Aktuelles

In dieser Rubrik stehen meist kürzere Mitteilungen und Stellungnahmen zu aktuellen Ereig­nissen, die zwischen den meist halbjährlich bis jährlich erscheinenden Rundbriefen an­fallen. Da diese Kurzmitteilungen vom Zeitablauf oft rasch überholt sind, werden sie nach kürzerer Zeit gewöhnlich von anderen abgelöst. Was von den aktuellen Ereignissen langfristig festgehalten zu wer­den verdient, wandert dann zusammengefaßt in den jeweils näch­sten Rundbrief. Meist berichten wir in dieser Rubrik mehr im allgemeinen Zusammenhang psychiatrischer Mißbräuche als etwa zu Einzelfällen. Die jüngsten Einträge werden jeweils rot markiert.

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Daß Psychiatrie und Psychologie vielfach politisch, auch par­teipolitisch verflochten sind, ist evident. Hinter ihnen stand und steht über Jahrzehnte – uns entgegen – ein gänzlich  undurchdringlich er­schei­nendes Establishment. In jüngster Zeit kam es in Euro­pa, vor allem in Amerika unerwartet zu Umbrüchen, die neue Per­spektiven eröffnen könnten. Wir sahen wie viele andere in der Wahl Trumps ein Zeichen möglicher Änderung und fanden gegen alle abfälligen Kommentare der Mainstreammedien auch für die AfD einige freundliche Worte. Manche ihrer Verlautbarungen etwa zum Gender Mainstreaming kommen unseren ja nahe. Bei den dürftigen Informationen der Main­stream-Medien  halten wir es aber für geboten, auch an­deren kritischen Stimmen Gehör zu verschaffen und so die Rah­menbe­din­gungen breiter darzulegen, in denen sich die Welt und viele Schreck­nisse in ihr, mit ihnen auch die Miß­bräuche von Psych­iatrie und Psychologie bewegen.

Zu dem jetzt breiter diskutierten Thema des Gender-Mainstreamings ist am 27.11.2016 ein Interview von Michael Friedrich Vogt mit Eva Herman erschienen. Mit am anschaulichsten, menschlich ansprechendsten breitet es aus, um was es da geht. Im Jahr 2015 aufgenommen, kommen die pseudowissenschaftlichen Wurzeln dieses politischen Mainstreamings bei Wilhelm Reich und Sigmund Freud  da noch nicht zur Sprache. Dazu bringen weitere TV-Spots Näheres, eines auf Vogts Quer-Denken.TVein anderes auf Kulturstudio und ein weiteres auf NeueHorizonte, zusammenfassend auch unser Rundbrief 2/16.

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Nach der Wahl in Amerika –
neue Perspektiven auch für die Psychiatrie?

Die Überheblichkeit, mit der die politisch-mediale Klasse hierzulande dem neu gewählten, designierten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika begegnet, macht viele kopfschütteln. Vizekanzler Gabriel hängte ihm Popu­lis­mus, Autoritarismus, Chauvinismus an, Kanzlerin Mer­kel stellte ihm unter Forderungen gnädig Zusam­menarbeit in Aus­­sicht. Die Einheitlichkeit ihrer Aus­richtung, ihre schlichten, abgegriffenen Vorhaltungen lassen um so deutlicher ihr Herkommen aus dem gleichen Glo­ba­listen-Lager  erkennen, in dem sich Neomarxisten (Freud-Marxisten), „Neolibs“ und „Neo­con­s“ seit langem treffen. Als selbstverständlich, quasi alternativlos wird die Richtung seit ’68 von den Medien, der gesamten Meinungsbildungsindustrie verkündet, mit zuerst gar in der Psychiatrie.

Wie Trump sagte, hat die globalistische „Neo-Klasse“ in Amerika ihr Zentrum. Daß sie dort spektakulär jetzt abgewählt wurde, läßt ihre Anhänger auch auf dem alten Kontinent natürlich nicht ruhen. So wie sie in „Psycho-Dingen“ seit ’68 einheitlich die Agenda des Neomarxismus bedienten und jede Kritik ausgrenzten oder herunterrissen, fahren ihre (Lügen-)Me­dien jetzt gegen Trump auf, was immer möglich ist. Unter anderem kreiden sie ihm an (FAZ vom 19.11.2016: Der Anti-Medien Präsident), daß er sich ihnen ge­gen­über jetzt rar macht, ihnen kein Schrei­be-Futter gibt, ihren „press pool“ links liegen läßt. Gewiß empfiehlt sich Wachsamkeit. Fürs erste aber hält Trump, was er versprochen hat.

Sie lügen, lügen, lügen,“ sagte er während des Wahlkampfs und sprach damit nicht nur die Medien, sondern die gesamte globalistische Liga an, die von Amerika aus über die WHO, die World Psychiatric Association und die natio­nalen Psych­iaterge­sellschaften  die Strukturen der Psychiatrie in ihren Griff bekommen, so auch hierzulande u.a. die Schwindelwissenschaft der Psychoanalyse etabliert und hier die Psy­chia­trie-Refor­m bis zu den Fällen Herrmann, Kuwalewsky, Mollath etc. durchgedrückt hat. So viele weitere Mißbrauchsfälle es geben mag, bleiben sie meist im Verborgenen, entsteht kein Aufheben um sie oder schläft es rasch wieder ein. (Aus der Geschichte des Letztgenanten holte die Kabarettistin Lisa Fitz am 20.11.16 im BR noch einige sarkastische Lacher hervor). Plötzlich aber stößt die Lüge, die von der Psychiatrie aus immer weitere Kreise im Land gezogen hat, doch auf. Die Amerikaner zumin­dest lassen sich offensichtlich den Gebrauch ihres eigenen Ver­stands weder von den Medien noch den Psychis, ihren Shrinks nehmen. Einige von diesen sind ja auch selbst des Denkens noch mächtig.

Das oft schon zitierte Buch des amerikanischen Psychiaters E. Fuller Torrey Freudian Fraud liegt, wie wir kürzlich sahen, unter dem Titel FREUDS BETRUG auch auf deutsch durchaus vor. Die deutsche Ärzteschaft, die Alt-Parteien, die politische und mediale Klasse aber schä­men sich nicht, Freuds vielfältig ausgewiesenen Betrug der Bevölkerung als Heilkunde weiter anzudie­nen und die Lüge im Land so zu sanktionieren. Wie andere tradierte Werte haben unsere Freud-Marxi­sten die Fragen von Wahrheit und Ehrlichkeit in der Wissenschaft liquidiert. Manchmal aber melden sich diese konkret doch wieder zurück und werden politisch entscheidend.

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Der neue GEP-Rundbrief 2/16 ist Anfang November erschienen. Damit sind die zuletzt in dieser Rubrik stehenden Beiträge zu den Rundbriefen gewandert, sind also dort jetzt abrufbar. Rundbrief 2/16 bringt damit als Schwerpunkthemen

– eine umfassende Kritik der Psychoanalyse, die an ein Interview anlehnt, das Prof. Dr. M. F. Vogt auf Quer-denken.TV mit Dr. Weinberger Anfang September über die  Freudschen Schwindellehren führte, den letzten Grund der vielen Unaufrichtigkeiten, der Lügen vor­stel­lend, die heute nicht nur die Psychiatrie, sondern das gesamte politische Leben im Land durchsetzen. Da­zu legt unser Vorstandsmitglied Dipl.Psych. Klaus Schlagmann dar, mit welcher Kalt­schnäu­zigkeit diese Schwindellehren, auch ihre gröbsten, grausamsten Ausläufer an der Ba­sis „unten“, weil „von oben“ ge­deckt, vertreten werden und zur Anwendung kommen

– weiter bezüglich des „oben“ immer wieder geleugneten Psychiatriemißbrauchs in der DDR eine Entgegnung Prof. Dieckhöfers an einen Kollegen, einen der prominenten Abwieg­ler, die dieses Thema von Anfang an herunterspielten, allem An­schein nach, um im Fall des Falles das Fach selbst als Repressi­ons­mittel zur Ver­fü­gung zu haben – die von uns wieder­holt angeführten Fälle Mollath etc. ein­drück­liche Bei­spiele. Daß die Ausein­an­dersetzung jetzt auch in „Opferverbände“ eindrang –  Prof. Dieck­höfers Entgegnung er­schien in der Frei­heits­glocke 9-10/16 – läßt hoffen, daß die so durch­sichtige wie zäh aufrecht erhaltene Lüge vom Nicht-Vorkommen der „weißen Folter“ in der DDR viel­leicht doch noch zu Fall kommt. Vielen Opfern gereichte sie zum Schaden

– weiter das Thema Gender-Mainstreaming, das ebenfalls „von ganz oben“, nicht zuletzt  von konservativ firmierenden Parteien „hinterlistig“, wie Papst Franziskus es ausdrückte, oft also un­bemerkt, in die Gesellschaft hineingedrückt wird. Seinen Ursprung hat es eben­falls im Um­­feld der Psychoanalyse. Auch dieses Thema konnten wir kürzlich auf alternativen TV-Por­ta­len, u.a. Kulturstudio und NeueHorizonte ansprechen. Daß links und rechts der eta­blier­­ten Parteien und Medien alternative Formationen aufgetaucht sind, hier RT Deutsch, da u.a. die obengenannten, gibt Hoffnung, daß zumindest breiter bekannt wird, was an Ver­frem­dung, nach W. Reich an „sozialistischer Umstrukturierung des Menschen“ von „oben“, vom „großen Geld“ ver­folgt wird. Das Ziel des langfristig betriebenen Unternehmens ist anscheinend, die Men­schen von Klein auf ihrer Orientierung, Identität und Selbstsicherheit zu berauben, sie zu primitivisieren und sie so in möglichst allen Lebensvollzügen von staat­lich ge­trimmten, staatlich approbierten  „Ex­per­ten“ abhängig, kontrollierbar und damit leichter regierbar zu machen. Just so hat es Aldous Huxley 1932 vorausschauend schon in seiner  „Schönen neuen Welt“ beschrieben.

– Schließlich stellen wir auch im neuen Rundbrief aktuelle Fälle eines Psychiatrie­miß­brauchs vor, der hier aufgrund des raschen Eingreifens engagierter Helfer gerade noch ein­mal abzufangen war, in vielen ähn­­­­lichen Fäl­len aber wohl seinen Lauf nimmt, bevorzugt ältere Menschen trifft. Wir legen an verschiedenen Stellen des Rund­briefs dazu weitere Aspekte von schon behandelten Mißbrauchsfällen dar und ge­ben ab­schlie­ßend einen kurzen Aus­blick darauf, wie unsere GEP fortwirken könnte. Üüber 40 Jahre hatte sie gegen ein übermächtiges, rechts­staatlich getarntes, de facto schon bösartiges (Sub-) System an­zu­­kämp­fen und erzielte dabei mit­unter gar Er­folge.

Nachdem sich im gerade zu Ende gehenden Wahlkampf in den USA Vertreter und Kritiker die­ses Sy­stems in noch nicht dagewesener Schärfe gegenüberstanden und aller Lug und Trug des  globalistischen, amerikanisch zentrierten, auch unser Fachgebiet umfangenden (Sub-) Sy­stems damit zur Sprache kamen, bleibt Hoff­nung, daß auch die grund­legen­den Lügen und Li­sten in den Psy­cho-Fächern, an denen wir uns seit 40 Jahren reiben, letztlich noch auffliegen.

Dr. F. Weinberger, GEP                                                     4.11.2016

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Manche früher schon festgehalte Ausführungen sind es wert,  auf Dauer auf unserer Webseite zu stehen, so die von

Prof. Igor Schafarewitsch, einem russischen Mathematiker und Freund Andrej Sacharows, der in einem Aufruf vom 14.05.1978 gegen die Verhaftung des jüdischen Bürgerrechtlers Alexander Podrabinek und weiter gegen die damals in seinem Land verbreitete Psychiatri­sierung Oppositioneller, gegen ihre Internierung und Behandlung als Geistes­kranke, protestierte – seine Worte standen bereits in unserem Rundbrief 3/78:

Wenn man im Menschen nichts anderes sieht als eine Mischung von sozialen oder biologischen Kräften, dann verlieren die Konzepte von Schuld und Strafe jede Be­deu­­tung, so wie sie bedeutungslos sind, wenn sie gegen eine Maschine angewandt werden. So wie ein kaputter Computer nicht vor Gericht gestellt und nicht bestraft, sondern repariert wird, so ist es notwendig, eine Person zu reparieren, die aufhört nach dem offiziellen Programm zu funktionieren. Für exakt diesen Zweck gibt es psychiatrische Spezialkrankenhäuser.

Diese Schlußfolgerung ist so unausweichlich, daß schon ein Früh-Materialist wie Weitling, ein Vorläufer und Lehrer von Marx, das Bild einer Zukunftsgesellschaft von Freiheit und Harmonie gemalt hat, in der es keine Gerichtsverfahren und keine Prozesse mehr gäbe, in der vielmehr alle von schlechten Leidenschaften Besessenen in Hospitäler gesteckt und die Unheilbaren auf speziellen Insel-Kolonien festgehalten würden. Dies eine typische, von einem schlimmen Phantasten geträumte Utopie. Um wieviel schauriger ist die Utopie, die das reale Leben ge­schaf­fen hat? Im (noch kleinen) Modell zeigt sie uns, was uns in nicht zu ferner Zukunft erwartet.

Eine Kostprobe davon ist gegeben, wenn Psychiater zwangseingewiesenen Patien­ten in offensichtlich aller Ernsthaftigkeit erklären, daß ihre religiösen Glaubens­überzeugungen oder ihre kritischen Haltungen dem Leben gegenüber, ihr Mangel an sozialer Anpassung, wie die Ärzte sagen, ein klares Symptom geistiger Er­kran­kung seien.

Die Weltanschauung, von der solche Ansicht stammt, ist nicht in Rußland geboren – sie wuchs und trieb Blüten auf westlichem Boden. Aus diesem Grund bin ich sicher, daß auch der Westen von der gleichen Gefahr bedroht ist, wenn vielleicht auch in anderer Weise – von der Perfektion der Techniken zur Mani­pulation des Denkens, von der Veränderung des Menschen in ein eindimen­sionales Wesen, das seiner inneren Freiheit beraubt ist…

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One response to “Aktuelles”

  1. Klaus Schlagmann

    Zum Gender-Thema:

    Als ich mit beginnender Studentenzeit in den frühen 80er Jahren erste Erfahrungen mit Partnerschaften machte, traten mir selbstbewusste junge Frauen gegenüber, die – für mich selbstverständlich – respektvolle Behandlung erwarteten. Eine Kopie des Rollenvorbilds unserer Eltern kam nicht in Frage. Es war nicht schwer, mich z.B. für die Problematik einer vorherrschenden Männersprache zu sensibilisieren. Die Lektüre von „Die Töchter Egalias“ (in diesem Roman der Autorin Gerd Brantenberg wird eine Gesellschaft konsequent so gezeichnet, dass hier die Frauen dominant das gesellschaftliche Leben und die Sprache bestimmen; dass sich am Ende erste zaghafte Versuche zur Gegenwehr von männlicher Seite aus regen, betrachtet man hier als logisch und überfällig) bot eine witzige Möglichkeit zur Einfühlung in die andere Seite. Als junger Vater wollte ich mich dann natürlich auch von Beginn an in die Kinderversorgung einbringen. Freilich musste ich so auch die Frustration erleben, dass ein Säugling schon sehr schnell unterscheiden kann, ob er von Mama oder Papa im Arm gehalten wird: Mama war in etlichen Situationen eindeutig beruhigender. Hier spürte ich sehr unmittelbar die Grenzen der mir damals ideologisch durchaus noch wünschenswert erscheinenden Beliebigkeit.

    Aus meiner Sicht ist dabei übrigens nicht daran zu zweifeln, dass die Unterwerfung frauenrechtlicher Gesellschaften durch patriarchalische Eroberer eine Form der Ur-Unterdrückung der Menschheit darstellt. Die damit einhergehende Entwertung von Frauen hatte und hat geradezu zwangsweise zur Folge, dass immer wieder entsprechend unterdrückte Mütter in ihren Kampf gegen diese unsinnige Einengung und Bevormundung ihre eigenen Kinder als Blitzableiter und Partnerersatz instrumentalisieren. Im Ödipus-Mythos, den ich z.B. in „Ödipus – komplex betrachtet“ eingehend untersucht habe, sehe ich einen Niederschlag dieses wichtigen Menschheits-Themas. Die patriarchalische Norm – Männer sind wichtiger als Frauen – hat Auswirkungen auf die konkrete Familie: Allzu leicht befinden sich in solch einer Gesellschaft die Eltern latent in einem Dauer-Konflikt, in den immer wieder Kinder hineingezogen und geprägt werden. Dass dieses Thema bereits von Marx und Engels analysiert wurde, erscheint mir nur als guter und notwendiger Beitrag zur Aufklärung.

    Dass mit der heutigen Genderisierung eine Zerrüttung von Familien, und damit von Gesellschaften, einhergeht, steht auf einem anderen Blatt und ist mir erst in den letzten Jahren deutlich geworden. In der asiatischen Lehre von Yin und Yang sehe ich ein schönes Modell, das womöglich eine wünschenswerte Entwicklungsrichtung angeben könnte: Zwei Teile, die von der Form her gleich, von der Farbe gegensätzlich sind, jeweils versehen mit dem Keim des anderen. Und nur gemeinsam bilden sie eine runde Sache.

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