Über uns

Die
Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V.

Der Vorstand der GEP

Der Vorstand der GEP 2018
v.li. Weinberger, Limberg-Diers, Eckstein, Schaarschmidt, Dieckhöfer


Dr. med. Friedrich Weinberger ist von Anfang an Vorsitzender der GEP. Mit Prof. Walter von Baeyer zusammen ist er einer ihrer Mitgründer. Dr. Weinberger war als niedergelassener Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie, von 1970 bis 2004 in Starnberg tätig. Er lebt jetzt in Garmisch-Partenkirchen. 2007 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Klemens Dieckhöfer ist 2. Vorsitzender  der GEP. Habilitiert an der Universität Bonn für Neurologie und Psychiatrie sowie Geschichte der Medizin (Zusatztitel: Psychotherapie und Naturheilverfahren) ist Prof. Dieckhöfer u.a. Schriftleiter psychiatrischer Fachjournale und Beiratsmitglied verschiedener ärztlicher und naturwissenschaftlicher Gesellschaften. Seit 1986 ist er als Berufssachverständiger tätig.

Dr. med. Dietmar Eckstein wurde im Mai 2015 zum Schriftführer der GEP gewählt. Er ist Facharzt für Innere Krankheiten. Sein nebenberuflicher Interessens- und Tätigkeitsschwerpunkt ist die medizinische Dokumentation. Über Querelen mit örtlichen SED-Funktionären lernte er zweimal (1986 und 1989) den politischen Psychiatriemißbrauch in der DDR am eigenen Leib kennen – kurzfristig, aber doch in aller Härte. Dr. Eckstein war zuletzt als frei praktizierender praktischer Arzt im vogtländischen Auerbach tätig.

Fritz Schaarschmidt, gebürtiger Dresdner, der auch die Stasi kennenlernte, jetzt in der Nähe von Landsberg/L. ansässig, ist seit Mai 2015 Schatzmeister der GEP.

Jette Limberg-Diers, als Ärztin in der Nähe Hamburgs in der kinderärztlichen Praxis ihres Ehemannes v.a. mit Schwerpunkt Homöopathie und Umweltmedizin tätig, wurde bei der Jah­resversammlung 2018 als Beisitzerin zum Vorstand gewählt. Frau Limberg-Diers leitet ehren­amtlich auch die Gruppe „Ärzte für den Frieden“. Zusammen mit ihrem Ehemann gründete sie den Verein „Zukunft möglich ma­chen“, der sich für Kinder in Kenia engagiert.

Am 4.12.2015 ist RA Horst Seitz, Bad Dürkheim, als Justitiar neu an die Seite der GEP getreten.


Aus der Satzung der GEP, ursprünglich (von 1977 bis 1999) DVpMP

 Zweck des Vereins ist die Förderung der Fürsorge für die politisch Verfolgten, die Opfer des Mißbrauchs der Psychiatrie zu politischen Zwecken geworden sind oder die wegen ihres Widerstandes gegen solchen Mißbrauch politische Verfolgung erleiden. Der Verein ver­wendet sich für die Integrität psychiatrischer Wissenschaft und Praxis.

Diesem Ziel dient insbesondere die moralische und finanzielle Hilfeleistung für die Opfer der Verfolgung.
Finanzielle Unterstützung wird jedoch nur im Rahmen des § 53 Abgabenordnung gegeben.

Weitere Mittel zur Erreichung des Zweckes sind

– Prüfung, Diskussion und Dokumentation von Nachrichten bezüglich politischen  Miß­brauchs der Psychiatrie, wo immer auf der Welt er in Erscheinung tritt,

– Bekanntmachung und Verurteilung solch ungesetzlicher und ethisch nicht zu rechtfertigender Methoden,

– Einwirkung auf psychiatrische Gesellschaften und Konferenzen, sich von solchen Mißbräuchen, von Ärzten, die sich dazu hergeben, und von Organisationen, die die notwendigen Untersuchungen verweigern, ausdrücklich zu distanzieren,

– Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die ähnliche Ziele verfolgen.


Bei ihrer Jahresversammlung 1994
beschloß die Vereinigung, damals DVpMP,  in einer ein­stimmig ange­nommenen Erklärung  zu den in der Satzung festgelegten Vereinszielen folgende präzisierende Ausdeutungen
(s. Rundbrief 2/94, S. 22):

 Die DVpMP hat sich bei ihrer Konstituierung Ziele gestellt, die an sich zeitlos sind, deren Formulierungen aber teilweise auch von der damaligen Situation mitgeprägt waren. Sie dür­fen und müssen den Anforde­rungen entsprechend, die sich der Vereinigung heute stellen, in einem erweiterten Sinn verstanden werden.

Wenn sich die Vereinigung, wie es in ihrer Satzung heißt, „gegen den politischen Mißbrauch der Psychiatrie“ wendet, dann doch der Psychiatrie im weitesten Sinn, also letztlich alle „See­lenkunde“ umfassend. Tatsächlich sind ja Psychiatrie, Psychologie, Psychotherapie und an­dere human­wissen­schaftliche Disziplinen auch in anderen Bereichen der Wissenschaft und Praxis miteinander verbunden.

Wenn sich die Vereinigung „für die Integrität psychiatrischer Wissenschaft und Praxis“ ein­setzt darunter verstand sie immer ein Festhalten an der hippokratischen Ethik -, so be­obachtet sie damit, soweit möglich, alle Weiterentwicklungen auf dem engeren Gebiet der Psychiatrie wie dem der „Nachbardisziplinen“ und prüft ihre Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft.

Die Vereinigung wendet sich gegen jedes willkürliche Abdrängen Andersdenkender in psychi­sche Fragwür­digkeit, vor allem wenn dabei eine Systematik zur Erreichung gesellschaftspoli­tischer Ziele erkennbar wird

1999 beschloß eine außerordentliche Mitgliederversammlung die Namensänderung in

 Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V.

Dem Einsatz der Psychiatrie gegen Andersdenkende, Oppositionelle trat Walter von Baeyers in den 1960ern bereits in konkreten Einzelfällen wie als Vize­präsident des WVP dann gar einem System solchen Psychiatriemißbrauchs entgegen, damals aktuell dem des sowjetischen. Schön kommt das in den Worten zum Ausdruck, die von Baeyers an der Psychiatrischen Uni­versi­täts-Klinik München im Juli 1982 vor versammelten Kollegen sprach (RB1/88, S.12), als Mahnung an sie gerichtet. „Ich jedenfalls kann mich… mit die­ser psychiatrischen Falsch­mün­zerei nicht einverstanden erklären, auch wenn sie von Fach­ge­nossen kommt, die dicke Bücher geschrieben haben. Und ich sehe mich immer wie­der dazu veranlaßt, nach meinen schwachen Kräften dagegen zu protestieren und für die Opfer solcher Manipulation einzutreten.“ Von Baeyer prägt, was die 1999 nach ihm umbenannte GEP unter „Ethik in der Psychiatrie“ genau verfolgt. Mißbräuche des Faches begegnen uns heute in unter­schiedlichen Formen überwiegend gar in eigenen Land.

 Die Aktivitäten des Vereins werden seit 1977 ausschließlich durch Beiträge und Spenden ihrer Mitglieder und Freunde getragenund werden allesamt ehrenamtlich erbracht. Nur so konnte die  Arbeit für Gesunde und Kranke, für die Achtung menschlichen Geistes, menschlicher Würde über die Jahre wahrgenommen werden.

Der jährliche (steuerbegünstigte) Mitgliedsbeitrag beträgt € 60.-

Konten: siehe Kontakt