Aktuelles

In der vorliegenden Rubrik stehen kürzere Mitteilungen zu aktuellen Ereig­nissen und Feststellungen, die zwischen den seltener, ein- oder halbjährlich erscheinenden Rundbriefen an­fallen. Diese Kurzmitteilungen werden vom Zeitablauf meist bald abgelöst. Was von ihnen langfristig festgehalten zu wer­den verdient, wandert dann zusammengefaßt in den näch­sten Rundbrief. Die jüngsten Einträge in dieser Rubrik werden im Folgenden rot markiert.

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5.  Die Spaltung der Gesellschaft begann in der „Seelenheilkunde“.  
Chancen ihrer Überwindung[1]

Liebe Mitglieder und weiter Interessierte,

Grundeinstellungen, die lange das gesellschaftliche Miteinander trugen, klaffen in vielen westlichen Ländern jetzt auseinander. Das herrschende links-liberale Establishment drückt weithin eine Geisteshaltung und eine Politik durch, die große Tei­le des Volks, ja große europäische und außereuropäische Staaten ablehnen. Ähnliches Regierungshandeln erlebten wir vor über vier Jahr­zehnten schon in unserem kleinen psychiatrischen Fachbereich. Es trieb uns damals schon in den Wider­stand. „Obere“ Projekte und Vor­gehens­weisen wie der Globale Pakt für Migration bringen jetzt weit mehr Men­schen gegen die „Elite“ auf. Es entstand dar­­über eine neue „po­pu­­li­sti­sche“, aber auch intel­lek­tu­elle „neu-rech­te“ Op­po­si­tion. Das Establish­ment wertet sie – wie uns seit 40 Jahren – arrogant als unzulänglich infor­miert, unerleuch­tet etc. ab. Die Umformung der Psycho-Fä­cher zu Mitteln der gesellschaftspolitischen Bewußtseins­prägung und ‑kon­­­trolle schien uns damals schon (wie heute die illegale Mas­senzuwanderung) einer fragwürdigen „Neuen Welt­­ord­nung“ zu dienen, einer schlimmen „Schönen neuen Welt“. So wuch­sen der neuen Opposition aus unserem Kreis Sympathien zu, so vielfächrig, ja gespalten auch sie im Grunde ist.[2] Neben dem breiten Widerstand ge­­gen diese NWO verblaßt der Widerstand gewiß, den wir im Vorfeld über Jahrzehnte gegen Psy­ch­ia­trie­miß­bräu­che leisteten. Dennoch verdienen die Vorgänge hier weitere Auf­merk­­sam­keit.

Für die „psycho-justi­tielle“ Aushöh­lun­g des Rechts­staats, nach wie vor unser Haupt­­thema, zeigen freilich auch viele „neue Rechte“ wenig Inter­es­se, so offen sichtbar der rote Faden Freud –Trotzki – 68er Reformen (RB 1/18,5.8) auch liegt. Eini­­­­ge haben natürlich erfaßt, was da anhebt und sind dennoch zuversichtlich, daß gegen die neue, von Trump, Netanjahu und Orbán bis zur AfD reichende Antimigrations-Op­position[3] das hoch, ja ganz hoch angesiedelte globalistische, neu-links-neo­li­berale Estab­lish­­ment der Rockefeller, Soros und Co. doch nicht durch­kom­men wird. Sie hal­ten auch Trump trotz mancher Vorbehalte deshalb die Stan­ge.[4] So­ros-Geld floß in die Psych­ia­trie-Re­form bereits zu deren Be­­ginn ähn­lich wie später in manchen Regime-Chan­ge.

Ich reiche Ihnen per Link noch einen Bei­trag von Vera Lengs­­feld wei­ter, einer tapferen Bürger­recht­lerin zu DDR-Zeiten, lei­der keiner Ver­bün­de­ten in un­­se­rem speziellen Kampf, jetzt aber auch einer rüh­rigen Merkel-Kriti­kerin. Sie zaust hier (https://vera-lengsfeld.de/2018/12/01/r-i-p-f-a-z/) die FAZ. Über deren Korres­pon­den­ten C.-E. Lan­gen, der damals unserem Vorstand (und IAPUP) angehör­te, ver­suchte sie zur Wen­de-Zeit um 1990 auch uns auf amerikanisch-neo­­libe­ra­len Kurs zu brin­gen. Mit Lan­gens Ab­wahl  und der Loslösung von IAPUP (RB 2/91,8) konn­­ten wir den Spuk damals be­enden. In den 40 Jahren un­seres Kampfs gegen Psy­ch­ia­trie­miß­bräuche war immer auch große Politik zu­gegen.

Nebenstehender klei­­ner Leserbrief, den ich kürz­lich beim Münch­ner Mer­kur unterbrachte, richtet sich gegen die mitunter gar geschickte  Mei­­­nungs­­­mache unse­rer etablierten Medi­en. Daß es zur Wahr­­­heits­fin­dung ge­hört, bei­de Seiten eines umstrittenen Vor­gangs zu hören, wertet der MM  als „rus­sische Version“. Wer aber kann sich noch wun­dern, daß halbe Wahr­­­­hei­ten bis ganze Lü­gen in solchen Medien oben auf sind, wenn of­fen aus­­­­gewie­sener Schwin­del im Wis­sen­schaf­tsbetrieb (s. E.F. Torrey: FREUDS BETRUG[5]), zumindest im medizinischen, an­stands­los durch­­­­­­geht, Fragen der Wissenschaft­­lichkeit hier nicht mehr diskutiert werden können, ja schon der Versuch einer Diskussion Ausgrenzung bewirkt?

Die Herr­­­schaft des Unrechts“ hat sich in der Folge in der Breite westlicher Gesellschaf­ten festgesetzt, hat ihre tiefe Spaltung bewirkt. Sie wird, wie der Staats­rechtler U. Vosgerau (https://www.youtube.com/watch?v=wklUR7i3beE) ausführt, nach innen wie außen am wirksamsten von den Me­dien gestützt. Den Schwind­ler Freud propagierten sie allesamt, der Spiegel 1953 schon, lange vor Relotius.

In der „Seelen­heil­kunde“ griff die von „oben“ lancierte 68er Bewußtseins­än­de­rung oder ‑einengung am schnellsten und gründlichsten Platz. Es klafften die Grundpositio­nen hier folglich schon am frühesten und schärf­sten auseinander. Das führte zu unserer Ausgrenzung aus der etablierten Ärzteschaft[6], zeitigte für andere Menschen aber noch schlimmere Folgen. In aller Kraßheit be­­gegnete uns die Kluft in den politisch-fach­­­li­chen Auffassungen zuletzt im Fall A., dem Fall einer weiteren psycho-justiziell ihres Kindes beraubten (jüdischen) Mutter. Über das in RB 1/18, 5.6-8 Mitgeteilte hinaus kann ich umständehal­ber zu ihr Näheres noch nichts be­rich­ten. Wir sehen insgesamt hier aber immer noch einem „guten“ Ausgang entgegen.

Der ­Fall stellt geradezu ein Scharnier zwischen individuellen „Psycho-Miß­bräu­chen“ und einer sie überwölbenden Schwindelwissenschaft dar. Ob sich über die­­sem Fall ähnlich wie seinerzeit den sowjetischen Mißbräuchen letztlich beiden Übeln, individuell treffendem Unrecht UND dem pseudowis­sen­schaft­lichen Lehr-Sy­stem (damals eines A.W. Snesch­new­ski mit seiner „Schizophrenie ohne Sympto­me[7]), beikommen läßt, steht noch dahin. Dieser doppelglei­sige Ansatz wirkte im Osten sei­ner­zeit entschei­dend, Psy­chiatriemißbräuche abzustellen, im Westen bisher leider nur vereinzelt.

Freud, Ur­sprung vieler un­lau­terer Diagnostik in der hiesigen „See­len­heil­kunde“, Ursprung damit vielen aktuellen Ungemachs im Psy­cho-Feld (s.o.: E.F. Torrey), wird in der Öffentlichkeit seelenruhig hin­ge­nommen.[8] Trotzki, der Freud vor hun­dert Jahren in der frühen Sowjet­­union zur tiefgreifen­den Ge­sell­schafts­än­­de­rung, zur Staatserziehung der Kinder und Schaffung des „neuen (Sowjet-Men­schen“ einsetzte und da­für auch in den USA seine Anhänger hatte[9], gibt über die 68er Bewegung dafür auch hierzulande weiter den Paten ab  ( s. auch). Ob anhand des skan­dalösen Einzel­falles A. der vertrackte Zusammenhang noch zu öffentlichem Bewußt­sein kommt, ist offen.

Der Mutter Kuwalewsky konnten wir gutachtlich zur Rückgewinnung ihrer psycho-justitiell entzogenen vier Kinder ver­helfen (RB 1/14). Sie bekam auch Schadensersatz. Gegen ähnlich verlaufende Entzüge von Kindern, Pflegekin­dern oder Enkeln kämpfen anhaltend und zäh, dabei oft vergeblich viele andere Mütter, Vä­ter, Pfle­gemütter, Großeltern etc. Für sie setzen sich zum Glück jetzt andere Unterstützer ein. Viele Hilfeersuchen ge­hen ja längst über unsere Kräfte hinaus. Wir kümmern uns im Moment noch um zwei seit zwölf bzw. acht Jahren im Maß­regel­vollzug Untergebrachte. Von staatlichen „Psycho-Ex­per­ten“ veranlaßte Kinds­entzüge stellen heute aber wohl den verbreitetsten Psycho-Miß­brauch dar.

Diese und viele andere Skandale werden öffentlich selbst in renommierten Organen von renommierten Autoren angesprochen. Manche Publizistik hat’s aber an sich, Skandale aufzuzeigen und gleichzeitig das Ge­fühl zu hinterlassen, auszurichten wäre gegen sie ohnedies nichts. Unsere Stellungnahmen, Rundbriefe etc. wurden von den Mainstream-Medien über 40 Jahre ignoriert. Sie werden, soweit im Internet stehend, in aller Welt zwar lebhaft angeklickt, nach der Men­ge der abgerufenen Information am meisten aus den USA, Deutsch­land, Ukraine, China, Großbritannien, Australien usf., werden, so sehr sie ge­­gen den Strich des Estab­lish­ments bürsten, offensichtlich auch ge­le­sen, ge­wiß nicht zuletzt von Fach­kollegen. Wer in­ter­essierte sich sonst so für sie? Fundier­te Stellungsnahmen ka­­men aber aus dem eigenen Land wie dem Aus­­­land nur sel­ten. Die Angelegenheit war und ist fachlich wie politisch halt heikel.

Wenn aber Etablierte wie der Berlin-Londoner Psycho-Pro­­fessor Priebe die Kollegen der Basis jetzt auf einmal mahnen, sie müßten „po­litischer werden“ und die Ärzte­Zeitung 12/18 dazusetzt, sie „sollten aktiver auf den gesellschaft­­li­chen Wandel reagieren“, sei man gewärtig, daß diese Leute, die über Jahrzehn­te die Kollegen politisch dumm und desinteressiert hielten, sie jetzt nicht zu selb­­­stän­digem Denken, sondern wie vordem nur zum laute­ren Nachplap­­pern ihrer (fach-)ge­sell­schaftlichen Polit-Pa­ro­­len anregen wollen (RB 1/18, 6.4), gewiß nicht mehr sneschnewskischer, um so nachhaltiger dafür WHO-, WPA-, APA- und DGPPNscher[10], gern So­ros-finan­zierter. Zivilcourage, die von solch Etablierten auch aufgerufen wird, geht anders. An einigen Stellen gibt es sie zum Glück immer noch.

Wir kamen bei der letzten Jahresversammlung in Nürnberg wegen des fortgeschrittenen Alters unserer Aktiven überein, die GEP nach über 40 Jahren jetzt auslaufen zu lassen. Die Einladung zur nächsten Versammlung erhalten unsere Mitglieder in Bälde. Wir glaubten mit von Baeyer seinerzeit, Miß­bräu­chen des Fachs aus ihm heraus am besten wehren zu können, solches unserem Beruf und unserem Land auch schuldig zu sein. Es gab ja vereinzelt auch Erfolge. Spannun­­gen und Streit­gespräche, wenn sie denn aufkommen, zeitigen mitunter gute Ergebnisse. Und die besseren In­formations- und Artikulationsmöglichkeiten des Volks begründen neue Zuversicht, gegen die Übergriffe der Etablierten nicht zu­letzt in und mittels der Seelenheilkunde könnte demnächst doch besser noch auf­zukom­men sein. Es gibt hier ja auch andere Vorkämpfer und Vereinigungen, die sich mit anderen Kontexten und anderen Akzentuierungen doch in ähnlicher Rich­­tung bemühen, teilweise gar umfänglicher und nachdrücklicher, als wir es ver­mochten. Psychiatriemißbrauch wird nicht hingenommen werden. Unser Kampf wird nicht enden. Dank allen, die uns über Jahrzehnte beigestanden sind. Mit Zuversicht gehen wir auch jetzt ins neue Jahr.

Dr. med. F. Weinberger, GEP,                               3.1.2019

[1]  Wer von den Besuchern unserer Webseite mit den einen oder anderen erwähnten Vorgänge nicht vertraut ist, sei auf vorausgegangene Mitteilungen verwiesen, insbesondere den jüngsten Rundbrief 1/18.

[2] Daß manche auch in GEP-Reihen in der Situa­tion kalte Füße bekamen, Dipl.Psych. Klaus Schlagmann etwa, der mit mir zu­sammen hierzulande die Freud-Kritik weiter hätte anführen können, sich dem Druck des Establish­ments, seiner Kammer, seiner Kollegen beugte, ist ver­­ständ­lich. Anders ist sein Absprung letzt­lich nicht erklärbar.

[3]  Daß auch die AfD besagte Verbindung Freud-Trotzky-Kulturrevolution nicht wahrnehmen will, ist ihr nachfühlbar. Eine weitere organisierte Gegnerschaft, die der Ärzteschaft, will sie doch vermeiden. Allzu sehr ist sie noch mit ihrer eigenen Festigung beschäftigt, der Trennung von Vertretern rechts-extremer Positionen.

[4]  Trump be­hauptet sich trotz fortgesetzter Miesmache seitens des Estab­lish­ments einschließlich „Psychis“ und Medien. Seine Dienstfähigkeit stellten sie von Anfang an in Frage . Trotz einiger irritierender Entscheidungen hat Trump im Gegensatz zu seinen Amtsvorgängern noch keinen neuen Krieg begonnen! Und just dieser Tage hat er eine Reform des harschen amerikanischen Strafsystems durchgesetzt.

[5] Über dem Einzeltitel mögen die Stapel ähnlich vernichtender Freud-Kritiken nicht übersehen werden.

[6]  Mit voluminösen Versprechungen, vielfach großmaulig-unverständlichen Sprüchen werden Freudsche Lehre, „Tiefenpsychologie“, auch als „Balint-Gruppen“ den jungen Ärzten von den Ärztekammern und ihren Organen weiter angedient (u.a. in Arzt-Patient-Beziehung gestalten, DÄ 50/18), wird von ihnen Kritik an dem Schwin­del abgewürgt, der gleich­zeitig Gehirnwäsche, Gleichschaltung und Kontrolle bedeutet. Wer wie der Autor Freuds therapeutische Dürftigkeit nicht nur im Theorie-Studium, sondern auch in zweijähriger Lehrana­­­­lyse selbsterfahren hat, kann die fortgesetzte Werbung für ihn nur als schamlos bezeichnen.

[7] Sein Land von der Schwindelwissenschaft und gleichzeitig von der lang auf ihm lastenden kommunistischen (Meinungs-)Dik­tatur befreit zu haben, bleibt das Verdienst seines letzten Präsidenten Michail S. Gorbatschow.

[8]  Gewiß bekommt Freud auch von schärfsten Kritikern Verdienste zugesprochen. „Persön­­­­­liche Gefühle und zwi­schenmenschliche Bezie­hungen“ fänden heute mehr Aufmerksamkeit, schreibt etwa E.F. Torrey. „Beratung und Psy­cho­thera­pie“ haben zu einer „introspektiveren Kultur“ geführt. Nur hat diese eben viele Väter und Mütter. Unbillig ist’s, darüber just einen Autor zu vergöttern und all seine Schwindeleien und Beschä­digungen wegzustecken, die auch heute just aus seinen  Positionen, aus freudscher Praxis re­sultieren. Am dem ge­gen Freud von vielen gefällten Urteil „Be­trug“ ändert sich nichts.

[9]  In den 1930ern gab’s u.a. ein American Committee for the Defence of Leon Trotsky.

[10] WPA = World Psychiatric Association, APA / DGPPN = amerikanische bzw. deutsche Psychiater-Fachge­sellschaft

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Auf obigen Beitrag liefen rasch  Antworten von drei ärztlichen Kollegen ein. Bei dem Fana­tismus, mit dem die links-liberal längst gleichgeschaltete deutsche Ärzteschaft heute die Freudsche Pseudowissenschaft bestärkt und verbreitet, ist es nicht verwunderlich, daß die Kollegen anonym bleiben wollen, um nicht Gefahr von Repressalien seitens ihrer mächtigen, staatsnahen Standesvertretung zu laufen.

Ein Landarzt in Oberfranken, Mitglied der GEP, schrieb zu obigem Neu­jahrs­gruß:

Was mich in diesen Tagen wieder müde und arg nachdenklich macht, lieber Kollege Weinberger, ist diese Lethargie im Land – gerade angesichts Ihrer so engagierten Darlegungen auf unserer Webside. Ich erinnere, dass die Ame­ri­kaner nach dem 8.5.1945 eine Enquete darüber machten, ob die Nazis in Deutschland wieder er­starken könnten. Sie fanden heraus, dass dem nicht so sei. Das wahre Pro­blem der Deutschen wäre ihre Un­interes­siert­heit. Mir scheint, das stimmt. Medial „ge­hypt“, entstehen im Land gerne mal Strohfeuer. Aber im Grunde besteht schlichte Gleich­­gültigkeit. Nur mit Einpeitschern würde man in Deutschland, vor allem dem west­li­chen, Gelbwesten-Träger auf die Strasse bringen. Das linke Schwadronieren ist ohnedies zu vergessen.

 Für die Psychiatrie gibt’s in der Öffentlichkeit erschwerend neben dem „der Arzt hat’s g’sagt-Bonus“ noch den der Un­wissenheit des Publikums. Und wenn sich ein Redak­teur ’mal an das Thema wagt, dann ist er aus „Zu-wenig-Hin­ter­grund-Wis­sen“ und seinem Ge­halten­sein, Sensati­o­nel­les zu liefern, auch nicht in der Lage, dem Volk die Rea­litäten des Fachs wahr­heitsgemäß zu erklären.

 Mein Alltags-Geschäft ist, meinen Patienten bei ihren Problemen und Pro­blem­­chen zu mehr Verantwortungsübernahme zu raten, anstatt sie nach Diagnosen suchen zu lassen und den Doktor zu drängen, für sie ICD-gemäße Krankheiten und darauf stüt­zende Medikationsnotwendigkeiten zu (er)finden. Das wird aber sowohl von Pa­ti­en­ten wie den Krakenkassen und der Politik keineswegs immer gern gesehen. So zu handeln, entspricht aber ver­ant­wortungsvoller ärztlicher Tätigkeit und ist heute mehr denn je angebracht und sinnvoll.

 Rufer in der Wüste hatten es schon immer schwer – bis einmal das „Schicksal“ die „Le­bensumstän­de“ schafft, die die Problemlösung bringen…

 Medicus anonymus

 P.S. Der Kollege, ein Arzt für Allgemeinmedizin, ist just durch seine Beteiligung an Balint-Gruppen (s. o. Fußnote 6) mit den Problemen der Psychiatrie-Psy­cho­the­ra­pie näher vertraut.

Der andere Kollege, ein Internist im Rheinland, ebenfalls der GEP angehörend, schrieb:

Lieber Herr Weinberger,

habe Ihren Neujahrsgruß (Jahresbericht 2018) gelesen und finde es traurig, aber richtig, Ihre GEP als Institution aus Altersgründen bei der nächsten Versammlung ´auslaufen´ zu lassen – was weitere Stellungnahmen Ihrerseits als Privatperson ja keineswegs ausschließt!

Sie tun recht daran, noch einmal auf die Wurzel allen Übels – aus Sicht Ihres Spezialgebietes Freud-Trotzki-68er Reformen – hinzuweisen (man könnte auch die Ereignisse 1789 – 1917- 1945 dafür halten). Interessant Ihr Hinweis, daß Freud als intelligenter und wortgewandter Mann, von den Nazis im Alter noch in die Emigration gezwungen, ob mancher Ver­dienste trotz seiner `Schwindeleien und Beschädigungen von Patienten‘ weiter gewisse Sympathien in der Welt genießt (E.F.Torrey). Es ist ähnlich wie mit dem ebenfalls intelligenten und wortgewandten EZB-Banker Draghi und den Folgen, die seine Geldpolitik verursacht und der gleichwohl  als großer Finanzierungskünstler verehrt wird.

Darüber, daß Ihr spezielles Hauptthema nicht die Aufmerksamkeit findet, die es verdient, haben wir uns schon ausgetauscht: Es ist halt leichter (auch für Parteien mitsamt AfD), sich den Themen Mas­seneinwanderung, Verlust der Spareinlagen wegen Draghis ruinöser Null-Zins-Politik und Geld­dru­ckerei, Verspargelung der Landschaft mit Windrädern oder jetzt dem Diesel-Schwindel etc. zu widmen also den allen Bürgern real sichtbaren, erfahrbaren und den persönlich im Geldbeutel fühlbaren Pro­bleme als dem vielen Menschen unverständlichen und unheimlichen Thema Psychiatrie“.
Anonymus

 Und schließlich meldete sich aus Sachsen Dr. Eckstein nochmals zu Wort, der als praktischer Arzt noch gegen Ende der DDR den Psychiatriemißbrauch am eigenen Leib erfahren mußte (RB 1/97,5, RB 1/99,4.1, RB 4/99,4.3) und seit der Wende, jetzt seit Jahren pensioniert, im Vorstand der GEP mitarbeitet. Er schrieb:

 Lieber Kollege Weinberger,

Dem Auslaufen der GEP stimme ich jetzt zu. Es sei mir und meiner Familie gestattet, dass wir uns bei Dir nochmals herzlich bedanken: Du warst der Einzige, der uns, mir und meiner Fa­mi­lie, nach dem 1986 und 1989 in der DDR erfahrenen Psychiatriemißbrauch zugehört hat. Keine Zeitung, kein Radio oder sonst wer wollten unsere Geschichte hören. Du warst der Einzige. Auch heute noch danken wir Dir aus vollem Herzen.

Zum Glück ist ein „elektronisches Weiterleben“ unserer Gesellschaft möglich. Ich halte es für sehr wünschenswert und wichtig. Im Augenblick gibt es ja keine andere Möglichkeit, die zeitlos gültigen Anliegen der GEP präsent zu halten.

In Dankbarkeit
Dr. Eckstein und Familie

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4.   Nach den Wahlen in Amerika und hierzuland

Daß die Gesellschaft auseinanderfällt, wird weit­hin beklagt. In Amerika kon­zen­triert sich das neu-linke Lager auf die Ost- und Westküste, die konservative Seite auf die große Mitte des Lan­des dazwi­schen, wo die Stänke­reien des Establishments mitsamt führender Medien und „Psychis“ weniger ­ankommen. Beide Lager re­spektieren, wie die Midterm-Wah­len (6.11.18) wieder zeigten, zwar immer noch die Existenzberechtigung der Gegen­partei, hacken im übrigen aber kräftig auf einander ein. Sie scheinen zahlenmäßig noch ziemlich gleich stark zu sein. Darin hat uns Amerika et­was voraus. Zur Klärung der Ver­hält­nisse in der „Seelen(heil)kund­e“ ist es immer wieder notwendig, auf deren international-politische Umfassung einzugehen.

Hier­zu­lande spiegelt sich das „Zerfallen-sein“ der Gesellschaft, Demokraten dabei links wie rechts, in den anhal­tenden Gifteleien der neu-linken Altparteien, der etablierten Presse etc. gegen die „Neu-Rech­ten“, die mit der AfD als Haupt-Formation nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen jetzt zwar in allen Parla­menten des Landes vertreten, zahlenmäßig insgesamt aber noch deutlich unter­le­gen sind. Dazu steckt die AfD jetzt, für eine junge Partei so ungewöhnlich nicht, über einem von tausend Mitgliedern unterstützten „Stutt­garter Aufruf“ er­neut in einem Konflikt zwi­schen ihren Etablierten und neuen Ver­teidigern der Rede­freiheit, der sie erneut zu schwächen droht. Der Ausschluß erwiesener Anti­se­miten ist gewiß geboten, die partei­interne Zuordnung der Verfasser besagten Aufrufs zu einem „Narren­saum“ aber er­schreckend.

Auf die vielfältigen, dem Establishment geläufigen Einsätze der Psy­ch­­ia­trie zur Herabwürdigung Andersdenkender haben wir auch Spitzen­ver­treter der AfD wiederholt auf­merksam gemacht – vergeblich. Keiner Stellungnahme wert war ihnen auch der Psychiatrie­mißbrauch, der Frau Le Pen, die Vorsitzende ihrer französischen Schwester, kürzlich streifte. Jetzt scheint die Vulgär-Form solchen Mißbrauchs auch in ihren Rei­hen selbst angekommen zu sein. Die Frage taucht auf unterschiedlichsten Seiten auf: Warum schweigen die Lämmer?

Nachdem Vertreter der AfD aber immer noch die Einzigen sind, die dem jetzt bedrängendsten Problem der illegalen, unkonrollierten Massenzuwanderung entge­gen­treten – getoppt wird diese dem­nächst noch vom Global Compact for Migration der UNO -, stellt sich vielen ihrer Mitglieder jetzt wohl die Frage: Welch gleichzeitige Annäherungen dieser Vertreter an die Ansichten und Gebräuche, an das System der Altparteien sind für sie noch hinnehmbar? Von der GEP aus haben wir da nicht mitzureden. Wir fanden Interese an der AfD ursprünglich vor allem, weil jene Altparteien bei den von uns aufgezeigten Übergriffen in der Psychiatrie Pate standen.

Für die bescheidenen Wahlergebnisse, die die AfD kürzlich in Bayern (und Hes­sen) eingefahren hat, habe, wie Jürgen Elsässer, einer ihrer publizi­stischen Unterstützer, schrieb, „nicht alle Gründe der dortige Landes­verband selbst zu verant­worten“.  Einige Gründe gehen wohl aufs Konto der Ge­samt­partei, die außer der illegalen Massenzuwande­rung nie etwas von dem an­sprach, was die von Freud, von Trotzki inspirierte 68er Kulturrevolution im Be­wußt­sein der Allgemeinheit dazu vorbereitet hat. Hier hofften viele ja auf eine Wende schon zu Kohls Zeiten ver­geb­­lich. Die Grünen, direkte Erben der 68er, hat auch Herr Meu­then nur gelobt. Sie befreiten seines Erachtens die Liebesbe­zie­hungen der Menschen von Ängsten. Von der Pille scheint er nichts gehört zu haben. Kein Wunder, daß die Grü­nen bei besagten Wahlen an seiner Par­tei flott vorbeizogen. Da hat Trump in Amerika gegen das auch dort ergrünte Establish­ment, den „Tiefen Staat“ samt Medien und „Psychis“ einiges wohl besser ge­macht. Wir sind auch nicht seine Fans. Aber jenen neu-linken Medien und „Psychis“ wird es endgültig nicht gelingen, Trump durch Anhängen ungarer Freudscher Diagnosen, etwa einer „nar­zißti­schen Persönlichkeitsstörung“  in die Wüste zu schicken.

Dr. Weinberger, GEP                                                                                       9.11.2018

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3. Offener Brief an eine Mutter, die der deutsche (Un-)Rechtsstaat ihrer Kinder beraubte, bis er sich in seine Schranken gewiesen fand[1]

Liebe Frau Kuwalewsky,

schön, daß Sie neulich wieder anriefen. Ihre erneute Danksagung habe ich diesmal in unseren Rund­brief 1/18,5.16 gesetzt, weil solche Belobigungen bei der GEP ja selten ein­ge­hen. Ich freue mich, daß Ihre 2014 Ihnen geraubten vier Kinder, jetzt wieder in ihrer Ob­hut, gut ge­deihen und auch Ihre Auseinandersetzung mit dem Land Rheinland-Pfalz und damit Ihr Schadensersatz voran­kommen.

Eberhart Herrmann (RB 1&2/09), der erste von uns (Prof. Dieckhöfer und mir) erfolgreich aufgegriffene Psycho-Miß­brauchs­fall hierzu­lan­­de –  über seinem Fall wandten ja in­direkt auch Sie sich um Begut­achtung an mich – hat ein solch öffentliches Wort für uns noch nicht eingelegt.

Mein Einsatz für Gustl Mollath geriet gar zum Aufhänger von Aus­gren­­zungen und Verleum­dungen. Wesentlich durch mein Gutachten vom Apriil 2011, auf das sich dann der Journalist Ka­spe­ro­witsch stützte, wurde Mollaths Fall im Land bekannt, kamen Mitge­fühl für ihn und Empörung gegen seine Übeltäter auf. Durch dieses Gut­ach­ten kam er nach sieben­einhalb­jäh­riger Psycho-Inter­nie­rung auch frei. Bei allem  öf­fent­lichen Druck brauch­te das Land­­ge­richt Nürnberg-Fürth, das im August 2013 die Freilas­sung ver­füg­te, dafür nämlich immer noch ein entspre­chen­des fachärztliches Gutachten. Es mußte auf meines zu­­rück­­grei­fen. Ein an­deres stand ihm aktuell nicht zur Ver­fü­gung.

Schon im Frühjahr 2013 aber begann zuerst auf dem Blog der Gabriele Wolff, einer Ober­staats­­an­wäl­tin a.D. und erklärten Freud-Anhängerin (RB 1/13,7), ein fortgesetztes Ge­ifern gegen mich, wesent­lich gestützt von ähnlichen Freud-Anhängern.[2] Als ganz und gar abwegig, „intel­lektuell und moralisch unredlich“, „nicht mehr ernstzunehmen“ etc. wurde ich abgetan. Auch unser verstorbener Ehrenpräsident Prof. von Baeyer, der ehem. Vizepräsident des Weltverbands für Psychiatrie, wurde besudelt. Einer der Schmäler war neben Wolff (Klar­name G. Gor­don) und dem bekannten G. Postel der Sozio­lo­ge S. Pomm­­renke. Dieser setzte sich in dem Viel-Auto­ren Buch Staats­ver­sagen auf höchster Ebene als dessen Mit-Heraus­geber dann er­neut als Mol­laths wah­rer Sachwalter in Szene, bot als kompetente Zeu­gen dazu u.a. mei­ne Fach­kol­legen Rauch­fuß und Torhorst auf, die vordem nicht den kleinsten Fin­ger für Mol­lath ge­rührt hatten. Auch dieser steuerte zu dem Buch etwas bei, was er  vordem auf einer gemeinsam u.a. mit mir be­strit­­tenen Ta­gung in Gießen (RB /14,3.9) be­reits abgegeben hat­te, besagtem Buch jetzt eine Anmutung von Authentizität gebend.

Mollaths renommierter Verteidiger im Wiederaufnahmeverfahren 2014, der vormalige Maoist, jetzt beken­nende 68er RA Strate, machte während des WAV, bis dahin mir freundlich zugetan, ur­plötz­­lich Front und riß mich in seinem 2014 erschienen Buch  „Der Fall Mollath“ nochmals her­unter. Kein Wort von Mollath dazu. Hätte dieser darauf gedrungen, daß mein im Vorjahr seine Freilassung bewirkendes Gut­ach­ten auch bei seinem Wiederaufnahme­ver­fahren (WAV) 2014 auf den Tisch kommt – angeblich wies Strate es ab -, wäre ihm seine „Nachbe­gut­ach­tung“ durch den Forensiker Nedopil und damit seine er­neute psychiatrische In­fra­ge­stellung durch ihn erspart geblieben.

Mit dem WAV gelang es dem „System“ im Fall Mollath halbwegs sein Gesicht zu wah­ren, auch was dessen Psych­iatri­sie­rung von 2006 betrifft. Mit den Verzeichnungen und Anwürfen im Blog, im Buch „Staatsversagen…“ und im Strateschen Buch gelang es ihm und besagten neuen Mol­lath-„Für­spre­chern“, mich, der ich Mollath mit meinem Gutachten zur Frei­heit ver­half, zu diffa­mieren, insbesondere aber mich aus der weiteren Dis­kus­si­on dieses Falles wie des Psych­ia­trie­­miß­brauchs ins­gesamt auszu­schal­ten. Just  wegen meines menschen­rechtlichen En­gage­­ments in der Sache, das sich anfänglich überwiegend  auf die Psychiatriemmißbräuche in der Sowjetunion bezog, bekam ich 2006 das Bun­des­ver­dienstkreuz ver­liehen. Nir­gends aber im Zusammen­hang des Mollath-Falles tauch­te, so viel die Medien jetzt darüber auch berichteten,  der Name Weinberger auf, nirgends kamen die Um­stände dieser oder son­sti­ger falscher Psych­ia­tri­­sierungen der jün­geren Zeit in Deutschland öffentlich zur Sprache.

Daß meine Gutachten, um die ich in ähnlich skandalösen Fällen wie dem Ihren auch da­nach gebeten wurde, von Gerichten in der Folge kommentarlos abgewiesen wurden, daß Recht-Su­chen­de wie Sie damit grob weiter ihrer Rechte beraubt wurden und werden ( RB 1/18,5.1 und 3) – die öffent­liche Mei­nung läßt Ge­rich­te selten un­berührt -, haben gewiß nicht nur manch of­fi­zielle Vertreter dieses „Sy­stems“ in Justiz, Ärz­­te­schaft, Psy­cho­­logie, Medien etc. zu vertreten, son­dern eben auch etliche seiner Mit­läu­fer, die sich mitunter gar als seine Kri­tiker ausgeben, dabei am Kern des Miß­brauch­­pro­blems konstant vorbei­gehen und diejenigen, die daran rühren, herun­terreißen.

Zur Psychoanalyse, die heute meist unter dem Tarnbegriff „Tiefenpsychologie“ läuft und den Kern der Korrumpierung der Seelenheilkunde, ja vielleicht des Staatswesens bildet, sind 2015 in 2. Auflage das Buch Freuds Be­trug des amerikanischen Psychiaters E.F. Torrey und 2017 der neue Wälzer seines Landsmanns F. Crews Freud /Fraud (fraud engl. = Be­trug) – The Making of an Illusion erschienen. Ungerührt davon fährt die deutsche Ärzte­schaft, die 1977 schon mei­ne Freud-Kritik höhnend niederschlug, fort, „Tie­fen­­psy­cho­­logie“ Hilfesuchenden teuer zu verkaufen und schämt sich nicht. Wen kann’s wundern, daß sich da Mitläufer, unbedarfte wie akademische, anhängen?

Da die „Seelenheilkunde“ von den Alt-Parteien mit der Psychiatrie-Enquête von 1975 in ihre jet­zige besonders mißbrauchstaugliche Form gebracht wurde, klopfte ich zuletzt bei der AfD an, die da­von – „Gnade der späten Geburt“ – unbe­leckt ist. Für das Geschehen im „Psy­cho-Bereich“, so breit es in unterschiedlichste po­litische Felder hineinwirkt, zeigte jedoch auch sie sich gänzlich desinteres­siert. Daß in Frankreich jetzt Marine Le Pen die Psychiatrisierung droht, kümmert sie nicht. Über die Be­griffs­­stutzigkeit, die es wie bei den Linken auch bei den Rechten gibt, klagen manch kluge Köpfe in ihren Reihen und mühen sie sich weiter, ihr abzuhelfen. Beide Lager haben ihre „Psychis“ zur Hand. Diese erklären, wenn links stehend, mit Freudschen Diagnosen Trump für psychisch gestört, wenn aber rechts tickend wie neuerdings der Hallesche Psychoanalytiker Maaz, die schwarz-rote Bundesregierung Merkels.

Daß es Ihnen, liebe Frau Kuwalewsky, im gegenwärtigen Zustand unseres Staats­we­sens durch Ihr eigenes Geschick und Ihre Zähigkeit ge­lungen ist, gegen den weit­hin jetzt eta­blier­­ten Un­rechts-staat und seine Schranzen in Justiz, Medizin und Medien aufzu­kom­men und Ihre Kinder zu retten – großartig ha­ben auch diese durchgehalten -, dazu kann ich nur immer wieder herz­lich gra­tulieren. Daß mein Gutachten Ihnen ein we­nig helfen konnte, freut mich. Ihr Lob ist jetzt Anregung, daß ich hier einmal darlege, was uns in der GEP im Kampf gegen den Psy­ch­­ia­trie­miß­brauch sonst so begegnet. Dieser ist ja noch keineswegs gewonnen. Viele scheuern sich an ihm wund wie vordem Sie und Ihre Kinder, reiben sich auf nach wie vor.

Ihnen und den Kindern weiterhin alles Gute!

Dr. F. Weinberger, GEP                                   Garmisch-Partenkirchen, 22.10.2018

[1]  Da ich hier auch zurückliegende Vorgänge anspreche, muß ich auf frühere Darlegungen in den Rund­briefen der GEP (RB) verweisen.

[2]  Vielen, die an Freud irgendwie glauben, an ihm verdienen, ist meine zähe Freud-Kritik nun ein­mal ein Dorn im Auge. In ihrem Enquête-Bericht von 1975 stellte sich nach der deutschen Ärzteschaft gar die Bundes­regierung voll hinter Freud und seine (Schwindel-) Lehren. Kein Wunder also, daß vordem und danach viele im Land ins gleiche Horn stoßen und immer wieder versuchen, uns Zweifler niederzumachen.

Wir erleben in der großen Politikvon Seiten der Alt-Parteien und ihnen übergeordner Instanzen, die das Fach bis zur Beihilfe zum Kinderraub verbogen haben, so viele weitere Verbiegungen, daß es angebracht erscheint, weitere Warnungen weiterzugeben, folgende etwa:  https://vera-lengsfeld.de/2018/10/26/offener-leserbrief-an-den-tagesspiegel-zum-globalen-migrationspakt/  und folgende: https://www.youtube.com/watch?v=dR4Jk0oA890

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2.  Ärztliche Korrespondenz

Am 5.10.2018 schrieb Dr. Reinhard Gnauck, Internist/Gastroenterologe, langjähriges Mit­glied der GEP und vormals Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Menschen­rechte (IGfM):

„… beim Lesen Ihrer Klage über das geringe Interesse am Thema Psychiatrie und ihres sozia­len und politischen Mißbrauchs möchte ich über einen früheren Erklärungsversuch hin­aus sagen: Was viele Menschen einschließlich Par­tei­vor­ständen von diesem Thema fern­hält, ist meines Erachtens schlicht ANGST. Angst, in etwas Unfaßbares ver­wickelt zu wer­den. An den Wahnvorstellungen eines Schizophrenen, am Ge­baren eines Mani­kers, am Krampf­zustand eines Epile­p­tikers, schon an schlichten Rausch­zu­ständen ist für viele Men­schen etwas so Befremdliches, Unheimliches, daß sie damit einfach nichts zu tun ha­ben wol­len…“

Ich antwortete:

Lieber Kollege Gnauck,

vielen Dank für Ihr Eingehen auf meine Klage über die verbreitete, gewiß auf Angst beru­hen­de Abwehr des Psychia­tri­schen. Ich gehe darauf immer wieder ein, weil Angst 1.) das klare Den­ken grund­sätz­lich beein­träch­tigt, sie so nach Möglichkeit aufgehoben werden sollte  und 2.) weil die verbreitete Angst vor den genannten Krank­­­heiten auch die freie po­li­tische Ent­schei­dung vieler Menschen behindert und sie so für uns alle gefähr­lich ist. In­dem unsere etablierten Politiker und Medien (das Establishment) Andersden­kenden, Oppo­si­tio­nellen gern etwa „Verschwö­rungs­theorien“, Wahn­haf­tes also, anhän­gen, mobilisieren sie solche Ängste und nüt­zen sie gleich­zeitig zur Diskreditierung politischer Geg­ner aus. Dies eine, dabei keines­wegs die seltenste Form politischen Psychiatrie-Miß­brauchs, der ich immer wieder entgegentrete.

Nun sollten Psychiater, meine Fachkollegen, die die genannten Krankheiten als meist ungefährlich und gut behandelbar kennen, leichtfertigen Ausweitungen und Ver­wischungen psychia­trischer Krankheitsbegriffe, damit dem Schüren unberechtigter Ängste durch Po­li­ti­ker und Me­di­en weh­ren. Schon die Ver­wischung des Un­ter­schieds von (oft schwerer) psychischer Krank­heit und vielfach flüchtigen, all­mensch­li­ch-psychischen Störun­gen begünstigt Mißbräu­che des Fa­ches, wie sie gerade in jüngerer Zeit hierzulande bekannt geworden sind. Unter­schei­dungs­vermö­gen ist die Vor­aus­­setzung sachgerechten Denkens und sollte just hier von Psychia­tern zu erwar­ten sein. Leider unterstehen auch sie und ihre Beruf­vertr­etungen weithin politischem Einfluß, blei­­b­en sie damit besagtes Unterscheiden  oft schuldig, lassen sie entsprechende Ängste wu­chern und nehmen Miß­bräu­che des Fachs ruhig hin. Weil sich aber die Öffentlichkeit ums Psychiatrische angstbedingt kaum kümmert, können sich Politiker und Psychiater solche Mißbräuche letztlich leisten.

So gut vorgestern im Petitionsausschuß etwa die Petition Lengsfelds (die „Gemeinsame Erklärung 2018“) von ihr und H. Broder vertreten wurde, richteten sie doch gegen das Establish­ment wenig aus – außer vielleicht ein weiteres Stückchen Aufklärung und Entängstigung einiger zu besserer Er­kennt­nis noch bereiter Mitbürger. So versuchen wir, versuchen viele in der gegenwärtig unser Land und weite Teile der westlichen Welt fast zer­reißenden Ausein­ander­setzung um das Thema Migration dem Establishment zu wehren.

Besten Gruß Ihr Weinberger                                                   10.10.2018

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  1.   Am 23.9.2018 publizierten wir folgende Presseerklärung

Zur drohenden Psychiatrisierung von Marine Le Pen

 Am 20.9.2018 meldete Spiegel online: Weil sie IS-Fotos postete, drohen Marine Le Pen wegen „Verbreitung von Gewalt­bil­dern“ bis zu drei Jahre Haft. Ein Gericht will nun prüfen, ob sie zurechnungsfähig war – und ordnet eine psychiatrische Untersuchung an.

Und Spiegel online mit spürbarer Genugtuung weiter: Marine Le Pen muss sich offenbar einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen. Die Rechts­populistin veröffentlichte auf Twitter einen Gerichtsbeschluss, der auf den 12. Sep­tem­ber datiert ist und in dem die Vorlage eines entsprechenden Gutachtens angeordnet wird.

Dazu stand im Netz an anderer Stelle: „Nach den islamistischen Anschlägen in Paris 2015 verbreitet die Rechtspopulistin Marine Le Pen schockierende Gewaltfotos. Sie will damit den ‚Horror des IS an­pran­gern’. Die Justiz ermittelt und nimmt nun den geistigen Zustand der Französin in Augenschein.“ Eine „Psychiaterin soll…  einschätzen, ob die Rechts­populistin zurechnungsfähig war, als sie im Dezember 2015 brutale Fotos der Dschi­ha­­disten­miliz Isla­mischer Staat (IS) auf Twitter teilte. Sie soll zudem prüfen, ob ‚der geistige Zustand der Be­troffenen die öffentliche Ordnung oder die Sicherheit von Personen bedroht’. Die Bilder zeigten unter anderem einen Mann, der bei lebendigem Leib in einem Käfig ver­brannt wird. Deshalb drohen Le Pen in dem laufenden ­ Verfahren drei Jahre Haft und 75.000 Euro Geld­strafe wegen ‚Verbreitung von Gewaltbildern’. Darauf stehen in Frankreich zum Schutz von Minderjährigen harte Strafen.“

Viele von uns erinnern die Schreckensnachricht von der Verbrennung eines in die Hände syrischer Dschihadisten gefallenen  Piloten, der da lebendig verbrannt wurde. Auf die Ver­öffentlichung von Bildern davon drohen der Frau jetzt – nicht zu fassen – Haft oder Psychia­tri­sierung, die Persönlichkeitsvernichtung.

Viele im Westen sehen, daß wir einer totalitären Orwell-Huxleyschen Diktatur entgegen­ge­hen, wobei die Psychiatrisierung Le Pens deutlich sowjetisches Muster trägt, das der Zer­störung politisch Andersdenkender unter heilkundlich-rechtsstaatlicher Tarnung. Das Toll­ste aber ist, daß – die Linke reibt sich da ohnedies die Hände – auch die AfD, die doch einige geistige Verwandtschaft zur Le Pen aufweist, demnächst also ähnlich psychiatrisch „erledigt“ werden könnte, an dem Fall keinerlei Anstoß nimmt, sie wie die Rechten seit Jahrzehnten allgemein am Thema des Psychiatriemiß­brauchs generell vorbeigeht, ja es nachdrücklich abwehrt.

„Es ist kaum nötig, sich zu erinnern“, schreibt der italienische Journalist Maurizio Blondet, „dass die psychiatrische Behandlung von Gegnern eine in der Sowjetunion praktizierte Spe­zialität war; heute wird sie in Westeuropa eingeführt.“

F. Weinberger, GEP        

Auf diesen erst einmal im kleinen Kreis ausgesandten Beitrag trafen rasch Repliken ein. So schrieb Gerhard Ulrich, Morges, VD, Schweiz:

… Es freut mich ausserordentlich, dass Du als Psychiater gegen diesen Psychiatri­sierungs-Terror aufbegehrst. Man mag Marine Le Pen nicht mögen; sie aber für verrückt erklären zu wollen, ist einfach unfassbar. Wenn das durchginge, kämen immer noch mehr Menschen unter diese Räder. 
Nun, Le Pen kann auf potente Unterstützung rechnen, andere Opfer des Psychiatrie-Missbrauchs können es leider nicht. 
Mit herzlichen Grüssen G. Ulrich

War in obigen Stellungnahmen erneut von drohender „psycho-justitieller“ Übergriffigkeit die Rede, so ist am Ende dieses Tages besonders noch der drei Menschen zu gedenken, die heute in Hamburg von einem psy­chisch Kran­ken, den sie ins Krankenhaus zu bringen hatten, mit einer brennbaren Flüssigkeit begossen, angezündet und so schwerst verletzt wurden. Einer von ihnen kam noch vor Ort zu Tode. Psychische Kran­kheit und ihre Behandlung sind und blei­ben nicht selten nach allen Seiten hin, mitunter unvermeidlich mit „Übergriffig­keiten“, Unab­seh­barkeiten behaftet. Um so mehr mahnt auch dieser entsetzliche Vorfall zur Sorgfalt im Umgang mit psychi­scher Krankheit, ja schon mit dem Begriff von ihr.
                                                                                                                                               24.9.2018

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