Die
Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V.
Der Vorstand der GEP
Dr. med. Friedrich Weinberger ist mit Prof. von Baeyer und Frau Gattinger zusammen Mitgründer der Gesellschaft und von Anfang an ihr Vorsitzender. Dr. Weinberger, der als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie, von 1970 bis 2004 in Starnberg kassenärztlich tätig war, lebt jetzt in Garmisch-Partenkirchen. 2007 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
Prof. Dr. med. Klemens Dieckhöfer ist 2. Vorsitzender. Habilitiert an der Universität Bonn für Neurologie und Psychiatrie sowie Geschichte der Medizin (Zusatztitel: Psychotherapie und Naturheilverfahren) ist Prof. Dieckhöfer u.a. Schriftleiter psychiatrischer Fachjournale und Beiratsmitglied verschiedener ärztlicher und naturwissenschaftlicher Gesellschaften. Seit 1986 ist er als Berufssachverständiger tätig.
Dipl.Phys. Dr. phil. Dietrich Koch ist Schriftführer der Gesellschaft. Als Diplom-Physiker war er an der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Leipzig tätig, bis er 1970 wegen Beteiligung an einer spektakulären Protestaktion gegen die von Ulbricht verfügte Sprengung der Universitätskirche in Leipzig verhaftet und u.a. “zu unbefristeter Unterbringung in der Psychiatrie” verurteilt wurde. Nach zweieinhalb Jahren entlassen und in den Westen abgeschoben, absolvierte Koch hier noch das Studium der Philosophie mit Promotionsabschluß. Er war bis zu seiner Pensionierung in diesem Fach an der Universität Essen tätig. Sein Buch “DAS VERHÖR” behandelt seine Verfolgungserlebnisse samt erlebtem Psychiatriemißbrauch (s. Links).
Christine Gattinger, war Anfang der 70er Jahre Sprecherin einer Gruppe von amnesty international in München, die einen Fall sowjetischen Psychiatriemißbrauchs betreute. Sie kam darüber 1974 mit Prof. v. Baeyer und Dr. Weinberger in Verbindung, aus der 1976 ein Initiativkomitee und 1977 schließlich die Gesellschaft hervorgingen. Frau Gattinger ist seit vielen Jahren deren Schatzmeisterin.
Dr. med. Dietmar Eckstein ist Facharzt für Innere Krankheiten. Sein nebenberuflicher Interessens- und Tätigkeitsschwerpunkt ist die medizinische Dokumentation. Über Querelen mit örtlichen SED-Funktionären lernte er zweimal (1986 und 1989) in der DDR den politischen Psychiatriemißbrauch am eigenen Leib kennen – kurzfristig, aber doch in aller Brutalität. Dr. Eckstein ist jetzt als frei praktizierender praktischer Arzt im vogtländischen Auerbach tätig.
Der Beirat der GEP
Prof. Dr. med. Ernst-Eberhard Weinhold war als Landarzt in Nordholz tätig. Er war lange Jahre Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsens, über lange Jahre der Sprecher ethischer Belange in der deutschen Ärzteschaft. Bei solchen Aktivitäten hat er auch im jetzigen Ruhestand mitunter wenig Ruhe.
Robert Wilcocks Ph.D. ist Professor für neuere französische Literatur an der University of Alberta in Edmonton, Kanada. Er ist einer der führenden heutigen Freud-Kritiker in der englisch-sprachigen Welt. Er hat hierzu zwei auf den Grundleuchtende Bücher herausgebracht, “Maelzel’s Chess Player – Sigmund Freud and the Rhetoric of Deceit“. Lanham (Maryland U.S.A.): Rowman & Littlefield, 1994 und Mousetraps and the Moon: The Strange Ride of Sigmund Freud und the early years of Psychoanalysis, Lanham: Lexington Books.
Jacques Bénesteau ist klinischer Psychologe an der Univ.-Kinderklinik in Toulouse und seit 1974 Lehrbeauftragter am Institut de Psychomotricité der Universität Toulouse-Rangueil . Er ist Verfasser des Buchs Mensonges freudiens (Freudsche Lügen), erschienen 2002 bei Mardaga, Sprimont, Belgien, einer der umfassendsten, gründlichst belegten Freud-Kritiken, die in jüngerer Zeit in verschiedenen, vor allem englisch- und französichsprachigen Ländern herausgekommen sind.
Dr. phil. Max Scharnberg war bis vor kurzem als Assistenz-Professor an der Erziehungswissenschaftlichen Abteilung an der Universität Uppsala, Schweden, tätig. Seine Forschungen befaßten sich insbesondere mit den wissenschaftlichen Betrügereien der Psychoanalyse, mit der Psychologie der Lüge und mit der Prüfung des in Fällen sexueller Gewalt gerichtlich gewerteten Beweismaterials. Seine wichtigsten Bücher sind: “The Non-Authentic Nature of Freud’s Observations“ (1993 - zwei Bände über Freuds Verführungstheorie, Felix Gattels Kasuistik und den astrologischen Ursprung von Freuds Theorie der analen Persönlichkeit), “Textual Analysis: A Scientific Approach for Assessing Cases of Sexual Abuse” (1996, ebenfalls zwei Bände) sowie “The Myth of Paradigm-Shift, or How to Lie With Methodology” (1984). Alle fünf Bände wurden in den Acta Universitatis Upsaliensis veröffentlicht.
Aus der Satzung der GEP, ursprünglich DVpMP, von 1977
Zweck des Vereins ist die Förderung der Fürsorge für die politisch Verfolgten, die Opfer des Mißbrauchs der Psychiatrie zu politischen Zwecken geworden sind oder die wegen ihres Widerstandes gegen solchen Mißbrauch politische Verfolgung erleiden. Der Verein verwendet sich für die Integrität psychiatrischer Wissenschaft und Praxis.
Diesem Ziel dient insbesondere die moralische und finanzielle Hilfeleistung für die Opfer der Verfolgung.
Finanzielle Unterstützung wird jedoch nur im Rahmen des § 53 Abgabenordnung gegeben.
Weitere Mittel zur Erreichung des Zweckes sind
- Prüfung, Diskussion und Dokumentation von Nachrichten bezüglich politischen Mißbrauchs der Psychiatrie, wo immer auf der Welt er in Erscheinung tritt,
- Bekanntmachung und Verurteilung solch ungesetzlicher und ethisch nicht zu rechtfertigender Methoden,
- Einwirkung auf psychiatrische Gesellschaften und Konferenzen, sich von solchen Mißbräuchen, von Ärzten, die sich dazu hergeben, und von Organisationen, die die notwendigen Untersuchungen verweigern, ausdrücklich zu distanzieren,
- Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die ähnliche Ziele verfolgen.
Bei ihrer Jahresversammlung 1994 beschloß die Vereinigung, damals DVpMP, in einer einstimmig angenommenen Erklärung zu den in der Satzung festgelegten Vereinszielen folgende präzisierende Ausdeutungen
(s. Rundbrief 2/94, S. 22):
Die DVpMP hat sich bei ihrer Konstituierung Ziele gestellt, die an sich zeitlos sind, deren Formulierungen aber teilweise auch von der damaligen Situation mitgeprägt waren. Sie dürfen und müssen den Anforderungen entsprechend, die sich der Vereinigung heute stellen, in einem erweiterten Sinn verstanden werden.
Wenn sich die Vereinigung, wie es in ihrer Satzung heißt, “gegen den politischen Mißbrauch der Psychiatrie” wendet, dann doch der Psychiatrie im weitesten Sinn, also letztlich alle “Seelenkunde” umfassend. Tatsächlich sind ja Psychiatrie, Psychologie, Psychotherapie und andere humanwissenschaftliche Disziplinen auch in anderen Bereichen der Wissenschaft und Praxis miteinander verbunden.
Wenn sich die Vereinigung “für die Integrität psychiatrischer Wissenschaft und Praxis” einsetzt - darunter verstand sie immer ein Festhalten an der hippokratischen Ethik -, so beobachtet sie damit, soweit möglich, alle Weiterentwicklungen auf dem engeren Gebiet der Psychiatrie wie dem der “Nachbardisziplinen” und prüft ihre Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft.
Die Vereinigung wendet sich gegen jedes willkürliche Abdrängen Andersdenkender in psychische Fragwürdigkeit, vor allem wenn dabei eine Systematik zur Erreichung gesellschaftspolitischer Ziele erkennbar wird
1999 beschloß eine außerordentliche Mitgliederversammlung die Namensänderung in
Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie e.V.
Die Aktivitäten des Vereins werden seit 1977 ausschließlich durch Beiträge und Spenden ihrer Mitglieder und Freunde getragen und werden allesamt ehrenamtlich erbracht. Nur so konnte die Arbeit für Gesunde und Kranke, für die Achtung menschlichen Geistes, menschlicher Würde über die Jahre wahrgenommen werden.
Der jährliche (steuerbegünstigte) Mitgliedsbeitrag beträgt € 60.-
Konten: siehe Kontakt

