Aktuelles

In der vorliegenden Rubrik stehen kürzere Mitteilungen zu aktuellen Ereig­nissen und Feststellungen, die zwischen den seltener, ein- oder halbjährlich erscheinenden Rundbriefen an­fallen. Diese Kurzmitteilungen werden vom Zeitablauf meist bald abgelöst. Was von ihnen längerfristig festgehalten zu werden verdient, wandert dann in den näch­sten Rundbrief. So wurde auch die seit Oktober 2018 in dieser Rubrik ste­henden Einzel-Beiträge inzwischen großenteils im Rundbrief 1/19 zusammengefaßt. In der vorliegenden Rubrik wurden sie dafür dann gelöscht. Die jüngsten Einträge in der Rubrik werden im Folgenden rot markiert.

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Korrespondenz mit einem langjährig psychisch Kranken, der wie viele Kranke auch seine sehr gesunden Ansichten hat

Hallo, Herr König*,

Sie stießen vor kürzerer Zeit über die GEP-Webseite  auf mich und schenkten mir anläßlich Ihres vorgestrigen Besuchs das Buch von Birgit Kelle MUTTER­TIER –  gewiß nicht von ungefähr. So wie die Autorin darin für „die Mutter“ und ihre Achtung in der Gesellschaft spricht, sprachen Sie durch Ihre Er­scheinung, Ihre Beweglichkeit, Ihre Aufgeschlossenheit und viel­sei­tigen Inter­essen – nicht zuletzt für die Psych­iatrie. In der Öffent­lichkeit wird sie po­li­tisch und pu­bli­zi­stisch vielfach ähn­lich her­untergemacht und ver­frem­det, wie es Frau Kelle für das „Mut­ter­­sein“ be­klagt. Die öffentliche Behandlung ihres Anliegens wie unseres psychiatri­schen Themas weist viele Paral­lelen  auf, gehört rot-grüner Gesell­schafts­änderung an und dient ihr.

Mich, der ich jetzt lange schon aus der psychiatrischen Praxis heraus bin, freut, daß Sie die meisten Ihrer ärztlichen Be­handler, aber auch der Mitarbeiter in Fachkrankenhäusern, Am­bu­lan­­­zen und Pra­xen als sympathische, um Sie be­sorg­te Mitmen­schen erlebten, da­zu, daß Sie die Fort­schritte, die die Phar­ma­ko­the­rapie hier über die Jahre gemacht hat, an sich selbst, aber auch an Mit­pa­ti­en­ten bestätigt finden. Gewiß, es gibt auch Schnösel unter den Fachleuten, auch Professoren und Ordinarien, die Fälle wie die von E. Herrmann (RB 1/11,3.2) oder G. Mollath (1/19,5) produzieren. Sie selbst waren früher im bio-medizi­ni­schen Be­reich tätig und be­merken mit gutem Grund wohl auch von daher:

„Medikamente werden als Chemie, als Gift bezeichnet und allein nach ihren Nebenwirkungen ab­ge­­­urteilt. So führt der Weg weiter weg von den Errungenschaften, die uns die Wissen­schaft in den letzten 200 Jahren beschert hat.… Sig­mund Freud oder Samuel Hahnemann hatten von moderner Biomedizin mit Genetik und  Mo­le­kular­biologie noch keine Ahnung.“

So viele Geschlechtsgenossinnen von Frau Kelle sich auf der rot-grünen Gegen­seite tum­meln, so halten es leider auch viele meiner Berufskolleg/inn/en, vor allem sol­che, die in der Öffent­lichkeit zu Wort kommen. Von ihnen schrieben Sie jetzt:

„Ihr Sigmund-Freud-Psychiater*innen respektiert keine Gren­zen, keine Privatsphäre. Was er­reicht Ihr damit? Entweder der Patient wird aggressiv und verbittert und bricht die Behandlung ab oder er wird depressiv, gebrochen und begeht u.U. Selbstmord...

Frau Kelle sieht die Abwertung der (westlichen, weißen) „Mutter“ aus ideologischen  Moti­ven, dazu auch aus unter­nehmerisch-wirtschaftlichen Gründen hervor­gehen. Dabei teilen diese auch viele Frauen. Was die entsprechenden unguten Verän­derungen im psych­ia­tri­schen Bereich betrifft – es gibt in ihm, wie gesagt, auch gute –, sehen wir die ideologi­schen Mo­ti­ve gar im unmittelbar das Fach­ umgebenden Umfeld des Freud-Marxismus. Die Verant­wortung für deren praktische Umsetzung müssen wir ähnlich leider vielen unse­rer Fachkollegen und Spit­­­­zen­ver­treter vor die Füße zu legen. In diesem Punkt sehe ich deren Rolle also doch kriti­scher als Sie, der Sie mit ihnen nur in persönlicher Begegnung zu tun haben. Mit der An­erken­nung der Freudschen Schwindellehren als Wis­sen­schaft haben sie leider wesent­lich zur Zerbröselung des tradierten Wer­te­system bei­ge­tragen weit über die famili­ä­ren Struk­turen und die Be­ziehung von Mutter und Kind hinaus.

Im Zug der insgesamt fragwürdigen Entwicklung liegt aber auch, daß manch langjährige Psy­ch­ia­trie­pa­tienten ihren Be­handlern, vor allem den öf­fent­lich zu Wort kommenden, jetzt auch die Le­viten lesen können.

Mit besten Grüßen
Dr. Weinberger, GEP                                                       17.1.2020

* Name geändert

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Am 29.12.2019  stießen wir auf folgende Arbeit der Ärztinnen Anna Prinz und Prof. Ursula Gresser. Sie wünschen ihre weitere Verbreitung. So setzen wir sie auch auf unsere Webseite.

Kontaktabbruch zu den leiblichen Eltern macht Kinder krank !

 

3 responses to “Aktuelles”

  1. Dr Rainer Hermann Kurz

    Vielen Dank für die erfrischenen Worte die mir hier in England Mut machen.

    Seit 2012 decke ich einen ganz schlimmen Fall auf wo Psychiater und Psychologen scheinbar Kinderschändung und noch schlimmeres unter den Teppich kehren.

    Ich habe zum Thema 28 Poster und ein halbes dutzend Vorträge präsentiert (bisher alle auf Englisch) die im Internet stehen und bei mir angefordert werden können.

    Dr Rainer Hermann Kurz
    C. Psychologist
    London
    UK

    ichinendaimoku@gmail.com

  2. Dr. Richard Barabasch

    Manches muss auf dieser Welt,

    lieber Herr Weinberger,

    gesagt sein, damit es in der Zeit auf diesem Welten-Raum auch ausgesprochen ist und somit in Zeit und Raum geschehen ist (und eingehen kann in die Energiefelder dieser Erde, um irgendwann einmal die Wirkung zu entfalten, die der Wahrheit als solcher zusteht und – durch die Aussage – dann auch zu gegebener Zeitt wirken kann) . . .

    Herzlichst,

    R.B.

    PS : und manche Wahrheiten brauchen eben mehrere Ansagen . . . . .

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