wer wie der Autor Freuds therapeutische Dürftigkeit nicht nur im Theorie-Studium, sondern auch in zweijähriger Lehrana­­­­lyse selbsterfahren hat, kann die fortgesetzte Werbung für ihn nur als schamlos bezeichnen.

[7] Sein Land von der Schwindelwissenschaft und gleichzeitig von der lang auf ihm lastenden kommunistischen (Meinungs-)Dik­tatur befreit zu haben, bleibt das Verdienst seines letzten Präsidenten Michail S. Gorbatschow.

[8]  Gewiß bekommt Freud auch von schärfsten Kritikern Verdienste zugesprochen. „Persön­­­­­liche Gefühle und zwi­schenmenschliche Bezie­hungen“ fänden heute mehr Aufmerksamkeit, schreibt etwa E.F. Torrey. „Beratung und Psy­cho­thera­pie“ haben zu einer „introspektiveren Kultur“ geführt. Nur hat diese eben viele Väter und Mütter. Unbillig ist’s, darüber just einen Autor zu vergöttern und all seine Schwindeleien und Beschä­digungen wegzustecken, die auch heute just aus seinen  Positionen, aus freudscher Praxis re­sultieren. Am dem ge­gen Freud von vielen gefällten Urteil „Be­trug“ ändert sich nichts.

[9]  In den 1930ern gab’s u.a. ein American Committee for the Defence of Leon Trotsky.

[10] WPA = World Psychiatric Association, APA / DGPPN = amerikanische bzw. deutsche Psychiater-Fachge­sellschaft

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Auf obigen Beitrag liefen rasch  Antworten von drei ärztlichen Kollegen ein. Bei dem Fana­tismus, mit dem die links-liberal längst gleichgeschaltete deutsche Ärzteschaft heute die Freudsche Pseudowissenschaft bestärkt und verbreitet, ist es nicht verwunderlich, daß die Kollegen anonym bleiben wollen, um nicht Gefahr von Repressalien seitens ihrer mächtigen, staatsnahen Standesvertretung zu laufen.

Ein Landarzt in Oberfranken, Mitglied der GEP, schrieb zu obigem Neu­jahrs­gruß:

Was mich in diesen Tagen wieder müde und arg nachdenklich macht, lieber Kollege Weinberger, ist diese Lethargie im Land – gerade angesichts Ihrer so engagierten Darlegungen auf unserer Webside. Ich erinnere, dass die Ame­ri­kaner nach dem 8.5.1945 eine Enquete darüber machten, ob die Nazis in Deutschland wieder er­starken könnten. Sie fanden heraus, dass dem nicht so sei. Das wahre Pro­blem der Deutschen wäre ihre Un­interes­siert­heit. Mir scheint, das stimmt. Medial „ge­hypt“, entstehen im Land gerne mal Strohfeuer. Aber im Grunde besteht schlichte Gleich­­gültigkeit. Nur mit Einpeitschern würde man in Deutschland, vor allem dem west­li­chen, Gelbwesten-Träger auf die Strasse bringen. Das linke Schwadronieren ist ohnedies zu vergessen.

 Für die Psychiatrie gibt’s in der Öffentlichkeit erschwerend neben dem „der Arzt hat’s g’sagt-Bonus“ noch den der Un­wissenheit des Publikums. Und wenn sich ein Redak­teur ’mal an das Thema wagt, dann ist er aus „Zu-wenig-Hin­ter­grund-Wis­sen“ und seinem Ge­halten­sein, Sensati­o­nel­les zu liefern, auch nicht in der Lage, dem Volk die Rea­litäten des Fachs wahr­heitsgemäß zu erklären.

 Mein Alltags-Geschäft ist, meinen Patienten bei ihren Problemen und Pro­blem­­chen zu mehr Verantwortungsübernahme zu raten, anstatt sie nach Diagnosen suchen zu lassen und den Doktor zu drängen, für sie ICD-gemäße Krankheiten und darauf stüt­zende Medikationsnotwendigkeiten zu (er)finden. Das wird aber sowohl von Pa­ti­en­ten wie den Krakenkassen und der Politik keineswegs immer gern gesehen. So zu handeln, entspricht aber ver­ant­wortungsvoller ärztlicher Tätigkeit und ist heute mehr denn je angebracht und sinnvoll.

 Rufer in der Wüste hatten es schon immer schwer – bis einmal das „Schicksal“ die „Le­bensumstän­de“ schafft, die die Problemlösung bringen…

 Medicus anonymus

 P.S. Der Kollege, ein Arzt für Allgemeinmedizin, ist just durch seine Beteiligung an Balint-Gruppen (s. o. Fußnote 6) mit den Problemen der Psychiatrie-Psy­cho­the­ra­pie näher vertraut.

Der andere Kollege, ein Internist im Rheinland, ebenfalls der GEP angehörend, schrieb:

Lieber Herr Weinberger,

habe Ihren Neujahrsgruß (Jahresbericht 2018) gelesen und finde es traurig, aber richtig, Ihre GEP als Institution aus Altersgründen bei der nächsten Versammlung ´auslaufen´ zu lassen – was weitere Stellungnahmen Ihrerseits als Privatperson ja keineswegs ausschließt!

Sie tun recht daran, noch einmal auf die Wurzel allen Übels – aus Sicht Ihres Spezialgebietes Freud-Trotzki-68er Reformen – hinzuweisen (man könnte auch die Ereignisse 1789 – 1917- 1945 dafür halten). Interessant Ihr Hinweis, daß Freud als intelligenter und wortgewandter Mann, von den Nazis im Alter noch in die Emigration gezwungen, ob mancher Ver­dienste trotz seiner `Schwindeleien und Beschädigungen von Patienten‘ weiter gewisse Sympathien in der Welt genießt (E.F.Torrey). Es ist ähnlich wie mit dem ebenfalls intelligenten und wortgewandten EZB-Banker Draghi und den Folgen, die seine Geldpolitik verursacht und der gleichwohl  als großer Finanzierungskünstler verehrt wird.

Darüber, daß Ihr spezielles Hauptthema nicht die Aufmerksamkeit findet, die es verdient, haben wir uns schon ausgetauscht: Es ist halt leichter (auch für Parteien mitsamt AfD), sich den Themen Mas­seneinwanderung, Verlust der Spareinlagen wegen Draghis ruinöser Null-Zins-Politik und Geld­dru­ckerei, Verspargelung der Landschaft mit Windrädern oder jetzt dem Diesel-Schwindel etc. zu widmen also den allen Bürgern real sichtbaren, erfahrbaren und den persönlich im Geldbeutel fühlbaren Pro­bleme als dem vielen Menschen unverständlichen und unheimlichen Thema Psychiatrie“.
Anonymus

 Und schließlich meldete sich aus Sachsen Dr. Eckstein nochmals zu Wort, der als praktischer Arzt noch gegen Ende der DDR den Psychiatriemißbrauch am eigenen Leib erfahren mußte (RB 1/97,5, RB 1/99,4.1, RB 4/99,4.3) und seit der Wende, jetzt seit Jahren pensioniert, im Vorstand der GEP mitarbeitet. Er schrieb:

 Lieber Kollege Weinberger,

Dem Auslaufen der GEP stimme ich jetzt zu. Es sei mir und meiner Familie gestattet, dass wir uns bei Dir nochmals herzlich bedanken: Du warst der Einzige, der uns, mir und meiner Fa­mi­lie, nach dem 1986 und 1989 in der DDR erfahrenen Psychiatriemißbrauch zugehört hat. Keine Zeitung, kein Radio oder sonst wer wollten unsere Geschichte hören. Du warst der Einzige. Auch heute noch danken wir Dir aus vollem Herzen.

Zum Glück ist ein „elektronisches Weiterleben“ unserer Gesellschaft möglich. Ich halte es für sehr wünschenswert und wichtig. Im Augenblick gibt es ja keine andere Möglichkeit, die zeitlos gültigen Anliegen der GEP präsent zu halten.

In Dankbarkeit
Dr. Eckstein und Familie

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4.   Nach den Wahlen in Amerika und hierzuland

Daß die Gesellschaft auseinanderfällt, wird weit­hin beklagt. In Amerika kon­zen­triert sich das neu-linke Lager auf die Ost- und Westküste, die konservative Seite auf die große Mitte des Lan­des dazwi­schen, wo die Stänke­reien des Establishments mitsamt führender Medien und „Psychis“ weniger ­ankommen. Beide Lager re­spektieren, wie die Midterm-Wah­len (6.11.18) wieder zeigten, zwar immer noch die Existenzberechtigung der Gegen­partei, hacken im übrigen aber kräftig auf einander ein. Sie scheinen zahlenmäßig noch ziemlich gleich stark zu sein. Darin hat uns Amerika et­was voraus. Zur Klärung der Ver­hält­nisse in der „Seelen(heil)kund­e“ ist es immer wieder notwendig, auf deren international-politische Umfassung einzugehen.

Hier­zu­lande spiegelt sich das „Zerfallen-sein“ der Gesellschaft, Demokraten dabei links wie rechts, in den anhal­tenden Gifteleien der neu-linken Altparteien, der etablierten Presse etc. gegen die „Neu-Rech­ten“, die mit der AfD als Haupt-Formation nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen jetzt zwar in allen Parla­menten des Landes vertreten, zahlenmäßig insgesamt aber noch deutlich unter­le­gen sind. Dazu steckt die AfD jetzt, für eine junge Partei so ungewöhnlich nicht, über einem von tausend Mitgliedern unterstützten „Stutt­garter Aufruf“ er­neut in einem Konflikt zwi­schen ihren Etablierten und neuen Ver­teidigern der Rede­freiheit, der sie erneut zu schwächen droht. Der Ausschluß erwiesener Anti­se­miten ist gewiß geboten, die partei­interne Zuordnung der Verfasser besagten Aufrufs zu einem „Narren­saum“ aber er­schreckend.

Auf die vielfältigen, dem Establishment geläufigen Einsätze der Psy­ch­­ia­trie zur Herabwürdigung Andersdenkender haben wir auch Spitzen­ver­treter der AfD wiederholt auf­merksam gemacht – vergeblich. Keiner Stellungnahme wert war ihnen auch der Psychiatrie­mißbrauch, der Frau Le Pen, die Vorsitzende ihrer französischen Schwester, kürzlich streifte. Jetzt scheint die Vulgär-Form solchen Mißbrauchs auch in ihren Rei­hen selbst angekommen zu sein. Die Frage taucht auf unterschiedlichsten Seiten auf: Warum schweigen die Lämmer?

Nachdem Vertreter der AfD aber immer noch die Einzigen sind, die dem jetzt bedrängendsten Problem der illegalen, unkonrollierten Massenzuwanderung entge­gen­treten – getoppt wird diese dem­nächst noch vom Global Compact for Migration der UNO -, stellt sich vielen ihrer Mitglieder jetzt wohl die Frage: Welch gleichzeitige Annäherungen dieser Vertreter an die Ansichten und Gebräuche, an das System der Altparteien sind für sie noch hinnehmbar? Von der GEP aus haben wir da nicht mitzureden. Wir fanden Interese an der AfD ursprünglich vor allem, weil jene Altparteien bei den von uns aufgezeigten Übergriffen in der Psychiatrie Pate standen.

Für die bescheidenen Wahlergebnisse, die die AfD kürzlich in Bayern (und Hes­sen) eingefahren hat, habe, wie Jürgen Elsässer, einer ihrer publizi­stischen Unterstützer, schrieb, „nicht alle Gründe der dortige Landes­verband selbst zu verant­worten“.  Einige Gründe gehen wohl aufs Konto der Ge­samt­partei, die außer der illegalen Massenzuwande­rung nie etwas von dem an­sprach, was die von Freud, von Trotzki inspirierte 68er Kulturrevolution im Be­wußt­sein der Allgemeinheit dazu vorbereitet hat. Hier hofften viele ja auf eine Wende schon zu Kohls Zeiten ver­geb­­lich. Die Grünen, direkte Erben der 68er, hat auch Herr Meu­then nur gelobt. Sie befreiten seines Erachtens die Liebesbe­zie­hungen der Menschen von Ängsten. Von der Pille scheint er nichts gehört zu haben. Kein Wunder, daß die Grü­nen bei besagten Wahlen an seiner Par­tei flott vorbeizogen. Da hat Trump in Amerika gegen das auch dort ergrünte Establish­ment, den „Tiefen Staat“ samt Medien und „Psychis“ einiges wohl besser ge­macht. Wir sind auch nicht seine Fans. Aber jenen neu-linken Medien und „Psychis“ wird es endgültig nicht gelingen, Trump durch Anhängen ungarer Freudscher Diagnosen, etwa einer „nar­zißti­schen Persönlichkeitsstörung“  in die Wüste zu schicken.

Dr. Weinberger, GEP                                                                                       9.11.2018

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3. Offener Brief an eine Mutter, die der deutsche (Un-)Rechtsstaat ihrer Kinder beraubte, bis er sich in seine Schranken gewiesen fand[1]

Liebe Frau Kuwalewsky,

schön, daß Sie neulich wieder anriefen. Ihre erneute Danksagung habe ich diesmal in unseren Rund­brief 1/18,5.16 gesetzt, weil solche Belobigungen bei der GEP ja selten ein­ge­hen. Ich freue mich, daß Ihre 2014 Ihnen geraubten vier Kinder, jetzt wieder in ihrer Ob­hut, gut ge­deihen und auch Ihre Auseinandersetzung mit dem Land Rheinland-Pfalz und damit Ihr Schadensersatz voran­kommen.

Eberhart Herrmann (RB 1&2/09), der erste von uns (Prof. Dieckhöfer und mir) erfolgreich aufgegriffene Psycho-Miß­brauchs­fall hierzu­lan­­de –  über seinem Fall wandten ja in­direkt auch Sie sich um Begut­achtung an mich – hat ein solch öffentliches Wort für uns noch nicht eingelegt.

Mein Einsatz für Gustl Mollath geriet gar zum Aufhänger von Aus­gren­­zungen und Verleum­dungen. Wesentlich durch mein Gutachten vom Apriil 2011, auf das sich dann der Journalist Ka­spe­ro­witsch stützte, wurde Mollaths Fall im Land bekannt, kamen Mitge­fühl für ihn und Empörung gegen seine Übeltäter auf. Durch dieses Gut­ach­ten kam er nach sieben­einhalb­jäh­riger Psycho-Inter­nie­rung auch frei. Bei allem  öf­fent­lichen Druck brauch­te das Land­­ge­richt Nürnberg-Fürth, das im August 2013 die Freilas­sung ver­füg­te, dafür nämlich immer noch ein entspre­chen­des fachärztliches Gutachten. Es mußte auf meines zu­­rück­­grei­fen. Ein an­deres stand ihm aktuell nicht zur Ver­fü­gung.

Schon im Frühjahr 2013 aber begann zuerst auf dem Blog der Gabriele Wolff, einer Ober­staats­­an­wäl­tin a.D. und erklärten Freud-Anhängerin (RB 1/13,7), ein fortgesetztes Ge­ifern gegen mich, wesent­lich gestützt von ähnlichen Freud-Anhängern.[2] Als ganz und gar abwegig, „intel­lektuell und moralisch unredlich“, „nicht mehr ernstzunehmen“ etc. wurde ich abgetan. Auch unser verstorbener Ehrenpräsident Prof. von Baeyer, der ehem. Vizepräsident des Weltverbands für Psychiatrie, wurde besudelt. Einer der Schmäler war neben Wolff (Klar­name G. Gor­don) und dem bekannten G. Postel der Sozio­lo­ge S. Pomm­­renke. Dieser setzte sich in dem Viel-Auto­ren Buch Staats­ver­sagen auf höchster Ebene als dessen Mit-Heraus­geber dann er­neut als Mol­laths wah­rer Sachwalter in Szene, bot als kompetente Zeu­gen dazu u.a. mei­ne Fach­kol­legen Rauch­fuß und Torhorst auf, die vordem nicht den kleinsten Fin­ger für Mol­lath ge­rührt hatten. Auch dieser steuerte zu dem Buch etwas bei, was er  vordem auf einer gemeinsam u.a. mit mir be­strit­­tenen Ta­gung in Gießen (RB /14,3.9) be­reits abgegeben hat­te, besagtem Buch jetzt eine Anmutung von Authentizität gebend.

Mollaths renommierter Verteidiger im Wiederaufnahmeverfahren 2014, der vormalige Maoist, jetzt beken­nende 68er RA Strate, machte während des WAV, bis dahin mir freundlich zugetan, ur­plötz­­lich Front und riß mich in seinem 2014 erschienen Buch  „Der Fall Mollath“ nochmals her­unter. Kein Wort von Mollath dazu. Hätte dieser darauf gedrungen, daß mein im Vorjahr seine Freilassung bewirkendes Gut­ach­ten auch bei seinem Wiederaufnahme­ver­fahren (WAV) 2014 auf den Tisch kommt – angeblich wies Strate es ab -, wäre ihm seine „Nachbe­gut­ach­tung“ durch den Forensiker Nedopil und damit seine er­neute psychiatrische In­fra­ge­stellung durch ihn erspart geblieben.

Mit dem WAV gelang es dem „System“ im Fall Mollath halbwegs sein Gesicht zu wah­ren, auch was dessen Psych­iatri­sie­rung von 2006 betrifft. Mit den Verzeichnungen und Anwürfen im Blog, im Buch „Staatsversagen…“ und im Strateschen Buch gelang es ihm und besagten neuen Mol­lath-„Für­spre­chern“, mich, der ich Mollath mit meinem Gutachten zur Frei­heit ver­half, zu diffa­mieren, insbesondere aber mich aus der weiteren Dis­kus­si­on dieses Falles wie des Psych­ia­trie­­miß­brauchs ins­gesamt auszu­schal­ten. Just  wegen meines menschen­rechtlichen En­gage­­ments in der Sache, das sich anfänglich überwiegend  auf die Psychiatriemmißbräuche in der Sowjetunion bezog, bekam ich 2006 das Bun­des­ver­dienstkreuz ver­liehen. Nir­gends aber im Zusammen­hang des Mollath-Falles tauch­te, so viel die Medien jetzt darüber auch berichteten,  der Name Weinberger auf, nirgends kamen die Um­stände dieser oder son­sti­ger falscher Psych­ia­tri­­sierungen der jün­geren Zeit in Deutschland öffentlich zur Sprache.

Daß meine Gutachten, um die ich in ähnlich skandalösen Fällen wie dem Ihren auch da­nach gebeten wurde, von Gerichten in der Folge kommentarlos abgewiesen wurden, daß Recht-Su­chen­de wie Sie damit grob weiter ihrer Rechte beraubt wurden und werden ( RB 1/18,5.1 und 3) – die öffent­liche Mei­nung läßt Ge­rich­te selten un­berührt -, haben gewiß nicht nur manch of­fi­zielle Vertreter dieses „Sy­stems“ in Justiz, Ärz­­te­schaft, Psy­cho­­logie, Medien etc. zu vertreten, son­dern eben auch etliche seiner Mit­läu­fer, die sich mitunter gar als seine Kri­tiker ausgeben, dabei am Kern des Miß­brauch­­pro­blems konstant vorbei­gehen und diejenigen, die daran rühren, herun­terreißen.

Zur Psychoanalyse, die heute meist unter dem Tarnbegriff „Tiefenpsychologie“ läuft und den Kern der Korrumpierung der Seelenheilkunde, ja vielleicht des Staatswesens bildet, sind 2015 in 2. Auflage das Buch Freuds Be­trug des amerikanischen Psychiaters E.F. Torrey und 2017 der neue Wälzer seines Landsmanns F. Crews Freud /Fraud (fraud engl. = Be­trug) – The Making of an Illusion erschienen. Ungerührt davon fährt die deutsche Ärzte­schaft, die 1977 schon mei­ne Freud-Kritik höhnend niederschlug, fort, „Tie­fen­­psy­cho­­logie“ Hilfesuchenden teuer zu verkaufen und schämt sich nicht. Wen kann’s wundern, daß sich da Mitläufer, unbedarfte wie akademische, anhängen?

Da die „Seelenheilkunde“ von den Alt-Parteien mit der Psychiatrie-Enquête von 1975 in ihre jet­zige besonders mißbrauchstaugliche Form gebracht wurde, klopfte ich zuletzt bei der AfD an, die da­von – „Gnade der späten Geburt“ – unbe­leckt ist. Für das Geschehen im „Psy­cho-Bereich“, so breit es in unterschiedlichste po­litische Felder hineinwirkt, zeigte jedoch auch sie sich gänzlich desinteres­siert. Daß in Frankreich jetzt Marine Le Pen die Psychiatrisierung droht, kümmert sie nicht. Über die Be­griffs­­stutzigkeit, die es wie bei den Linken auch bei den Rechten gibt, klagen manch kluge Köpfe in ihren Reihen und mühen sie sich weiter, ihr abzuhelfen. Beide Lager haben ihre „Psychis“ zur Hand. Diese erklären, wenn links stehend, mit Freudschen Diagnosen Trump für psychisch gestört, wenn aber rechts tickend wie neuerdings der Hallesche Psychoanalytiker Maaz, die schwarz-rote Bundesregierung Merkels.

Daß es Ihnen, liebe Frau Kuwalewsky, im gegenwärtigen Zustand unseres Staats­we­sens durch Ihr eigenes Geschick und Ihre Zähigkeit ge­lungen ist, gegen den weit­hin jetzt eta­blier­­ten Un­rechts-staat und seine Schranzen in Justiz, Medizin und Medien aufzu­kom­men und Ihre Kinder zu retten – großartig ha­ben auch diese durchgehalten -, dazu kann ich nur immer wieder herz­lich gra­tulieren. Daß mein Gutachten Ihnen ein we­nig helfen konnte, freut mich. Ihr Lob ist jetzt Anregung, daß ich hier einmal darlege, was uns in der GEP im Kampf gegen den Psy­ch­­ia­trie­miß­brauch sonst so begegnet. Dieser ist ja noch keineswegs gewonnen. Viele scheuern sich an ihm wund wie vordem Sie und Ihre Kinder, reiben sich auf nach wie vor.

Ihnen und den Kindern weiterhin alles Gute!

Dr. F. Weinberger, GEP                                   Garmisch-Partenkirchen, 22.10.2018

[1]  Da ich hier auch zurückliegende Vorgänge anspreche, muß ich auf frühere Darlegungen in den Rund­briefen der GEP (RB) verweisen.

[2]  Vielen, die an Freud irgendwie glauben, an ihm verdienen, ist meine zähe Freud-Kritik nun ein­mal ein Dorn im Auge. In ihrem Enquête-Bericht von 1975 stellte sich nach der deutschen Ärzteschaft gar die Bundes­regierung voll hinter Freud und seine (Schwindel-) Lehren. Kein Wunder also, daß vordem und danach viele im Land ins gleiche Horn stoßen und immer wieder versuchen, uns Zweifler niederzumachen.

Wir erleben in der großen Politikvon Seiten der Alt-Parteien und ihnen übergeordner Instanzen, die das Fach bis zur Beihilfe zum Kinderraub verbogen haben, so viele weitere Verbiegungen, daß es angebracht erscheint, weitere Warnungen weiterzugeben, folgende etwa:  https://vera-lengsfeld.de/2018/10/26/offener-leserbrief-an-den-tagesspiegel-zum-globalen-migrationspakt/  und folgende: https://www.youtube.com/watch?v=dR4Jk0oA890

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2.  Ärztliche Korrespondenz

Am 5.10.2018 schrieb Dr. Reinhard Gnauck, Internist/Gastroenterologe, langjähriges Mit­glied der GEP und vormals Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Menschen­rechte (IGfM):

„… beim Lesen Ihrer Klage über das geringe Interesse am Thema Psychiatrie und ihres sozia­len und politischen Mißbrauchs möchte ich über einen früheren Erklärungsversuch hin­aus sagen: Was viele Menschen einschließlich Par­tei­vor­ständen von diesem Thema fern­hält, ist meines Erachtens schlicht ANGST. Angst, in etwas Unfaßbares ver­wickelt zu wer­den. An den Wahnvorstellungen eines Schizophrenen, am Ge­baren eines Mani­kers, am Krampf­zustand eines Epile­p­tikers, schon an schlichten Rausch­zu­ständen ist für viele Men­schen etwas so Befremdliches, Unheimliches, daß sie damit einfach nichts zu tun ha­ben wol­len…“

Ich antwortete:

Lieber Kollege Gnauck,

vielen Dank für Ihr Eingehen auf meine Klage über die verbreitete, gewiß auf Angst beru­hen­de Abwehr des Psychia­tri­schen. Ich gehe darauf immer wieder ein, weil Angst 1.) das klare Den­ken grund­sätz­lich beein­träch­tigt, sie so nach Möglichkeit aufgehoben werden sollte  und 2.) weil die verbreitete Angst vor den genannten Krank­­­heiten auch die freie po­li­tische Ent­schei­dung vieler Menschen behindert und sie so für uns alle gefähr­lich ist. In­dem unsere etablierten Politiker und Medien (das Establishment) Andersden­kenden, Oppo­si­tio­nellen gern etwa „Verschwö­rungs­theorien“, Wahn­haf­tes also, anhän­gen, mobilisieren sie solche Ängste und nüt­zen sie gleich­zeitig zur Diskreditierung politischer Geg­ner aus. Dies eine, dabei keines­wegs die seltenste Form politischen Psychiatrie-Miß­brauchs, der ich immer wieder entgegentrete.

Nun sollten Psychiater, meine Fachkollegen, die die genannten Krankheiten als meist ungefährlich und gut behandelbar kennen, leichtfertigen Ausweitungen und Ver­wischungen psychia­trischer Krankheitsbegriffe, damit dem Schüren unberechtigter Ängste durch Po­li­ti­ker und Me­di­en weh­ren. Schon die Ver­wischung des Un­ter­schieds von (oft schwerer) psychischer Krank­heit und vielfach flüchtigen, all­mensch­li­ch-psychischen Störun­gen begünstigt Mißbräu­che des Fa­ches, wie sie gerade in jüngerer Zeit hierzulande bekannt geworden sind. Unter­schei­dungs­vermö­gen ist die Vor­aus­­setzung sachgerechten Denkens und sollte just hier von Psychia­tern zu erwar­ten sein. Leider unterstehen auch sie und ihre Beruf­vertr­etungen weithin politischem Einfluß, blei­­b­en sie damit besagtes Unterscheiden  oft schuldig, lassen sie entsprechende Ängste wu­chern und nehmen Miß­bräu­che des Fachs ruhig hin. Weil sich aber die Öffentlichkeit ums Psychiatrische angstbedingt kaum kümmert, können sich Politiker und Psychiater solche Mißbräuche letztlich leisten.

So gut vorgestern im Petitionsausschuß etwa die Petition Lengsfelds (die „Gemeinsame Erklärung 2018“) von ihr und H. Broder vertreten wurde, richteten sie doch gegen das Establish­ment wenig aus – außer vielleicht ein weiteres Stückchen Aufklärung und Entängstigung einiger zu besserer Er­kennt­nis noch bereiter Mitbürger. So versuchen wir, versuchen viele in der gegenwärtig unser Land und weite Teile der westlichen Welt fast zer­reißenden Ausein­ander­setzung um das Thema Migration dem Establishment zu wehren.

Besten Gruß Ihr Weinberger                                                   10.10.2018

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  1.   Am 23.9.2018 publizierten wir folgende Presseerklärung

Zur drohenden Psychiatrisierung von Marine Le Pen

 Am 20.9.2018 meldete Spiegel online: Weil sie IS-Fotos postete, drohen Marine Le Pen wegen „Verbreitung von Gewalt­bil­dern“ bis zu drei Jahre Haft. Ein Gericht will nun prüfen, ob sie zurechnungsfähig war – und ordnet eine psychiatrische Untersuchung an.

Und Spiegel online mit spürbarer Genugtuung weiter: Marine Le Pen muss sich offenbar einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen. Die Rechts­populistin veröffentlichte auf Twitter einen Gerichtsbeschluss, der auf den 12. Sep­tem­ber datiert ist und in dem die Vorlage eines entsprechenden Gutachtens angeordnet wird.

Dazu stand im Netz an anderer Stelle: „Nach den islamistischen Anschlägen in Paris 2015 verbreitet die Rechtspopulistin Marine Le Pen schockierende Gewaltfotos. Sie will damit den ‚Horror des IS an­pran­gern’. Die Justiz ermittelt und nimmt nun den geistigen Zustand der Französin in Augenschein.“ Eine „Psychiaterin soll…  einschätzen, ob die Rechts­populistin zurechnungsfähig war, als sie im Dezember 2015 brutale Fotos der Dschi­ha­­disten­miliz Isla­mischer Staat (IS) auf Twitter teilte. Sie soll zudem prüfen, ob ‚der geistige Zustand der Be­troffenen die öffentliche Ordnung oder die Sicherheit von Personen bedroht’. Die Bilder zeigten unter anderem einen Mann, der bei lebendigem Leib in einem Käfig ver­brannt wird. Deshalb drohen Le Pen in dem laufenden ­ Verfahren drei Jahre Haft und 75.000 Euro Geld­strafe wegen ‚Verbreitung von Gewaltbildern’. Darauf stehen in Frankreich zum Schutz von Minderjährigen harte Strafen.“

Viele von uns erinnern die Schreckensnachricht von der Verbrennung eines in die Hände syrischer Dschihadisten gefallenen  Piloten, der da lebendig verbrannt wurde. Auf die Ver­öffentlichung von Bildern davon drohen der Frau jetzt – nicht zu fassen – Haft oder Psychia­tri­sierung, die Persönlichkeitsvernichtung.

Viele im Westen sehen, daß wir einer totalitären Orwell-Huxleyschen Diktatur entgegen­ge­hen, wobei die Psychiatrisierung Le Pens deutlich sowjetisches Muster trägt, das der Zer­störung politisch Andersdenkender unter heilkundlich-rechtsstaatlicher Tarnung. Das Toll­ste aber ist, daß – die Linke reibt sich da ohnedies die Hände – auch die AfD, die doch einige geistige Verwandtschaft zur Le Pen aufweist, demnächst also ähnlich psychiatrisch „erledigt“ werden könnte, an dem Fall keinerlei Anstoß nimmt, sie wie die Rechten seit Jahrzehnten allgemein am Thema des Psychiatriemiß­brauchs generell vorbeigeht, ja es nachdrücklich abwehrt.

„Es ist kaum nötig, sich zu erinnern“, schreibt der italienische Journalist Maurizio Blondet, „dass die psychiatrische Behandlung von Gegnern eine in der Sowjetunion praktizierte Spe­zialität war; heute wird sie in Westeuropa eingeführt.“

F. Weinberger, GEP        

Auf diesen erst einmal im kleinen Kreis ausgesandten Beitrag trafen rasch Repliken ein. So schrieb Gerhard Ulrich, Morges, VD, Schweiz:

… Es freut mich ausserordentlich, dass Du als Psychiater gegen diesen Psychiatri­sierungs-Terror aufbegehrst. Man mag Marine Le Pen nicht mögen; sie aber für verrückt erklären zu wollen, ist einfach unfassbar. Wenn das durchginge, kämen immer noch mehr Menschen unter diese Räder. 
Nun, Le Pen kann auf potente Unterstützung rechnen, andere Opfer des Psychiatrie-Missbrauchs können es leider nicht. 
Mit herzlichen Grüssen G. Ulrich

War in obigen Stellungnahmen erneut von drohender „psycho-justitieller“ Übergriffigkeit die Rede, so ist am Ende dieses Tages besonders noch der drei Menschen zu gedenken, die heute in Hamburg von einem psy­chisch Kran­ken, den sie ins Krankenhaus zu bringen hatten, mit einer brennbaren Flüssigkeit begossen, angezündet und so schwerst verletzt wurden. Einer von ihnen kam noch vor Ort zu Tode. Psychische Kran­kheit und ihre Behandlung sind und blei­ben nicht selten nach allen Seiten hin, mitunter unvermeidlich mit „Übergriffig­keiten“, Unab­seh­barkeiten behaftet. Um so mehr mahnt auch dieser entsetzliche Vorfall zur Sorgfalt im Umgang mit psychi­scher Krankheit, ja schon mit dem Begriff von ihr.
                                                                                                                                               24.9.2018

One response to “Aktuelles”

  1. Dr. Richard Barabasch

    Manches muss auf dieser Welt,

    lieber Herr Weinberger,

    gesagt sein, damit es in der Zeit auf diesem Welten-Raum auch ausgesprochen ist und somit in Zeit und Raum geschehen ist (und eingehen kann in die Energiefelder dieser Erde, um irgendwann einmal die Wirkung zu entfalten, die der Wahrheit als solcher zusteht und – durch die Aussage – dann auch zu gegebener Zeitt wirken kann) . . .

    Herzlichst,

    R.B.

    PS : und manche Wahrheiten brauchen eben mehrere Ansagen . . . . .

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