Aktuelles

 

In der vorliegenden Rubrik stehen kürzere Mitteilungen zu aktuellen Ereig­nissen und Feststellungen, die zwischen den seltener, ein- oder halbjährlich erscheinenden Rundbriefen an­fallen. Diese Kurzmitteilungen werden vom Zeitablauf meist bald abgelöst. Was von ihnen längerfristig festgehalten zu werden verdient, wandert dann in den näch­sten Rundbrief. Die jüngsten Beiträge werden jeweils rot markiert.

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Mollath nicht mehr aktuell

Drei Tage lang stand hier ein Disput mit dem Herrn Mollath – eine Kuriosität, wie sie wie im Leben allgemein und im Psychiatrischen wohl besonders vorkommt. Wir löschten den Beitrag wie­der, da er es nicht wert war, längerfristig auf dieser Webseite ne­ben Berichten und Fest­stel­lun­gen zu stehen, die doch Grundsätzliches behandeln.

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Der „Great Reset“ wird heute oft und immer wieder aufgerufen. Wir erwähnten ihn auch im letzten GEP-Rundbrief 1/20,1.3. Hier Näheres dazu:

Am 17.11.2020 nahm EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an einer Videokonferenz des Welt­wirtschaftsforum (WEF) von Klaus Schwab teil und sagte da u.a.:

Meine Damen und Herren, die Notwendigkeit einer globalen Zusammenarbeit und die Beschleunigung des Wandels werden der Antrieb für den GREAT RESET sein.“

Dieser WEF-Videokonferenz war auch John Kerry zugeschaltet, der frühere US-Außen­minister und jetzt designierte Klima-Botschafter Bidens. Auf die Frage, ob die Welt vom neuen Präsi­den­ten die Verwirklichung des GREAT RESET erwarten könne, antwortete Kerry:

Ja, das können Sie von uns erwarten. Und, es wird mit größerer Ge­schwin­dig­keit und mit größerer Intensität geschehen, als sich viele Menschen vorstellen können. Mit der Wahl von Joe Biden hat eigentlich der Great Reset schon begonnen.“

„Great Reset“ übersetzen die Medien  gemeinhin mit „großem Neustart“. Wörtlich bedeutet „Reset“ eigentlich „Zurücksetzen“. In oberen Etagen aber wird nun des öfteren tatsächlich eine Reduktion der Welt­bevölkerung von derzeit über 7 Milliarden auf etwa 500 Millionen als im Inter­esse des natürlichen Gleichgewichts auf Erden, als besser natur-verträglich, ja natur-ge­­boten angesehen.

RT Deutsch berichtete am 29.1.20 von einem Wort Merkels an Schwab beim virtu­ellen Weltgipfel des WEF Ende Januar 2021: „Sie haben das Motto ‚The Great Reset‘  ge­wählt. Das ist das diesjährige Thema. Und ich frage einmal: Brauchen wir wirklich diesen Great Reset? Oder ist es nicht mehr so, daß wir weniger in den Zielsetzungen einen Neuanfang brauchen, son­dern mehr in der Entschlossenheit un­se­res Han­delns?“ – Weniger wohl ein kritischer Ton von Merkel als ein doppel­sinniger.

Weil ich so etwas von früher her von Rockefeller & Co. schon im Hinterkopf hatte, suchte ich im Internet und fand bei „Der kommunistische Kampf – Stimme der inter­nationalistisch-leninistischen Bewegung“, im Allgemeinen nicht meiner Referenz, den Eintrag (Großkapital und Kommunisten verbindet heute ohnedies viel):

Im Mai 2009 berichtet die Sunday Times in einem Artikel über ein Treffen unter Multimilliardären: „Während eines Abendessens stimmten auf Anregung von Bill Gates alle überein, daß die ‚Übervölkerung das Problem sei.’“ Dazu ein Photo von Gates, Rockefeller und Soros. Und weiter unten  noch ein Bild von Kissinger mit beigefügtem Zitat: „Die Übervölkerung sollte die höchste Priorität bei der Außenpolitik in der Dritten Welt sein.“

Dabei könnte die rasante Bevölkerungszunahme der letzten Jahrzehnte zumindest in einigen Kulturen tatsächlich zum Problem werden oder es schon sein. Richten wir uns also auf den jetzt „mit größerer Ge­schwin­digkeit und mit größerer Intensität“ betriebenen „Reset“ ein.
W.                                                                                                  30.1.2021

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Korrespondenz mit Freunden der GEP bezüglich anstehender politischer Veränderungen und alter Schulfreunde

Liebe Mitglieder, Mitstreiter, Freunde,

Manche von Ihnen, Euch kennen den folgenden Meinungsaustausch schon, den ich mit ehe­ma­ligen Schul­freun­den geführt habe. Die umfänglichere Wieder­gabe der Re­pli­ken könnte nützlich sein, weil sie bei den angesprochenen Ange­le­genheiten wohl die jetzige „Mehr­heits­­­mei­nung“ im Land unseren Po­­si­­tionen ge­genüber ver­deutlicht – Freude und Harmonie gab’s auch zur Schul­zeit mit den Korre­s­pon­den­ten nicht immer – und auch weil diese dabei ei­nen verträg­li­chen, teil­­wei­se gar freund­schaft­­li­chen Ton bewahren. Bei den vorliegenden Schwerpunktthemen Trump, Co­rona etc. herrschen sonst  ja vielfach gehässige Ausgrenzungen vor. Wie wünsch­ten wir doch, ein freundlicher Umgangston bliebe auch sonst dem Land erhalten.  (Die folgenden Erklärungen teil­weise gekürzt, ansonsten originalgetreu, die eigenen teilweise ergänzt. Der GEP-Rundbrief 1/20, auf den wiederholt Bezug genommen wird,  ist in der Rubrik Rundbriefe einsehbar.)

 Zuerst die Antwort von M., jetzt einem pensio­nier­ten Dekan der ev.-luth. Lan­des­­kirche in Bayern:

Lieber Fritz, …Ich will Dir wenigstens eine kurze Reaktion zu dem Deinem Brief vom  26.12.20 beigefügten GEP – Rundbrief 1/20 schreiben:

Zum Formalen: Die Lektüre dieses Rundbriefes ist auf Grund der unendlich vielen  Redun­danzen geradezu ermüdend. So habe ich noch niemals auf 24 Seiten die Namen Freud und Marx so oft gelesen wie auf den 24 des Rund­briefes, und das, obwohl ich mich in meiner Studienzeit (und manchmal auch noch nachher) mit den beiden Herren recht gründlich be­schäftigt habe. Ich erspare mir, andere Redundanzen des GEP/Rb zu nennen, da sie wenig­stens weniger häufig sind.

Zwei Anmerkungen zum Inhaltlichen: Dein Versuch einer psychiatrischen Ehrenrettung des gegenwärtigen US-amerikanischen Präsidenten ist rührend. Du kannst ihn gerne vom  Vo­r­wurf des Narzissmus durch Deine psychiatrischen Kollegen freizusprechen versuchen, was ihn freilich nicht vom jüngsten Beweis des Amtsmissbrauchs und anderer krimineller, ge­lungener oder misslungener Versuche befreit.

Deine Begeisterung für die sog. Querdenker kann ich in sofern nicht teilen, als ich bei ihnen den Eindruck habe, dass es ihnen v.a. auf das „Quer“ und sehr wenig auf das Denken an­kommt….

Mit herzlichen Grüßen,
Dein M.

W., ein Toningenieur jetzt und immer noch aktiver Konzertmeister, schrieb:

Lieber Fritz,

besten Dank für Deinen Gruß und die Übersendung des Rundbriefs 1/20 der GEP.  Ich habe mich (in mehreren Etappen) durch die 24 eng beschriebenen Seiten des Rundbriefs hin­durch­­gearbeitet und möchte Dir meine unein­ge­schränkte Bewunderung für Deinen jahr­zehnte­lan­gen Einsatz gegen den Missbrauch der Psychiatrie ausdrücken. Er hat –  bei allen Hürden –  in Einzelfällen ja auch zu ganz konkreten Erfolgen geführt.

Aber auf diese gewiss ehrlich gemeinte Eloge folgen gleich auch ein paar Einwände: Die Crux der Außendarstellung der GEP und damit ihrer Wirksamkeit scheint mir – ich hatte Dir das früher schon einmal geschrieben – in der Tatsache zu liegen, dass sich die Rundbriefe der GEP nicht auf eine messerscharfe Analyse konkreter Fälle psychiatrischen Missbrauchs konzentrieren, sondern die An­liegen sub specie der „großen Politik“ vorgebracht werden. Mit meiner Ansicht stehe ich offenbar nicht ganz allein, denn Euer kürzlich aus dem Vorstand ausgeschiedenes Mitglied, das „in der DDR als SED-ler den Psychiatrie­miß­brauch am eigenen Leibe erfahren hat“, teilt (S. 20 des Rundbriefs) meine Bedenken.

Es ist selbstverständlich, dass Ihr Euch bei Eurem Tun jeweils Klarheit über die psychiatrie­geschichtlichen, sozialen und politischen Hintergründe Klarheit verschaffen müsst (und ja auch verschafft). Aber dieses Hintergrundwissen sollte dann vielleicht besser auch im Hinter­grund bleiben. Sonst „verwässert“ Ihr die Wirkung Eures „Kerngeschäfts“ in der Öffent­lich­keit und verhindert wohl auch den Aufbau einer breiteren Basis für Eure Gesellschaft, weil man zu den Hintergründn auch eine andere Meinung haben kann, ohne Euer Grund­an­liegen gleich anzuzweifeln.

Lass mich kurz andeuten, wo für mich weitere Probleme bei der Lektüre des Rundbriefs lie­gen, wobei ein intensiveres Eingehen auf die bei mir aufkommenden Fragen freilich wohl nur in einem persönlichen Gespräch möglich wäre. Dabei räume ich schon vorab freimütig ein, dass die Informationen, die zu meiner Meinungsbildung führen, stets nur Informationen aus bestenfalls zweiter Hand sind, meine Einstellung daher keinerlei Ansprüche auf „eherne Wahrheiten“ stellen kann.

Unzweifelhaft und vielfach wiederholt werden in dem Rundbrief die Freudschen Hypothesen verteufelt. Aber warum genau ist mir als Laien nicht klar, zumal ich in einem Fall aus meinem Freundeskreis die Psychoanalyse als vollen therapeutischen Erfolg erlebt habe. Ein Psycho­lo­giestudium geht mir eben ab. Geholfen wäre mir (und vielleicht auch manch anderem Leser des Rundbriefs) z.B. mit einer Darstellung auf jeweils zwei durch eine Mittellinie getrennten DIN A4-Seiten, in denen einmal auf der linken Seite die wichtigsten Thesen Freuds stehen und rechts die Stellungnahme der GEP dazu. Dann umgekehrt: Links die Thesen der GEP, rechts die Stellungnahme dazu aus Sicht der Anhänger Freuds. Sage bitte nicht so kom­pri­miert lässt sich das nicht darstellen, sonst antworte ich Dir mit Deinem Kollegen Gottfried Benn: „So lang kann die Wahrheit doch gar nicht sein“.

Auch politisch kann ich Dir oft nicht zustimmen, hierzu ein paar Stichworte:

Zu Trump fällt mir nichts Positives ein. Ich empfinde ihn als eine Schande für eine zivilisierte demokratische Gesellschaft. Auf Seite 2 des Rundbriefs wird Trumps „aktives Vorgehen ge­gen verbreitete Kindsentziehung“ gelobt. Mir ist hingegen nur bekannt, dass er die Kinder der Mi­granten an der Südgrenze der USA ihren Eltern entziehen ließ, bis offenbar seine Ehefrau schließlich einen Stopp dieses unmenschlichen Vorgehens erreichte. Rund 600 Kinder sollen dabei bis heute ihre Eltern nicht wieder gefunden haben.

Auch habe ich keinerlei Verständnis für die Verteidigung der Querdenker-Demonstrationen in Berlin. Wenn sich Menschenmassen ohne Abstand und Maske zur „Rudelbildung “ zusam­menfinden, ist das eine (für mich unbestreitbare) Förderung der Ausbreitung des Covid-19 Virus mit ebenso unzweifelhaft daraus resultierenden Todesfällen. Wie verträgt sich das mit der für Euren Beruf in Anspruch genommenen (ja eigentlich als selbstverständlich anzu­se­hen­den) „Bewahrung seiner Redlichkeit in Wissenschaft und Praxis“ (Seite 6 des Rund­briefs)?

Auch durchzieht den Rundbrief eine gewisse rechtslastige (ich möchte nicht so weit gehen zu sagen „AFD-nahe“) politische Einstellung. Das ist gewiss jedermanns Recht, schwächt aber Eure Wirkung in der breiten Öffentlichkeit, weil der größere Teil der Gesellschaft dieser politischen Einstellung eben nicht folgt. 

Zuletzt noch eine zugegebenermaßen etwas ungehörige Frage: Hättest Du eigentlich bei Deiner ablehnenden Haltung zu den in unserem Land Regierenden die Annahme des Bun­des­verdienstkreuzes nicht verweigern müssen? Selbst in meinem kleinen Arsenal zur „psy­cho­logischen Kriegsführung“ finde sich schließlich die Waffe „Neutralisierung des Gegners durch Umarmung“.

Nichts für ungut! Lass Dir abschließend danken, dass Du mit Deinem Rundbrief meinem in der Be­schäftigung mit den drei Grundfragen „Wie geht’s mir heute? Was gibt’s zu essen? Was läuft im Fernsehen?“ an sich voll ausgelastetes Rentnerhirn zu diesen Horizont über­steigen­dem Nachdenken angeregt hast und lass mich noch einmal wiederholen, wie sehr ich Dein En­gagement bewundere und Dir dafür weiterhin Kraft und Gesundheit wünsche, auch wenn wir nicht in allen Punkten gleicher Meinung sind.

Herzliche Grüße
W.

Und B., der später ein Gesandter der Bundesrepublik in verschiedenen außereuropäischen Ländern war, schrieb zum Thema:

… Deine Zeitschrift haben wir mit Interesse quergelesen. Mich störte ein bißchen die starke Polemisierung einzelner Artikel, die enorme Distanzierung zu Freud, die Begeisterung für die Querdenker, etc.

Hier nun meine abschließende Stellungnahme zum Vortrag der Schulfreunde. Ich kom­mentiere die Antworten nur, weil sie so zeit-typisch sind, erkenne dabei hoch an, daß sich die ehem. Schulfreunde, die sich beruflich und in ihren sonstigen Ansichten verständlich ganz anders entwickelten, so eingehend auf unsere Themen einließen.  Die meisten Menschen machen, wo’s u.a. um  „Psycho“ geht, doch einen weiten Bogen.

Zuerst einmal zur Abwahl Trumps, die jetzt zur Krise kommt. Den Schul­freun­den schmeckte gar nicht, daß ich an Trump auch Gutes fand („ein­­ziger US-Prä­si­dent, der keinen neuen Krieg begann“). Bei der Aner­kennung seiner Lei­stun­gen (Rundbrief, 1.4) war diese freilich so „be­geistert“ nicht.  Ich äußerte „genü­gend Vorbehalte“. Auch gab ich für Trump keine „psychia­tri­sche Ehrenrettung“ ab. Narzißmus ist schließlich keine Krankheit, sondern ein Charak­ter­zug, den festzustellen oder zu negieren, es keinen Psychiater braucht. Solche aber haben psy­chia­tri­schen Dif­famie­rungen zu wehren. Daß Trump, um ein Zeichen ge­gen verbrei­tete Kin­des­miß­bräuche zu set­zen, den April 2020 zum „Na­tio­nal Sexual Assault Aware­ness and Prevention Month“ er­klärte, wog den Entzug von Kindern gewiß nicht auf, den er bei der ver­such­­ten Massenflu­tung der US-Süd-Grenze verhängte. Restriktio­nen gegen Mas­sen­­zu­wan­de­rung kolli­dieren erst ein­mal wohl un­vermeidlich mit „der Menschlichkeit“. Die Ab­schaf­fung der Gren­zen à la Merkel verla­gert den Zusammenstoß halt auf später – s. Max Webers Gegenüber­stellung von Gesin­nungs- und Ver­antwor­tungsethik.

 Auch im Handling des Corona-Problems hierzulande, das ich im Rundbrief an­schnitt, ste­hen uns meine Schulfreunde entgegen. Hochkompetente Fachleute widersetzen sich der Regie­rungs­linie. Daß diese öffent­lich nicht gehört wurden / werden, das ist der eigent­li­che Punkt des Anstoßes. Was zuerst kommt, das Leben oder die Frei­heit, ist für die All­ge­mein­heit klar. Viele Philoso­phen, die das anders sahen, ma­chen keine Mehr­­­heit aus. Daß die Regierenden die qua­­­li­­fizierte Diskussion des The­mas so einseitig in Be­­schlag nah­men und oktroyieren, wie und bis wohin und um welchen Preis das Menschen­leben zu schützen sei, muß uns um so mehr em­pören, als wir die freche Ma­ni­pulation der psychia­tri­schen Debatte schon in den 1970ern erlebten.

Bezüglich dessen, was ich im Rundbrief zu Freud anführte, beklagt der hier so „gründlich“ be­lesene Schulfreund M. viel Redundanz. Wie hat er nur von der doch niederschmetternden  Ge­schichte Frink – Bijur (Rund­­brief 7.1) erfahren, von der bisher noch in keinem anderen deut­schen Medi­um berichtet worden ist und die zu seiner Studienzeit auch noch gänzlich  unbekannt war? W. aber führte an, er habe bei einem Freund „einen vollen thera­peu­ti­schen Erfolg (der Psycho-ana­lyse) er­lebt“, was er wohl als Thera­pie-Nachweis wertet. Zur Zeit der Psychiatrie-Enquête der 1970er Jahre schon fühlten sich solch nette Leute, nicht zuletzt Pfaffen, berufen und wurden auch von der Bundesre­gie­rung bestellt, die Psychiater zu belehren, wie ihr Fach zu „reformieren“ sei – freudisch, versteht sich. (Unter „Achillesferse Psychiatrie …“ nachzulesen bei Rundbriefe > Aus den Vorläufen).

W. las aus dem Rund­brief auch „eine gewisse rechtsla­sti­ge Ein­stel­­lung“, fast AfD-Nä­he her­aus, mitschwingend, daß dies etwas ganz, ganz Schlim­mes wä­­re. Wie oft rieb ich doch auch hoch­­ran­gige AfDler schon ab, warf ihnen Fahr­lässig­keit vor, daß sie die aus der Psy­­cho­ana­lyse, der 68er Be­we­gung her­vor­­ge­­gan­ge­nen Ge­fähr­dun­gen und Be­schä­di­gun­gen von Mensch und Ge­sell­schaft kritiklos hinnehmen. Diesen Leu­ten wird nicht von ungefähr auch aus dem eigenen Lager kräftig eingeheizt. Es hilft nur nichts. Argu-mente wer­den heute nicht mehr zur Kenntnis genommen, werden u.a. vom Schwall der Desinformation erstickt.

Gefragt wurde ich jetzt noch, ob ich bei meiner „kritischen Einstellung zu den in un­serem Land Regie­ren­den“ die Annahme des Bundesverdienstkreuzes nicht hätte verweigern müssen. Die Aus­zeich­nung wurde mir aber nicht von den gerade Re­gie­ren­­­den, son­dern von einem über­par­tei­lichen Prä­si­denten der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land verliehen, der im Jahr der Verlei­hung 2006 auch nicht Frank-Walter Stein­meier hieß. Noch gilt in Deutschland die freiheitlich-demokratische Grundordnung, der ich gewiß anhänge.

So ausführlich die Antworten überwiegend waren – eine solche hätte u.E. zuerst der Ärztever­tre­tung an­gestanden -, blieben sie doch im zeitgeistig Vorgekauten hän­gen. An die Ärz­te­schaft rich­tet sich unsere Kritik seit über 40 Jah­ren pri­mär. Über ihren seiner­zeitigen Ver­säum­­­nis­sen und den damit fortlaufend weiter auf­kom­men­den Skan­dalen wird die Kritik so nicht ver­stummen. Wie wünschten wir doch, daß eine zumindest dem Schein nach freund­­li­che, also geordnete Dis­kus­sion auch mit ihr geführt wer­den könnte.

Wie Sie sehen, Ihr seht, liebe GEP-Freunde, bläst uns Ge­gen­wind von allen Seiten entgegen. Wird uns sträfliche Nähe hier zu den „Querdenkern“, da zur AfD nach­gesagt, so kommen auch von dort selbst auf Anschreiben keine Antworten mehr. Psychiatrie und Psychologie sind nur Hilfsdisziplinen der Justiz. Und die Verlotterung der Sitten ist allgemein. Teilweise könnten, sollten wir uns darüber amüsieren. Der Hoch­mut, den sich da manche uns gegenüber her­ausnehmen, gelingt ihnen ja nur um den Preis des Igno­rie­rens von Fak­ten, letztlich eines „Sich-dumm-Stellens“. Die (vielleicht nicht so schöne) Neue Welt­-ord­nung oder –Diktatur, the Great Reset, werden wohl auch sie und ihre Kin­­der mit einholen. Die von Huxley gezeichnete neue, „sanfte Dikatur“ wird auch da­durch nicht schöner, daß fast „alle sie lieben“ (Rundbrief 1.5), auch manche meiner frü­heren Schulfreunde, von denen ich manche echt mochte und irgendwie immer noch mag.

Nachtrag 26.1.2021: Zu dem Komplex Pädophilie – Kin­dsmißbrauch – Psycho – Politik – Satanismus stellten wir am 14.1.21 einen Link zu den umfänglichen, englisch-sprachigen Darlegungen von J. Hagopian auf diese Seite: Pedophilia – The Mental Disorder and the Child Sex Abuse Crime. Bei der Lektüre des 1. Kapitels der Darlegungen erkannten wir ihnen sachlichen Er­kennt­niswert zu. Beim späteren Anlesen des 2. (ursprüng­lich 34.) Kapitels wurden wir  über den hier vertretenen, u.E ins Absurde gehenden Thesen freilich so stutzig, daß wir den Link wieder löschten. So brisant das Thema sexueller Mißbräuche von Kindern ist, bedarf es hier weiterer gründ­licher Prüfung der Sachverhalte.

Viele sehen die politische Entwicklung angesichts der jetzt laufenden Umstellungen in den USA mit Sorge, was freilich kaum je an­ders war. Viele Potentiale stehen je­doch wei­ter parat und geben Hoffnung. So kommt im Psychotherapeutischen etwa Freuds lang ver­dräng­ter Zeit­genosse und Gegen­spieler Pierre Janet heute neu zur Geltung.

Ihnen/Euch, liebe Mitglieder, Mitstreiter, unter denen nach einigen Troubles der jüngeren Zeit zum Glück wieder ein um so hellerer Geist herrscht,
beste Grüße und Wünsche  
Ihr Dr. Friedrich Weinberger
Euer Fritz                                                        14., mit Änderungen 26.1.2021

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Merkel mißbraucht Psycho-Fächer

 Kaum war unser GEP-Rundbrief 2020 im Netz erschienen, in dem wir u.a. in Corona-Sachen die ein­seitige, damit mißbräuchliche Anwendung ärztlicher Feststellungen monierten und die Quer­denker und ihre ärztlichen Unterstützer ob ihres Protests dagegen unterstützten, dabei freilich auch deren Non­chalance bei früher schon aufstoßenden Psychiatrie-mißbräuchen ver­merk­ten, da erklärte Frau Merkel am 14.12.20 deren Aufbegehren zu einem „Angriff auf un­sere ganze Lebens­weise“.  Der „Umgang mit den Corona-Skeptikern“ stelle „keine normale poli­ti­sche De­batte“ dar. Diese Menschen hätten „möglicherweise psychologische Probleme“ und seien „vielleicht  auch eine Aufgabe für Psychologen“. Sie meinte offensichtlich „für Psych­iater“, deren Auf­gabe die Behandlung von Wahnkranken gemeinhin ist. Die beiden „Psycho-Fächer“ werden je nach politischer Opportunität gern verwechselt. Merkel rief dazu auf, „sogenannte Verschwö­rungstheorien in Deutschland konsequent zu bekämpfen.

War der Psychiatrie-Mißbrauch in der groben Form der Zwangsinternierung ursprünglich eine sowjetische Spezialität, kam er später vereinzelt auch hierzulande vor (die Fälle Wei­gand, Mollath u.a.), so wird er in der eleganteren Form lockerer Zuschreibung psychischer Stö­rungen, also schlichter Diskreditierung,  heute vor allem von unseren neu-linken Machthabern gegen Andersdenkende in großer Zahl angewandt. Wie sollte  sich die Bundeskanzlerin, ehedem „Sekretärin für Agi­tation und Propaganda“ der FDJ, nicht auf diese Kunst verstehen, zumal selbst viele der von solcher „Psycho-Schmä­hung“ Betroffenen das Vorgehen über Jahr­zehnte hinnahmen und diejenigen, die solche Per­fidie kritisierten, einsam stehen ließen? Andersdenkenden Verschwörungstheorien anzuhängen, ist heute die politische Masche. 

Dr. med. F. Weinberger                                                17.12.2020

 

6 Gedanken zu „Aktuelles

  1. Joachim Schaare

    Zu Schulbekanntschaften:
    Zu Freud und die Antwort des ev.-luth. Dekans an Dr. Weinberger:

    Kommen Theologen mit ihren angestammten Dogmen bei der Bevölkerung immer schlechter an, so versuchen es manche von ihnen jetzt offensichtlich mit moderneren, dabei nicht weni­ger absurden, nicht weniger unglücksträchtigen Glaubenslehren wie denen von Sigmund Freud und seinen Jüngern.
    Joachim Schaare
    

    Antworten
  2. Dr. Richard barabasch

    Bei dem blutigen Geschehen in Hanau sprach die AfD von einem „Amok­lauf“. Das ließ der FT, Bambergs „Heimatzeitung“, nicht gelten. Er hängte die Tat umgehend der medial weit­hin ge­ächteten AfD an und ver­schwieg, daß es sich bei dem Täter um einen psy­chisch schwer kranken Menschen handel­te. Aus welcher Motivation und mit welcher Absicht nur lenkte der mainge­stream­te FT von der Krankheit ab und riskierte statt dessen eine Informationslücke, anstatt sie zu schließen? Im „Informationszeitalter“ sind wir zur eigenen Meinungsbildung auf korrekte Wieder­gabe der Fakten angewiesen. Nur so bleibt Vertrauen zum Rechtsstaat und letztlich auch zur Presse bestehen.

    Der FT möge bitte seine journalistische Aufgabe wahrnehmen und sich durch einen Nach­trag des krankheitsbedingten Geschehens Vertrauen in seine Berichterstattung be­wahren. Die fälschliche Zuweisung an eine ihm zuwidere Partei dient dem nicht.

    Dr. Richard Barabasch

    P.S. Der Leserbrief (in einer vordem umfänglicheren Form) wurde vom FT nicht zum Abdruck angeommen.

    Antworten
  3. Dr Rainer Hermann Kurz

    Vielen Dank für die erfrischenen Worte die mir hier in England Mut machen.

    Seit 2012 decke ich einen ganz schlimmen Fall auf wo Psychiater und Psychologen scheinbar Kinderschändung und noch schlimmeres unter den Teppich kehren.

    Ich habe zum Thema 28 Poster und ein halbes dutzend Vorträge präsentiert (bisher alle auf Englisch) die im Internet stehen und bei mir angefordert werden können.

    Dr Rainer Hermann Kurz
    C. Psychologist
    London
    UK

    ichinendaimoku@gmail.com

    Antworten
    1. F. Weinberger Beitragsautor

      F. Weinberger 8. Juli 2019 at 08:29 | Permalink | Reply

      Als Antwort auf Dr Rainer Hermann Kurz.

      Als Antwort auf Dr Rainer Hermann Kurz.

      „Satanisch paedophile Netzwerke, bis in höchste politische Kreise reichend (Fall Jimmy Savile), kommen immer wieder zur Diskussion. Nachdem kein geringerer als Präsident Putin sie 2017 offen moniert hat und solche Anklage doch aus dem Rahmen gängiger Propaganda fällt (http://derwaechter.net/putin-der-westen-wird-von-satanischen-paedophilen-kontrolliert), auch Psychiatrisches vielfältig mit ihnen verbunden wird, hielten wir’s für angemessen, die Anklage des britischen Psychologen Kurz einmal frei zu schalten.

      Antworten
  4. Dr. Richard Barabasch

    Manches muss auf dieser Welt,

    lieber Herr Weinberger,

    gesagt sein, damit es in der Zeit auf diesem Welten-Raum auch ausgesprochen ist und somit in Zeit und Raum geschehen ist (und eingehen kann in die Energiefelder dieser Erde, um irgendwann einmal die Wirkung zu entfalten, die der Wahrheit als solcher zusteht und – durch die Aussage – dann auch zu gegebener Zeitt wirken kann) . . .

    Herzlichst,

    R.B.

    PS : und manche Wahrheiten brauchen eben mehrere Ansagen . . . . .

    Antworten
    1. Dr. Richard Barabasch

      Siegmar heißt nicht „umsonst“ Faust – sein Text ist eine faustische Ansage in seltener Ein­deutigkeit! Sein Bericht zeigt letztlich die Polarität auf, das menschliche Problem unter den Bedingungen von „Zeit und Raum“, das die auch (ver-)wesenden Politiker nie kapiert und „beherzt“ haben. Ego­man erhoben sie unter tötender Miss-achtung des NÄCHSTEN (Men­schen) neben, vor, hinter ihnen und um sie herum aus­schließ­lich ihren wahrge­nom­menen POL zum Götzen.

      Die Ausführungen von Faust sind 15 Jahre alt und haben doch ihre Aktualität behalten – ja, haben sich fortlaufend bestätigt! „Die Leut‘ auf der Strass“ haben das Geschehen um die RAF und das Wissen um die „Alt-68er“ kaum mehr präsent, weil dieses so tief schon in der „Mot­ten­­kiste der Zeit“ liegt, dass dort alles bereits moderig verkommen ist. Insofern halte ich auch den Bezug von Freuds Irrlehren, zu den 68ern und Marx und Trotzky – leider – für nicht ziel­führend. Eine Bezug­nahme auf sie löst beim „Ge­gen­über“ eher Abwehr als den Wunsch aus, mehr über die Vorgeschichte zu erfah­ren. So interpretiere ich auch die Tonlosigkeit man­cher Rechten zu den Problemen des Psych­iatrie-Mißbrauchs. „Man“ ist im „mainge­streamten Zeit­alter“ derart auf „nur das Neueste“ einge­engt, dass die Mühe des Denkens, in Sonderheit des Zurück-Den­kens, für zu viele Zeitge­nos­sen bereits eine Zumutung darstellt, die per Igno­rieren „beant­wortet“ wird. So bleiben auch we­sentliche Ereignisse der verschiedenen Arten von Psy­ch­­ia­trie-Miss­bräuchen wie von der GEP präsentiert, wenn sie nicht so „spektakulär“ rüber­ge­bracht werden kön­nen wie etwa „der Fall Mol­lath“ einfach liegen. Was „juckt“ etwa das Schick­­­sal einer jüdischen Mutter und ihres Kindes den durchschnittlichen, etwa auf BILD foku­sier­ten Zeitungslesers, stünde es in der BILD gar? „Na so was!“ sagte er heute und hat’s morgen vergessen. Unsere Diskussion in der GEP bleibt weithin eine „Echokammer“, die Schwie­rigkeit, Fakten „po­pulär“ zu „machen“, oft unüberwindbar.

      Das eben lerne ich auf dem Beitrag Siegmar Fausts: Der Lauf der Zeit ist nicht von einem und auch nicht einigen Einzelnen aufzuhalten oder entscheidend umzu­lenken. Es waren im­mer nur scheinbar „Einzelne“, die erfolgreich opponierten; es waren immer die so genann­ten Zeit­um­stände, die den Boden bereiteten, dass ein Einzelner vielleicht zur Gallionsfigur wurde. Letzt­lich war es immer eine „erfolgreiche Lobby“, die die Änderung erkämpfte.

      Und da bin ich wieder bei „Siegmar, der nicht umsonst Faust heißt“: Er hat die Zeit der DDR 2004 trefflich, akribisch gar mit Quellen­angaben, beschrieben und gewertet, eine Analyse sei­ner Lebensumstände und seines Lebens unter ihnen gegeben. Dem Wahrheits-GETREUEN bleibt nichts als die akribische Analyse dessen, was W A R. So wird WAR-heit dann zur WaHrheit.

      Eine „Teufelei“ des Systems „ZEIT“ ist’s schon, Ereignisse in der ZEIT warheitsgemaß wahr­haftig aufzuzeigen. Man könnte das die „Tragik“ des zeit-räumlichen Sein’s“ nennen. Es gibt ein einfacheres Wort dafür: Polarität alles Seienden. Über dieses FAKTUM ist nicht hinweg zu steigen, denn es IST IMMER und auch wenn wir in einem Pol verharrend meinen, dass wir das FAKTUM POLARITÄT überwunden hätten, wenn wir im Kopf einmal die Gegen­posi­tion einnehmen. Wir haben uns lediglich „getäuscht“ = kommt von „Tausch“ . . ., den Pol ge­tauscht, vertauscht.

      Auch die GEP „leidet“ unter diesem „Welten-Phänomen“ der „Polarität“ – hat es bislang aber doch immer wieder erreicht, einer Justiz gegenüber die WARheit kriminalistisch zu erspüren und so die WaHrheit ans Licht zu bringen. Dies war und ist kein Kinderspiel, weil alle ge­gen­läufigen Aktionen ebenso hartnäckig bestehen. Polarität IST das / ein Prinzip der All­ge­gen­­­wärtigkeit und die Kunst (des Lebens) ist, es / dies IMMER gleich-zeitig und gleich-gültig als lebensimmanent zu wissen. UND: nicht daran zu leiden! Sondern dennoch seiner Aufgabe und dem zugehörigen Prinzip treu zu bleiben. Luther hat hier – für sich – ein WahrWort ge­spro­­­chen: „Hier stehe ich und kann nicht anders“. Siegmar Faust konnte nicht anders und die GEP wird auch nicht anders können – solange sie besteht. Das „Wie-lange“ ist hinter dem Vorhang der Zukunft verborgen.
      Dr. Richard Barabasch

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