Aktuelles ARCHIV – nicht bearbeiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

In der vorliegenden Rubrik stehen kürzere Mitteilungen zu aktuellen Ereig­nissen und Feststellungen, die zwischen den seltener, ein- oder halbjährlich erscheinenden Rundbriefen an­fallen. Diese Kurzmitteilungen werden vom Zeitablauf meist bald abgelöst. Was von ihnen längerfristig festgehalten zu werden verdient, wandert dann in den näch­sten Rundbrief. Neu eingerichtet wurde jüngst die Rubrik „Berichte aus / zu…“ Die jüngsten Beiträge werden jeweils rot marikiert.

 

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GEP-Mitgliederversammlung 2021 am 17.4.2021    
Einführungsreferat und Ergebnisse

Willkommen zur Hauptversammlung der GEP 2021, einer virtuellen wieder. Wir hatten uns länger mit dem Gedanken der Vereins­auf­lösung getragen. In der Einla­dung kündigte ich den­noch wieder Neu­­­wahlen an und damit die Fort­setzung unserer Vereinstätigkeit. Sie erschien uns im Vorstand letztlich doch als möglich und als sinnvoll, weil

  1. Mißbräuche der Psycho-Fächer zu politischen Zwecken fortbe­stehen. Das sehen auch ande­re so. In seinem Buch Das Tavi­stock-In­sti­­tut weist Dr. John Coleman, ein briti­scher Fach­kol­­lege, das Ausmaß solcher Ver­­­­­keh­ungen der Psy­cho­fächer und ihre Ursprünge noch viel  tiefer greifend und umfänglicher aus­, die ganzen letzten hun­dert Jahre umfassend. Hierzulande waren wir diejeni­gen, die Ein­zi­gen, die sol­chen in unsere Zeit fallenden Mißbräu­chen konstant und kompetent be­gegnen.
  2. Unsere Publikationen werden im Weltnetz international gut fre­quentiert, unsere Arbeit und Positionen welt­weit wahr­­­­ge­nommen..
  3. Zu den Mitgliedern unseres Vorstands, überwiegend in ge­reiftem Alter, sind neue, jüngere Mitstreiter hinzu­ge­kommen. Sie arbeiten alle gut zusammen. Es kann also gut weiter­­gehen.

Die heutige Ver­sammlung ist be­schlußfähig. Die Ta­gesordnung ist be­kannt: Be­richt des Vorsitzenden, dann des Schatz­meisters, dann allgemeine Dis­kussion, Ent­lastung der Genannten, dann Neu­wahlen. Sind Sie einver­standen?

 Dominierend ist im Gesundheitspolitischen heute die Corona-The­matik. Auch hier gehen die Meinungen der Experten auseinander. Die Re­gie­rungen, voran die merkelsche, setzen, vom Mainstream unter­stützt, ganz auf den Rat des Prof. Drosten. Dagegen rührt sich zu­nehmender Protest im Volk besonders über die unzu­länglich be­grün­deten Frei­­heits­ein­schrän­­kungen. Wir sehen diese eher aus „Psy­­cho-Rich­tung“ kom­men. Daß sich über Corona so lebhafter Widerstand ge­gen die Regie­rungs­prä­potenz rührt, kann, ja muß uns freuen.

Kindsentziehungen infolge „schrä­ger“ Psycho-Gut­achten waren im letz­ten Rund­brief schon unser Schwerpunkt-Thema. Daß wir im Fall Ku­wa­lew­sky zur Ab­­­stel­lung ganz horrender Kindesentziehun­gen gut­achtlich beitragen konnten, kann uns Be­frie­di­gung sein. Mel­dungen von neuen Fällen kommen immer wieder auf. Frau Jessica Z., selbst kinds­be­raubte Mutter, ist als Gast zugegen. Sie wird in der Dis­kus­sion selbst einige Worte sprechen.

 Kindsmißbräuche haben im letzten Jahr, meldeten gestern die Medien, um 6,8% zugenommen. Mit 314 Opfern und über 200 be­schul­dig­ten Kleri­kern kamen sie kürzlich aus dem Erzbistum Köln wieder in die öf­fent­li­che Dis­kus­­sion. Lange waren sie  unter Ver­schluß gehalten worden. RT Deutsch – ich greife auch auf „ver­lästerte“, da­bei mit­unter wert­volle Quel­­len zurück – be­­­­richtete in dem Zu­sammen­hang noch über die Ver­­­­­­mie­tung von 175 Wai­­sen­haus­kin­dern in den 1960er und 70er Jahren durch Non­­nen eines Speyerer Klosters. Tichys Ein­blick vom 7.3.21 („In Berlin tun sich er­neut Ab­gründe von Pädosexua­lität auf“) bemerkt dazu, daß ARD und ZDF wie die Me­dien all­gemein die Kin­des­miß­bräu­­­che in der Kir­che zwar an­prangern, nur da­r­an vor­bei­gingen, daß etwa in Ber­lin „das pädo­se­xu­elle Netz­werk (mitten) in die Behör­den hin­ein­reich­te.“ Überall stand der Freud-Marxis­mus ideell Pate – in der Fa­mi­li­en­gesetzgebung der 90er Jahre, der Famlien­gerichts­barkeit und dem ideologisch auch von den Unionsparteien mitreformierten psychiatrischen Gutachterwesen.

Insgesamt erwuchs daraus die unsere Gegenwart bis heute prägende 68er Kul­tur­re­vo­lution, die „sexu­elle Be­frei­ung“, mit ihr die vermehrten pädophilen Übergriffe bis in die Kir­chen hin­ein, der Freu­dis­mus ihr Kern-Element. Kritik an ihm spar­ten die Me­dien konsequent aus. Mit dem Satz, daß der Mensch „nicht Herr im ei­ge­nen Haus ist, sondern auf kärg­liche Nach­richten an­ge­wiesen bleibt von dem, was unbewußt in seinem Seelenleben vor­geht“,[1] sprach Freud ihm letztlich die Ver­­ant­wor­­­t­­ung für sein Tun und Las­sen ab [2], setzte dazu die Ver­nunft als sei­­ne Lei­tinstanz ab und Irra­tio­na­lität an ihre Stel­le. Weil er so die Ver­nunft ge­nerell dis­kre­di­tierte, mit der das Volk  die Zumutungen sei­ner Obe­­­ren am ehesten zurück­weisen konnte und kann, des­halb wohl unter­stützen ihn diese so nach­drück­lich. Und viele Ge­lehrte schwätzen ihm nach.[3] Trotzki, der mit dem Freud-Schüler Wilhelm Reich zusammen „frei­en“ Sex in seine „Kin­der­heim“- und Staats­­er­zie­hung einführte, ver­band Freud und Marx politisch fest. Er ver­brei­tete, 1927 von Sta­lin exiliert, den Freud-Mar­­­xis­mus dann im We­sten, wo er jetzt dominiert. Daß ihm ra­tio­nal noch bei­zu­kommen wäre, diese mei­ne ju­gend­­­­­­li­­che Illu­si­on ­dämpfte 1977 schon der Deut­sche Ärz­te­tag (RB 2020,2). Ein zar­ter Glau­be an Vernunft und Freiheit hält sich dennoch bis heute.

Auch viele Rechte, rechte Medien besonders, die wie etwa COMPACT auf die Sex-Ver­brechen an Kin­­­­dern und ihren ideellen Hin­­ter­­­­grund näher noch eingingen, vermieden es, an deren „tie­fen­psy­cho­­­­lo­­­gi­sche“ Wegbereiter von etwa Wil­helm Reich an auch nur zu rühren. Dem erotischen Flair der Kultur­re­vo­lution konnten und mußten sich die Medien gewiß nicht ent­ziehen. Nur wie wie die rechten den linken gleich die Kehr- und Schlagseiten der Kultur-Revoluzzer und ihrer Ideologien übergingen und jeden Potest gegen sie, unseren besonders, abwiesen, er­wiesen auch sie sich letztlich ebenso als Ver­­­­­blö­dungs­me­di­en wie die etablierte Konkurrenz auch. Wenn da und dort die Mei­­nung laut wird, wir leb­ten schon in einem ne­u­en To­ta­li­ta­ris­­mus, dann zeigte sich das mit als er­stes in der strikten Tabui­sie­rung jeder Kri­tik an dem international ausge­wie­se­nen, dennoch weltbestimmenden Schwind­ler Freud. Weil wir sie als ein­zige im Land noch äußer­ten, ver­­fal­len wir ja seit über 40 Jah­ren feind­­seliger Aus­gren­zung von allen Seiten.

Manche, neulich etwa ein ev.-lutherscher Dekan, monieren, ich ginge zu viel auf Freud ein. Dieser aber ist nun einmal die Säule wissenschaftlicher Korruption und Verwirrung im Land. Dar­über ver­­­­stum­­men schon die ver­dienst­­vollen Freud-Kri­tiker im Eng­lisch­­­spra­chi­gen. Ihnen ver­­­dankt die Welt im­­mer­hin – Dop­pel­bödigkeit gab’s un­ter ih­nen auch (RB 2020,6) –, daß die Groß­­be­trü­gerei der Freu­­dia­ner in un­serer Zeit nicht ganz in einem schwar­­zen Loch ver­schwan­d. Auch diese „Freud-scholars“ woll­ten, so scheint es, mehr distanziert speziell Interes­sier­ten einen Über­blick ge­ben als der prekären Si­tuation wirklich abhelfen. Es bedurfte tat­säch­lich schon einer wissen­schaft­lichen Spe­zia­lisierung, um Freud in akri­bischer Sich­­tung sei­ner Schriften, sei­ner ganzen Geschichte auf all seine Schli­­che, seine Be­trü­ge­reien zu kommen. So konnten auch wir nur mit solchen „Freud-Ge­lehr­ten“ zusam­men um die Jahr­­tau­send­wende die Kritik an ihm wieder auf­neh­­men und sie mit den kon­kreten politischen Entwicklungen im Land ab­glei­chen. Auch wenn wir alle gegen das an­haltende Hoch­pushen seiner Psy­cho­logie und ihrer vie­len Irre­füh­rungen nicht aufkamen, bleibt es ein wei­te­res High­light un­­se­­rer Ar­beit, daß wir hier­zu­lande u.a. mit dem eng­­lisch-, fran­zö­sisch- und deutsch-spra­chigen INFC, so kurz sein Le­­ben auch war (RB 20,6), dem großen Freu­dia­ner Schwin­­­­­del noch­­mals sachlich entge­gen­­tre­ten konnten.[4] 

Auf ihre und weitere raffinierte Psychologien zur Manipu­lation des, ja der Menschen geht der schon erwähnte  Dr. John Coleman, ein Fach­kollege von mir, in sei­nem Buch DAS TAVI­STOCK-INSTITUT – Auftrag: Mani­pula­tion  (3. Aufl. von 2015) ein.[5] Tröstlich zu sehen, daß wir mit unserer Kritik nicht ganz allein in der Welt sind. Vor dem zur Zeit des 1. Weltkriegs gegründeten In­stitut in London steht eine im­po­sante Freud-Statue. Vie­le raffinierte Psycho-Techniken wurden dort ­ent­wi­ckelt nicht zu­letzt von Freuds Nef­fen Edward Be­r­nays – ausdrücklich zur „psychologischen Kriegsführung“, Täu­schung, fre­che Er­fin­dung (fake news) und Ver­leumdung im­mer mit da­bei. „Das Un­­be­wuß­te“, das Freud im in­di­vi­du­ellen An­satz zu erkennen glaubte und nutzte, nutzte der Neffe zur Verleitung der Massen.[6] Laut Cole­man wur­­­den die beiden Welt­kriege und ihr Aus­­gang entscheidend von Tavi­stock psychologisch ar­ran­­giert, stand also feindliche In­ten­tion hinter dieser „Seelen(heil)kunde“ und stan­den, es muß ge­sagt sein, von Anfang an hochkarätige Psy­­chiater, Psy­­chologen und an­dere So­zial­wissen­schaft­ler hinter ihr.

Nach dem Krieg, also ab 1920, wurden die in ihm entwi­ckelt­en Me­tho­den, so Coleman, im Auftrag hoher Staats­lenker auch gegen die Bevölkerung all­ge­mein, auch die eige­ne, einge­setzt. Die „nor­­ma­len“ Psy­ch­­ia­ter und Psy­cho­logen er­fahren in ihrer Aus- und Fort­­bil­dung da­von nichts. Politisch indolent genug, hatten die meisten auch kein Interesse. Die Psycho-Fächer wur­den, wohl weil sie Ver­­­­­fü­gungs­­ge­walt über den Men­­schen be­inhalten, von den Macht­ha­bern mit als er­ste einem One-World-Re­gime (wie der World Psych­iatric Association – WPA) unter­stellt. So könnte sich auch das Volk, wenn es, weiter Freud fol­gend und per Co­ro­­na weiter ver­äng­stigt, nicht mehr „Herr im eige­nen Haus“ der Ver­nunft ist, es vielleicht gar nicht mehr sein will, auch noch den „Great Reset“, das gro­­­ße Zu­­rück­ zu sozia­li­stisch-großka­pitalistisch-korporativer Diktatur andre­hen lassen.

Dagegen gibt’s zum Glück aber doch Widerstand. Rück­spra­che mit Cole­man ge­­lang mir noch nicht. Der britische Kollege zeigt seinen angel-sächsischen Landsleuten (und der Welt) offen, wie fein sie über mehr als hundert Jahre in die fürch­ter­lich­sten Kriege ma­ni­­puliert wor­den sind,[7] vom 1. Welt­krieg bis zu den jüng­sten Krie­­­­­gen im Nahen Osten. Cole­man wird dar­ob mit dem üblichen Pa­tent­re­zept heu­tiger Abwer­tung An­ders­den­ken­der als Ver­schwö­­rungs­theo­re­ti­ker ver­ris­sen, was seine fund­ier­ten Aussagen aber nicht auflöst. Seine Kri­tik, die sich auch ge­gen heutige Tö­tungs- und Drogenfreigaben, den Gen­­der-Blödsinn etc. wen­­­det, ist frag­los rech­te „Psy­cho-Kritik“, wird gro­­­tesk ge­n­ug aber ähnlich wie un­sere just von rech­ten Par­tei­en und Jour­­na­­len zurückge­wiesen. Fürs Psy­chi­sche, Psy­­cho­­­­­­lo­­gi­sche, Psy­ch­ia­­­tri­sche und deren Hin­ein­rei­chen in gar welt­­po­liti­sche Weichenstellun­gen hatten diese kein Interesse. Sie überließen den Be­reich über die Jahre den Linken. Im wis­sen­schaft­lich Vor­­po­li­ti­­schen an­ge­sie­delt, ga­ben wir’s auf, noch auf Par­tei­en[8] oder auch Pro­mi­nen­te zu set­zen. Wir muß­ten genug von ihnen schon beschämen.

Kürzlich fiel mir die Webseite der frü­he­ren IAPUP (Inter­national Association on the Political Use of Psych­ia­try) wieder ins Auge, mit der wir in den 1980er Jahren zu­sam­men­­­­ar­bei­­te­ten. GIP nennt sie sich jetzt („Global Initiative on Psych­iatry“). Ihr von 1980 an zugehörig, trenn­ten wir uns 1991 von ihr wie­­­der über abwegigen Füh­rungsan­sprü­­chen. Bis dahin war die Kooperation gegen die so­wje­ti­schen Psy­­­chia­trie­miß­bräu­che nütz­lich. Deren schändliche Ver­harm­loser in hohen internationalen Psy­ch­ia­ter-Etagen wa­ren so na­ment­lich vor­zu­­füh­ren, der Druck zur Be­­en­di­­gung die­ser sy­ste­ma­ti­schen Miß­­­bräu­che über zwölf Jah­re  auf­recht zu er­hal­ten. [9] Letzt­­end­lich räumte Michail Gor­ba­tschow sie ein und stellte sie ab! Welch ein Erfolg für alle, die da mitge­hol­fen ha­ben! Ruß­land löste sich damit auch von den miß­brauchs­leitenden Irr­leh­ren Lys­sen­kos, Snesch­new­skis u.a. Sich von den ähn­lich verleitenden Schwin­del­lehren Freuds zu lösen, schafften Amerika, der Westen bisher noch nicht.

Streit gab es bei IAPUP/GIP wie auch in unserer DVpMP/GEP öfters, Tren­­­­­nun­gen aber nur über gra­vie­ren­den Dif­ferenzen. Daß in Men­schen­­­rechts­grup­pen unter­schied­­­li­che Tendenzen walten, ist selbst­ver­ständ­­­lich. Un­ver­­kenn­­bar tra­ten sie et­wa zwi­schen der eher trotz­­kistisch-lin­ken amnesty in­ter­­national und der brav kon­­­­ser­­vativen IGfM zu Tage, worü­ber ja offen ge­spro­chen werden kann. Nie­mand hat hier das rich­tige Maß in Allein­be­sitz. Man rea­li­­siere aber, daß bei den ver­schiedenen Gruppen im Po­­liti­sch-Men­schen­recht­li­chen wie Psy­cho­­­the­ra­peu­­­ti­schen viele zwar for­mal Ähn­liches ver­folgen, sich un­ter­schwellig dabei aber oft heftig be­kämp­f­en (s. Borch-Jacobsen : Béne­­steau – RB 20,6). „Psy­­cho­logical warfare“ im Tavi­stock-Stil war lan­ge er­folgreich, wird wei­ter versucht, hat zunehmend aber aus­ge­dient.

Reale Information ist u.a. durchs Internet dafür heute zu verbreitet. Viele un­se­rer Anliegen werden partiell auch po­li­­tisch wahr­genom­men. Ob einiger Be­rüh­rungs­­punkte erwähnte ich näher schon die AfD, was unsere satzungsfixierte par­­tei­politische Neu­tra­lität nicht tangiert. Bei ihrem Parteitag jüngst in Dres­den bezog sie ge­rade zu ge­­sund­heitspolitischen Fragen, etwa zu Co­­rona uns verwandte Po­si­tio­nen. Die Psy­cho­­the­ra­pie vom alt-parteilich ihr aufgedrückten Freud-Schwin­del zu lö­sen, so weit ist auch sie aber noch nicht. Da­zu bedarf es gewiß noch einiger Vor­ar­beit ent­­­sprechen­der Gre­mien der Ärzte und Psy­cho­­­­lo­gen. So wie sich die­se mit der En­quête von ’75 von den Alt-Par­teien in die Nie­­­­­de­run­­gen des freud­­schen Sum­pfes haben drängen lassen, könn­te es „obe­­­­re“ al­ter­na­­tiv-poli­ti­sche Anre­gun­gen brau­­­chen, um die gegenwärtig de­pri­­mie­­rende, oft mit Arroganz überspielte Ver­fassung der Sparte in eine ehrliche, Mut machende zu ver­wan­deln. Viel Vor­arbeit wurde von Kennern dazu auch schon erbracht.

 Über das halbe Jahrhundert unserer Vereinsaktivität, von Baeyers Einsatz von 1971 ein­ge­­­rech­net, trafen uns die wildesten Angriffe, zuerst schon von Baey­er selbst. Die­ser trat ja nicht nur aktu­el­len Psy­ch­­ia­­trie­miß­bräuchen entgegen. Er setzte sich zu­erst doch für die Kompensation der Leiden ein, die Juden und an­de­­ren rassisch Ver­folgten in Nazi-Deutsch­land er­wachsen und bis dahin unentschädigt ge­blie­ben waren (s. sein Buch von 1964 PSYCHIATRIE DER VERFOLGTEN). Viele weitere Schmä­hun­gen tra­fen uns nicht von ungefähr. Muß­ten wir doch über die Jahre vie­len prominenten Leu­ten empfindlich auf die Ze­hen tre­­ten. Viele ver­argten uns das. An ihre Fersen hefteten sich manch klei­nere Gei­ster. An der Stand­­fe­stig­­keit der GEP prall­ten sie alle ab, von so unter­schied­­lichen, teils „ober­sten“, teils recht ar­mseligen Ab­sen­dern sie auch kamen. So wie Cole­man am En­de des Tavi­stock-Bu­­ches sei­ner Zu­­versicht Aus­­­­druck gibt, „daß dies alles“ (das Mit­spiel höchster Fach­ver­tre­ter bei vielen der Grausamkeiten der letzten hundert Jahre) „be­kannt wer­den wird“ und solches deren Wieder­holung wehrt, wollen wir das Un­sere dazu weiter bei­tragen.

Die Corona-Problematik spaltet die Menschen in unserem Land wei­ter und er­schwert die Verständigung unter ihnen zusätzlich. Das ob­wal­tende One-World-Regime verfügt ja auch hier (et­wa durch die World Psychiatric Association) über die Infor­ma­ti­on und Desin­for­ma­tion. Allein die vielen Abrufe un­se­rer Mit­tei­lun­gen von un­serer Webseite aus aller Welt zeigen aber, daß sie ihr  wichtig sind. Wir fielen im Grun­de schon zu den Ta­gen von Baeyers aus dem Main­stream heraus und ka­men jetzt den­noch wieder über­ein, die GEP fort­zu­füh­­ren. Die fort­­beste­hende Form hält die sachlich Interessenten bei­­sam­men. Die GEP diente uns selbst als Ort the­men­zentrierter, freund­li­cher Aus­spra­che und Rück­versi­che­rung. Die sie lei­­ten, sind leidlich fit. Gute Leute sind neu an Bord ge­kom­men. Wir haben guten Grund, die Arbeit zuver­sichtlich fortzu­setzen. 

         Endnoten:

[1] Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse XVIII

[2] Wenn wir Menschen auch vieles unbewußt tun, steht doch dahin, ob wir von einem „Unbewuß­ten“ geleitet werden. Solch dubiose Annahmen Freuds werden von unseren Medien aber als Aus­­weis seiner Ge­nia­lität gern ser­­viert, etwa von der RHEI­NI­SCHEn POST. Freud, der heute de facto weltweit aus­­gewiesene Schar­la­tan, ge­höre, schrieb sie am 11.2.21, „unbe­strit­ten zu den bedeutendsten Wissen­schaftlern des 20. Jahrhun­derts.“ Daß der Mensch weni­ger vom Ver­stand als „vom Un­bewußten geleitet“ wür­de, ist, so sehr es uns im­mer wie­der ein­gebleut wird, eine der vielen unbe­legten Be­haup­tungen Freuds. Sie ist wohl weniger eine „Krä­n­­kung des Men­schen“ als seine halt­­lose Annahme, eine lächerliche Selbst­über­höhung dazu, mit de­r sich Freud an die Seite von Kopernikus und Darwin stellte. „Das Un­bewußte“ wird auch dadurch nicht gewich­tiger, daß der Mensch durch Rück­griff dar­auf über­tölpelt werden kann, wie es Freuds Neffe E. Bernays ausgiebig praktizierte.

[3] Als „Königin der Wissen­schaften“ pries sie, am 27.3.21 das alternative Medium Rubikon, wie es seit Jahr­zehn­ten die etablierten Medien tun. Wer Psy­cho­logie, freudsche wie andere, als grundsätzlich heil­sam dar­stellt, was sie doch nur teilweise sind, führt irre, auch wenn die Welt betrogen werden will –  Mundus vult decipi.

[4] Mit ihrem Nachweis der freudschen In­ko­n­sistenzen bewahrten die Freud-Kritiker ins­gesamt gewiß manch Psy­chotherapie-Suchende vor einem Reinfall auf die Psycho­ana­­lyse. Es en­deten ja nicht wenige solch Ana­lysierter im Suizid. Nach Bénesteau nahmen sich schon von den ersten 350 Fällen, die sich vor dem 1. Welt­krieg einer Ana­ly­se unter­zo­gen, 20 selbst das Leben, während es sonst, traurig ge­nug, 20 auf 100.000 Men­schen taten. Die Offenlegung Bénesteaus ein Grund, daß manch (falsche) „Freud-Kritiker“ so distanziert von ihm blieben, man­che ihn gar ver­nich­teten (RB 2020,6)?

[5] Dr. Coleman publizierte seit 1970 ähnlich aufklärende Bücher – mit dem Mainstream wohl inkongruent. Auf­klärung bleibt immer Sisyphos-Arbeit.  Coleman als „Verschwörungstheoretiker“ ent­sprechend niederge­macht. Er untersucht den Miß­brauch der Psycho-Fächer, vor allem etliche der sie päppeln­den anglo­ameri­ka­nischen Staatslenker, noch viel eindringlicher als ich. Er stellt letztlich die ganze jüngere Ge­schich­te in Frage.

[6] Bernays‘ Buch PROPAGANDA beginnt so: “The conscious and intelligent manipulation of the organized habits and opinions of the masses is an important element in democratic society.” Bernays war Berater des US-Prä­si­denten Wilson. Ärger läßt sich das demokratische System m.E. nicht desavouieren.

[7] Kürzlich kam ich in Kontakt zu Prof. William Toel, einem amerika­ni­schen Wirtschafts­wis­sen­schaftler, einem ehem. US-Se­nats­kan­di­daten. Glück­lich stehen wir damit wieder in direkten Aus­tausch mit einem Amerikaner von politischem Gewicht.

[8] Gut, wenn AfDler jüdische Mitbürger in ihrer Partei begrüßen und (im Buch Was Juden zur AfD treibt) erinnern, welch gro­­ße Beiträge Heine, Mendelson-Bartholdy, Einstein und viele andere zur deutschen und Welt-Kultur bei­tru­­gen. Wenn sie aber auch einen dazu stellen, der international als Lügner und Betrüger gehandelt und auch von Glau­bensge­nos­sen, u.a. Han Israels Quacksalber genannt wird, wird’s peinlich. Viele, selbst Gelehrte, le­gen sich heu­te freilich nicht nur einen Latz vor Mund und Nase, sondern auch noch Scheuklappen an die Augen.

[9] GIP-Sprecher J. Bax (alias R. van Voren), der erst 1980, also drei Jahre nach der 1977 von uns in Honolulu mit durch­ge­setz­ten Verur­­tei­lung des Psy­ch­iatrie­­miß­­brauchs durch dIe WPA, auf­tauchte, spielt sich hier weiter gegen uns auf und schmäht mich, der ich ihm (genauer: der CIA) 1991 unsere DVpMP, jetzt GEP entzog und diese damit in die La­­ge setzte, solche Miß­bräu­che auch in der Ex-DDR und dann im vereinigten Deutsch­land bis hin zum Fall Mollath auf­- und anzu­grei­­fen. Da­für gin­gen über all die Zeit von vielen Seiten, Bax kein Einzelfall, immer wieder Ver­leumdungen auf uns nieder, primär na­tür­lich auf mich, den langjährigen Vorsitzenden der GEP.

Beschlüsse und Ergebnisse der Versammlung:

Nach lebhaften Diskussionen des oben Vorgetragenen und des Kassenberichts und nach Jessica Zs. Darlegung der jüngsten jugendamtlich über sie und ihre Kinder getroffenen Entscheidungen – sie gehen schon ins Schikanöse (s.o.) – beschloß die Mitgliederversammlung:

    1. Die bisherigen Mitglieder des Vorstands wurden in ihre bisherigen Ämter wiedergewählt (s. Rubrik Über uns).
    2. Der jährliche Mitgliedbeitrag beträgt weiterhin € 60.-
    3. Nach Erscheinen des Berichts im Netz trat ein weiterer Arzt, vormaliger Leiter einer Kinderklinik, der GEP bei.

Dr. med. Friedrich Weinberger, GEP                                  19.4.2021                                                                       

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Mollath nicht mehr aktuell

Drei Tage lang stand hier ein Disput mit dem Herrn Mollath – eine Kuriosität, wie sie wie im Leben allgemein und im Psychiatrischen wohl besonders vorkommt. Wir löschten den Beitrag wie­der, da er es nicht wert war, längerfristig auf dieser Webseite ne­ben Berichten und Fest­stel­lun­gen zu stehen, die doch Grundsätzliches behandeln.

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Der „Great Reset“ wird heute oft und immer wieder aufgerufen. Wir erwähnten ihn auch im letzten GEP-Rundbrief 1/20,1.3. Hier Näheres dazu:

Am 17.11.2020 nahm EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an einer Videokonferenz des Welt­wirtschaftsforum (WEF) von Klaus Schwab teil und sagte da u.a.:

Meine Damen und Herren, die Notwendigkeit einer globalen Zusammenarbeit und die Beschleunigung des Wandels werden der Antrieb für den GREAT RESET sein.“

Dieser WEF-Videokonferenz war auch John Kerry zugeschaltet, der frühere US-Außen­minister und jetzt designierte Klima-Botschafter Bidens. Auf die Frage, ob die Welt vom neuen Präsi­den­ten die Verwirklichung des GREAT RESET erwarten könne, antwortete Kerry:

Ja, das können Sie von uns erwarten. Und, es wird mit größerer Ge­schwin­dig­keit und mit größerer Intensität geschehen, als sich viele Menschen vorstellen können. Mit der Wahl von Joe Biden hat eigentlich der Great Reset schon begonnen.“

„Great Reset“ übersetzen die Medien  gemeinhin mit „großem Neustart“. Wörtlich bedeutet „Reset“ eigentlich „Zurücksetzen“. In oberen Etagen aber wird nun des öfteren tatsächlich eine Reduktion der Welt­bevölkerung von derzeit über 7 Milliarden auf etwa 500 Millionen als im Inter­esse des natürlichen Gleichgewichts auf Erden, als besser natur-verträglich, ja natur-ge­­boten angesehen.

RT Deutsch berichtete am 29.1.20 von einem Wort Merkels an Schwab beim virtu­ellen Weltgipfel des WEF Ende Januar 2021: „Sie haben das Motto ‚The Great Reset‘  ge­wählt. Das ist das diesjährige Thema. Und ich frage einmal: Brauchen wir wirklich diesen Great Reset? Oder ist es nicht mehr so, daß wir weniger in den Zielsetzungen einen Neuanfang brauchen, son­dern mehr in der Entschlossenheit un­se­res Han­delns?“ – Weniger wohl ein kritischer Ton von Merkel als ein doppel­sinniger.

Weil ich so etwas von früher her von Rockefeller & Co. schon im Hinterkopf hatte, suchte ich im Internet und fand bei „Der kommunistische Kampf – Stimme der inter­nationalistisch-leninistischen Bewegung“, im Allgemeinen nicht meiner Referenz, den Eintrag (Großkapital und Kommunisten verbindet heute ohnedies viel):

Im Mai 2009 berichtet die Sunday Times in einem Artikel über ein Treffen unter Multimilliardären: „Während eines Abendessens stimmten auf Anregung von Bill Gates alle überein, daß die ‚Übervölkerung das Problem sei.’“ Dazu ein Photo von Gates, Rockefeller und Soros. Und weiter unten  noch ein Bild von Kissinger mit beigefügtem Zitat: „Die Übervölkerung sollte die höchste Priorität bei der Außenpolitik in der Dritten Welt sein.“

Dabei könnte die rasante Bevölkerungszunahme der letzten Jahrzehnte zumindest in einigen Kulturen tatsächlich zum Problem werden oder es schon sein. Richten wir uns also auf den jetzt „mit größerer Ge­schwin­digkeit und mit größerer Intensität“ betriebenen „Reset“ ein.
W.                                                                                                  30.1.2021

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Korrespondenz mit Freunden der GEP bezüglich anstehender politischer Veränderungen und alter Schulfreunde

Liebe Mitglieder, Mitstreiter, Freunde,

Manche von Ihnen, Euch kennen den folgenden Meinungsaustausch schon, den ich mit ehe­ma­ligen Schul­freun­den geführt habe. Die umfänglichere Wieder­gabe der Re­pli­ken könnte nützlich sein, weil sie bei den angesprochenen Ange­le­genheiten wohl die jetzige „Mehr­heits­­­mei­nung“ im Land unseren Po­­si­­tionen ge­genüber ver­deutlicht – Freude und Harmonie gab’s auch zur Schul­zeit mit den Korre­s­pon­den­ten nicht immer – und auch weil diese dabei ei­nen verträg­li­chen, teil­­wei­se gar freund­schaft­­li­chen Ton bewahren. Bei den vorliegenden Schwerpunktthemen Trump, Co­rona etc. herrschen sonst  ja vielfach gehässige Ausgrenzungen vor. Wie wünsch­ten wir doch, ein freundlicher Umgangston bliebe auch sonst dem Land erhalten.  (Die folgenden Erklärungen teil­weise gekürzt, ansonsten originalgetreu, die eigenen teilweise ergänzt. Der GEP-Rundbrief 1/20, auf den wiederholt Bezug genommen wird,  ist in der Rubrik Rundbriefe einsehbar.)

 Zuerst die Antwort von M., jetzt einem pensio­nier­ten Dekan der ev.-luth. Lan­des­­kirche in Bayern:

Lieber Fritz, …Ich will Dir wenigstens eine kurze Reaktion zu dem Deinem Brief vom  26.12.20 beigefügten GEP – Rundbrief 1/20 schreiben:

Zum Formalen: Die Lektüre dieses Rundbriefes ist auf Grund der unendlich vielen  Redun­danzen geradezu ermüdend. So habe ich noch niemals auf 24 Seiten die Namen Freud und Marx so oft gelesen wie auf den 24 des Rund­briefes, und das, obwohl ich mich in meiner Studienzeit (und manchmal auch noch nachher) mit den beiden Herren recht gründlich be­schäftigt habe. Ich erspare mir, andere Redundanzen des GEP/Rb zu nennen, da sie wenig­stens weniger häufig sind.

Zwei Anmerkungen zum Inhaltlichen: Dein Versuch einer psychiatrischen Ehrenrettung des gegenwärtigen US-amerikanischen Präsidenten ist rührend. Du kannst ihn gerne vom  Vo­r­wurf des Narzissmus durch Deine psychiatrischen Kollegen freizusprechen versuchen, was ihn freilich nicht vom jüngsten Beweis des Amtsmissbrauchs und anderer krimineller, ge­lungener oder misslungener Versuche befreit.

Deine Begeisterung für die sog. Querdenker kann ich in sofern nicht teilen, als ich bei ihnen den Eindruck habe, dass es ihnen v.a. auf das „Quer“ und sehr wenig auf das Denken an­kommt….

Mit herzlichen Grüßen,
Dein M.

W., ein Toningenieur jetzt und immer noch aktiver Konzertmeister, schrieb:

Lieber Fritz,

besten Dank für Deinen Gruß und die Übersendung des Rundbriefs 1/20 der GEP.  Ich habe mich (in mehreren Etappen) durch die 24 eng beschriebenen Seiten des Rundbriefs hin­durch­­gearbeitet und möchte Dir meine unein­ge­schränkte Bewunderung für Deinen jahr­zehnte­lan­gen Einsatz gegen den Missbrauch der Psychiatrie ausdrücken. Er hat –  bei allen Hürden –  in Einzelfällen ja auch zu ganz konkreten Erfolgen geführt.

Aber auf diese gewiss ehrlich gemeinte Eloge folgen gleich auch ein paar Einwände: Die Crux der Außendarstellung der GEP und damit ihrer Wirksamkeit scheint mir – ich hatte Dir das früher schon einmal geschrieben – in der Tatsache zu liegen, dass sich die Rundbriefe der GEP nicht auf eine messerscharfe Analyse konkreter Fälle psychiatrischen Missbrauchs konzentrieren, sondern die An­liegen sub specie der „großen Politik“ vorgebracht werden. Mit meiner Ansicht stehe ich offenbar nicht ganz allein, denn Euer kürzlich aus dem Vorstand ausgeschiedenes Mitglied, das „in der DDR als SED-ler den Psychiatrie­miß­brauch am eigenen Leibe erfahren hat“, teilt (S. 20 des Rundbriefs) meine Bedenken.

Es ist selbstverständlich, dass Ihr Euch bei Eurem Tun jeweils Klarheit über die psychiatrie­geschichtlichen, sozialen und politischen Hintergründe Klarheit verschaffen müsst (und ja auch verschafft). Aber dieses Hintergrundwissen sollte dann vielleicht besser auch im Hinter­grund bleiben. Sonst „verwässert“ Ihr die Wirkung Eures „Kerngeschäfts“ in der Öffent­lich­keit und verhindert wohl auch den Aufbau einer breiteren Basis für Eure Gesellschaft, weil man zu den Hintergründn auch eine andere Meinung haben kann, ohne Euer Grund­an­liegen gleich anzuzweifeln.

Lass mich kurz andeuten, wo für mich weitere Probleme bei der Lektüre des Rundbriefs lie­gen, wobei ein intensiveres Eingehen auf die bei mir aufkommenden Fragen freilich wohl nur in einem persönlichen Gespräch möglich wäre. Dabei räume ich schon vorab freimütig ein, dass die Informationen, die zu meiner Meinungsbildung führen, stets nur Informationen aus bestenfalls zweiter Hand sind, meine Einstellung daher keinerlei Ansprüche auf „eherne Wahrheiten“ stellen kann.

Unzweifelhaft und vielfach wiederholt werden in dem Rundbrief die Freudschen Hypothesen verteufelt. Aber warum genau ist mir als Laien nicht klar, zumal ich in einem Fall aus meinem Freundeskreis die Psychoanalyse als vollen therapeutischen Erfolg erlebt habe. Ein Psycho­lo­giestudium geht mir eben ab. Geholfen wäre mir (und vielleicht auch manch anderem Leser des Rundbriefs) z.B. mit einer Darstellung auf jeweils zwei durch eine Mittellinie getrennten DIN A4-Seiten, in denen einmal auf der linken Seite die wichtigsten Thesen Freuds stehen und rechts die Stellungnahme der GEP dazu. Dann umgekehrt: Links die Thesen der GEP, rechts die Stellungnahme dazu aus Sicht der Anhänger Freuds. Sage bitte nicht so kom­pri­miert lässt sich das nicht darstellen, sonst antworte ich Dir mit Deinem Kollegen Gottfried Benn: „So lang kann die Wahrheit doch gar nicht sein“.

Auch politisch kann ich Dir oft nicht zustimmen, hierzu ein paar Stichworte:

Zu Trump fällt mir nichts Positives ein. Ich empfinde ihn als eine Schande für eine zivilisierte demokratische Gesellschaft. Auf Seite 2 des Rundbriefs wird Trumps „aktives Vorgehen ge­gen verbreitete Kindsentziehung“ gelobt. Mir ist hingegen nur bekannt, dass er die Kinder der Mi­granten an der Südgrenze der USA ihren Eltern entziehen ließ, bis offenbar seine Ehefrau schließlich einen Stopp dieses unmenschlichen Vorgehens erreichte. Rund 600 Kinder sollen dabei bis heute ihre Eltern nicht wieder gefunden haben.

Auch habe ich keinerlei Verständnis für die Verteidigung der Querdenker-Demonstrationen in Berlin. Wenn sich Menschenmassen ohne Abstand und Maske zur „Rudelbildung “ zusam­menfinden, ist das eine (für mich unbestreitbare) Förderung der Ausbreitung des Covid-19 Virus mit ebenso unzweifelhaft daraus resultierenden Todesfällen. Wie verträgt sich das mit der für Euren Beruf in Anspruch genommenen (ja eigentlich als selbstverständlich anzu­se­hen­den) „Bewahrung seiner Redlichkeit in Wissenschaft und Praxis“ (Seite 6 des Rund­briefs)?

Auch durchzieht den Rundbrief eine gewisse rechtslastige (ich möchte nicht so weit gehen zu sagen „AFD-nahe“) politische Einstellung. Das ist gewiss jedermanns Recht, schwächt aber Eure Wirkung in der breiten Öffentlichkeit, weil der größere Teil der Gesellschaft dieser politischen Einstellung eben nicht folgt. 

Zuletzt noch eine zugegebenermaßen etwas ungehörige Frage: Hättest Du eigentlich bei Deiner ablehnenden Haltung zu den in unserem Land Regierenden die Annahme des Bun­des­verdienstkreuzes nicht verweigern müssen? Selbst in meinem kleinen Arsenal zur „psy­cho­logischen Kriegsführung“ finde sich schließlich die Waffe „Neutralisierung des Gegners durch Umarmung“.

Nichts für ungut! Lass Dir abschließend danken, dass Du mit Deinem Rundbrief meinem in der Be­schäftigung mit den drei Grundfragen „Wie geht’s mir heute? Was gibt’s zu essen? Was läuft im Fernsehen?“ an sich voll ausgelastetes Rentnerhirn zu diesen Horizont über­steigen­dem Nachdenken angeregt hast und lass mich noch einmal wiederholen, wie sehr ich Dein En­gagement bewundere und Dir dafür weiterhin Kraft und Gesundheit wünsche, auch wenn wir nicht in allen Punkten gleicher Meinung sind.

Herzliche Grüße
W.

Und B., der später ein Gesandter der Bundesrepublik in verschiedenen außereuropäischen Ländern war, schrieb zum Thema:

… Deine Zeitschrift haben wir mit Interesse quergelesen. Mich störte ein bißchen die starke Polemisierung einzelner Artikel, die enorme Distanzierung zu Freud, die Begeisterung für die Querdenker, etc.

Hier nun meine abschließende Stellungnahme zum Vortrag der Schulfreunde. Ich kom­mentiere die Antworten nur, weil sie so zeit-typisch sind, erkenne dabei hoch an, daß sich die ehem. Schulfreunde, die sich beruflich und in ihren sonstigen Ansichten verständlich ganz anders entwickelten, so eingehend auf unsere Themen einließen.  Die meisten Menschen machen, wo’s u.a. um  „Psycho“ geht, doch einen weiten Bogen.

Zuerst einmal zur Abwahl Trumps, die jetzt zur Krise kommt. Den Schul­freun­den schmeckte gar nicht, daß ich an Trump auch Gutes fand („ein­­ziger US-Prä­si­dent, der keinen neuen Krieg begann“). Bei der Aner­kennung seiner Lei­stun­gen (Rundbrief, 1.4) war diese freilich so „be­geistert“ nicht.  Ich äußerte „genü­gend Vorbehalte“. Auch gab ich für Trump keine „psychia­tri­sche Ehrenrettung“ ab. Narzißmus ist schließlich keine Krankheit, sondern ein Charak­ter­zug, den festzustellen oder zu negieren, es keinen Psychiater braucht. Solche aber haben psy­chia­tri­schen Dif­famie­rungen zu wehren. Daß Trump, um ein Zeichen ge­gen verbrei­tete Kin­des­miß­bräuche zu set­zen, den April 2020 zum „Na­tio­nal Sexual Assault Aware­ness and Prevention Month“ er­klärte, wog den Entzug von Kindern gewiß nicht auf, den er bei der ver­such­­ten Massenflu­tung der US-Süd-Grenze verhängte. Restriktio­nen gegen Mas­sen­­zu­wan­de­rung kolli­dieren erst ein­mal wohl un­vermeidlich mit „der Menschlichkeit“. Die Ab­schaf­fung der Gren­zen à la Merkel verla­gert den Zusammenstoß halt auf später – s. Max Webers Gegenüber­stellung von Gesin­nungs- und Ver­antwor­tungsethik.

 Auch im Handling des Corona-Problems hierzulande, das ich im Rundbrief an­schnitt, ste­hen uns meine Schulfreunde entgegen. Hochkompetente Fachleute widersetzen sich der Regie­rungs­linie. Daß diese öffent­lich nicht gehört wurden / werden, das ist der eigent­li­che Punkt des Anstoßes. Was zuerst kommt, das Leben oder die Frei­heit, ist für die All­ge­mein­heit klar. Viele Philoso­phen, die das anders sahen, ma­chen keine Mehr­­­heit aus. Daß die Regierenden die qua­­­li­­fizierte Diskussion des The­mas so einseitig in Be­­schlag nah­men und oktroyieren, wie und bis wohin und um welchen Preis das Menschen­leben zu schützen sei, muß uns um so mehr em­pören, als wir die freche Ma­ni­pulation der psychia­tri­schen Debatte schon in den 1970ern erlebten.

Bezüglich dessen, was ich im Rundbrief zu Freud anführte, beklagt der hier so „gründlich“ be­lesene Schulfreund M. viel Redundanz. Wie hat er nur von der doch niederschmetternden  Ge­schichte Frink – Bijur (Rund­­brief 7.1) erfahren, von der bisher noch in keinem anderen deut­schen Medi­um berichtet worden ist und die zu seiner Studienzeit auch noch gänzlich  unbekannt war? W. aber führte an, er habe bei einem Freund „einen vollen thera­peu­ti­schen Erfolg (der Psycho-ana­lyse) er­lebt“, was er wohl als Thera­pie-Nachweis wertet. Zur Zeit der Psychiatrie-Enquête der 1970er Jahre schon fühlten sich solch nette Leute, nicht zuletzt Pfaffen, berufen und wurden auch von der Bundesre­gie­rung bestellt, die Psychiater zu belehren, wie ihr Fach zu „reformieren“ sei – freudisch, versteht sich. (Unter „Achillesferse Psychiatrie …“ nachzulesen bei Rundbriefe > Aus den Vorläufen).

W. las aus dem Rund­brief auch „eine gewisse rechtsla­sti­ge Ein­stel­­lung“, fast AfD-Nä­he her­aus, mitschwingend, daß dies etwas ganz, ganz Schlim­mes wä­­re. Wie oft rieb ich doch auch hoch­­ran­gige AfDler schon ab, warf ihnen Fahr­lässig­keit vor, daß sie die aus der Psy­­cho­ana­lyse, der 68er Be­we­gung her­vor­­ge­­gan­ge­nen Ge­fähr­dun­gen und Be­schä­di­gun­gen von Mensch und Ge­sell­schaft kritiklos hinnehmen. Diesen Leu­ten wird nicht von ungefähr auch aus dem eigenen Lager kräftig eingeheizt. Es hilft nur nichts. Argu-mente wer­den heute nicht mehr zur Kenntnis genommen, werden u.a. vom Schwall der Desinformation erstickt.

Gefragt wurde ich jetzt noch, ob ich bei meiner „kritischen Einstellung zu den in un­serem Land Regie­ren­den“ die Annahme des Bundesverdienstkreuzes nicht hätte verweigern müssen. Die Aus­zeich­nung wurde mir aber nicht von den gerade Re­gie­ren­­­den, son­dern von einem über­par­tei­lichen Prä­si­denten der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land verliehen, der im Jahr der Verlei­hung 2006 auch nicht Frank-Walter Stein­meier hieß. Noch gilt in Deutschland die freiheitlich-demokratische Grundordnung, der ich gewiß anhänge.

So ausführlich die Antworten überwiegend waren – eine solche hätte u.E. zuerst der Ärztever­tre­tung an­gestanden -, blieben sie doch im zeitgeistig Vorgekauten hän­gen. An die Ärz­te­schaft rich­tet sich unsere Kritik seit über 40 Jah­ren pri­mär. Über ihren seiner­zeitigen Ver­säum­­­nis­sen und den damit fortlaufend weiter auf­kom­men­den Skan­dalen wird die Kritik so nicht ver­stummen. Wie wünschten wir doch, daß eine zumindest dem Schein nach freund­­li­che, also geordnete Dis­kus­sion auch mit ihr geführt wer­den könnte.

Wie Sie sehen, Ihr seht, liebe GEP-Freunde, bläst uns Ge­gen­wind von allen Seiten entgegen. Wird uns sträfliche Nähe hier zu den „Querdenkern“, da zur AfD nach­gesagt, so kommen auch von dort selbst auf Anschreiben keine Antworten mehr. Psychiatrie und Psychologie sind nur Hilfsdisziplinen der Justiz. Und die Verlotterung der Sitten ist allgemein. Teilweise könnten, sollten wir uns darüber amüsieren. Der Hoch­mut, den sich da manche uns gegenüber her­ausnehmen, gelingt ihnen ja nur um den Preis des Igno­rie­rens von Fak­ten, letztlich eines „Sich-dumm-Stellens“. Die (vielleicht nicht so schöne) Neue Welt­-ord­nung oder –Diktatur, the Great Reset, werden wohl auch sie und ihre Kin­­der mit einholen. Die von Huxley gezeichnete neue, „sanfte Dikatur“ wird auch da­durch nicht schöner, daß fast „alle sie lieben“ (Rundbrief 1.5), auch manche meiner frü­heren Schulfreunde, von denen ich manche echt mochte und irgendwie immer noch mag.

Nachtrag 26.1.2021: Zu dem Komplex Pädophilie – Kin­dsmißbrauch – Psycho – Politik – Satanismus stellten wir am 14.1.21 einen Link zu den umfänglichen, englisch-sprachigen Darlegungen von J. Hagopian auf diese Seite: Pedophilia – The Mental Disorder and the Child Sex Abuse Crime. Bei der Lektüre des 1. Kapitels der Darlegungen erkannten wir ihnen sachlichen Er­kennt­niswert zu. Beim späteren Anlesen des 2. (ursprüng­lich 34.) Kapitels wurden wir  über den hier vertretenen, u.E ins Absurde gehenden Thesen freilich so stutzig, daß wir den Link wieder löschten. So brisant das Thema sexueller Mißbräuche von Kindern ist, bedarf es hier weiterer gründ­licher Prüfung der Sachverhalte.

Viele sehen die politische Entwicklung angesichts der jetzt laufenden Umstellungen in den USA mit Sorge, was freilich kaum je an­ders war. Viele Potentiale stehen je­doch wei­ter parat und geben Hoffnung. So kommt im Psychotherapeutischen etwa Freuds lang ver­dräng­ter Zeit­genosse und Gegen­spieler Pierre Janet heute neu zur Geltung.

Ihnen/Euch, liebe Mitglieder, Mitstreiter, unter denen nach einigen Troubles der jüngeren Zeit zum Glück wieder ein um so hellerer Geist herrscht,
beste Grüße und Wünsche  
Ihr Dr. Friedrich Weinberger
Euer Fritz                                                        14., mit Änderungen 26.1.2021

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Merkel mißbraucht Psycho-Fächer

 Kaum war unser GEP-Rundbrief 2020 im Netz erschienen, in dem wir u.a. in Corona-Sachen die ein­seitige, damit mißbräuchliche Anwendung ärztlicher Feststellungen monierten und die Quer­denker und ihre ärztlichen Unterstützer ob ihres Protests dagegen unterstützten, dabei freilich auch deren Non­chalance bei früher schon aufstoßenden Psychiatrie-mißbräuchen ver­merk­ten, da erklärte Frau Merkel am 14.12.20 deren Aufbegehren zu einem „Angriff auf un­sere ganze Lebens­weise“.  Der „Umgang mit den Corona-Skeptikern“ stelle „keine normale poli­ti­sche De­batte“ dar. Diese Menschen hätten „möglicherweise psychologische Probleme“ und seien „vielleicht  auch eine Aufgabe für Psychologen“. Sie meinte offensichtlich „für Psych­iater“, deren Auf­gabe die Behandlung von Wahnkranken gemeinhin ist. Die beiden „Psycho-Fächer“ werden je nach politischer Opportunität gern verwechselt. Merkel rief dazu auf, „sogenannte Verschwö­rungstheorien in Deutschland konsequent zu bekämpfen.

War der Psychiatrie-Mißbrauch in der groben Form der Zwangsinternierung ursprünglich eine sowjetische Spezialität, kam er später vereinzelt auch hierzulande vor (die Fälle Wei­gand, Mollath u.a.), so wird er in der eleganteren Form lockerer Zuschreibung psychischer Stö­rungen, also schlichter Diskreditierung,  heute vor allem von unseren neu-linken Machthabern gegen Andersdenkende in großer Zahl angewandt. Wie sollte  sich die Bundeskanzlerin, ehedem „Sekretärin für Agi­tation und Propaganda“ der FDJ, nicht auf diese Kunst verstehen, zumal selbst viele der von solcher „Psycho-Schmä­hung“ Betroffenen das Vorgehen über Jahr­zehnte hinnahmen und diejenigen, die solche Per­fidie kritisierten, einsam stehen ließen? Andersdenkenden Verschwörungstheorien anzuhängen, ist heute die politische Masche. 

Dr. med. F. Weinberger                                                17.12.2020

 

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Folgendes Schreiben lief am 2.5.2020 an die Mitglieder des GEP-Vorstands aus. Nochmals ergänzt, kommt es aus aktuellem Anlaß zu allgemeiner Kenntnis: Liebe Mitstreiter, sehr geehrte Damen und Herren, Anfang des Monats hätte in München unsere Jahresversammlung stattfinden sollen – über Co­rona abgesagt. Zur Sprache gekommen und geordnet worden wären sicher zuerst interne Pro­bleme im Vor­stand, wo wie in den letzten Jah­ren mit neu zu uns ge­stoßenen Mitgliedern und Anwär­tern nicht alles ganz harmo­nisch lief. Erfreulich ist jetzt die Mitarbeit des seit langem uns vertrauten Dr. Bara­basch, eines Land­arztes im Ober­fränki­schen, der kürzlich zum Vorstand kooptiert wur­de. In Wort und Schrift bringt er sich hier weiter in die Vereins­arbeit ein­. Erfreulich entwickelte sich die Verbindung zu Dr. Kurz in London, der auf un­serer Webseite Ein­bli­cke in das für viele von uns unge­wohnte, wenn nicht un­heimliche Kapitel des Sa­ta­nis­mus gab wie dessen mitunter seltsame Ver­bin­dun­gen zu Politik und auch Psychiatrie. Bei al­ler Skepsis sind diese Dinge heute lei­der nicht zu übergehen. Zu aktuellen wie früheren Bei­trägen im Netz gehen wei­ter­füh­rende Kommen­tare ein, insbe­sondere den vermehrten Kindes­entzügen – s. den letzten „Jahresbe­richt“. Dieser bot auch Gele­gen­heit, nochmals in die Ge­schich­te unserer GEP zurück­zublenden. Die politischen Umstände werden immer verwirrender. Seit einem Jahr werden wir von Wiki­pedia, der „frei­en Enzyklopädie“, wahr­ge­nommen. Ihre po­li­tischen Positions­ein­nah­men wer­den vielfach als links gewertet (vgl. https://www.youtube.com/watch?v=aFz3vlyeNkw sowie https://www.youtube.com/watch?v=O2pFqJvsVy0). Entsprechend werden wir rechts veror­tet.[1] Ein Absatz ist dabei grob diffa­mierend. Er unterstellt unter ver­fäl­schen­dem Bezug auf eine Zeitungsmeldung, wir hätten für Mollath ge­sam­meltes Geld diesem nicht ausgehändigt. Mollath selbst tritt der Verleumdung entgegen. Auf Beschwerde verwies Wiki­pedia auf seine „Diskussionsseite“, „um den Artikel gemein­sam mit den anderen Autoren – ge­meint sind of­fensichtlich die Verleumder – zu ver­bes­­sern.“ Wiki­pedia sitzt in Amerika. Rein tech­nisch ist an sie schon schwer heranzukommen, juristisch noch weniger. Ein „schönes“ Bei­­­­spiel, wie die Globalisierung den Bürger entrechtet, ihn schutzlos beliebiger Verleumdung aus­setzt. Immer versuchten wir, die Ba­lance zwischen dem für uns vorrangigen medizin-fach­­li­chen und dem um­gebenden politischen Ge­sche­hen zu halten. Das In­einandergreifen beider Be­rei­che gab es schon am Be­ginn un­serer Aktivität bei unserer Kri­tik an der Psy­cho­analyse. Sie brach­te uns über Jahr­zehnte seitens des Establishments den hartnäckigsten Widerstand ein. Er tritt heute „schön“  wieder bei un­serer Kritik an den verbreiteten Kinds­ent­zie­hungen zu Tage. An diesen rei­ben sich viele Kritiker und viele der betroffe­nen, teils auch orga­ni­sier­ten Müt­ter. Am Kern der Unbill gehen mitunter auch sie vorbei, [2] an den dia­gno­sti­schen Kon­struk­ten der Freudianer wie der oft gegen sie einge­setz­ten Bor­der­line-Stö­rung mitsamt ihrem ideo­lo­gi­schen, bis Trotzki reichenden Hin­ter­­grund (RB 1/19,2.3.6, zuletzt im Jahres­be­richt 2020 auf­ge­zeigt).[3] Dieser liegt hier­zu­lande direkt oder in­di­rekt den meisten Psych­ia­trie­­miß­bräu­chen und meisten Kin­desent­zie­hun­gen zu Grunde. Wahrnehmung aber ist von Interessen ab­hängig. So wird auch der sensationelle Fall der Andrea Kuwalewsky, der wir gut­achtlich zur Rück­ge­winnung ihrer vier Kinder verhelfen konnten (RB 1/14,4- 5) weithin totgeschwiegen. Trotzkis Freud-Mar­xismus ist heute im Estab­lish­­ment und damit in der „Psycho-Ju­stiz“ so fest ver­ankert, daß da­gegen kaum mehr aufzu­kom­men ist – Freud, der aus­ge­wie­sene Be­trü­ger, der Kokai­nist, wurde vom Establishment zum Idol jüdi­scher Ge­lehr­sam­keit er­ho­ben, was für sie eigent­lich eine Beleidigung ist. Freud ist’s, an dem viele, auch jüdische Müt­ter heu­te ih­re Kin­­­­der ver­lieren.[4] Eine solche Mutter, Frau A.[5],  eine tüch­tige, be­liebte Leh­re­rin in Westfalen, habe ich selbst nach­be­gutach­tet und für gesund be­funden (RB 1/18, 5.6-7). Mein Gutachten wurde, ähn­lich wie anfangs das für Mol­lath, vom Gericht weg­ge­wischt. Ob hier das Bun­­­­­des­ver­fas­sungs­­gericht hier hier noch auf den Plan treten muß? Gut und richtig war es und auf Dau­er unauf­geb­bar ist es, die Kri­tik an die Festung Freud an­zu­le­gen, aus der so viel Leid schon her­vor­gegangen ist. Mag alles, mögen sich Linke und Rech­te, Ge­lehrte und Mit­läufer weg­du­cken: Die GEP vertrat den Ansatz über 40 Jahre lang, weil er der Schlüs­sel zum Miß­brauchs­problem und zu vielen weiteren Gesellschafts­pro­blemen ist. Soll­te sie ihn in der (mög­lichen) Endphase ihrer Arbeit jetzt aufgeben? Keine Lüge hält ewig vor! Bei all den Widersachern und Verleumdern, die uns über die Jahrzehnte aus unter­schied­lich­sten Motiven entgegenstanden, wollen wir die Unterstützer nicht vergessen, die uns da und dort doch ausdauernd beistanden und halfen, daß Redlichkeit auf dem Mensch und Ge­sell­schaft so empfindlich berührenden Gebiet der See­len­heil­kun­de nicht ganz ver­loren ging, sie in einzelnen Fällen gar glänzend obsiegte. Ich selbst würde, wie öfters schon gesagt, nach über 40 Jahren die Vereinsfüh­rung für die Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V. gern abgeben. Aber die fort­bestehenden Aufgaben und alte und neue Unter­stützer halten unsere „Truppe“ weiter in Trab und mit ihr ihre „Marschrichtung“ aufrecht. Mit freundlichen Grüßen Dr. F. Weinberger, GEP [1] Das machen der/ die (un­be­kannte) Verfas­ser/in des Ein­tra­ges fest u.a. an geäußerten Vorbehalten gegen das international (von UNO, WHO etc.) durchgedrückte Gender Mainstreaming. Kritik an Ho­mo­se­xua­li­tät, an An­geborenem, war uns immer fremd. Schon zu So­wjet­­zeiten ver­teidigten wir auch Lin­ke gegen falsche Psych­ia­­tri­sierun­gen, später gewiß auch Frau Le Pen, der solches zugedacht wurde. Wir traten pro­mi­nenten Rechte ent­gegen, die Psy­cho-Miß­bräuche hinnehmen, solchen gar zunicken. „Klei­nere“ Verzeichnungen fast  zu über­ge­hen: Wir sind heute z.B. kein „deutscher“ Verein mehr, sondern ein deutsch­spra­chig-in­ter­­nationaler. Fake ist heute allgegenwärtig und international geschützt. [2]  Auch unter denen, die in Büchern heute etwa eine „Staatliche Kindeswohlge­fähr­dung“ be­klagen (s. unseren Jahresbericht 2020), gehen doch viele am Kern des Problems, an Freud, vorbei, meiden jede nä­here, jede kritische Beschäftigung mit ihm. Selbst wenn wir mit ihnen zusammen schon Kongresse bestritten (RB 1/14, 3.9), kennen sie uns Kritiker auf einmal nicht mehr. „Nir­gends wird in der Medizin so fanatisch und intolerant gestritten wie in der ‚Tie­fen­psy­chologie’“, schrieb Prof. H.J. Weitbrecht, einer der letzten großen, „klas­sischen“ Psy­ch­iater in Deutsch­land in seinem Lehrbuch PSYCH­­IA­TRIE im Grundriß. Von der sog. „Tief­en­psychologie“, Freuds um­fänglich aus­ge­wiesener Schwindel­wis­sen­schaft, kommen all die Aus­gren­zungen, Dif­fa­mierungen und auch Fehl­gutachten heu­tiger freud-gläubiger „Psy­chis“ her, denen viele kindesberaubte El­tern(-teile) jetzt unterworfen sind, manche von ihnen selbst gläubig sich beugen. [3] Nach Stalins Intermezzo, seinem „vaterländischem Krieg“ scheint die globalistische, trotzkistische Variante des Marxismus, mit ihr Freud auch in Rußland wie­­der oben auf zu sein – wie im Westen. [4]  Am „Tiefen Staat“, in dem der Freudismus verankert ist, reibt sich mitunter auch Trump, dies freilich nur par­ti­ell. Selbst mit der Freudianer Diagnose des Narzißmus belegt, verlor er darüber noch kein Wort. Und auch von Freuds schärfsten Kritikern, die ihn in Amerika glatt als Betrüger auswiesen – auf ihre Kritik stützen wir uns im­mer noch -, drücken sich viele an den böse fortwirkenden Ausläufern seiner Lehren meist vorbei. Sie be­ruhigen sich und ihr Publikum mit dem Hinweis, die Psychiater begäben sich heute nur selten mehr in psy­cho­ana­lytische Zu­satz­aus­bildungen, die für sie früher die Regel waren. Wahrscheinlich richtet u.a. die Freu­dia­ner-Dia­gnose „Bor­­der­line-Persönlichkeitsstörung“ in Amerika dabei nicht weniger Unheil an als hier­­­zulande. [5] Die Frau wagt nicht ihren Klarnamen anzugeben, da das Jugendamt ihr weitere Repressionen für den Fall androht, daß sie öffentlich die Behörde kritisiert.

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Richtigstellung

Zur Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V. (GEP) gibt es bei Wikipedia seit einiger Zeit einen Eintrag. Wir entdeckten ihn erst kürzlich. In ihm steht u.a. folgender Absatz: Zudem hatte die GEP zu Spenden aufgerufen, die Mollath zugutekommen sollten. Etwa 20.000 € wurden gesammelt, aber später nicht an Mollath aus­ge­zahlt, da dieser sich weigerte, einen vom Verein geforderten Berater­vertrag zu unterzeichnen. Die Spende ging daher an den Münchner Verein zbb.[11] Der Absatz ist an mehreren Stellen falsch. Er gibt auch die Referenz, einen Beitrag der Augsburger Allgemeinen, falsch wieder. Richtig ist: Von den Spenden, zu denen seinerzeit Mollaths Unterstützerkreis aufrief, ging ein Teil treuhänderisch an­fangs auf das Vereinskonto der GEP. Dieser Teil kam, fi­nanz­amt­lich geprüft, Mollath voll­ständig zugute. Soweit nicht in seinem Auftrag zur Beglei­chung bereits offener Verpflichtungen ver­wandt, wurde das Geld von der GEP voll­ständig dann an Mollath ausgezahlt. Dr. F. Weinberger, GEP                                6.5.2020 Gustl Mollath stellte zu o.g. Absatz am 3.5.2020 fest, daß dieser schon die Aussage der Augsburger Zeitung verdrehte. Dort stand ein ganz anderer Verein, der „zbb“, unter Kritik . Und Mollath fuhr fort: „… Gerne kann ich Ihnen bestätigen, daß ich mich ausdrücklich für die positive Unter­stüt­zung des Vereins GEP und seiner Mitglieder bedanke. Ich habe keinerlei Zweifel, daß die GEP in meiner Sache ordentlich und absolut rechtskonform gearbeitet hat. Ge­gen den Ver­fasser des Wikipedia-Eintrages sollte der Verein GEP vorgehen, seine Identität feststellen, die Person um umgehende Richtigstellung bitten und gegebenenfalls Schadensersatz fordern. Gustl Ferdinand Mollath“

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An Mitglieder und Freunde der GEP am 16.3.2020

…  Die Corona-Pandemie legt das öffentliche Leben in Europa lahm. Größere Menschenversammlungen sind in Bayern jetzt untersagt, die Grenzen nach Österreich und in die Schweiz geschlossen. Wie lange der Zustand anhalten wird, ist nicht absehbar. Unter diesen Umständen müssen wir unsere für den 2.Mai angesetzte

Jahres­versamm­lung in München verschieben, so wichtig sie, mit ihr die Aussprache der Mitglieder, auch die anstehenden Neuwahlen jetzt auch wären. Unter gegebenen Umständen läßt sich auch ein neuer Termin (etwa für den Herbst???) gar nicht planen.

 Der alte Vorstand muß einstweilen weiter walten. Zum Glück funktionieren die elektronischen Verbindungen, Telephon, Internet, auch Skype. Sie werden jezt um so wichtiger. Erfreulicherweise hat  unsere Webseite gerade in jüngster Zeit eine weitere, auch internationale Ausstattung erfahren, wird sie entsprechend noch intensiver aus aller Welt angeklickt. Behalten Sie bitte im Hinterkopf: Auch wenn unsere Anliegen, also Redlichkeit in der Seelenheilkunde und Abwehr ihrer Verbiegungen zum Schaden der von ihr berührten Menschen jetzt  von der Corona-Epidemie in den Hintergrund gedrängt werden, bleiben sie als drängende Herausforderung bestehen.  Mit freundlichen Grüßen Ihr F. Weinberger                                                                               15.3.2020

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Zu den Gepflogenheiten auf dem Psycho-Markt, speziell im Gutachterwesen hat die Psychologin Suzanne Grieger-Langer kürzlich einige aufschlußreiche Aus­sagen gemacht. Die Dinge sind seit langem bekannt. Es kümmert sich „oben“ um sie aber nie­mand. Gut, daß es „unten“ einige tun.  Klicken Sie hier:                                     8.3.2020

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Ein Wort noch zu der Schreckenstat des psychisch Schwerkran­ken in Hanau am 20.2.2020, wenn er’s denn war. Das Establishment hängte sie um­gehend der AfD an. Po­­li­ti­sches Denken, hier fraglos fremdenfeindliches, geht, gleich welches, in der Regel ins Wahnerleben ein, ist aber, wenn in ihm um­ge­setzt, nicht dem Denken generell anzulasten. So flott, wie die Elite die Tat der un­ge­liebten Kon­­­kur­renz­partei zuschob, war das auch Psychia­triemi­ß­brauch – „um­gekehrter Mißbrauch“: Psychische Erkrankung hängt das System an oder übergeht sie, wie’s korrekt-politisch gerade paßt. Ins­gesamt erweist sich die neue rechte Partei ge­gen­über dem Problem dieser Miß­bräuche freilich als auch nicht minder indolent wie die übrigen Parteien. Dr. med. F. Weinberger                                              29.2. 2020

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6 Gedanken zu „Aktuelles ARCHIV – nicht bearbeiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  1. Jason Klingor

    @Klaus Schlagmann:

    Siehe auch die „Saharasia-These“ nach James DeMeo zum Entwurzelungsprinzip und Gewalt-Prinzip und der Entstehungsgeschichte des Patriarchats und die Website und Bücher von James DeMeo dazu, aber auch Prof. Bernd Senf aus Berlin usw.

    http://www.berndsenf.de

    Ferner verweise ich zur Gender Thematik auf Judith Reisman und die Bücher von Jaya Gopal zum Islam wie „Gabriels Einflüsterungen“ und von Kerstin Steinbach zum Feminismus und zur Kritik am Feminismus nach Alice Schwarzer – welche auch schon Esther Vilar als eine Feministin mit anderen Ansätzen in einer Fernseh-Diskussion mit Alice Schwarzer äußerte und auch viele andere Männer und Frauen!

    Antworten
  2. Martin Leo II

    Lieber Dr. Weinberger, sehr geehrter Professor Dieckhöfer!

    Zunächst wünsch‘ ich Ihnen beiden viel Gesundheit auch zur Fortsetzung Ihrer gesellschaftlich wichtigen Arbeit in der GEP. Ich hoffe Ihre Geduld mit meinen vielen Zusendungen nicht zu überfordern, danke Ihnen beiden jedenfalls herzlich für das Gehör, das Sie mir bisher gewährten. Die allerletzten Zusendungen (Insider-Material!) bitte, lieber Dr. Weinberger unbedingt noch sichten. Ich wünsche und hoffe, daß Gerechtigkeit und ärztliche Verantwortung auf Ihrem Gebiet der Heilkunde doch obsiegen.

    Es war und ist mir eine Ehre, Sie hier und da a bisserl zu unterstützen,
    da Sie angesichts des Schwindens hippokratischer Moral gerade in den seelenheilkundlichen Fächern die wirklich Standhaften waren und sind.
    Ihnen ganz persönlich, Dr. Weinberger, ist anzurechnen, daß Sie die GEP,
    vormals DVPMP, im Geiste Walter von Baeyers (noch neben der Verarztung
    der gewiss anspruchsvollen Klientel am Starnberger See) fortgeführt haben; ich denke Sie haben mehr erreicht, als Sie ahnen; die eingebrachte Lebenszeit und Mühe haben sich schon gelohnt; einigen Ihrer Kollegen ist der A… gewiß mächtig auf Grundeis gegangen, da bin ich mir sicher. Große Arbeit!

    Mit besten Grüßen Martin Leo

    Antworten
  3. Holzleitner Bernhard

    Zu „Aktuelles“ – Protest beim Weltkongreß für Psychiatrie

    Nicht die wichtige und notwendige Psychiatrie ist das Kernproblem, sondern der Macht­missbrauch und die Vetternwirtschaft in den drei Gewalten Exekutive, Legislative und Judikative sind es. Durch sie wird die Gewaltenteilung ad absurdum geführt.

    Es geht am Problem vorbei und nützt nichts, nur die (forensische) Psychiatrie zu kritisieren. Nur der Protest gegen die Willkür in der Justiz und der Politik im Ganzen kann Abhilfe schaffen.

    Richter und Staatsanwalt, die sich, um zum Ziel zu kommen, den „richtigen“ Psychiater als Auftragnehmer besorgten, waren und sind für den Fall Mollath für verantwortlich, für meinen Fall ähnlich.

    Ich habe mir etliche Fälle, Urteile und Berichte von noch im BKH Straubing inhaftierten Patienten angeschaut und komme immer wieder zum gleichen Schluss: Einmal in den Mühlen der Justiz auf der falschen Seite und man ist verloren.

    Ich hoffe abschließend aber, dass jeder, der Protest erhebt, auf seine Art beiträgt, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und längerfristig damit den Psychiatrie- und Justizskandalen doch abzuhelfen.

    http://www.br.de/mediathek/video/deutsche-justiz-wie-gefaehrdet-ist-unser-recht-100.html

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  4. Schaarschmidt, Fritz

    Zum Beitrag mit Foto:
    Protest zum Welt­kongreß für Psych­iatrie in Berlin am 8.10.2017

    Sicher hatte die Protestaktion in Berlin ihre guten Gründe. Es ist aber falsch, ja empörend, Psychiater, pauschal gar, als Mörder zu beschimpfen. Psychiater sind Ärzte, die als Spezia­listen am ehesten unterscheiden können, wer krank ist und Hilfe braucht oder gesund ist und Schutz vor leichtfertiger Verdächtigung braucht. Leider gibt es wie in jedem Berufszweig schwarze Schafe, so auch Mediziner, die vom Rich­ter gewünschte Gutachten erstellen mit schlimmen Folgen. Sie fallen damit zwar manchmal unrühmlich auf, was aber wie im Fall Mollath weder Falsch-Gutachter noch Falsch-Richter weiter berührte…

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  5. Paradigma

    Das justizielle Vorgehen gegen Gustl Mollath und jetzt noch gegen seinen Freund Edward Braun
    (zur Übersicht ein Bericht der Mittelbayerischen Zeitung)
    http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/mollath-prozess-zeuge-verurteilt-21705-art1505500.html
    Im WA-Ver­fah­ren gegen Mollath 2014 wurde sein langjähriger Freund Edward Braun vom Regensburger Landgericht als Zeuge in einem vierein­halbstündigen Kreuzverhör am Rand der Un­ter­zuckerung zu einer Beeidigung seiner Aussagen über Mittei­lun­gen gezwungen, die ihm Mollaths Ex-Frau 2002 am Telephon machte, dabei ihm einen regelrechten „Vernich­tungs­plan“ ge­gen ihren Mann eröffnete. Der Zahn­arzt machte sich über die schockierenden telephonische Mit­teilung der Frau u.a. auf einer Schreibtisch­un­ter­lage stich­wort­artige Notizen. Auf sie stützte er sich bei seiner Zeugen­aussage vor dem Landgericht 2014. Auf Veranlassung des Verteidigers Strate wurde er auf sie vereidigt.
    Ihren damals bekundeten Plan setzte die Frau gegen ihren Mann in der Folge rücksichtslos um, indem sie diesen ab 2003 u.a. einer Körper­ver­letzung beschuldigte, wozu sie auch zwei trick­reich erreich­te Atteste beibrachte. Das WA-Gericht hat dabei den of­fen­sichtlichen Masterplan wie auch den Bela­stungs­eifer der Frau wohl wahrge­nommen, nicht aber den Ge­samt­zu­sam­men­hang, in dem das alles ablief. Das WA-Ge­richt aber bela­stete Mollath mit der Körperverletzung ähnlich wie bereits das Tat­gericht (Landgericht Nürn­berg-Fürth) 2006. Dieses steckte Mollath darauf über psy­chia­tri­sche Gut­- oder Schlechtachten ins Irrenhaus.
    In Ansatz ähnliches wiederholte sich im April 2017 im Meineids­prozeß gegen Mollaths Unterstützer Braun:
    Im Verfahren gegen Mollaths Freund Braun am Regens­burger Amtsgericht spielte die inhaltliche Richtigkeit seiner be­ei­dig­ten Aussage von 2014 nur eine untergeordnete Rolle. Man stürzte sich auf eine Schwach­­stelle in sei­ner Dokumentation der Aus­sagen der Ex-Frau von 2002 und dies war ein willkommener Anlass Herrn Braun wegen eines Meineids anzuklagen. Das Ge­richt hielt sein Zeugnis von 2014 jetzt zwar für „möglicher­wei­se“ zutreffend, befand aber die Verfär­bung der Kugelschreibertinte sei­ner Notiz auf der Schreib­­tisch­un­ter­lage nicht zum an­ge­ge­benen Datum der Ein­tra­­gung pas­send. We­gen Mein­eids verur­teil­te es so den Freund, der auf­op­fe­rungsvoll Mol­lath aus sie­ben­ein­halb­jähriger Frei­heits­­berau­bung herausgeholt hat und ihm seitdem weiter Schutz gewährt.
    Das Amtsgericht Regensburg beurteilte Brauns Aussage über die telefonisch vorgebrachten Drohungen der Ex-Frau, die das Landgericht Regensburg 2014 noch strikt verworfen hatte, jetzt also als mög­li­cherweise stimmig. Nur der lo­gischen Schluß­fol­ge­­­rung, dass der Ma­ster­­plan der Ex-Frau tatsächlich skrupellos um­­­­­ge­setzt und schon von da­­her in seiner Stimmigkeit be­stätigt wor­den ist, entzog sich das Gericht auch jetzt.
    Das Urteil gegen ihn wirkt wie ein Nachschlag des Systems zum Fall Mollath, wie ein Racheakt dafür, daß dieser und sein Freund Braun die bayerische Justiz so bloßge­stellt haben.
    Wie der Ministerialrat a.D. Wilhelm Schlötterer in seinem Buch „Macht und Mißbrauch“ akribisch beschrieb, handelt es sich bei dem Fall Mollath um einen politischen Fall, bei dem der Rechts­staat erbärmlich versagt hat. Dies erklärt all die Fragwür­dig­keiten, die ihm juristisch bis heute nachge­schoben wurden.

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  6. Klaus Schlagmann

    Zum Gender-Thema:

    Als ich mit beginnender Studentenzeit in den frühen 80er Jahren erste Erfahrungen mit Partnerschaften machte, traten mir selbstbewusste junge Frauen gegenüber, die – für mich selbstverständlich – respektvolle Behandlung erwarteten. Eine Kopie des Rollenvorbilds unserer Eltern kam nicht in Frage. Es war nicht schwer, mich z.B. für die Problematik einer vorherrschenden Männersprache zu sensibilisieren. Die Lektüre von „Die Töchter Egalias“ (in diesem Roman der Autorin Gerd Brantenberg wird eine Gesellschaft konsequent so gezeichnet, dass hier die Frauen dominant das gesellschaftliche Leben und die Sprache bestimmen; dass sich am Ende erste zaghafte Versuche zur Gegenwehr von männlicher Seite aus regen, betrachtet man hier als logisch und überfällig) bot eine witzige Möglichkeit zur Einfühlung in die andere Seite. Als junger Vater wollte ich mich dann natürlich auch von Beginn an in die Kinderversorgung einbringen. Freilich musste ich so auch die Frustration erleben, dass ein Säugling schon sehr schnell unterscheiden kann, ob er von Mama oder Papa im Arm gehalten wird: Mama war in etlichen Situationen eindeutig beruhigender. Hier spürte ich sehr unmittelbar die Grenzen der mir damals ideologisch durchaus noch wünschenswert erscheinenden Beliebigkeit.

    Aus meiner Sicht ist dabei übrigens nicht daran zu zweifeln, dass die Unterwerfung frauenrechtlicher Gesellschaften durch patriarchalische Eroberer eine Form der Ur-Unterdrückung der Menschheit darstellt. Die damit einhergehende Entwertung von Frauen hatte und hat geradezu zwangsweise zur Folge, dass immer wieder entsprechend unterdrückte Mütter in ihren Kampf gegen diese unsinnige Einengung und Bevormundung ihre eigenen Kinder als Blitzableiter und Partnerersatz instrumentalisieren. Im Ödipus-Mythos, den ich z.B. in „Ödipus – komplex betrachtet“ eingehend untersucht habe, sehe ich einen Niederschlag dieses wichtigen Menschheits-Themas. Die patriarchalische Norm – Männer sind wichtiger als Frauen – hat Auswirkungen auf die konkrete Familie: Allzu leicht befinden sich in solch einer Gesellschaft die Eltern latent in einem Dauer-Konflikt, in den immer wieder Kinder hineingezogen und geprägt werden. Dass dieses Thema bereits von Marx und Engels analysiert wurde, erscheint mir nur als guter und notwendiger Beitrag zur Aufklärung.

    Dass mit der heutigen Genderisierung eine Zerrüttung von Familien, und damit von Gesellschaften, einhergeht, steht auf einem anderen Blatt und ist mir erst in den letzten Jahren deutlich geworden. In der asiatischen Lehre von Yin und Yang sehe ich ein schönes Modell, das womöglich eine wünschenswerte Entwicklungsrichtung angeben könnte: Zwei Teile, die von der Form her gleich, von der Farbe gegensätzlich sind, jeweils versehen mit dem Keim des anderen. Und nur gemeinsam bilden sie eine runde Sache.

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