Aktuelles

In der vorliegenden Rubrik stehen kürzere Mitteilungen zu aktuellen Ereig­nissen und Feststellungen, die zwischen den seltener, ein- oder  halbjährlich erscheinenden Rundbriefen an­fallen. Diese Kurzmitteilungen werden  vom Zeitablauf meist bald von anderen abgelöst. Was von ihnen langfristig festgehalten zu wer­den verdient, wandert dann zusammengefaßt in den näch­sten Rundbrief. So geschah es auch mit dem im Juli erschienenen Rundbrief 1/17. Die jüngsten Einträge in dieser Rubrik werden  im Folgenden rot markiert.

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 Zur Bundestagswahl 2017

1.)  Im Folgenden mit Vorbehalt eine Parteinahme für die neue Partei AfD.* Wurden und werden doch die Entwicklungen in der „Seelenheilkunde“, an denen wir uns seit über vier Jahr­zehnten reiben, von den Alt-Parteien, Union, SPD und FDP rückhaltlos forciert und von den Grü­nen und den Linken, ja dem gesamten Establishment dann mitgetragen. Daß den auf­ge­zeigten Fehlern und Falschmünzereien, zum Teil schlich­ten Be­­trü­gereien in den Psycho-Fächern bis letztlich hin zu den Skandalfällen Mollath, Kuwalewsky und anderen in unseren Rund­briefen der letzten Jahre angeführten, jetzt von der AfD abgeholfen wird, dafür besteht zwar keinerlei Gewähr. Ihre breite Opposition aber gegen den „Mainstream“ ins­ge­samt, darunter das der „Tiefenpsychologie“ entstammende Gender-main­streaming, be­rechtigen aber doch zur Hoffnung. Dazu gibt es gewiß auch andere Gründe.

* Obiges jetzt um so nachdrücklicher, als Vertreter dieser in vielen Parlamenten schon vertretenen Partei vom Mainstream in einer Weise ausgegrenzt und angegriffen werden, wie sie in unseliger Vergangenheit gegen Juden, Sinti und Roma, anhob. Niemand in unserem Vorstand gehört abei der AfD an! 30.8.2017

Wie das Establishment in Amerika den gewählten Präsidenten Trump seit seiner Amtsü­ber­nahme weiter mit Haß überzieht, seine Gesetzesinitiativen blockiert und so ihm resultie­rende Miß­er­folge dann anlastet – „Psychis“ kommen ihm dazu noch mit fachspezifischen Ver­leum­dun­gen** -, so werden, wenn die AfD dem­nächst im Bun­destag sitzt, die Tiraden auch ge­gen sie nicht ab­reißen. Bei allen Verlästerungen des neuen US-Präsi­den­ten durch das Estab­lish­ment drüben wie hüben – wir sind dabei keineswegs seine Fans – steht im Übrigen fest, daß Trump bei der bisher kur­zen Dauer sei­ner Prä­si­dent­schaft doch nach­hal­ti­ge Verän­de­rungen in den USA etwa zur Recht­sprechung bereits durch­­­ge­setzt hat. So ist hier­zulande, auch wenn die AfD nur ein be­schei­de­nes Wahlergebnis einführe, damit zu rech­nen, daß in viele bisher festgefahrene Gesell­schafts­­be­rei­­che doch ein fri­scher Wind einzieht, viele vom Muff der Altpar­teien abgedeckte The­men neu aufkommen und manch notwendige Veränderungen angestoßen werden.

** Laut n-tv vom 20.8. 17 will die Demokratin Zoe Loefgren Trump auf seinen Geisteszustand hin jetzt zum gesund­heitlichen Check-Up zwingen (RB 1/17,4). Eine entsprechende Resolution brachte die Kalifornierin im Repräsentantenhaus ein.

Von eher links-katholischer Seite zeigte der bekannte Strafverteidiger Rolf Bossi (†) in sei­nem Buch HALBGÖTTER IN SCHWARZ allein im System der Justiz –  in petto stehen aber die „Halb­götter in Weiß“  nicht minder – viele über Generationen fortbestehende, zum Teil aus Nazi-Zeiten stammende Unrechtsregelungen auf. Aus ihnen resultieren bis heute für uns Bürger mit­unter schwere Schäden. Nie­mand aber stellt sie ab, weil andere aus ihnen Nut­zen ziehen, die Abstellung Mühe macht und vor allem weil Betroffene doch relativ sel­ten sind, auch sie in ihrem Widerstand leicht ermüden und die Mehrheit der Bürger von anderen Pro­blemen aus­­gelastet ist. Uns könnte es gleich sein, ob sich  Linke oder Rechte besagter Un­zu­­läng­lichkeiten an­nehmen. Ob es, nachdem es  „die alten“ Politiker, Parlamentarier nicht taten, demnächst neue tun werden?

2.)  Dr. Weinberger am 3.8.2017 an ärztliche Kollegen
und deren Antworten:

… Hat sich mit der AfD nochmals die Chance aufgetan, der fort­schreitenden Auf­lösung unseres Volks und seiner rechtsstaatlichen Ordnung entgegenzuwirken, erkennt man in der AfD auch, daß und wie diese Ordnung von vielen Gutmenschen, auch per „Kir­chen­­asyl“, Marxschen und evangelischen Wahl­emp­fehlungen unterlaufen wird, so sperrt man sich auch hier weithin gegen die Erkenntnis, wie die etablierte GroKo- bzw. Allpartei­en-Po­li­tik just von unserer Ärzte­-Vertretung mit-angeführt und gedeckt wurde. Ich er­lebte die or­gani­satorische Wei­chen­stel­lung zur „neuen 68er Denke“ auf psy­ch­ia­trischem Fachge­biet vor über 40 Jahren schon. Hinweise darauf liebt auch die AfD ver­ständ­­licherweise nicht: Eine Front etwa noch „gegen die Ärzte“ kann sie nicht wollen. Erstens werden viele Kol­leg(in­n)en in den Wahlka­binen bei ihr im­mer noch ihr Kreuzlein machen und zweitens kommt das ärztliche Gro­Ko-Mitläu­fer­tum, in der Psy­ch­iatrie seit An­fang der 1970er Jahre manifest, vor allem von ihrer „Ärzte-Ver­tre­tung“. Die Wahlen zu ihr er­lebte ich in Starnberg über Jahrzehnte als ebenso ma­ni­pu­liert wie es heute auch anderen­orts beobachtet wird…

(angehängt war dem Schreiben der Link https://philosophia-perennis.com/2017/07/31/wuerzburg-hauptbahnhof/)

Dr. P. antwortete: … Einmal an die Behörden verschachert, gibt es keinen Weg zurück. Der Deal mit den Behörden ist ein Deal mit der Mafia. Im faustischen Sinn… Blöd nur, daß uns unsere Väter an die Mafia verkauften! Ich wurde ja nie gefragt, auch nicht mit Millionengehältern korrumpiert!…
Tags drauf Dr. P noch zu obigem Video wie auch zu dem folgenden, den Ausführungen von George Fried­man vom Chicago Council / Stratfor-Instiute
https://youtu.be/GeKJnVcld1w: Dabei sind die US-Oli­garchen die Nazis, die uns ‚ihren’ Hitler finanziert haben wie den Russen ‚ihren’ Lenin. Aber das sagt man ja niemandem… 

Dr. G. antwortete auf den oben verlinkten Beitrag in Philosophia perennis und auf meine früheren Ausführungen zu Compact mit: „Danke! Ein realistischer, seriö­ser Bericht über das, was nun ‚zu Deutsch­land ge­hört’; habe (ihn) weitergeleitet…“  Zum ärztlichen, psychiatrischen GroKo-Mitläufertum dann aber noch: „Zugegeben, Sie hatten es mit Ihrem Thema und Ihrem Fachverband  besonders schwer. Letztlich sind alle Leitungsfunktionen bei allen Berufsgruppen unter politischem Einfluß von Parteigängern der jeweiligen Regierung besetzt…

Dr. B. noch zum GEP-Rundbrief 1/17„… Ihre Positionen in den Kapiteln 1-4 gefallen durch die Diszipliniertheit des Denkens und der Argumentation ebenso wie die Kapitel 5 und 6 von Herrn Schlagmann.“ Zum Thema Asyl aber, mit dessen oft berechtigter, öfters unbe­rechtigter Beanspruchung und deren Unterstützung durch „gesinnungsethisch“ beschränkte Kollegen, meist Psychiater, Dr. B. es be­ruflich näher zu tun hat: „In der BRD gibt es kein medizinisches und kein soziales Asyl, sondern aus­schließlich politisches AsylIch habe einen Stoß von 35 cm ‚Gut­ach­ten’ nur aus diesem Jahr ge­sam­melt: Lug und Trug, wohlmeinende Falsch­aus­sagen, fal­sche Gefälligkeitsaussagen zugunsten von Nutznießern…“

Und L.-D., Ärztin, die von  meiner neuen (Gegen-)Begutachtung einer ihres Kinds beraubten Mutter erfahren hatte: „… bin heute bei der Recherche auf Ihre Website gestoßen und bitte darum, mir künftig Ihre Rundbriefe zuzusenden. Von Kindswegnahmen habe ich schon öfter – eher aus der Ent­fernung – gehört und es ziemlich verdrängt. Das jetzt von Ihnen im Fall einer Lehrerin (!) zu hören, schockiert nicht nur mich, sondern auch meinen Mann (Kinderarzt)… DDR 2.0 – keine Frage. Aber die wenigsten merken es. Und darüber kann man nur staunen. Ich bin keine Psy­chologin, aber ich habe den Eindruck, das ganze Land unterliegt einer Massenhypnose…“

4.8.2017

3.)  Seit 27.7.2017 im Netz:

Die immer maßloser werdende Arroganz der Macht der Allparteien-Koalition im Bundestag hat in den letzten zwei Sitzungswochen vor Ende der Legislaturperiode zu einer erheblichen Demontage des Grundgesetzes geführt“ (Vera Lengsfeld). Mit der Einführung eines „Staats­trojaners“, dem Maas’schein NetzDG (Netzwerk­durchsetzungsgesetz, Netz­­werkdurch­suchungsgesetz nach Lengs­­feld) und anderen flinken, linken Überholmanövern bis zur „Ehe-für-alle“ (Schwu­­len und Lesben) haben die Alt-Parteien, voran die ehem. FDJ-Se­kretärin für Agitation und Propaganda, jetzt wohl den Schlußak­kord zur Auf­lösung der überkommenen Rechts- und Werteordnung in Deutsch­land ge­setzt.

Mit un­se­rem langjährigen Widerstand gegen den GroKo-Kurs auf dem „kleinen“ seelen­heil­kund­li­chen Ge­biet faßten wir gewiß nur den kleinsten Zip­fel dieser Arroganz, aber einen für viele doch we­sent­li­chen. Einzelfälle „psycho-justizieller“ Mißgriffe bewegen immer wieder die Öf­fent­lich­keit. Unweigerlich warfen sie die Frage nach Fehlern im System der beteiligten Dis­ziplinen auf. Gegen deren arrogante Widerstände bedürfen sie, Einzelfälle und System, breiter politischer Auf­merksamkeit, finden diese freilich nur schwer, weil alle politischen Lager von den alten Sowjets bis hin zu heutigen GroKo-Politikern an einer mißbrauchbaren, krummen Psych­iatrie inter­essiert sind. Können sie mit ihr doch ihre Gegner billig ausschalten, u.a. sie etwa als „Verschwörrungstheoretiker“ dis­kre­di­tie­ren. So konnten wir in Einzelfällen Psych­iatriemißbräuchen abhelfen – am be­kanntesten immer noch der Fall Mollath -, dem fort­be­stehenden System des Mißbrauchs aber nicht. Im Wahl­kampf wird sich hier auch niemand engagieren. Das Thema gerade des Mißbrauchs­systems ist ja von den Medien über Jahrzehnte nie aufbereitet worden.

Kürzlich nahm ich an einer Veranstaltung der AfD teil, in der ich den Referenten, den be­kannten Publizisten Jürgen Elsässer, auf die Sache hinwies. Im­merhin lehnt die AfD den Un­fug des Gender-Main­streamings ab, das aus der Psychoanalyse Wilhelm Reichs rührt. In der Ver­samm­lung kam die Korrum­pie­rung des Rechts­­staats durch die 68er Kulturrevolution zur Sprache. Daß sie, de facto der Freud-Marxismus, in Deutsch­land dadurch die Oberhand ge­wan­n, daß Freud, ob­wohl international von vielen Gelehrten als Schwindler ausgewiesen (s. http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpinfcde/freud-kritik-und-anti­semitismus/), nir­gends hin­ter­fragt, ja von der Deutschen Ärzteschaft gar sanktioniert, mit dem Zusatztitel „Psychoanalyse“  gar festgezurrt worden ist, stieß nirgends auf. Die Ge­schichte der Grü­nen breitete Elsässer in seinem COMPACT kürzlich schön aus. Von den Ur­sprüngen der 68er bei Freud will er dennoch nichts wissen.

Unsere Medien, nach ’45 direkt und indirekt aus „Li­zenz-Presse“ hervor­ge­gan­gen, schwei­gen tot, was das Volk nicht wissen soll. Neue Informationsträger wie neue Parteien kommen nur hoch, wenn „der Wurm des Establishments“ in sie von vornherein schon mit eingebaut ist (Schill-Partei, „Freie Bür­ger“). So weiß man auch in der AfD, wo angesichts der Mas­sen­im­migration Sorge um Deutschlands Fortbestand herrscht, nicht, daß es selbst in Amerika Psy­cho­ana­ly­tiker im Verbund mit Anthro­po­logen wie Franz Boas, Ruth Benedict, Margaret Mead, Herbert Mar­cuse und ähnli­chen Geistern waren, die in den 1960ern die dortigen Einwan­de­rungs­ge­setze liberalisierten und so aus den USA endgültig eine mul­ti­eth­nische Gesellschaft mach­­ten (E. Fuller Torrey FREUDS BETRUG). Just weil sich die aufgesetzte wissen­schaft­­liche Atti­tüde der Psycho­analyse den Linken in der politischen Auseinan­der­setzung bewährte, wird sie, die immer Pseudo-Wissenschaft war, von ihnen geschätzt und auch von den Unions­parteien, u.a. der ehe­maligen FDJ-Se­kre­tärin Merkel, ähnlich aber auch vom ehemals links-radi­ka­len, jetzt rechten Publizisten Elsässer geschützt.

In einer politischen Ecke, bei den La­Roucheanern in Amerika, in Deutschland vertreten durch die „BüSo“ der Frau Zepp-La­Rouche, hat man das politische Wirken der Freudianer, u.a. ihre Pla­nung der Kul­turrevolution im Londoner Tavistock-Institute for Human Re­lations, vor Jah­ren schon re­gistriert. Wohl weil BüSo ihre Thesen mit anderen, schwerer eingängigen Posi­tionen verband, kam sie bei Wahlen über Null-komma-x-Prozente selten hinaus. Auch wo manches gleich gesehen wird, kommt es noch lange nicht zu gleichen Konsequenzen.

So hilfreich die neue vielschichtige Durchmusterung der Freudschen Lehren und ihrer Folgen speziell in anglo-amerikanischen Län­dern ab den 1970ern war, ließ sie doch weit­ge­hend außer Acht, wie massiv Freud auf die aktuelle „See­len­hei­lkunde“, die Psycho­thera­pie UND Psych­ia­trie, einwirkte und sie und die bei ihr hil­fe­suchenden Men­schen be­schä­digte. Just durch die Ver­bin­dung mit der wissenschaftlichen Psych­iatrie haben Freud und mit ihm der Freud-Mar­xis­mus ihre ge­sell­schafts­po­li­tische Durchschlagskraft erfah­ren, kann sich das Establish­ment mit Maas und Merkel jetzt seine Arroganz erlauben.

Nachdem andererseits nicht unentdeckt blieb, wie das Establishment international doch von Lügen, Lügen, Lügen durch­setzt ist – man muß kein Engel sein, um sie wie Trump zu sehen – und nachdem diese ihren Ur­sprung just im Psycho-Feld haben und die Erkenntnis im mäch­tigsten Land der Welt nun eine mäch­tige Gegensteuerung auslöste, gegen die das (neu-)inke Establishment immer noch vergeblich anrennt, dür­fen wir hoffen, daß, gleich, wie am 24.9.2017 die Wahlen hierzulande ausgehen, 1.) Frieden erhalten bleibt oder einkehrt und 2.) im Psycho-Feld überfällige Kor­rek­­turen durchgesetzt werden. Auch hier, wo die 68er Lüge am frühesten und über Jahrzehnte am frech­sten aufspielte, Heil­kun­de trüb­te, zur Diffamierung Andersdenkender führte, Be­gutachtung und mit ihr den Rechts­staat gefährdete, könnte sie auch immer noch platzen. Manche könnten demnächst so befriedigt noch fest­stellen: Es brauchte so harte Aus­einan­der­set­zungen, bis sich über sie und viele Irrungen hinweg eine redliche, men­schen­­ge­rechte „Seelenheil­kunde“ durch­set­zte.

Von Freudschen Lügen durchwirkt war die 68er Kul­turrevolution von Anfang an. Ihren ge­mischten Aus­wirkungen, der physischen und kulturellen Verfremdung unseres Landes, aber steht, selbst wenn auch sie den Ur­sprung der Verfremdung bei Freud verkennt, die AfD doch ent­gegen. Und das Politische bleibt nie ohne Auswirkungen auch auf das Geschehen in der „Seelen­heil­kunde“.

Klang Ende des letzten Jahrhunderts die aggressive Hochspannung zwischen Ost und West ab, hörten „im Osten“ darüber auch Miß­bräuche der Seelenheilkunde auf, so machten sich in der Politik des Westens bald von der Zerstörung Libyens, Syriens etc. bis intern zu im­mer fragwürdigerem Auf­trump­fen von Rolf Bossis „Halb­­göttern in Schwarz“ (und in Weiß, hier bis zu den immer schlechter versteckten Mißbräuchen der „Reform­psych­iatrie“) îmmer un­ge­zü­gel­tere Ag­gressi­vität und Willkür breit. Über deren Folgen treffen Haß und Lügen­pro­paganda von „oben“ jetzt große Teile des eigenen wider­stän­di­gen Vol­ks. Dabei sind die Lügen fast schon am Platzen, die sich in­ den seelen­heil­kund­li­chen Fä­chern des Westens über Jahrzehnte an­ge­häuft ha­ben. Daß uns aber die nach außen, gegen Rußland ge­richteten Lügen des Estab­lish­ments und mit ihnen ge­schürter Haß erneut an den Rand eines Weltkriegs bringen – Ruß­land jetzt in der Position des Verteidigers -, dem wird das Wahlvolk demnächst vielleicht doch wehren.

27.7.17

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Manch früher schon festgehalte Ausführungen sind es wert,  auf Dauer auf unserer Webseite zu stehen, so die von

Prof. Igor Schafarewitsch, einem russischen Mathematiker und Freund Andrej Sacharows, der in einem Aufruf vom 14.05.1978 gegen die Verhaftung des jüdischen Bürgerrechtlers Alexander Podrabinek und weiter gegen die damals in seinem Land verbreitete Psychiatri­sierung Oppositioneller, gegen ihre Internierung und Behandlung als Geistes­kranke, protestierte – seine Worte standen bereits in unserem Rundbrief 3/78:

Wenn man im Menschen nichts anderes sieht als eine Mischung von sozialen oder biologischen Kräften, dann verlieren die Konzepte von Schuld und Strafe jede Be­deu­­tung, so wie sie bedeutungslos sind, wenn sie gegen eine Maschine angewandt werden. So wie ein kaputter Computer nicht vor Gericht gestellt und nicht bestraft, sondern repariert wird, so ist es notwendig, eine Person zu reparieren, die aufhört nach dem offiziellen Programm zu funktionieren. Für exakt diesen Zweck gibt es psychiatrische Spezialkrankenhäuser.

Diese Schlußfolgerung ist so unausweichlich, daß schon ein Früh-Materialist wie Weitling, ein Vorläufer und Lehrer von Marx, das Bild einer Zukunftsgesellschaft von Freiheit und Harmonie gemalt hat, in der es keine Gerichtsverfahren und keine Prozesse mehr gäbe, in der vielmehr alle von schlechten Leidenschaften Besessenen in Hospitäler gesteckt und die Unheilbaren auf speziellen Insel-Kolonien festgehalten würden. Dies eine typische, von einem schlimmen Phantasten geträumte Utopie. Um wieviel schauriger ist die Utopie, die das reale Leben ge­schaf­fen hat? Im (noch kleinen) Modell zeigt sie uns, was uns in nicht zu ferner Zukunft erwartet.

Eine Kostprobe davon ist gegeben, wenn Psychiater zwangseingewiesenen Patien­ten in offensichtlich aller Ernsthaftigkeit erklären, daß ihre religiösen Glaubens­überzeugungen oder ihre kritischen Haltungen dem Leben gegenüber, ihr Mangel an sozialer Anpassung, wie die Ärzte sagen, ein klares Symptom geistiger Er­kran­kung seien.

Die Weltanschauung, von der solche Ansicht stammt, ist nicht in Rußland geboren – sie wuchs und trieb Blüten auf westlichem Boden. Aus diesem Grund bin ich sicher, daß auch der Westen von der gleichen Gefahr bedroht ist, wenn vielleicht auch in anderer Weise – von der Perfektion der Techniken zur Mani­pulation des Denkens, von der Veränderung des Menschen in ein eindimen­sionales Wesen, das seiner inneren Freiheit beraubt ist…

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2 responses to “Aktuelles”

  1. Paradigma

    Das justizielle Vorgehen gegen Gustl Mollath und jetzt noch gegen seinen Freund Edward Braun
    (zur Übersicht ein Bericht der Mittelbayerischen Zeitung)
    http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/mollath-prozess-zeuge-verurteilt-21705-art1505500.html
    Im WA-Ver­fah­ren gegen Mollath 2014 wurde sein langjähriger Freund Edward Braun vom Regensburger Landgericht als Zeuge in einem vierein­halbstündigen Kreuzverhör am Rand der Un­ter­zuckerung zu einer Beeidigung seiner Aussagen über Mittei­lun­gen gezwungen, die ihm Mollaths Ex-Frau 2002 am Telephon machte, dabei ihm einen regelrechten „Vernich­tungs­plan“ ge­gen ihren Mann eröffnete. Der Zahn­arzt machte sich über die schockierenden telephonische Mit­teilung der Frau u.a. auf einer Schreibtisch­un­ter­lage stich­wort­artige Notizen. Auf sie stützte er sich bei seiner Zeugen­aussage vor dem Landgericht 2014. Auf Veranlassung des Verteidigers Strate wurde er auf sie vereidigt.
    Ihren damals bekundeten Plan setzte die Frau gegen ihren Mann in der Folge rücksichtslos um, indem sie diesen ab 2003 u.a. einer Körper­ver­letzung beschuldigte, wozu sie auch zwei trick­reich erreich­te Atteste beibrachte. Das WA-Gericht hat dabei den of­fen­sichtlichen Masterplan wie auch den Bela­stungs­eifer der Frau wohl wahrge­nommen, nicht aber den Ge­samt­zu­sam­men­hang, in dem das alles ablief. Das WA-Ge­richt aber bela­stete Mollath mit der Körperverletzung ähnlich wie bereits das Tat­gericht (Landgericht Nürn­berg-Fürth) 2006. Dieses steckte Mollath darauf über psy­chia­tri­sche Gut­- oder Schlechtachten ins Irrenhaus.
    In Ansatz ähnliches wiederholte sich im April 2017 im Meineids­prozeß gegen Mollaths Unterstützer Braun:
    Im Verfahren gegen Mollaths Freund Braun am Regens­burger Amtsgericht spielte die inhaltliche Richtigkeit seiner be­ei­dig­ten Aussage von 2014 nur eine untergeordnete Rolle. Man stürzte sich auf eine Schwach­­stelle in sei­ner Dokumentation der Aus­sagen der Ex-Frau von 2002 und dies war ein willkommener Anlass Herrn Braun wegen eines Meineids anzuklagen. Das Ge­richt hielt sein Zeugnis von 2014 jetzt zwar für „möglicher­wei­se“ zutreffend, befand aber die Verfär­bung der Kugelschreibertinte sei­ner Notiz auf der Schreib­­tisch­un­ter­lage nicht zum an­ge­ge­benen Datum der Ein­tra­­gung pas­send. We­gen Mein­eids verur­teil­te es so den Freund, der auf­op­fe­rungsvoll Mol­lath aus sie­ben­ein­halb­jähriger Frei­heits­­berau­bung herausgeholt hat und ihm seitdem weiter Schutz gewährt.
    Das Amtsgericht Regensburg beurteilte Brauns Aussage über die telefonisch vorgebrachten Drohungen der Ex-Frau, die das Landgericht Regensburg 2014 noch strikt verworfen hatte, jetzt also als mög­li­cherweise stimmig. Nur der lo­gischen Schluß­fol­ge­­­rung, dass der Ma­ster­­plan der Ex-Frau tatsächlich skrupellos um­­­­­ge­setzt und schon von da­­her in seiner Stimmigkeit be­stätigt wor­den ist, entzog sich das Gericht auch jetzt.
    Das Urteil gegen ihn wirkt wie ein Nachschlag des Systems zum Fall Mollath, wie ein Racheakt dafür, daß dieser und sein Freund Braun die bayerische Justiz so bloßge­stellt haben.
    Wie der Ministerialrat a.D. Wilhelm Schlötterer in seinem Buch „Macht und Mißbrauch“ akribisch beschrieb, handelt es sich bei dem Fall Mollath um einen politischen Fall, bei dem der Rechts­staat erbärmlich versagt hat. Dies erklärt all die Fragwür­dig­keiten, die ihm juristisch bis heute nachge­schoben wurden.

  2. Klaus Schlagmann

    Zum Gender-Thema:

    Als ich mit beginnender Studentenzeit in den frühen 80er Jahren erste Erfahrungen mit Partnerschaften machte, traten mir selbstbewusste junge Frauen gegenüber, die – für mich selbstverständlich – respektvolle Behandlung erwarteten. Eine Kopie des Rollenvorbilds unserer Eltern kam nicht in Frage. Es war nicht schwer, mich z.B. für die Problematik einer vorherrschenden Männersprache zu sensibilisieren. Die Lektüre von „Die Töchter Egalias“ (in diesem Roman der Autorin Gerd Brantenberg wird eine Gesellschaft konsequent so gezeichnet, dass hier die Frauen dominant das gesellschaftliche Leben und die Sprache bestimmen; dass sich am Ende erste zaghafte Versuche zur Gegenwehr von männlicher Seite aus regen, betrachtet man hier als logisch und überfällig) bot eine witzige Möglichkeit zur Einfühlung in die andere Seite. Als junger Vater wollte ich mich dann natürlich auch von Beginn an in die Kinderversorgung einbringen. Freilich musste ich so auch die Frustration erleben, dass ein Säugling schon sehr schnell unterscheiden kann, ob er von Mama oder Papa im Arm gehalten wird: Mama war in etlichen Situationen eindeutig beruhigender. Hier spürte ich sehr unmittelbar die Grenzen der mir damals ideologisch durchaus noch wünschenswert erscheinenden Beliebigkeit.

    Aus meiner Sicht ist dabei übrigens nicht daran zu zweifeln, dass die Unterwerfung frauenrechtlicher Gesellschaften durch patriarchalische Eroberer eine Form der Ur-Unterdrückung der Menschheit darstellt. Die damit einhergehende Entwertung von Frauen hatte und hat geradezu zwangsweise zur Folge, dass immer wieder entsprechend unterdrückte Mütter in ihren Kampf gegen diese unsinnige Einengung und Bevormundung ihre eigenen Kinder als Blitzableiter und Partnerersatz instrumentalisieren. Im Ödipus-Mythos, den ich z.B. in „Ödipus – komplex betrachtet“ eingehend untersucht habe, sehe ich einen Niederschlag dieses wichtigen Menschheits-Themas. Die patriarchalische Norm – Männer sind wichtiger als Frauen – hat Auswirkungen auf die konkrete Familie: Allzu leicht befinden sich in solch einer Gesellschaft die Eltern latent in einem Dauer-Konflikt, in den immer wieder Kinder hineingezogen und geprägt werden. Dass dieses Thema bereits von Marx und Engels analysiert wurde, erscheint mir nur als guter und notwendiger Beitrag zur Aufklärung.

    Dass mit der heutigen Genderisierung eine Zerrüttung von Familien, und damit von Gesellschaften, einhergeht, steht auf einem anderen Blatt und ist mir erst in den letzten Jahren deutlich geworden. In der asiatischen Lehre von Yin und Yang sehe ich ein schönes Modell, das womöglich eine wünschenswerte Entwicklungsrichtung angeben könnte: Zwei Teile, die von der Form her gleich, von der Farbe gegensätzlich sind, jeweils versehen mit dem Keim des anderen. Und nur gemeinsam bilden sie eine runde Sache.

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