Aktuelles

In der vorliegenden Rubrik stehen kürzere Mitteilungen zu aktuellen Ereig­nissen und Feststellungen, die zwischen den seltener, ein- oder halbjährlich erscheinenden Rundbriefen an­fallen. Diese Kurzmitteilungen werden vom Zeitablauf meist bald abgelöst. Was von ihnen langfristig festgehalten zu wer­den verdient, wandert dann zusammengefaßt in den näch­sten Rundbrief. Die jüngsten Einträge in dieser Rubrik werden im Folgenden rot markiert.

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3. Offener Brief an eine Mutter, die der deutsche (Un-)Rechtsstaat ihrer Kinder beraubte, bis er sich in seine Schranken gewiesen fand[1]

Liebe Frau Kuwalewsky,

schön, daß Sie neulich wieder anriefen. Ihre erneute Danksagung habe ich diesmal in unseren Rund­brief 1/18,5.16 gesetzt, weil solche Belobigungen bei der GEP ja selten ein­ge­hen. Ich freue mich, daß Ihre 2014 Ihnen geraubten vier Kinder, jetzt wieder in ihrer Ob­hut, gut ge­deihen und auch Ihre Auseinandersetzung mit dem Land Rheinland-Pfalz und damit Ihr Schadensersatz voran­kommen.

Eberhart Herrmann (RB 1&2/09), der erste von uns (Prof. Dieckhöfer und mir) erfolgreich aufgegriffene Psycho-Miß­brauchs­fall hierzu­lan­­de –  über seinem Fall wandten ja in­direkt auch Sie sich um Begut­achtung an mich – hat ein solch öffentliches Wort für uns noch nicht eingelegt.

Mein Einsatz für Gustl Mollath geriet gar zum Aufhänger von Aus­gren­­zungen und Verleum­dungen. Wesentlich durch mein Gutachten, auf das sich dann der Journalist Ka­spe­ro­witsch stützte, wurde Mollaths Fall im Land bekannt, kamen Mitge­fühl für ihn und Empörung gegen seine Übeltäter auf. Durch dieses Gut­ach­ten kam er nach sieben­einhalb­jäh­riger Psycho-Inter­nie­rung dann auch frei. Bei allem  öf­fent­lichen Druck brauch­te das Land­­ge­richt Nürnberg-Fürth, das im August 2013 die Freilas­sung ver­füg­te, dafür ja immer noch ein entspre­chen­des fachärztliches Gutachten. Es mußte auf meines zu­­rück­­grei­fen. Ein an­deres stand ihm aktuell nicht zur Ver­fü­gung.

Schon im Frühjahr 2013 aber begann zuerst auf dem Blog der Gabriele Wolff, einer Ober­staats­­an­wäl­tin a.D. und erklärten Freud-Anhängerin (RB 1/13,7), ein fortgesetztes Ge­ifern gegen mich, wesent­lich gestützt von ähnlichen Freud-Anhängern.[2] Als ganz und gar abwegig, „intel­lektuell und moralisch unredlich“, „nicht mehr ernstzunehmen“ etc. wurde ich abgetan. Auch unser verstorbener Ehrenpräsident Prof. von Baeyer, der ehem. Vizepräsident des Weltverbands für Psychiatrie, wurde besudelt. Einer der Schmäler war neben Wolff (Klar­name G. Gor­don) und dem bekannten G. Postel der Sozio­lo­ge S. Pomm­­renke. Dieser setzte sich in dem Viel-Auto­ren Buch Staats­ver­sagen auf höchster Ebene als dessen Mit-Heraus­geber dann er­neut als Mol­laths wah­rer Sachwalter in Szene, bot als kompetente Zeu­gen dazu u.a. mei­ne Fach­kol­legen Rauch­fuß und Torhorst auf, die vordem nicht den kleinsten Fin­ger für Mol­lath ge­rührt hatten. Auch dieser steuerte zu dem Buch etwas bei, was er bei anderer Gelegenheit vordem auf einer gemeinsam u.a. mit mir be­strit­­tenen Ta­gung in Gießen (RB /14,3.9) be­reits abgegeben hat­te, besagtem Buch jetzt eine Anmutung von Authentizität gebend.

Mollaths renommierter Verteidiger im Wiederaufnahmeverfahren 2014, der vormalige Maoist, jetzt beken­nende 68er RA Strate, machte während des WAV, bis dahin mir freundlich zugetan, ur­plötz­­lich Front und riß mich in seinem 2014 erschienen Buch  „Der Fall Mollath“ vollends her­unter. Kein Wort von Mollath dazu. Hätte dieser darauf gedrungen, daß mein im Vorjahr seine Freilassung bewirkendes Gut­ach­ten auch bei seinem Wiederaufnahme­ver­fahren (WAV) 2014 auf den Tisch kommt – angeblich wies Strate es ab -, wäre seine „Nachbe­gut­ach­tung“ durch den Forensiker Nedopil und damit seine er­neute psychiatrische In­fra­ge­stellung durch ihn wohl hinfällig ge­wesen.

Mit dem WAV gelang es dem „System“ im Fall Mollath halbwegs, sein Gesicht zu wah­ren, auch was dessen Psych­iatri­sie­rung von 2006 betrifft. Mit ihren Verzeichnungen und Anwürfen im Blog, im Buch „Staatsversagen…“ und im Strateschen Buch gelang es besagten neuen Mol­lath-„Für­spre­chern“, vor allem aber dem „Sy­stem“, mich, der ich mit meinem Gutachten Mollath tat­säch­lich zur Frei­heit ver­half, zu diffa­mieren, zumindest zu ignorieren, insbesondere aber mich aus der weiteren Dis­kus­si­on dieses Falles wie des Psych­ia­trie­­miß­brauchs ins­gesamt auszu­schal­ten. Just  meines menschen­rechtlichen En­gage­­ments wegen, das sich anfänglich überwiegend  auf die Psychiatriemmißbräuche in der Sowjetunion bezog, bekam ich 2006 das Bun­des­ver­dienstkreuz ver­liehen. Nir­gends  aber im Zusammen­hang des Mollath-Falles tauch­te jetzt, so viel diese berichteten,  der Name Weinberger auf, nirgends kamen die Um­stände dieser oder son­sti­ger falscher Psych­ia­tri­­sierungen der jün­geren Zeit in Deutschland öffentlich zur Sprache.

Daß meine Gutachten, um die ich in ähnlich skandalösen Fällen wie dem Ihren auch da­nach gebeten wurde, in der Folge von Gerichten kommentarlos abgewiesen wurden, daß Recht-Su­chen­de wie Sie damit grob weiter ihrer Rechte beraubt werden ( RB 1/18,5.1 und 3) – die öffent­liche Mei­nung läßt Ge­rich­te selten un­berührt -, haben gewiß nicht nur manch of­fi­zielle Vertreter dieses „Sy­stems“ in Justiz, Ärz­­te­schaft, Psy­cho­­logie, Medien etc. zu vertreten, son­dern eben auch etliche seiner Mit­läu­fer, die sich mitunter gar als seine Kri­tiker ausgeben, dabei am Kern des Miß­brauch­­pro­blems konstant vorbei­gehen und diejenigen, die daran rühren, herun­terreißen.

Zur Psychoanalyse, die heute meist unter dem Tarnbegriff „Tiefenpsychologie“ läuft und den Kern der Korrumpierung der Seelenheilkunde, ja vielleicht des Staatswesens bildet, sind 2015 in 2. Auflage das Buch Freuds Be­trug des amerikanischen Psychiaters E.F. Torrey und 2017 der neue Wälzer seines Landsmanns F. Crews Freud /Fraud (fraud engl. = Be­trug) – The Making of an Illusion erschienen. Ungerührt davon fährt die deutsche Ärzte­schaft, die 1977 schon mei­ne Freud-Kritik niederschlug, fort, „Tie­fen­­psy­cho­­logie“ Hilfesuchenden teuer zu verkaufen. Wen kann’s wundern, daß sich da Mitläufer anhängen?

Da die „Seelenheilkunde“ von den Alt-Parteien mit der Psychiatrie-Enquête von 1975 in ihre jet­zt besonders mißbrauchstaugliche Form gebracht wurde, klopfte ich zuletzt bei der AfD an, die da­von – „Gnade der späten Geburt“ – unbe­leckt ist. Für das Geschehen im „Psy­cho-Bereich“, so breit es in unterschiedliche po­litische Felder hineinwirkt, zeigte jedoch auch sie sich gänzlich desinteres­siert. Daß in Frankreich jetzt Marine Le Pen die Psychiatrisierung droht, kümmert sie nicht. Über die Be­griffs­­stutzigkeit, die es wie bei den Linken auch bei den Rechten gibt, klagen manch kluge Köpfe in ihren Reihen und mühen sie sich weiter, ihr abzuhelfen. Beide Lager haben ihre „Psychis“ zur Hand. Die Linken erklären durch sie Trump für psychisch gestört, die Rechten die Merkelsche Bundesregierung. Freud’sche Diagnosen sind wohlfeil.

Daß es Ihnen, liebe Frau Kuwalewsky, im gegenwärtigen Zustand unseres Staats­we­sens durch Ihr eigenes Geschick und Ihre Zähigkeit ge­lungen ist, gegen den weit­hin jetzt eta­blier­­ten Un­rechts-staat und seine Schranzen in Justiz, Medizin und Medien aufzu­kom­men und Ihre Kinder zu retten – großartig ha­ben auch diese durchgehalten -, dazu kann ich nur immer wieder herz­lich gra­tulieren. Daß mein Gutachten Ihnen ein we­nig helfen konnte, freut mich. Ihr Lob ist jetzt Anregung, daß ich hier einmal darlege, was uns in der GEP im Kampf gegen den Psy­ch­­ia­trie­miß­brauch sonst so begegnet. Dieser ist ja noch keineswegs gewonnen. Viele scheuern sich an ihm wund wie vordem Sie und Ihre Kinder, reiben sich auf nach wie vor.

Ihnen und den Kindern weiterhin alles Gute!

Dr. F. Weinberger, GEP                                   Garmisch-Partenkirchen, 22.10.2018

[1]  Da ich hier auch zurückliegende Vorgänge anspreche, muß ich auf frühere Darlegungen in den Rund­briefen der GEP (RB) verweisen.

[2]  Vielen, die an Freud irgendwie glauben, an ihm verdienen, ist meine zähe Freud-Kritik nun ein­mal ein Dorn im Auge. In ihrem Enquête-Bericht von 1975 stellte sich nach der deutschen Ärzteschaft gar die Bundes­regierung voll hinter Freud und seine (Schwindel-) Lehren. Kein Wunder also, daß vordem und danach viele im Land ins gleiche Horn stoßen und immer wieder versuchen, uns Zweifler niederzumachen.

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2.  Ärztliche Korrespondenz

Am 5.10.2018 schrieb Dr. Reinhard Gnauck, Internist/Gastroenterologe, langjähriges Mit­glied der GEP und vormals Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Menschen­rechte (IGfM):

„… beim Lesen Ihrer Klage über das geringe Interesse am Thema Psychiatrie und ihres sozia­len und politischen Mißbrauchs möchte ich über einen früheren Erklärungsversuch hin­aus sagen: Was viele Menschen einschließlich Par­tei­vor­ständen von diesem Thema fern­hält, ist meines Erachtens schlicht ANGST. Angst, in etwas Unfaßbares ver­wickelt zu wer­den. An den Wahnvorstellungen eines Schizophrenen, am Ge­baren eines Mani­kers, am Krampf­zustand eines Epile­p­tikers, schon an schlichten Rausch­zu­ständen ist für viele Men­schen etwas so Befremdliches, Unheimliches, daß sie damit einfach nichts zu tun ha­ben wol­len…“

Ich antwortete:

Lieber Kollege Gnauck,

vielen Dank für Ihr Eingehen auf meine Klage über die verbreitete, gewiß auf Angst beru­hen­de Abwehr des Psychia­tri­schen. Ich gehe darauf immer wieder ein, weil Angst 1.) das klare Den­ken grund­sätz­lich beein­träch­tigt, sie so nach Möglichkeit aufgehoben werden sollte  und 2.) weil die verbreitete Angst vor den genannten Krank­­­heiten auch die freie po­li­tische Ent­schei­dung vieler Menschen behindert und sie so für uns alle gefähr­lich ist. In­dem unsere etablierten Politiker und Medien (das Establishment) Andersden­kenden, Oppo­si­tio­nellen gern etwa „Verschwö­rungs­theorien“, Wahn­haf­tes also, anhän­gen, mobilisieren sie solche Ängste und nüt­zen sie gleich­zeitig zur Diskreditierung politischer Geg­ner aus. Dies eine, dabei keines­wegs die seltenste Form politischen Psychiatrie-Miß­brauchs, der ich immer wieder entgegentrete.

Nun sollten Psychiater, meine Fachkollegen, die die genannten Krankheiten als meist ungefährlich und gut behandelbar kennen, leichtfertigen Ausweitungen und Ver­wischungen psychia­trischer Krankheitsbegriffe, damit dem Schüren unberechtigter Ängste durch Po­li­ti­ker und Me­di­en weh­ren. Schon die Ver­wischung des Un­ter­schieds von (oft schwerer) psychischer Krank­heit und vielfach flüchtigen, all­mensch­li­ch-psychischen Störun­gen begünstigt Mißbräu­che des Fa­ches, wie sie gerade in jüngerer Zeit hierzulande bekannt geworden sind. Unter­schei­dungs­vermö­gen ist die Vor­aus­­setzung sachgerechten Denkens und sollte just hier von Psychia­tern zu erwar­ten sein. Leider unterstehen auch sie und ihre Beruf­vertr­etungen weithin politischem Einfluß, blei­­b­en sie damit besagtes Unterscheiden  oft schuldig, lassen sie entsprechende Ängste wu­chern und nehmen Miß­bräu­che des Fachs ruhig hin. Weil sich aber die Öffentlichkeit ums Psychiatrische angstbedingt kaum kümmert, können sich Politiker und Psychiater solche Mißbräuche letztlich leisten.

So gut vorgestern im Petitionsausschuß etwa die Petition Lengsfelds (die „Gemeinsame Erklärung 2018“) von ihr und H. Broder vertreten wurde, richteten sie doch gegen das Establish­ment wenig aus – außer vielleicht ein weiteres Stückchen Aufklärung und Entängstigung einiger zu besserer Er­kennt­nis noch bereiter Mitbürger. So versuchen wir, versuchen viele in der gegenwärtig unser Land und weite Teile der westlichen Welt fast zer­reißenden Ausein­ander­setzung um das Thema Migration dem Establishment zu wehren.

Besten Gruß Ihr Weinberger                                                   10.10.2018

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  1.   Am 23.9.2018 publizierten wir folgende Presseerklärung

Zur drohenden Psychiatrisierung von Marine Le Pen

 Am 20.9.2018 meldete Spiegel online: Weil sie IS-Fotos postete, drohen Marine Le Pen wegen „Verbreitung von Gewalt­bil­dern“ bis zu drei Jahre Haft. Ein Gericht will nun prüfen, ob sie zurechnungsfähig war – und ordnet eine psychiatrische Untersuchung an.

Und Spiegel online mit spürbarer Genugtuung weiter: Marine Le Pen muss sich offenbar einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen. Die Rechts­populistin veröffentlichte auf Twitter einen Gerichtsbeschluss, der auf den 12. Sep­tem­ber datiert ist und in dem die Vorlage eines entsprechenden Gutachtens angeordnet wird.

Dazu stand im Netz an anderer Stelle: „Nach den islamistischen Anschlägen in Paris 2015 verbreitet die Rechtspopulistin Marine Le Pen schockierende Gewaltfotos. Sie will damit den ‚Horror des IS an­pran­gern’. Die Justiz ermittelt und nimmt nun den geistigen Zustand der Französin in Augenschein.“ Eine „Psychiaterin soll…  einschätzen, ob die Rechts­populistin zurechnungsfähig war, als sie im Dezember 2015 brutale Fotos der Dschi­ha­­disten­miliz Isla­mischer Staat (IS) auf Twitter teilte. Sie soll zudem prüfen, ob ‚der geistige Zustand der Be­troffenen die öffentliche Ordnung oder die Sicherheit von Personen bedroht’. Die Bilder zeigten unter anderem einen Mann, der bei lebendigem Leib in einem Käfig ver­brannt wird. Deshalb drohen Le Pen in dem laufenden ­ Verfahren drei Jahre Haft und 75.000 Euro Geld­strafe wegen ‚Verbreitung von Gewaltbildern’. Darauf stehen in Frankreich zum Schutz von Minderjährigen harte Strafen.“

Viele von uns erinnern die Schreckensnachricht von der Verbrennung eines in die Hände syrischer Dschihadisten gefallenen  Piloten, der da lebendig verbrannt wurde. Auf die Ver­öffentlichung von Bildern davon drohen der Frau jetzt – nicht zu fassen – Haft oder Psychia­tri­sierung, die Persönlichkeitsvernichtung.

Viele im Westen sehen, daß wir einer totalitären Orwell-Huxleyschen Diktatur entgegen­ge­hen, wobei die Psychiatrisierung Le Pens deutlich sowjetisches Muster trägt, das der Zer­störung politisch Andersdenkender unter heilkundlich-rechtsstaatlicher Tarnung. Das Toll­ste aber ist, daß – die Linke reibt sich da ohnedies die Hände – auch die AfD, die doch einige geistige Verwandtschaft zur Le Pen aufweist, demnächst also ähnlich psychiatrisch „erledigt“ werden könnte, an dem Fall keinerlei Anstoß nimmt, sie wie die Rechten seit Jahrzehnten allgemein am Thema des Psychiatriemiß­brauchs generell vorbeigeht, ja es nachdrücklich abwehrt.

„Es ist kaum nötig, sich zu erinnern“, schreibt der italienische Journalist Maurizio Blondet, „dass die psychiatrische Behandlung von Gegnern eine in der Sowjetunion praktizierte Spe­zialität war; heute wird sie in Westeuropa eingeführt.“

F. Weinberger, GEP        

Auf diesen erst einmal im kleinen Kreis ausgesandten Beitrag trafen rasch Repliken ein. So schrieb Gerhard Ulrich, Morges, VD, Schweiz:

… Es freut mich ausserordentlich, dass Du als Psychiater gegen diesen Psychiatri­sierungs-Terror aufbegehrst. Man mag Marine Le Pen nicht mögen; sie aber für verrückt erklären zu wollen, ist einfach unfassbar. Wenn das durchginge, kämen immer noch mehr Menschen unter diese Räder. 
Nun, Le Pen kann auf potente Unterstützung rechnen, andere Opfer des Psychiatrie-Missbrauchs können es leider nicht. 
Mit herzlichen Grüssen G. Ulrich

War in obigen Stellungnahmen erneut von drohender „psycho-justitieller“ Übergriffigkeit die Rede, so ist am Ende dieses Tages besonders noch der drei Menschen zu gedenken, die heute in Hamburg von einem psy­chisch Kran­ken, den sie ins Krankenhaus zu bringen hatten, mit einer brennbaren Flüssigkeit begossen, angezündet und so schwerst verletzt wurden. Einer von ihnen kam noch vor Ort zu Tode. Psychische Kran­kheit und ihre Behandlung sind und blei­ben nicht selten nach allen Seiten hin, mitunter unvermeidlich mit „Übergriffig­keiten“, Unab­seh­barkeiten behaftet. Um so mehr mahnt auch dieser entsetzliche Vorfall zur Sorgfalt im Umgang mit psychi­scher Krankheit, ja schon mit dem Begriff von ihr.
                                                                                                                                               24.9.2018